Republikaner: Eastwoods Möbeltheater
Clint Eastwood redet mit einem Stuhl. Ist er verrückt geworden? Nein, er erinnert die USA bloß an vergessene Schätze der europäischen Theaterkultur!
© Justin Sullivan/Getty Images

Clint Eastwood auf dem Parteitag der Republikaner
Natürlich muss man uns, die wir jedem Landtagsgeplänkel weltdeuterisches Raunen abringen, alle Politiker mit Namen und Handynummer kennen und bei Hintergrundgesprächen noch da sind, wenn die Schnittchen alle sind und jemand vielleicht etwas Überraschendes sagt, also natürlich muss man uns mit der Weisheit nicht mehr kommen, dass Politik eigentlich Theater ist. Und in der historischen Aufführungspraxis der amerikanischen Demokratie gehört der schrille Wahlkampf unbedingt dazu.
Dann baldowern unverbrauchte Elitestudenten Slogans aus, Politiker sprechen Botoxsätze in Kameras, und auch manch ein Prominenter wird sichtbar platziert, wenn die Hütte voll ist. Jetzt war sie voll, bis auf einen Stuhl: Und den verwickelte Clint Eastwood, sonst eher für wortkarge Helden bekannt, in eine Diskussion. Auf dem Stuhl saß der unsichtbare Barack Obama, dem der Hollywoodstar zeigen wollte, wie hart westwärts der Wind bläst. Wer einmal ein Schauspielseminar oder eine Schreitherapie besucht hat, weiß, dass der eindringliche Dialog mit der Dingwelt Wunder wirken kann.
Weltweit wird seither nicht gerade freundlich gerätselt, wie Eastwood seinen Auftritt gemeint haben könnte. Habe er ObamaCare statt ObamaChair gemeint? Oder erinnere der Schauspieler nicht doch an den wirren Großvater aus den Simpsons? Wir müssen sagen: Alles falsch! Eastwood, durch den Italo-Western der europäischen Hochkultur nicht abhold, wollte an einen ihrer Schätze erinnern, der außerhalb von Paris nur noch beklagenswert wenig beachtet wird, nämlich Eugene Ionesco, den heiter-betrübten Dramatiker des absurden Theaters. Ihm verdanken wir nicht nur Sätze wie "Ich erwarte den Aquädukt zu Besuch in meiner Mühle", sondern auch das beste Möbelstück, das je geschrieben wurde: Die Stühle, in dem ein altes Ehepaar einen taubstummen Redner einlädt, der den Sinn des Daseins verkünden soll. Und sie schleppen Stühle, einen nach dem anderen, für Personen, die nicht da sind.
Sie heißen nicht Obama, sondern Oberst, die Schöne, der Gelehrte oder die Dame (Publikumsquerschnitt bei den Republikanern) und am Ende springen die Alten aus dem Fenster. Kaum jemand konnte uns so treffend die Sprachtragödien und den mechanischen Stumpfsinn vorführen, der den ganzen Tag geredet wird. Und man muss Eastwood dafür danken, dass er diese Botschaft nun auch einer passenden Zielgruppe ans Herz legt. Zwar in einer reduziert postmodernen Inszenierung, aber wer sagt denn, dass sich nicht auch Republikaner Theaterkultur genauso erarbeiten müssen wie wir einfachen Leute aus dem Abonnementpublikum.
Was sagen Sie, Herr Eastwood?
Nein, das würden wir so niemals schreiben.








Entfernt, bitte verzichten Sie auf überzogene Polemik. Die Redaktion/se
Da versprechen linke (Griechenland) und Rechte (CSU), dass wenn wir uns nur um uns selbst kümmern würden mehr für das jeweilige Klientel übrig bleiben würde.
Ähnliches ist im arabischen Raum noch wesentlich extremer ausgebreitet.
Da versprechen linke (Griechenland) und Rechte (CSU), dass wenn wir uns nur um uns selbst kümmern würden mehr für das jeweilige Klientel übrig bleiben würde.
Ähnliches ist im arabischen Raum noch wesentlich extremer ausgebreitet.
Herr Eastwood hat eine andere Meinung. Böse Böse.
Ist das jetzt ein Kommentar oder gehört das in den Feuilleton dieser Halb-Kommentar?
Ich frage mich schon Leute überhaupt noch dürfen. Müssen die vorher bei TAZ, Prantl, Die Zeit oder dem Tagesspiegel anrufen bevor sie etwas sagen dürfen?
