AuslieferungAssange will sich stellen – zu seinen Bedingungen

WikiLeaks-Gründer Assange will eine Erklärung abgeben. Er soll bereit sein, sich Schwedens Behörden zu stellen. Seine Bedingung: keine Auslieferung an die USA.

Unterstützer des WikiLeaks-Gründers Julian Assange demonstrieren in London vor Ecuadors Botschaft.

Unterstützer des WikiLeaks-Gründers Julian Assange demonstrieren in London vor Ecuadors Botschaft.

Im Streit über seine Auslieferung bietet WikiLeaks-Gründer Julian Assange offenbar einen Kompromiss an.

Die britische Sunday Times berichtet unter Berufung auf nicht namentlich genannte Vertraute von Assange, der 41-Jährige sei bereit, sich den schwedischen Behörden zu stellen, wenn er eine Garantie bekomme, nicht an die USA ausgeliefert zu werden. Das bestätigte auch ein Sprecher von WikiLeaks: Schweden müsse "ohne Einschränkung" garantieren, dass Assange niemals an die USA ausgeliefert werde. Eine solche Garantie wäre "eine gute Ausgangsbasis", sagte der Sprecher.

Er verwies zugleich auf die Gesprächsbereitschaft Assanges gegenüber den schwedischen Behörden. Assange sei "seit fast zwei Jahren" bereit, sich ihren Fragen zu stellen. Schweden habe seine Angebote bisher abgelehnt, ihn per Videoschalte oder persönlich in der ecuadorianischen Botschaft in London zu befragen, in die er vor acht Wochen geflüchtet war.

Assange kündigte über seinen Twitter-Account und den von WikiLeaks an, am Sonntagnachmittag eine öffentliche Erklärung vor der ecuadorianischen Botschaft in London abzugeben.

Assange werden in Schweden Sexualdelikte vorgeworfen, die er bestreitet. Gegen ihn läuft bisher noch kein Ermittlungsverfahren. Derzeit sitzt er in der ecuadorianischen Botschaft in London fest. Ecuador hat ihm zwar Asyl gewährt, Großbritannien droht jedoch, ihn beim Verlassen des Botschaftsgebäudes festzunehmen und nach Schweden auszuliefern. Besonderen Ärger löste die Warnung Großbritanniens aus, möglicherweise die diplomatische Immunität der ecuadorianischen Vertretung außer Kraft zu setzen, um Assange aus dem Gebäude zu holen. Assange fürchtet, anschließend an die USA ausgeliefert und dort wegen der Veröffentlichung brisanter Dokumente auf der Plattform WikiLeaks zum Tode verurteilt zu werden.

Ecuardor will keinen "Kolonialismus" dulden

Das Staatenbündnis Alba, ein Zusammenschluss linksgerichteter lateinamerikanischer Staaten, drohte Großbritannien mit "ernsthaften Konsequenzen", sollte das Land "die territoriale Integrität der Botschaft von Ecuador in London" durchbrechen. In einer am Samstag (Ortszeit) veröffentlichten Erklärung forderten die Alba-Staaten die Vereinten Nationen auf, über die Unverletzlichkeit diplomatischer Missionen weltweit zu beraten.

Venezuelas Präsident Hugo Chávez rief zudem zu Solidarität mit Ecuador auf. "Lateinamerika muss respektiert werden, unser Volk muss respektiert werden, aber nur gemeinsam können wir uns diesen Respekt verschaffen", sagte Chávez. Boliviens Präsident Evo Morales hatte Großbritannien bereits am Freitag gerügt: Dessen Drohung sei nicht nur eine Aggression gegen Ecuador, sondern gegen ganz Lateinamerika. Neben Venezuela und Ecuador gehören dem Bündnis Alba Bolivien, Kuba und Nicaragua sowie einige kleinere Karibikstaaten an.

Ecuadorianischen Staatsmedien zufolge stehen auch Kolumbien und Argentinien hinter Ecuadors Präsident Rafael Correa. Dieser warnte in seiner wöchentlichen Ansprache am Samstag vor jeder Einmischung in die Angelegenheiten seines Landes. "Sie haben noch nicht gemerkt, dass Lateinamerika frei und souverän ist", sagte Correa. Ecuador werde keinen Kolonialismus dulden. In einem Radio-Interview forderte der Präsident ebenfalls Aussänge eine Garantie zu geben, dass es nicht (von Schweden aus) an ein Drittland ausgeliefert wird.

