Syrien: Assads Truppen beginnen neue Offensive in Aleppo
Das syrische Militär will den Widerstand in der nördlichen Handelsmetropole mit aller Macht brechen. Die Truppen rücken nun mit Panzern und Geschützen in Wohnviertel vor.
© Obeida Al Naimi/Reuters

Zerstörungen in den Straßen von Aleppo
Die Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad haben nach Rebellenangaben eine neue Großoffensive in der umkämpften Metropole Aleppo gestartet. "Die Entscheidungsschlacht um Aleppo hat begonnen", sagte Aufständischen-Kommandeur Abu Omar al-Halebi. Die Regimetruppen hatten in den vergangenen Tagen neue Kontingente an Soldaten vor Aleppo zusammengezogen und zusätzliche Artilleriewaffen in Stellung gebracht.
Ein ranghoher syrischer Beamter sagte, dass Militär dringe "von Westen nach Osten" in den von den Aufständischen gehaltenen Stadtteil Salaheddin ein, "um ihn in zwei Hälften zu teilen". Es werde "nicht lange dauern, bis wir das Viertel kontrollieren, auch wenn einige Widerstandsnester zurückbleiben", sagte er.
Ein örtlicher Kommandeur der Freien Syrischen Armee (FSA) bestätigte, dass das Militär mit Panzern nach Salaheddin eindringe. Etwa 6.000 bis 8.000 Rebellen stehen in Aleppo etwa 20.000 Regierungssoldaten gegenüber, die dort zusammengezogen wurden. Nach Angaben von Oppositionsaktivisten der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London sind vor allem auch die Viertel Kartadschi, Tarik al-Bab und Schaar weiter heftig umkämpft. Die Aufständischen hielten nach eigenen Angaben zuletzt etwa zwei Drittel Aleppos.
Satellitenbilder mit 600 Einschlagkratern
Bereits in der Nacht zum Mittwoch hatten die Rebellen vier Angriffe des syrischen Militärs auf den Bezirk Salaheddin abgewehrt, wie Al-Halebi weiter ausführte. Der Stadtteil ist das südwestliche Eingangstor zu den von den Rebellen kontrollierten Gebieten. Die Kämpfe um Aleppo, Syriens Geschäfts- und Handelsmetropole, dauern seit fast drei Wochen an. Bislang konnten offenbar eher die Aufständischen Gebietsgewinne verbuchen.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte den Einsatz von schweren Waffen in den Wohngebieten von Aleppo. Die Organisation veröffentlichte in ihrem jüngsten Bericht Satellitenbilder aus der nordsyrischen Metropole, die 600 Einschlagkrater zeigen, die von schwerkalibrigen Artilleriegranaten stammen.
Amnesty werde auch künftig alle Angriffe auf die Bevölkerung genauestens dokumentieren, sagte der Amnesty-Experte Christoph Koettl, der die Satellitenbilder auswertete. "So können die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden."
Das russische Verteidigungsministerium in Moskau wies Angaben syrischer Rebellen zurück, sie hätten einen russischen General getötet. Er bezeichnete das als "offene Lüge". Generalmajor Wladimir Kuschejew sei zwar in Syrien gewesen, aber mittlerweile nach Moskau zurückgekehrt.





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Entfernt. Bitte beachten Sie das konkrete Artikelthema. Danke, die Redaktion/ls
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Staatsangehörige des betreffenden Landes. Da inzwischen erwiesen ist, daß ein hoher Prozentsatz der Terroristen ais dem Ausland (siehe Link bezgl. Türkei) stammt, ist die Bezeichung nicht angemessen.
http://www.tagesschau.de/...
Dagegen, daß auswärtige Rebellen/Terroristen eine bis dahin friedliche Stadt als Geisel nehmen und die Bewohner als menschliche Schutzschilde mißbrauchen, hat AI offensichtlich nichts. Auf solche "Menschenrechtler" kann die Welt und erst recht Syrien m. E. sehr gut verzichten.
diese vermeintlichen Rebellen ja auch nicht vor Massakern zurueckschrecken, wie wollen die von Amnesty denn hinterher noch herausbekommen, wer wen da ermordet hat. Die Kollateralschaeden kann man der syrischen Armee auch nicht zu 100% anlasten, da ja die Soeldner im Rebellengewand auch immer schwerere Waffen aus dem Amnesty gelobten Westen bekommen.
