Arabische UnruhenDie Angst der Golfregime vor dem Volk

Auch in den Golfstaaten fürchtet man die arabische Aufstandsbewegung. Doch mit Geld, Gewalt und strategischem Geschick wird sie bislang unterdrückt. von Matthias Sailer

Einkaufszentrum in Bahrain

Einkaufszentrum in Bahrain  |  © Xurxo Lobato/Cover/Getty Images)

Der Krieg in Syrien und die Unruhen in Ägypten verdecken, dass auch in den Golfregimen die Folgen der Aufstände von 2011 weiterhin wirken. Ein Spaziergang durch Städte wie Dubai , Doha oder Manama lässt Besucher erst mal vergessen, wo sie eigentlich sind: nämlich nicht in den USA , sondern auf der arabischen Halbinsel. In den unzähligen Shoppingmalls gehen vollverschleierte Muslima neben langbeinigen Blondinen in Hotpants.

Das führt unter vielen Einheimischen nicht nur zu einer handfesten Identitätskrise. Der westliche Lebensstil steht auch im direkten Gegensatz zum Verhalten der Golfherrscher, die davor zurückschrecken, politische Freiheiten zu gewähren. Darüber können auch die Versuche beispielsweise der Vereinten Arabischen Emirate (VAE), durch Vereinbarungen mit westlichen Eliteuniversitäten wie der Sorbonne den Eindruck freien Denkens zu erwecken, nicht hinwegtäuschen. Im Gegenteil gibt es eine wachsende Tendenz, der Opposition aus Sorge vor dem arabischen Frühling durch Unterdrückung beizukommen.

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Vergangene Woche erst wurden in Bahrain laut dem Bahrain Center for Human Rights mindestens 39 für mehr Demokratie demonstrierende Aktivisten verhaftet und zum Teil schwer misshandelt. In den VAE haben die Sicherheitsdienste laut Human Rights Watch inzwischen mindestens 50 Schriftsteller, Blogger und Anwälte festgenommen, davon allein 36 seit Mitte Juli: "Sie werden inhaftiert, nur weil sie ihre kritische Meinung über die Regierung der VAE geäußert haben oder weil sie einer friedlichen Oppositionsgruppe angehören."

Mit materiellen Wohltaten milde stimmen

Die Herrscher der VAE rechtfertigen ihr Vorgehen mit den angeblich die nationale Sicherheit gefährdenden Zielen dieser Gruppe, von der sie behaupten, vom Ausland gesteuert zu sein. Wie ernst die Golfregime die Bedrohung nehmen, zeigt auch das Rekrutieren ausländischer Söldner in die Sicherheitskräfte der VAE und Bahrains – Ausländer schrecken weniger davor zurück, gegen die einheimische Bevölkerung vorzugehen.

Die Einheimischen sollen, finanziert aus den Öl- und Gas-Einnahmen, mit materiellen Wohltaten milde gestimmt werden, zum Beispiel mit Staatsjobs oder kostenloser Gesundheitsversorgung. Doch es reicht oft nicht, und besonders die weniger ölreichen Staaten wie Oman und Bahrain plagt inzwischen eine hohe Jugendarbeitslosigkeit. In beiden Staaten kam es daher bereits im Februar 2011 zu großen Protesten. In Bahrain, wo der Aufstand von Sicherheitskräften blutig niedergeschlagen wurde, wird die Situation noch durch die Diskriminierung der schiitischen Mehrheitsbevölkerung verkompliziert.

In Saudi-Arabien , der Schutzmacht des Bahrainer Königshauses, wird ein weiteres Spannungsfeld sichtbar: Die im Königshaus weit verbreitete Verschwendungssucht und Korruption verträgt sich nicht mit dem Islamverständnis der konservativen Bevölkerung. Die saudische Herrscherfamilie hat sich zwar mit dem erzkonservativen Klerus arrangiert und gewährt ihm neben finanziellen Zuwendungen umfassende religiöse Freiheiten im Gegenzug für die bedingungslose Unterstützung der Herrscherfamilie. Doch der Widerspruch zwischen der Verfolgung von Auto fahrenden Frauen durch die Religionspolizei und in Saus und Braus lebenden jungen Prinzen, während Millionen in der Golfregion in Armut leben, bleibt für alle sichtbar.

Leserkommentare
  1. Der nahe und mittlere Osten ist ein Pulverfass und war es schon immer. Saudi Arabien & Co. haben nie lokal in Bildung investiert (und ich meine damit nicht diese Religion und deren Auslegung).

    Ich bin kein 100% Fan des chinesischen Systems aber ich respektiere es, weil sie schon einige Erfolge vorweisen können (Industrie, Bildung, etc.)