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Leserkommentare
    • medi89
    • 19.08.2012 um 10:10 Uhr

    eigentlich schade, dass sich die ganze öffentliche Debatte nur noch um Assange dreht. Immerhin sitzt sein Informant Bradley Manning ja schon seit einiger Zeit in Haft (und wird wahrscheinlich lebenslänglich sitzen bleiben). Aber jetzt kreist alles mal wieder um sen Selbstdarsteller Assange. Dazu nur zwei Gedankengänge:

    1. Schweden ist ein sehr demokratisches Land mit einen Rechtssystem das höchsten Anforderungen entspricht. Er soll dort außerdem nur befragt (!!!) werden. Das Auslieferungsabkommen mit den USA umfasst keinen Geheimnisverrat. Sollte verurteilt werden wird sein U-Haft wahrscheinlich angerechnet.
    2. Ecuador ist politisch instabil, es ist auch nicht richtig demokratisch und belegt was die Pressefreiheit angeht Platz 110 weltweit. In Südamerika kann der politische wind schnell drehen. Die Abhängigkeit von USA, so wage ich zu behaupten ist um ein vielfaches, als z.B.: naja Schweden.
    Um es kurz zu fassen ich würde mich lieber an Schweden ausliefern lassen, als anderswo ein unkalkulierbares Risiko einzugehen.

    Aber wer hat auch den Geltungsdrang von Julien Assange.

    Armer Bradley Manning.

    9 Leserempfehlungen
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    • Lu-S
    • 19.08.2012 um 11:09 Uhr

    medi89: "1. Schweden ist ein sehr demokratisches Land mit einen Rechtssystem das höchsten Anforderungen entspricht. Er soll dort außerdem nur befragt (!!!) werden. Das Auslieferungsabkommen mit den USA umfasst keinen Geheimnisverrat."

    Nach der scham- und gewissenlosen Kooperation europäischer Regierungen mit den amerikanischen Entführungs- und Folterpraktiken ist eine solche Aussage für jemanden wie Assange nicht mehr viel wert. Dies gilt für Schweden und gälte in gleichem Maße auch für Deutschland.
    Es mutet auch etwas seltsam an, wenn UK eine Botschaft belagert und einen massiven Bruch des Völkerrechts androht, nur um eine Befragung zur Kondomnutzung bei einvernehmlichen Sex zu ermöglichen. Eine Befragung, die doch wohl auch in den Wochen möglich gewesen wäre, die Assange nach der angeblichen "Vergewaltigung" in Schweden verbrachte.
    Selbst wenn es tatsächlich nur um die "Vergewaltigung-" vorwürfe gehen sollte, wirkt Schwedens Rechtssystem - wenn man von diesem Fall ausgeht - bizarr und ganz sicher nicht "höchsten Anforderungen" entsprechend.

    Die Schweden sind Rechtsstaat genug, um ihre eigenen Staatsbürger von der Straße weg zu verhaften und am Flughafen Arlanda direkt in die Hände maskierter CIA-Leute zu geben. Ohne Prozess. Keine Verschwörungsfantasie, sondern von der schwedischen Regierung eingeräumt.
    Außerdem könnten die Schweden Assange in seine Heimat Australien abschieben - und dort hat man ja bereits den Amerikanern erklärt, dass man kein Problem damit hätte, ihnen Assange zu übergeben.

    • y4rx
    • 19.08.2012 um 11:56 Uhr

    http://www.fr-online.de/w...

    Es gibt doch sehr zu denken, daß Schweden keine Garantie abgeben will. Ich vermute mal, daß sie ihn dann gar nicht mehr haben wollen. Das stinkt doch alles zum Himmel....

    • GDH
    • 19.08.2012 um 12:00 Uhr

    "eigentlich schade, dass sich die ganze öffentliche Debatte nur noch um Assange dreht. Immerhin sitzt sein Informant Bradley Manning ja schon seit einiger Zeit in Haft."

    Der Unterschied ist halt, dass in Sachen Assange politische Entscheidungen in Europa getroffen werden können während bei Manning nur ein Gerichtsverfahren abzuwarten ist. Dass die europäische Öffentlichkeit sich dafür interessiert, wer unter welchen Bedingungen in Europa ausgeliefert werden darf, ist ja schon naheliegend. Wenn's zu Manning neues gibt, will ich's übrigens auch in der Zeitung lesen!

    "Schweden ist ein sehr demokratisches Land mit einen Rechtssystem das höchsten Anforderungen entspricht. Er soll dort außerdem nur befragt (!!!) werden."

    Was einen internationalen Haftbefehl schon suspekt macht.

    "Das Auslieferungsabkommen mit den USA umfasst keinen Geheimnisverrat."