Ich bin gegen eine DDRsierung Deutschlands. Hier einem Herrn Eastwood die Meinungsfreiheit abzusprechen ist aber so typisch deutsch geworden.
diese Zeitung hat ein klares politische Profil und berichtet über die US-Wahl mit klarem demokratischem Bias. Genauso wie die Rubrik "grüner Leben" viel über das Weltbild des Klientels verrät. Ironisch das manch ein KOmmentator der Zeitung hier noch FDP-Nähe nachsagt.
Die Glosse sollte man Hetzschrift nennen
ein Stück Satire erkennen wenn Sie es sehen, und dann auch noch so Stockarschig reagieren ist glaube ich mehr Anlass zum Bedauern, als jede Agenda, die die Zeit haben könnte.
PS: Eastwood ist ein Republikaner und die sollten jedem intelligenten Demokraten doch zumindest übel aufstoßen.
Zum Artikel:
Finde ihn etwas zu überspitzt und locker geschrieben. Das kann man mögen, mir kommt er aber was die Formulierung betrifft dann doch zu Respektlos dem Leser gegenüber vor. Aber ich bin ja kein Germanist und habe auch nur mal die Nashörner gelesen vom guten Eugene.
PS: Ich rate Ihnen dringend, den Artikel zu lesen! Dann dürfte das mit dem Kommentieren auch produktiver ausfallen ;)
2."Herr Eastwood hat eine andere Meinung. Böse Böse."
Kann Ihre Analyse nur vollbestätigen!
Für Menschen mit anderer Meinung wird es immer untoleranter,
teilweise werden sie inziwschen richig angegangen wie man hier wieder sieht.
Scheint,es läuft darauf hinaus,dass die Meinungsfreiheit bei uns nichts mehr wert zu sein scheint,die Medien sind da mächtig beteiligt und die "Moderatoren" von Zeitungen etc
Sieht wirklich so aus,als sei das neue erstrebenswerte Ziel die Gleichschlatung.Meine Meinung:Wer die Meinungsfreiheit nicht zu schätzen weiß,hat sie nicht verdient.
diese Zeitung hat ein klares politische Profil und berichtet über die US-Wahl mit klarem demokratischem Bias. Genauso wie die Rubrik "grüner Leben" viel über das Weltbild des Klientels verrät. Ironisch das manch ein KOmmentator der Zeitung hier noch FDP-Nähe nachsagt.
Die Glosse sollte man Hetzschrift nennen
ein Stück Satire erkennen wenn Sie es sehen, und dann auch noch so Stockarschig reagieren ist glaube ich mehr Anlass zum Bedauern, als jede Agenda, die die Zeit haben könnte.
PS: Eastwood ist ein Republikaner und die sollten jedem intelligenten Demokraten doch zumindest übel aufstoßen.
Zum Artikel:
Finde ihn etwas zu überspitzt und locker geschrieben. Das kann man mögen, mir kommt er aber was die Formulierung betrifft dann doch zu Respektlos dem Leser gegenüber vor. Aber ich bin ja kein Germanist und habe auch nur mal die Nashörner gelesen vom guten Eugene.
PS: Ich rate Ihnen dringend, den Artikel zu lesen! Dann dürfte das mit dem Kommentieren auch produktiver ausfallen ;)
2."Herr Eastwood hat eine andere Meinung. Böse Böse."
Kann Ihre Analyse nur vollbestätigen!
Für Menschen mit anderer Meinung wird es immer untoleranter,
teilweise werden sie inziwschen richig angegangen wie man hier wieder sieht.
Scheint,es läuft darauf hinaus,dass die Meinungsfreiheit bei uns nichts mehr wert zu sein scheint,die Medien sind da mächtig beteiligt und die "Moderatoren" von Zeitungen etc
Sieht wirklich so aus,als sei das neue erstrebenswerte Ziel die Gleichschlatung.Meine Meinung:Wer die Meinungsfreiheit nicht zu schätzen weiß,hat sie nicht verdient.
"Ich bin gegen eine DDRsierung Deutschlands. Hier einem Herrn Eastwood die Meinungsfreiheit abzusprechen ist aber so typisch deutsch geworden."
Von was reden Sie? Clint Eastwood darf alles sagen und die Welt darf sich über einen alten Mann, der zu einem leeren Stuhl spricht, lustig machen. Das nennt man Meinungsfreiheit und die gilt natürlich in beide Richtungen. Oder wollen Sie mir jetzt verbieten, mich über Clint Eastwood lustig zu machen?
keinen Objektiven Bericht darüber geschrieben.
Nur den mit den "tausend leeren Stühlen". Was die Kommentatoren schreiben ist deren Meinung. Ich möchte aber durch eine Zeitung nicht politisch Vorgebildet werden in eine Richtung sondern selbst Aussagen und Taten bewerten.
