Fox News: Zeuge von Bin Ladens Tötung enttarnt
Unter Pseudonym will ein früherer US-Soldat ein Buch über die Tötung Osama bin Ladens herausbringen. Der Sender Fox News hat daraufhin seine Identität enthüllt.
US-Medien haben den Autor eines Buchs über die Tötung des Terrorchefs Osama bin Ladens entlarvt und damit eine Sicherheitsdebatte ausgelöst. Der Soldat hatte nach Angaben des Penguin-Verlags an dem Einsatz am 2. Mai 2011 in Pakistan teilgenommen. Er hat die Armee inzwischen verlassen und unter einem Decknamen über die Geschehnisse geschrieben.
Der Sender Fox News veröffentlichte daraufhin Namen und Fotos des Soldaten in Kampfmontur auf seiner Website. Der Soldat der US-Spezialkräfte Navy Seals sei 36 Jahre alt und stamme aus Alaska.
Das Pentagon sei besorgt, zitierte der Sender CNN am Freitag einen Sprecher des Verteidigungsministeriums. Die Enttarnung des Autoren, der sein Enthüllungsbuch unter dem Pseudonym Mark Owen geschrieben hatte, gefährde seine Sicherheit sowie die seiner am Einsatz beteiligten Kameraden. Fox News zitierte dagegen einen Sprecher der Spezialkräfte mit den Worten, der Autor habe sich und andere Seals durch die eigenmächtige Aktion selber gefährdet. "Er hätte wissen müssen, wohin das führt."
Das Buch soll am 11. September 2012 erscheinen. Es trägt den Titel No Easy Day: The Firsthand Account of the Mission That Killed Osama bin Laden (Kein leichter Tag: Ein Bericht aus erster Hand über den Einsatz, bei dem Osama bin Laden getötet wurde).






Wie steht es um die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen?
Bin Laden hat den USA den Krieg erklärt.
Was hat jetzt der Staatsanwalt damit zu tun?
"Ermordung...Wie steht es um die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen?" (shalako)
Vermutlich wird deshalb diese Formulierung im Kopftext mit Recht von ZEITonline schnell ersetzt werden.
Liebe Leser,
besten Dank für die Hinweise: Wir schreiben in dem Satz nun auch von der Tötung bin Ladens. Bitte entschuldigen Sie den Fehler.
Ihre Nachrichtenredaktion
Bin Laden hat den USA den Krieg erklärt.
Was hat jetzt der Staatsanwalt damit zu tun?
"Ermordung...Wie steht es um die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen?" (shalako)
Vermutlich wird deshalb diese Formulierung im Kopftext mit Recht von ZEITonline schnell ersetzt werden.
Liebe Leser,
besten Dank für die Hinweise: Wir schreiben in dem Satz nun auch von der Tötung bin Ladens. Bitte entschuldigen Sie den Fehler.
Ihre Nachrichtenredaktion
Bin Laden hat den USA den Krieg erklärt.
Was hat jetzt der Staatsanwalt damit zu tun?
immer Staatsanwalt - einfach mal schlau machen.
Und eine Tötung löst keine staatsanwaltliche Ermittlungen aus, oder wie?
Und eine Tötung löst keine staatsanwaltliche Ermittlungen aus, oder wie?
"Ermordung...Wie steht es um die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen?" (shalako)
Vermutlich wird deshalb diese Formulierung im Kopftext mit Recht von ZEITonline schnell ersetzt werden.
Liebe Leser,
besten Dank für die Hinweise: Wir schreiben in dem Satz nun auch von der Tötung bin Ladens. Bitte entschuldigen Sie den Fehler.
Ihre Nachrichtenredaktion
Genau, da muss man ja Formalien bemühen – wenn kein Staatsanwalt ermittelt, ist es natürlich kein Mord. Das ist meines Erachtens reine Sprachvergewaltigung. Wenn Leute mit der Absicht einen Menschen zu töten und ihn, obwohl er sich nicht wehrt, dann tatsächlich auch töten, ist das meinem Sprachempfinden nach selbstverständlich Mord - und da lasse ich mir auch nicht von Juristen und Propagandisten reinreden, die Worte so definieren, wie es ihnen gerade ins Konzept passt. Dass die ZEIT dann sich solchen Unsinn gleich zu eigen macht, ist schon traurig.
Nebenbei bemerkt faselte ja auch der norwegische Massenmörder von Krieg und Selbstverteidigung und hielt sich für des Mordes unschuldig.