Wenn die ihre Kaempfe ausfechten wollen, sollen sie sich ein Schlachtfeld im Land waehlen und gegenseitig beschießen. hat frueher auch geklappt, selbst wenn der gegner haushoch ueberlegen war, ohne die Bevoelkerung da in die Kaempfe mit hineinzuziehen.
Können Sie mir bitte sagen, wo in dem von Ihnen genannten tagesschau-Link erwähnt wird, dass sich unter den syrischen Rebellen ein hoher Prozentsatz von ausländischer "Terroristen" befände?
In dem Beitrag wird doch lediglich gesagt, dass der Fall des erwähnten "Köln-Kalifen"-Anwalts "... der erste konkrete Beweis für die Teilnahme türkischer Islamisten an den Kämpfen in Syrien" sei, sofern die Meldung von dritter Seite bestätigt würde.
diese vermeintlichen Rebellen ja auch nicht vor Massakern zurueckschrecken, wie wollen die von Amnesty denn hinterher noch herausbekommen, wer wen da ermordet hat. Die Kollateralschaeden kann man der syrischen Armee auch nicht zu 100% anlasten, da ja die Soeldner im Rebellengewand auch immer schwerere Waffen aus dem Amnesty gelobten Westen bekommen.
Wenn die ihre Kaempfe ausfechten wollen, sollen sie sich ein Schlachtfeld im Land waehlen und gegenseitig beschießen. hat frueher auch geklappt, selbst wenn der gegner haushoch ueberlegen war, ohne die Bevoelkerung da in die Kaempfe mit hineinzuziehen.
Können Sie mir bitte sagen, wo in dem von Ihnen genannten tagesschau-Link erwähnt wird, dass sich unter den syrischen Rebellen ein hoher Prozentsatz von ausländischer "Terroristen" befände?
In dem Beitrag wird doch lediglich gesagt, dass der Fall des erwähnten "Köln-Kalifen"-Anwalts "... der erste konkrete Beweis für die Teilnahme türkischer Islamisten an den Kämpfen in Syrien" sei, sofern die Meldung von dritter Seite bestätigt würde.
"Etwa 6.000 bis 8.000 Rebellen"
Das ist ja nicht soviel in einer immerhin 2 Millionen Stadt.
>>"Etwa 6.000 bis 8.000 Rebellen"
Das ist ja nicht soviel in einer immerhin 2 Millionen Stadt.<<
"Volksaufstände" dauern auch nicht mehr als 17 Monate. Wenn es sich tatsächlich um einen solchen handeln würde, wäre jede Herrschaft längst hinweggefegt, trotz Militär.
Bzgl. AI und HRW, da hab ich doch früher tatsächlich gedacht, diese Organisationen seien nur ihren humanitären Prinzipien treu. Das ist vorbei, seit beide mit einer selektiven Sicht auf Ursachen und Verantwortung die US-Politik stützen.
Und zuletzt finde ich es erstaunlich, mit welcher Konsequenz man sich weiter auf die "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" beruft, wo sich doch inzwischen auch in Leitmedien herumgesprochen hat, wie zweifelhaft diese Quelle ist.
>>"Etwa 6.000 bis 8.000 Rebellen"
Das ist ja nicht soviel in einer immerhin 2 Millionen Stadt.<<
"Volksaufstände" dauern auch nicht mehr als 17 Monate. Wenn es sich tatsächlich um einen solchen handeln würde, wäre jede Herrschaft längst hinweggefegt, trotz Militär.
Bzgl. AI und HRW, da hab ich doch früher tatsächlich gedacht, diese Organisationen seien nur ihren humanitären Prinzipien treu. Das ist vorbei, seit beide mit einer selektiven Sicht auf Ursachen und Verantwortung die US-Politik stützen.
Und zuletzt finde ich es erstaunlich, mit welcher Konsequenz man sich weiter auf die "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" beruft, wo sich doch inzwischen auch in Leitmedien herumgesprochen hat, wie zweifelhaft diese Quelle ist.
Entfernt. Verzichten Sie auf unterstellend Äußerungen ohne Angabe von Quellen. Die Redaktion/mak
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... was in anderen Medien schon längst verbreitet wird: dass die Rebellen aus Aleppo fliehen.
"Der Iran hatte zunächst vehement dementiert, dass die Pilger Revolutionsgarden seien"
Ich glaube fast man darf gespannt sein, was da noch so alles 'nachgeschoben' wird...