Das wir von Zeitungen politisch vorgebildet wurden hatten wir ja auf beiden Seiten der schonmal einmal Braun und einmal Rot...
keinen Objektiven Bericht darüber geschrieben.
Nur den mit den "tausend leeren Stühlen". Was die Kommentatoren schreiben ist deren Meinung. Ich möchte aber durch eine Zeitung nicht politisch Vorgebildet werden in eine Richtung sondern selbst Aussagen und Taten bewerten.
Das wir von Zeitungen politisch vorgebildet wurden hatten wir ja auf beiden Seiten der schonmal einmal Braun und einmal Rot...
diese Zeitung hat ein klares politische Profil und berichtet über die US-Wahl mit klarem demokratischem Bias. Genauso wie die Rubrik "grüner Leben" viel über das Weltbild des Klientels verrät. Ironisch das manch ein KOmmentator der Zeitung hier noch FDP-Nähe nachsagt.
Die Glosse sollte man Hetzschrift nennen
Haha. Oh wow.
Also...
Also nee. :D
Was in mancher Leute Köpfen vorgehen muss, ist so grandios absurd.
Eigentlich müsste man fortwährend mit einem Lexikon herumlaufen und dieses all den Leuten vor die Nase halten, die offenbar Worte nur wegen des Klangs benutzen, aber keine Ahnung von deren Bedeutung haben.
Wer Obama wahlweise für einen Kommunisten oder Nazi hält, der darf den Artikel auch gerne "Hetzschrift" nennen. Jeder, wie er eben kann. Tun Sie sich keinen Zwang an.
Haha. Oh wow.
Also...
Also nee. :D
Was in mancher Leute Köpfen vorgehen muss, ist so grandios absurd.
Eigentlich müsste man fortwährend mit einem Lexikon herumlaufen und dieses all den Leuten vor die Nase halten, die offenbar Worte nur wegen des Klangs benutzen, aber keine Ahnung von deren Bedeutung haben.
Wer Obama wahlweise für einen Kommunisten oder Nazi hält, der darf den Artikel auch gerne "Hetzschrift" nennen. Jeder, wie er eben kann. Tun Sie sich keinen Zwang an.
Haha. Oh wow.
Also...
Also nee. :D
Was in mancher Leute Köpfen vorgehen muss, ist so grandios absurd.
Eigentlich müsste man fortwährend mit einem Lexikon herumlaufen und dieses all den Leuten vor die Nase halten, die offenbar Worte nur wegen des Klangs benutzen, aber keine Ahnung von deren Bedeutung haben.
ein Stück Satire erkennen wenn Sie es sehen, und dann auch noch so Stockarschig reagieren ist glaube ich mehr Anlass zum Bedauern, als jede Agenda, die die Zeit haben könnte.
PS: Eastwood ist ein Republikaner und die sollten jedem intelligenten Demokraten doch zumindest übel aufstoßen.
Zum Artikel:
Finde ihn etwas zu überspitzt und locker geschrieben. Das kann man mögen, mir kommt er aber was die Formulierung betrifft dann doch zu Respektlos dem Leser gegenüber vor. Aber ich bin ja kein Germanist und habe auch nur mal die Nashörner gelesen vom guten Eugene.
PS: Ich rate Ihnen dringend, den Artikel zu lesen! Dann dürfte das mit dem Kommentieren auch produktiver ausfallen ;)
keinen Objektiven Bericht darüber geschrieben.
Nur den mit den "tausend leeren Stühlen". Was die Kommentatoren schreiben ist deren Meinung. Ich möchte aber durch eine Zeitung nicht politisch Vorgebildet werden in eine Richtung sondern selbst Aussagen und Taten bewerten.
Das wir von Zeitungen politisch vorgebildet wurden hatten wir ja auf beiden Seiten der schonmal einmal Braun und einmal Rot...
"7. Die Zeit hat bisher...
keinen Objektiven Bericht darüber geschrieben."
Manche Dinge sind so absurd, da ist ein objektiver Bericht schwer möglich. Was soll man objektiv darüber schon schreiben? Das ist Realsatire.
"7. Die Zeit hat bisher...
keinen Objektiven Bericht darüber geschrieben."
Manche Dinge sind so absurd, da ist ein objektiver Bericht schwer möglich. Was soll man objektiv darüber schon schreiben? Das ist Realsatire.
Da versprechen linke (Griechenland) und Rechte (CSU), dass wenn wir uns nur um uns selbst kümmern würden mehr für das jeweilige Klientel übrig bleiben würde.
Ähnliches ist im arabischen Raum noch wesentlich extremer ausgebreitet.
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