    Dann wäre es ja ein leichtes, entsprechende Zusicherungen zu machen, dass Assange nach Abschluss des Verfahrens in Schweden wieder nach GB ausreisen darf (damit wäre klar, dass die Auslieferung einfach nur der Erledigung des schwedischen Verfahrens dient). So steht im Raum, dass eben doch seitens der USA eine Auslieferung von Schweden erwirkt wird (ein anderer Verdacht reicht ja und wenn er erstmal da ist, kann er wegen allem verurteilt werden, was in den USA halt strafbar ist).

    "[...] Geltungsdrang von Julien Assange.

    Armer Bradley Manning."

    In wie fern schadet Assange Herrn Manning? Ich sehe den Zusammenhang nicht.

    unter Pussy.Riot-Kommentaren steht das gleiche nur, dass man sich da ärgert, dass nicht Assange im Mittelpunkt steht. Unter Assange Kommentaren ärgert man sich, dass nicht Manning im Mittelpunkt steht. Was bezweckt ihr nur damit, ihr Kommentareschreiber? Zumindest bringt es nichts, ausser nichtige Auseinandersetzungen, die sich im Kreis drehen.

    ist ein Vorbild für alle anständigen Menschen. Die Veröffentlichungen der Verbrechen sind Heldentaten. Jeder der die Gelegenheit hat, an Quellen heranzukommen sollte sich die Heldentat von Manning zum Vorbild nehmen.

    • JMDGF
    • 19.08.2012 um 16:00 Uhr

    Wenn er denn nur befragt werden sollte, könnte dies doch auch ohne große Probleme in England gemacht werden, wo ist denn das Problem die Leute aus Schweden nach England einzufliegen, nein hier geht es um wesentlich mehr als nur die Befragung.

    vermeintlichen Demokratie der USA heruntergerissen und fürchtet nicht zu unrecht um sein Leben.
    Was die rechtsstaatlichkeit der Schweden angeht, hört die bei mir auf, wenn es reicht einen Mann als Vergewaltiger anzuzeigen, wenn der vorherige Sex nicht gut war. Das ist ja wohl scheinbar so möglich in Schweden. Das ist tiefstes Mittelalter der Denunzinanzierung.
    Man kann über Assange deshalb denken wie man will. Er hat den Mut gehabt Wikileaks zu Gründen und ist deshalb allen Staaten denen er auf die Füße getreten hat ein Dorn im Fleisch. Dazu muss man wahrscheinlich sogar ein bisschen verrückt sein. Würden Sie sich das etwa trauen?
    Die Anklagen sind in meinen Augen politisch motiviert. Ähnliches erlebt man jetzt auch gerade in Rußland mit Pussy Riot.
    Die Anklage lautet auf irgendeine religiöse Verblendung. Ist Putin jetzt etwa schon ein Heiliger?
    In ihrem 1 Minütigen Auftritt haben Sie nicht Gotteslästerung begangen sondern Putin Lästerung. Dafür 2 Jahre Straflager.
    Assange droht in den USA die Todesstrafe.
    Ja Bravo sage ich da und Sie lamentieren nur über den Geisteszustand eines mutigen Weltbürgers. Tolle Moral haben Sie!

    • Lu-S
    • 19.08.2012 um 11:09 Uhr

    medi89: "1. Schweden ist ein sehr demokratisches Land mit einen Rechtssystem das höchsten Anforderungen entspricht. Er soll dort außerdem nur befragt (!!!) werden. Das Auslieferungsabkommen mit den USA umfasst keinen Geheimnisverrat."

    Nach der scham- und gewissenlosen Kooperation europäischer Regierungen mit den amerikanischen Entführungs- und Folterpraktiken ist eine solche Aussage für jemanden wie Assange nicht mehr viel wert. Dies gilt für Schweden und gälte in gleichem Maße auch für Deutschland.
    Es mutet auch etwas seltsam an, wenn UK eine Botschaft belagert und einen massiven Bruch des Völkerrechts androht, nur um eine Befragung zur Kondomnutzung bei einvernehmlichen Sex zu ermöglichen. Eine Befragung, die doch wohl auch in den Wochen möglich gewesen wäre, die Assange nach der angeblichen "Vergewaltigung" in Schweden verbrachte.
    Selbst wenn es tatsächlich nur um die "Vergewaltigung-" vorwürfe gehen sollte, wirkt Schwedens Rechtssystem - wenn man von diesem Fall ausgeht - bizarr und ganz sicher nicht "höchsten Anforderungen" entsprechend.