Der Begriff Ermordung (assassination)ist sicher nicht völlig aus der Luft gegriffen.Die Darstellungen der US-Regierung bezüglich der Navy Seals Operation waren stets widersprüchlich.Fakt ist:Bin Laden war unbewaffnet und hätte vor ein Gericht gehört.
"It's interesting to note in relation to what actually transpired in Abottabad, that it appears that the orders in this case were to kill bin Laden, rather than take him alive."
http://blog.foreignpolicy...
"The reality is that they entered this house and the government made all kinds of false claims - the U.S. government did - about what took place at first. So we don't even know what happened there, and then, in fact, there are some reports, albeit from Pakistani officials, that bin Laden's daughter has said that U.S. forces first captured her father and then executed him afterwards.(...) I think that by treating him as a warrior and a combatant and someone at war with United States, we're really elevating him far beyond what his status really is. He's nothing more than a criminal, and sending out a military force to basically kill him without a trial is a form of assassination."
http://www.npr.org/2011/0...
Sie schreiben, die Bezeichnung "Ermordung" wäre ein Fehler.
Können Sie begründen, wieso die Bezeichnung nicht korrekt wäre? Wieso es ein Fehler ist, wenn man von der Ermordung Bin Ladens spricht?
Oder ist es kein Mord, wenn man Mörder ermor... ähm, tötet?
Vielleicht sollten Sie mal Ihre eigenen Artikel lesen, werte Nachrichtenredaktion:
http://www.zeit.de/2012/3...
Wegsehen scheint auch ein Phänomen der deutschen Presse zu sein.
mfg henry
Anmerkung @Redaktion: Selbst die Tötung eines Verurteilten ist nach (altem) US-Recht Mord. Welche Rechtsgrundlage gibt ihnen die Berechtigung diese Unterscheidung zu machen? Die Leichtfertigkeit mit der laufend Verbrechen als "Tötung" beschrieben werden, ist verantwortungslos. Was Osama getan hat, sollte durch ein unabhängiges Gericht festgestellt werden. Die US-Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, wer für die Ereignisse am 11.09.01 verantwortlich ist. Bisher sieht es aber so aus, dass alle Beweise möglichst rasch beseitigt werden, inklusive des zur Hauptsache für diese Tat Beschuldigten. Will denn keiner die Wahrheit erfahren, nur Wahrheit fürht zu Gerechtigkeit. Kann es sein, dass es nur die Wahrheit der Nachrichtenagenturen gibt? Bitte nachzudenken lohnt sich.
der Seite 'Ausland' steht immer noch 'Ermordung'
Genau, da muss man ja Formalien bemühen – wenn kein Staatsanwalt ermittelt, ist es natürlich kein Mord. Das ist meines Erachtens reine Sprachvergewaltigung. Wenn Leute mit der Absicht einen Menschen zu töten und ihn, obwohl er sich nicht wehrt, dann tatsächlich auch töten, ist das meinem Sprachempfinden nach selbstverständlich Mord - und da lasse ich mir auch nicht von Juristen und Propagandisten reinreden, die Worte so definieren, wie es ihnen gerade ins Konzept passt. Dass die ZEIT dann sich solchen Unsinn gleich zu eigen macht, ist schon traurig.
Nebenbei bemerkt faselte ja auch der norwegische Massenmörder von Krieg und Selbstverteidigung und hielt sich für des Mordes unschuldig.
Der Begriff Ermordung (assassination)ist sicher nicht völlig aus der Luft gegriffen.Die Darstellungen der US-Regierung bezüglich der Navy Seals Operation waren stets widersprüchlich.Fakt ist:Bin Laden war unbewaffnet und hätte vor ein Gericht gehört.
"It's interesting to note in relation to what actually transpired in Abottabad, that it appears that the orders in this case were to kill bin Laden, rather than take him alive."
http://blog.foreignpolicy...
"The reality is that they entered this house and the government made all kinds of false claims - the U.S. government did - about what took place at first. So we don't even know what happened there, and then, in fact, there are some reports, albeit from Pakistani officials, that bin Laden's daughter has said that U.S. forces first captured her father and then executed him afterwards.(...) I think that by treating him as a warrior and a combatant and someone at war with United States, we're really elevating him far beyond what his status really is. He's nothing more than a criminal, and sending out a military force to basically kill him without a trial is a form of assassination."
http://www.npr.org/2011/0...
Sie schreiben, die Bezeichnung "Ermordung" wäre ein Fehler.
Können Sie begründen, wieso die Bezeichnung nicht korrekt wäre? Wieso es ein Fehler ist, wenn man von der Ermordung Bin Ladens spricht?
