Abchasien

Vorm Krieg geflohen und dann vergessen

Mariami lebt seit zwanzig Jahren als Flüchtling in Tiflis. Ihr Mann kam krank aus dem Krieg ins Exil und ist
dort wenig später verstorben. Sie wohnt nun allein und bekommt monatlich etwa zwölf Euro Unterstützung.

Mariami lebt seit zwanzig Jahren als Flüchtling in Tiflis. Ihr Mann kam krank aus dem Krieg ins Exil und ist dort wenig später verstorben. Sie wohnt nun allein und bekommt monatlich etwa zwölf Euro Unterstützung.  |  © Philipp Spalek

Die frühen neunziger Jahre waren eine Zeit vieler kleiner Kriege, die im Zuge der sich auflösenden Sowjetunion ausbrachen. Zwischen 1992 und 1994 bekämpften sich im Südkaukasus Georgien, das seit dem Ende der UdSSR 1991 unabhängig war, und die vormalige Sowjetrepublik Abchasien. Knapp die Hälfte der Bevölkerung Abchasiens stellten zu Beginn dieses Sezessionskrieges Georgier, doch am Ende mussten fast alle fliehen. Viele landeten in Tiflis, der Hauptstadt Georgiens. Unter schwierigsten Bedingungen fristen sie im Exil ihr Dasein.