    Die Schweden sind Rechtsstaat genug, um ihre eigenen Staatsbürger von der Straße weg zu verhaften und am Flughafen Arlanda direkt in die Hände maskierter CIA-Leute zu geben. Ohne Prozess. Keine Verschwörungsfantasie, sondern von der schwedischen Regierung eingeräumt.
    Außerdem könnten die Schweden Assange in seine Heimat Australien abschieben - und dort hat man ja bereits den Amerikanern erklärt, dass man kein Problem damit hätte, ihnen Assange zu übergeben.

    • y4rx
    • 19.08.2012 um 11:56 Uhr

    http://www.fr-online.de/w...

    Es gibt doch sehr zu denken, daß Schweden keine Garantie abgeben will. Ich vermute mal, daß sie ihn dann gar nicht mehr haben wollen. Das stinkt doch alles zum Himmel....

    • GDH
    • 19.08.2012 um 12:00 Uhr

    "eigentlich schade, dass sich die ganze öffentliche Debatte nur noch um Assange dreht. Immerhin sitzt sein Informant Bradley Manning ja schon seit einiger Zeit in Haft."

    Der Unterschied ist halt, dass in Sachen Assange politische Entscheidungen in Europa getroffen werden können während bei Manning nur ein Gerichtsverfahren abzuwarten ist. Dass die europäische Öffentlichkeit sich dafür interessiert, wer unter welchen Bedingungen in Europa ausgeliefert werden darf, ist ja schon naheliegend. Wenn's zu Manning neues gibt, will ich's übrigens auch in der Zeitung lesen!

    "Schweden ist ein sehr demokratisches Land mit einen Rechtssystem das höchsten Anforderungen entspricht. Er soll dort außerdem nur befragt (!!!) werden."

    Was einen internationalen Haftbefehl schon suspekt macht.

    "Das Auslieferungsabkommen mit den USA umfasst keinen Geheimnisverrat."

    Dann wäre es ja ein leichtes, entsprechende Zusicherungen zu machen, dass Assange nach Abschluss des Verfahrens in Schweden wieder nach GB ausreisen darf (damit wäre klar, dass die Auslieferung einfach nur der Erledigung des schwedischen Verfahrens dient). So steht im Raum, dass eben doch seitens der USA eine Auslieferung von Schweden erwirkt wird (ein anderer Verdacht reicht ja und wenn er erstmal da ist, kann er wegen allem verurteilt werden, was in den USA halt strafbar ist).

    "[...] Geltungsdrang von Julien Assange.

    Armer Bradley Manning."

    In wie fern schadet Assange Herrn Manning? Ich sehe den Zusammenhang nicht.

    unter Pussy.Riot-Kommentaren steht das gleiche nur, dass man sich da ärgert, dass nicht Assange im Mittelpunkt steht. Unter Assange Kommentaren ärgert man sich, dass nicht Manning im Mittelpunkt steht. Was bezweckt ihr nur damit, ihr Kommentareschreiber? Zumindest bringt es nichts, ausser nichtige Auseinandersetzungen, die sich im Kreis drehen.

    ist ein Vorbild für alle anständigen Menschen. Die Veröffentlichungen der Verbrechen sind Heldentaten. Jeder der die Gelegenheit hat, an Quellen heranzukommen sollte sich die Heldentat von Manning zum Vorbild nehmen.

    • JMDGF
    • 19.08.2012 um 16:00 Uhr

    Wenn er denn nur befragt werden sollte, könnte dies doch auch ohne große Probleme in England gemacht werden, wo ist denn das Problem die Leute aus Schweden nach England einzufliegen, nein hier geht es um wesentlich mehr als nur die Befragung.

    vermeintlichen Demokratie der USA heruntergerissen und fürchtet nicht zu unrecht um sein Leben.
    Was die rechtsstaatlichkeit der Schweden angeht, hört die bei mir auf, wenn es reicht einen Mann als Vergewaltiger anzuzeigen, wenn der vorherige Sex nicht gut war. Das ist ja wohl scheinbar so möglich in Schweden. Das ist tiefstes Mittelalter der Denunzinanzierung.
    Man kann über Assange deshalb denken wie man will. Er hat den Mut gehabt Wikileaks zu Gründen und ist deshalb allen Staaten denen er auf die Füße getreten hat ein Dorn im Fleisch. Dazu muss man wahrscheinlich sogar ein bisschen verrückt sein. Würden Sie sich das etwa trauen?
    Die Anklagen sind in meinen Augen politisch motiviert. Ähnliches erlebt man jetzt auch gerade in Rußland mit Pussy Riot.
    Die Anklage lautet auf irgendeine religiöse Verblendung. Ist Putin jetzt etwa schon ein Heiliger?
    In ihrem 1 Minütigen Auftritt haben Sie nicht Gotteslästerung begangen sondern Putin Lästerung. Dafür 2 Jahre Straflager.
    Assange droht in den USA die Todesstrafe.
    Ja Bravo sage ich da und Sie lamentieren nur über den Geisteszustand eines mutigen Weltbürgers. Tolle Moral haben Sie!