Oder ist es kein Mord, wenn man Mörder ermor... ähm, tötet?
Vielleicht sollten Sie mal Ihre eigenen Artikel lesen, werte Nachrichtenredaktion:
http://www.zeit.de/2012/3...
Wegsehen scheint auch ein Phänomen der deutschen Presse zu sein.
mfg henry
Anmerkung @Redaktion: Selbst die Tötung eines Verurteilten ist nach (altem) US-Recht Mord. Welche Rechtsgrundlage gibt ihnen die Berechtigung diese Unterscheidung zu machen? Die Leichtfertigkeit mit der laufend Verbrechen als "Tötung" beschrieben werden, ist verantwortungslos. Was Osama getan hat, sollte durch ein unabhängiges Gericht festgestellt werden. Die US-Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, wer für die Ereignisse am 11.09.01 verantwortlich ist. Bisher sieht es aber so aus, dass alle Beweise möglichst rasch beseitigt werden, inklusive des zur Hauptsache für diese Tat Beschuldigten. Will denn keiner die Wahrheit erfahren, nur Wahrheit fürht zu Gerechtigkeit. Kann es sein, dass es nur die Wahrheit der Nachrichtenagenturen gibt? Bitte nachzudenken lohnt sich.
der Seite 'Ausland' steht immer noch 'Ermordung'
Ich kenne mich mit den Geheimhaltungsverträgen beim Militär (und speziell US-Militär) nicht aus, daher eine Frage an Jemanden der davon vielleicht mehr Erfahrung hat:
Wieviel dürfte so ein Ex-Soldat überhaupt verraten? Darf der, nur weil er das Militär mittlerweile verlassen hat, einfach so offen über diesen Einsatz reden?
Beispielsweise besagen die Gerüchte ja, dass die USA Bin Ladens Leiche keineswegs wie behauptet einfach über dem Meer aus dem Helikopter geschmissen haben, sondern dass seine Leiche heimlich in die USA gebracht wurde.
Ich kann mir aber partout nicht vorstellen, dass ein beim Einsatz anwesender Soldat das auch nach seiner Dienstzeit einfach so verraten dürfte ohne mit jahrelanger Gefängnisstrafe rechnen zu müssen...
selbst angestellte im öffentlichen dienst unterzeichnen eine verschwiegenheitserklärung, die sie auch nach einem jobwechsel oder ausscheiden aus dem beruf nicht von eben dieser verschwiegenheit entbindet.
daß das einem mitglied einer spezialeinheit gestattet sein soll, die die tötung des angeblich meist gesuchtesten mannes orchestriert hat, wirkt da leicht unglaubwürdig.
gleichzeitig kann man aber fragen, ob bei einer derart handverlesenen truppe wirklich jemand durch das raster der psychologen schlüpfen könnte, dem man derartiges aufmerksamkeitsgeheische zutrauen würde. oder ob die geschichte nicht doch im wissen und mit billigung der militärs geschieht.
selbst angestellte im öffentlichen dienst unterzeichnen eine verschwiegenheitserklärung, die sie auch nach einem jobwechsel oder ausscheiden aus dem beruf nicht von eben dieser verschwiegenheit entbindet.
daß das einem mitglied einer spezialeinheit gestattet sein soll, die die tötung des angeblich meist gesuchtesten mannes orchestriert hat, wirkt da leicht unglaubwürdig.
gleichzeitig kann man aber fragen, ob bei einer derart handverlesenen truppe wirklich jemand durch das raster der psychologen schlüpfen könnte, dem man derartiges aufmerksamkeitsgeheische zutrauen würde. oder ob die geschichte nicht doch im wissen und mit billigung der militärs geschieht.
So ist das eben in den USA,
spielst Du nicht mehr mit und versuchst selbständig vom System zu agieren - dem man vorher angehörte -
wird man vorzeitig zum Abschuss freigegeben und aus dem Rennen genommen.
- Ob das jetzt Märtyrer der Friedensreligion oder
Ex-Kameraden oder CIA-V-Leute, etc.erledigen.
Wie bei der Mafia oder dem FSB/KGB wird hier schnell gehandelt und es wird nichts vergessen auch dem Assange wird es nicht gut ergehen.
"So ist das eben in den USA, (...)"
Was hat das denn speziell mit den USA zu tun, dass Medien die Identität einer Person enthüllen, die an einer Militäraktion teilgenommen hat und unter Pseudonym davon berichten will?
So etwas machen doch auch Medien in anderen Staaten.