Ja, die Pilger sind ja auch keine Revolutionsgarden, sondern pensionierte Beamte verschiedener Vorberufe, das steht doch auch im Text so:
"Auf der Liste der Pilger waren auch pensionierte Beamte aus verschiedenen Ministerien, darunter auch der Revolutionsgarden und der Armee"
Ja, die Pilger sind ja auch keine Revolutionsgarden, sondern pensionierte Beamte verschiedener Vorberufe, das steht doch auch im Text so:
"Auf der Liste der Pilger waren auch pensionierte Beamte aus verschiedenen Ministerien, darunter auch der Revolutionsgarden und der Armee"
Hallo Amnesty, wurden eigentlich die verantwortlichen die die Lybische Stadt Sirte mit schweren Waffen plattgemacht haben zur Rechenschaft gezogen? Wurden die Verantwortlichen die die Irakische Stadt Falludscha plattgemacht haben zur Rechenschaft gezogen? Wenn nein, warum nicht? Waren das nicht auch Städte mit Bevölkerung die mit schweren Waffen angegriffen wurden?
Zu Aleppo:
Laut mehreren Berichten ist der strategisch wichtige Stadtteil Salaheddin bereits in die Hände der SAA gefallen. Desweiteren gibt es Berichte, das der Militärführer der FSA in Aleppo, Al-Obeidi getötet wurde. Guerillagruppen haben es eben schwer in Städten, wenn dort nicht große teile der Bevölkerung wie man gestern u.a auch im Spiegel lesen konnte, nicht hinter den Rebellen stehen, und die gar mit Steinwürfen begrüßen.
Sieht also nicht dannach derzeit aus, als wenn Damaskus und Aleppo fallen würden, also was nun?
... wird das Regime noch lange nicht fallen. Vielmehr wird die Gewalt noch mehr zunehmen. Im Falle des Libanon dauerte es 15 Jahre, bis die Syrer einmarchierten und die Milizen entwaffnet wurden. Erst nach der Entwaffnung kehrte Frieden ein.
Wer soll im Fall von Syrien den Job übernehmen? Die Nato? Diese wird es sich zweimal überlegen, ob sie gegen die Sowjetunion antritt, sind doch noch einige heikle Dossiers offen. Zudem wird die Sowjetunion alles tun, um den letzten Stützpunkt zu halten. Wer also? Die USA, haben schlicht das Geld nicht dazu und werden froh sein, wenn sie den Rückzugsfahrplan bezüglich Afghanistan einhalten können. Wer also soll die Milizen entwaffnen?
PS gute Informationen, bessere als die gängige Presse erhält man übrigens über die »International Crisis Group«. Sie hat sich zur Aufgabe macht, über politische Konflikte zu berichten und Ratschläge für ihre mögliche Lösung zu geben. Sie ist im Gegensatz zur Weltpresse immer noch in der Lage, Kontakte mit beiden Seiten im Syrischen Bürgerkrieg zu unterhalten und sich auf beiden Seiten zu informieren.
... wird das Regime noch lange nicht fallen. Vielmehr wird die Gewalt noch mehr zunehmen. Im Falle des Libanon dauerte es 15 Jahre, bis die Syrer einmarchierten und die Milizen entwaffnet wurden. Erst nach der Entwaffnung kehrte Frieden ein.
Wer soll im Fall von Syrien den Job übernehmen? Die Nato? Diese wird es sich zweimal überlegen, ob sie gegen die Sowjetunion antritt, sind doch noch einige heikle Dossiers offen. Zudem wird die Sowjetunion alles tun, um den letzten Stützpunkt zu halten. Wer also? Die USA, haben schlicht das Geld nicht dazu und werden froh sein, wenn sie den Rückzugsfahrplan bezüglich Afghanistan einhalten können. Wer also soll die Milizen entwaffnen?
PS gute Informationen, bessere als die gängige Presse erhält man übrigens über die »International Crisis Group«. Sie hat sich zur Aufgabe macht, über politische Konflikte zu berichten und Ratschläge für ihre mögliche Lösung zu geben. Sie ist im Gegensatz zur Weltpresse immer noch in der Lage, Kontakte mit beiden Seiten im Syrischen Bürgerkrieg zu unterhalten und sich auf beiden Seiten zu informieren.
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