  1. Und das nur, weil jemand den Vorhang gelüftet und einen Blick in die Dreckecken angeblich freiheitlich-demokratischer Staaten ermöglicht hat.
    Soll wohl auch abschreckende Wirkung haben.

    50 Leserempfehlungen
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    Genau darum gehts.Dabei sollten wir Whistleblowern dankbar sein für ihre mutige Arbeit. Wikileaks verdanken wir Einblicke in den tödlichen Alltag illegaler Kriege und beispielsweise die Anordnung Hillary Clintons, Ban Ki-Moon und andere Top UN-Offizielle nach allen Regeln der Kunst auszuspionieren.

    http://en.wikipedia.org/w...

    Kein Wunder,dass die USA weiterhin an der Auslieferung von Assange interessiert sind und weiterhin im Geheimen an einer Anklage gegen ihn basteln.Dies ist eine reale Gefahr und kein "Verschwörungsquatsch" oder "Paranoia" wie einige sogenannte Journalisten in den letzten Tagen kommentierten.

    Genau darum gehts.Dabei sollten wir Whistleblowern dankbar sein für ihre mutige Arbeit. Wikileaks verdanken wir Einblicke in den tödlichen Alltag illegaler Kriege und beispielsweise die Anordnung Hillary Clintons, Ban Ki-Moon und andere Top UN-Offizielle nach allen Regeln der Kunst auszuspionieren.

    http://en.wikipedia.org/w...

    Kein Wunder,dass die USA weiterhin an der Auslieferung von Assange interessiert sind und weiterhin im Geheimen an einer Anklage gegen ihn basteln.Dies ist eine reale Gefahr und kein "Verschwörungsquatsch" oder "Paranoia" wie einige sogenannte Journalisten in den letzten Tagen kommentierten.

  2. Bislang wurde Botschaftsflüchtlingen lediglich aus humanitären Erwägungen heraus vorübergehende Zuflucht gewährt. Die "Asylpolitik" Ecuadors im Fall Assange unterscheidet sich darin, dass sie sich keineswegs auf humanitäre Erwägungen alleine stützt, sondern eine Asylanerkennung ausgesprochen hat.

    Umgekehrt ist es präzedenzlos, das Großbritannien Ecuador "Schritte" androht, um Assange in den Räumen der vom WÜD geschützten diplomatischen Mission festzunehmen. Im Grunde könnte Großbritannien damit sogar gegen das Gewaltverbot aus Art. 2 Abs. 4 der Satzung der Vereinten Nationen verstoßen haben, das vorsieht, dass die Mitgliedsstaaten sich nicht nur der Anwendung von Gewalt, sondern auch der Androhung von Gewalt enthalten. Die Vollstreckung eines Haftbefehls ist Anwendung unmittelbaren Zwangs und damit formale Staatsgewalt.

    25 Leserempfehlungen
  3. Ein Trauerspiel
    was gerade passiert
    Das westliche Demokratien so miteinander verwoben sind das der Eine den Anderen unterstützt ist sinnvoll.
    Doch wenn fehlerhafte Entscheidungen zu politischen Verwicklungen führen
    sollte überlegt werden,ob Unterstützung wirklich sinnvoll ist.
    Und das Staaten mit nicht gerade freiheitlichen Gedanken diese willkomene Möglichkeit nutzen,endlich die Gelegenheit zu bekommen aufzutrumphen,ist legal.
    Mittlerweile dürfte jedem Menschen,der die Geschichte um Julian Assange und WIKILEAKS mitverfolgt hat,klar sein
    dass hier Gesetze missbraucht wurden um Veröffentlichungen zu verhindern.
    So wird Demokratie missbraucht.
    Demokratie muss Veröffentlichungen über ihr Versagen aushalten.
    Wenn das Versagen von Regierungsvertretn dazu führt,den töten zu lassen oder zu töten,der die Wahrheit ans Licht bringt
    haben Regierungen versagt.
    Dann ist Demokratie nur eine Luftblase.

    22 Leserempfehlungen
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    Sie schreiben: "Mittlerweile dürfte jedem Menschen,der die Geschichte um Julian Assange und WIKILEAKS mitverfolgt hat,klar sein dass hier Gesetze missbraucht wurden um Veröffentlichungen zu verhindern.
    So wird Demokratie missbraucht."