Ich halte es für naheliegender, dass es - ganz schöde und banal - Fox um die Zuschauerquote ging. So wie ich den Artikel verstehe, hat Fox ja nicht nur die Identität des einen Ex-Navy-Seal veröffentlicht, der ein Buch publizieren möchte, sondern auch die aller anderen beteiligten Seals. Welches Interesse sollten die USA, das US-Militär an der Preisgabe aller beteiligten Seals haben?
Die Veröffentlichung der Identitäten wird die Publikation des Buches bestimmt nicht verhindern, sondern allenfalls die Verkaufszahlen steigern. Wer weiß, vielleicht arbeiten der Seal, der Verlag und Fox sogar zusammen und bezwecken mit der Veröffentlichung der Identitäten die Öffentlichkeit auf das Buch aufmerksam zu machen und deren Interesse, es zu kaufen, zu steigern?
und die Freiheit der Kunst und Literatur kommen in Deutschland schon in viel banaleren Fällen vor. So z.B. die Enttarnung des Autors eines unter Pseudonym veröffentlichten Kriminalromans in dem eine fiktive Person ermordet wird, welche die Medienkunstszene Herrn Frank Schirrmacher _zugerechnet_ hat - und bei diesem "Mord" ging es nur um Fiktion nicht um Realität.
Das macht derartige Treibjagden fast noch schlimmer, denn hier wie dort geht es wohl darum Exempel zu statuieren und das Vertrauen in Pseudonyme zu erschüttern. Dass es nur um Quote geht mag sein, aber studierte Medienleute sollten um ihre Verantwortung wissen. Derartige Enttarungen durch Medien sind so, als würde aus den Reihen der Polizei das polizeiliche Zeugenschutzprogramm torpediert. Wie wollen solche Medien den Schutz ihrer Quellen noch garantieren oder anders: wer soll ihnen den noch abnehmen?
http://www.zeit.de/2012/3...
"So ist das eben in den USA, (...)"
Was hat das denn speziell mit den USA zu tun, dass Medien die Identität einer Person enthüllen, die an einer Militäraktion teilgenommen hat und unter Pseudonym davon berichten will?
So etwas machen doch auch Medien in anderen Staaten.
Ich halte es für naheliegender, dass es - ganz schöde und banal - Fox um die Zuschauerquote ging. So wie ich den Artikel verstehe, hat Fox ja nicht nur die Identität des einen Ex-Navy-Seal veröffentlicht, der ein Buch publizieren möchte, sondern auch die aller anderen beteiligten Seals. Welches Interesse sollten die USA, das US-Militär an der Preisgabe aller beteiligten Seals haben?
Die Veröffentlichung der Identitäten wird die Publikation des Buches bestimmt nicht verhindern, sondern allenfalls die Verkaufszahlen steigern. Wer weiß, vielleicht arbeiten der Seal, der Verlag und Fox sogar zusammen und bezwecken mit der Veröffentlichung der Identitäten die Öffentlichkeit auf das Buch aufmerksam zu machen und deren Interesse, es zu kaufen, zu steigern?
und die Freiheit der Kunst und Literatur kommen in Deutschland schon in viel banaleren Fällen vor. So z.B. die Enttarnung des Autors eines unter Pseudonym veröffentlichten Kriminalromans in dem eine fiktive Person ermordet wird, welche die Medienkunstszene Herrn Frank Schirrmacher _zugerechnet_ hat - und bei diesem "Mord" ging es nur um Fiktion nicht um Realität.
Das macht derartige Treibjagden fast noch schlimmer, denn hier wie dort geht es wohl darum Exempel zu statuieren und das Vertrauen in Pseudonyme zu erschüttern. Dass es nur um Quote geht mag sein, aber studierte Medienleute sollten um ihre Verantwortung wissen. Derartige Enttarungen durch Medien sind so, als würde aus den Reihen der Polizei das polizeiliche Zeugenschutzprogramm torpediert. Wie wollen solche Medien den Schutz ihrer Quellen noch garantieren oder anders: wer soll ihnen den noch abnehmen?
http://www.zeit.de/2012/3...
Die Obama Administration hält nach wie vor zahlreiche Details zur "Kill Mission" in Pakistan unter Verschluss.Wenn der Navy Seal nun geheime Informationen enthüllen sollte wird dann gegen ihn ermittelt wie bei anderen "Geheimnisverrätern" ?
"You don't have to be a conspiracy theorist to be still scratching your head about the end of Osama bin Laden."(Mark Follman)
http://www.guardian.co.uk...
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