    Man kann aber ebenso schreiben: Mittlerweile dürfte jedem Menschen, der die Geschichte um Julian Assange und WIKILEAKS mitverfolgt hat, klar sein dass hier Gesetze gebrochen wurden um vertrauliche Informationen zu veröffentlichen.
    So wird Meinungsfreiheit missbraucht.

    Sie schreiben: "Mittlerweile dürfte jedem Menschen,der die Geschichte um Julian Assange und WIKILEAKS mitverfolgt hat,klar sein dass hier Gesetze missbraucht wurden um Veröffentlichungen zu verhindern.
    So wird Demokratie missbraucht."

    Man kann aber ebenso schreiben: Mittlerweile dürfte jedem Menschen, der die Geschichte um Julian Assange und WIKILEAKS mitverfolgt hat, klar sein dass hier Gesetze gebrochen wurden um vertrauliche Informationen zu veröffentlichen.
    So wird Meinungsfreiheit missbraucht.

    • toyak
    • 19.08.2012 um 10:51 Uhr
    5. Warum

    sollte er Angst haben?
    Wäre er so einer, würde er doch mehr Angst davor haben, die Unterlagen zu veröffentlichen.

    5 Leserempfehlungen
    Antwort auf
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    • joG
    • 19.08.2012 um 14:06 Uhr

    .....weil die Position, die er einnimmt, kann nur einem Verschwörungsphantasten wirklich scheinen. Selbst solche müssten Zweifel haben, aber die vergessen sie in blinder Wut gegenüber dem Erbfeind.

    Hier zeigt sich auch der Schaden, den die dauernde Bombardierung der Bevölkerung mit Anti-Amerikanismen, Unterstellungen und beleidigenden Anschuldigungen in den Medien und von Seiten mancher politischer Akteure auch in den Hauptparteien. Die Bevölkerung versteht die Welt nicht und verschätzt sich grob. Das ist wie mit der EU oder dem Euro, die über viele Jahre positiv gesehen wurden, weil sie einfach und nüchtern gesagt verlogen dargestellt wurden.

    ...in den veröffentlichten Emails stehen wesentlich ernstere Themen, als nur die Geringschätzung unserer Regierung (was Deutschland betrifft)...

    ...aber die Enthüllungen, welche für andere Staaten von Interesse sind erweisen sich doch als wesentlich brisanter!
    Nehmen sie doch z.B. teilweise die Geschehnisse in Ägypten vorweg.

    Welche Planspiele die USA in Lateinamerika verfolgt weiß ich nicht genau, aber das die USA dort massiv Einfluss auf die Politik (auch militärisch) nehmen möchte, steht außer Zweifel!
    ...die *freiheitliche* Presse in unserer Bananenrepublik, kann/will uns doch gar nicht die ganze Wahrheit sagen - und wir wollen sie doch auch gar nicht hören! Millionen selbstgebauter Luftschlösser würden einstürzen und wir müssten uns, den eigenen Beteuerungen nach in den 'Kampf' für die Gerechtigkeit bewegen, aber wir sind satt und leben gut, belügen uns selbst!
    Eingelullt und zur Wahrheitsfindung viel zu träge...

    • joG
    • 19.08.2012 um 14:06 Uhr

    .....weil die Position, die er einnimmt, kann nur einem Verschwörungsphantasten wirklich scheinen. Selbst solche müssten Zweifel haben, aber die vergessen sie in blinder Wut gegenüber dem Erbfeind.

    Hier zeigt sich auch der Schaden, den die dauernde Bombardierung der Bevölkerung mit Anti-Amerikanismen, Unterstellungen und beleidigenden Anschuldigungen in den Medien und von Seiten mancher politischer Akteure auch in den Hauptparteien. Die Bevölkerung versteht die Welt nicht und verschätzt sich grob. Das ist wie mit der EU oder dem Euro, die über viele Jahre positiv gesehen wurden, weil sie einfach und nüchtern gesagt verlogen dargestellt wurden.

    ...in den veröffentlichten Emails stehen wesentlich ernstere Themen, als nur die Geringschätzung unserer Regierung (was Deutschland betrifft)...

    ...aber die Enthüllungen, welche für andere Staaten von Interesse sind erweisen sich doch als wesentlich brisanter!
    Nehmen sie doch z.B. teilweise die Geschehnisse in Ägypten vorweg.

    Welche Planspiele die USA in Lateinamerika verfolgt weiß ich nicht genau, aber das die USA dort massiv Einfluss auf die Politik (auch militärisch) nehmen möchte, steht außer Zweifel!
    ...die *freiheitliche* Presse in unserer Bananenrepublik, kann/will uns doch gar nicht die ganze Wahrheit sagen - und wir wollen sie doch auch gar nicht hören! Millionen selbstgebauter Luftschlösser würden einstürzen und wir müssten uns, den eigenen Beteuerungen nach in den 'Kampf' für die Gerechtigkeit bewegen, aber wir sind satt und leben gut, belügen uns selbst!
    Eingelullt und zur Wahrheitsfindung viel zu träge...

  4. 6. [...]

    Entfernt. Bitte äußern Sie sich sachlich. Danke, die Redaktion/lv

    2 Leserempfehlungen
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    • hairy
    • 19.08.2012 um 11:11 Uhr

    außer Spekulationen und Abwertungen ohne Belege haben Sie nichts zu bieten?

    A.'s Risiko ist offenbar so klein nicht, wenn auch Maanings Risiko größer war.
    Vor Haft kommt halt Hausarrest, und auch der ist kein Zuckerlecken.
    Was die Groupies angeht: Die hätten Sie wohl gern?
    Was die Vergewaltigungsvorwürfe angeht: Das bleibt zu klären.

    Ich sage, Schweden soll endlich aufhören, wie eine Kuh vorm offenen Tor stehen zu bleiben, und nun um Befragung A.s in der ecuad. Botschaft in London nachsuchen.

    • hairy
    • 19.08.2012 um 11:11 Uhr

    außer Spekulationen und Abwertungen ohne Belege haben Sie nichts zu bieten?

    A.'s Risiko ist offenbar so klein nicht, wenn auch Maanings Risiko größer war.
    Vor Haft kommt halt Hausarrest, und auch der ist kein Zuckerlecken.
    Was die Groupies angeht: Die hätten Sie wohl gern?
    Was die Vergewaltigungsvorwürfe angeht: Das bleibt zu klären.

    Ich sage, Schweden soll endlich aufhören, wie eine Kuh vorm offenen Tor stehen zu bleiben, und nun um Befragung A.s in der ecuad. Botschaft in London nachsuchen.

  5. über die Rolle Australiens. Warum interveniert von dort niemand um einen ihrer Staatsbürger zu beschützen??? In diesem Fall geht es schon längst nicht mehr um eine gesetzliche Verfehlung Assanges in Schweden. Von Politikern in den USA wurden ganz klare Todesdrohungen ausgesprochen, und da Schweden nicht bereit ist, eine Nicht-Auslieferung an die USA zu garantieren muß Assange um sein Leben fürchten. Aber die australische Regierung tut nichts - und sagt noch nicht einmal etwas dazu; jedenfalls ist seit Monaten dazu nichts von ihr zu hören. Für mich ein Armutszeugnis.

    Was mich dagegen überhaupt nicht mehr wundert, ist die Reaktion der europäischen Staaten. Über Putin und das Urteil gegen die Punk-Mädels wird sich (zu Recht) aufgeregt, aber zu dem Trauerspiel, was sich in einem EU-Land abzeichnet (Androhung der Erstürmung der Botschaft eines souveränen Staates) kein Wort. Ein Schelm der Böses dabei denkt.

    36 Leserempfehlungen
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    Es ist wirklich seltsam, dass man sich über Assange so aufbläst, wobei ich glaube, dass er dies auch gewollt hat. Trotzdem ist es unmöglich eine Botschaft zu stürmen.
    Was ich bei ihm aber nicht verstehe, ist die Tatsache, dass er damals auch jenen E-Mail Verkehr veröffentlichte, der Mitarbeiter der USA im Ausland belastete. Sprich geheimdienstliche Informationen, die deren Identität aufdeckten und sie damit in Gefahr brachten. Und das nachdem die US Regierung an Wikileaks appellierte diese Informationen nicht zu veröffentlichen. (Oder habe ich da damals etwas falsch verstanden?).
    Man kann über die Aktionen der USA denken wie man will, aber ich glaube, dass Herr Assange dies nur tat um noch populärer zu werden, bzw. die sensationslüsterne Presse zu befriedigen.

    "Aber die australische Regierung tut nichts - und sagt noch nicht einmal etwas dazu; jedenfalls ist seit Monaten dazu nichts von ihr zu hören. Für mich ein Armutszeugnis."

    Nach Medienberichten wollen die australische Regierungschefin Julia Gillard und Außenminister Carr eine mögliche Auslieferung an die USA nicht prinzipiell zurückweisen. http://www.heise.de/tp/ar...

    Und es gibt deutliche Hinweise, dass die USA eine Anklage gegen Assange fertig in der Schublade haben.

    Es ist wirklich seltsam, dass man sich über Assange so aufbläst, wobei ich glaube, dass er dies auch gewollt hat. Trotzdem ist es unmöglich eine Botschaft zu stürmen.
    Was ich bei ihm aber nicht verstehe, ist die Tatsache, dass er damals auch jenen E-Mail Verkehr veröffentlichte, der Mitarbeiter der USA im Ausland belastete. Sprich geheimdienstliche Informationen, die deren Identität aufdeckten und sie damit in Gefahr brachten. Und das nachdem die US Regierung an Wikileaks appellierte diese Informationen nicht zu veröffentlichen. (Oder habe ich da damals etwas falsch verstanden?).
    Man kann über die Aktionen der USA denken wie man will, aber ich glaube, dass Herr Assange dies nur tat um noch populärer zu werden, bzw. die sensationslüsterne Presse zu befriedigen.

    "Aber die australische Regierung tut nichts - und sagt noch nicht einmal etwas dazu; jedenfalls ist seit Monaten dazu nichts von ihr zu hören. Für mich ein Armutszeugnis."

    Nach Medienberichten wollen die australische Regierungschefin Julia Gillard und Außenminister Carr eine mögliche Auslieferung an die USA nicht prinzipiell zurückweisen. http://www.heise.de/tp/ar...

    Und es gibt deutliche Hinweise, dass die USA eine Anklage gegen Assange fertig in der Schublade haben.

    • J.S.
    • 19.08.2012 um 11:03 Uhr

    Ich kann nur hoffen, dass Herr Assange an Schweden ausgeliefert wird. Was kaum jemand zu verstehen scheint, ist, dass es hier nicht um den Wikileaks-Gründer Assange, sondern um den möglichen Vergewaltiger Assange geht. Es wäre eine Schande, wenn dieser Mensch aufgrund seiner vergangenen Tätigkeiten um eine simple Befragung(!) und einen möglichen Prozess herumkommt.

    Herr Assange flieht vor der Rechtsstaatlichkeit und nicht anders herum.

    6 Leserempfehlungen
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    • Bastie
    • 19.08.2012 um 11:38 Uhr

    Eine Befragung(!) die man aber nicht auf neutralem Grund führen will und zu der man auch keinen Garantien geben will, ihn nicht an ein Drittland auszuliefern.

    Klingt wirklich nach großem Interesse an der Aufklärung der "Vergewaltigung". Lesen Sie doch bitte einfach mal ein paar Quellen, zB die Protokolle der Frauen, um sich selbst ein Bild zu machen, weswegen er da angeklagt werden soll und überlegen Sie dann doch bitte, warum da so ein großes Brimborium gemacht wird.

    ob er Schweden verlassen darf. Ausgerechnet bei jener Staatsanwältin, die ihn jetzt mit soviel Eifer wieder reinholen lassen will. Sie hat ihm grünes Licht gegeben, auch wenn die Vorwürfe damals schon Bestand hatten.

    Und jetzt wird derlei Maschinerie aufgefahren, um ihn in der Sache dieser "Befragung" nach Schweden zu schleppen?

    Ein Präzedensfall unter Präzedensfällen - und ein seltsamer Geruch, der von besagter "Rechtsstaatlichkeit" entströmt.

    • Bastie
    • 19.08.2012 um 11:38 Uhr

    Eine Befragung(!) die man aber nicht auf neutralem Grund führen will und zu der man auch keinen Garantien geben will, ihn nicht an ein Drittland auszuliefern.

    Klingt wirklich nach großem Interesse an der Aufklärung der "Vergewaltigung". Lesen Sie doch bitte einfach mal ein paar Quellen, zB die Protokolle der Frauen, um sich selbst ein Bild zu machen, weswegen er da angeklagt werden soll und überlegen Sie dann doch bitte, warum da so ein großes Brimborium gemacht wird.

    ob er Schweden verlassen darf. Ausgerechnet bei jener Staatsanwältin, die ihn jetzt mit soviel Eifer wieder reinholen lassen will. Sie hat ihm grünes Licht gegeben, auch wenn die Vorwürfe damals schon Bestand hatten.

    Und jetzt wird derlei Maschinerie aufgefahren, um ihn in der Sache dieser "Befragung" nach Schweden zu schleppen?

    Ein Präzedensfall unter Präzedensfällen - und ein seltsamer Geruch, der von besagter "Rechtsstaatlichkeit" entströmt.

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