    Wir können froh sein wenn im nahen und mittleren Osten nicht der 3. Weltkrieg losbricht.

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    respektiere es"

    Ein paar Sonderwirtschaftszonen, die mit dem billigen Fleisch der armen Landbevölkerung gefüttert werden.

    Respekt?

    Die Scheichs am persischen Golf sowie die Familie Saud garantieren dem Westen den Zugang zum Erdöl. Gleichzeitig sind die sunnitischen Herrscher erklärter Feinde des schiitischen Irans. Die Scheichs und die Familie Saud stellen auch nicht wirklich die Existenz Israels in Frage - sondern pflegen mit Israel, wenn auch indirekt, gute Beziehungen.

    Würden dagegen die Scheichs am Golf oder gar die Herrscherfamilie Saud stürzen, hätte der Westen und auch Israel ein gewaltiges Problem.

    Weil die NATO-Staaten diese Völker unbedingt ausrauben und militärisch besetzen müssen und dafür ständig neue verlogene Vorwände und Verleumdungen produzieren.

    Grundvoraussetzung für eine friedliche Entwicklung in dieser Region ist die Anerkennung der Souveränität dieser Völker, dazu gehört insbesondere die freie Wahl der Währung zu der man sein Öl verkaufen möchte (die EIGENE GOLDGEDECKTE WÄHRUNG) und wie man dieses Geld anlegt und investiert, damit der Reichtum dieser Region endlich für die eigene Entwicklung genutzt werden kann.

    Deutschland wäre übrigens eines der Länder, das von einer friedlichen Kooperation am meisten profitieren würde.

    Lieber Herr Nice_Guy, ihren Beitrag bezeichne ich als reine Panikmache. Mich würde nicht wundern, wenn sie selber noch nie in dieser Region gewesen sind.

  2. ziemlich schwache analyse. war der autor jemals in einem der länder über die er da geschrieben hat? schon mal was von qatif in saudi-arabien gehört?

    6 Leserempfehlungen
    • TomFynn
    • 11. August 2012 20:59 Uhr

    und freundliche Unterstützung der deutschen Rüstungsindustrie...

    11 Leserempfehlungen
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    Demokratie verpflichtet! Wir als Top-Waffenexporteur wissen worauf es ankommt, wenn ein autoritäres Regime unterstützt werden soll. Andererseits scheuen wir die Beteiligung und Gutheissung gewaltsamer Umstürze auch nicht, eben gerade weil wir darüber sinnieren, wann uns wer Nutzen stiftet. Um Menschenrechte machen wir uns weniger Sorgen, erst dann, wenn unsere Geschäfte gefährdet sind. So lange aber lächeln wir freundlich den Ölschaichs zu und protitieren. Waffen und Öl, eine fabehafte Kombination.

  3. Demokratie verpflichtet! Wir als Top-Waffenexporteur wissen worauf es ankommt, wenn ein autoritäres Regime unterstützt werden soll. Andererseits scheuen wir die Beteiligung und Gutheissung gewaltsamer Umstürze auch nicht, eben gerade weil wir darüber sinnieren, wann uns wer Nutzen stiftet. Um Menschenrechte machen wir uns weniger Sorgen, erst dann, wenn unsere Geschäfte gefährdet sind. So lange aber lächeln wir freundlich den Ölschaichs zu und protitieren. Waffen und Öl, eine fabehafte Kombination.

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    Der Ursprüngliche Gedanke war mal eine anderer :D
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    http://www.welt.de/print/...
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    Der arabische Frühling ist abgedriftet und wird als Mittel zum Zweck benutzt heute. Kriege etc.

    Interessant ist dass Saudi-Arabien ganz weit vorne steht wenn es dadrum geht andere Länder ins Mittelalter zu befördern. Noch Interessanter unsere Doppelmoral.

    Findet man auch hier vermehrt Saudi-Fans die mit der selbigen glaubwürdigkeit von AL-Jazira hier mit gefakten Daten die die Saudische-Monarchie schön reden.

    ...wenn unsere Geschäfte gefährdet sind."

    Der Dreh zur Zeit ist, die von den autokratischen Regierungen angebotenen Verhandlungen auszuschlagen (Syrien), die Aufständischen und Rebellen, die irgendwie alle für ihre Freiheit kämpfen (nur wenige für den Profit) zu unterstützen, damit sie ihrem verhassten Regenten ordentlich Dampf machen können (Assad), damit die anderen Autokraten noch mehr Angst kriegen (Katar, Saudis, Bahrain) und ihre Panzeranforderungen an Deutschland noch mal ordentlich aufstocken.

    Kein Mensch hat je gesagt, dass es leicht wäre, eine der führenden Exportnationen zu sein, die nicht Konsumgüter sondern neben den Maschinen für Konsumgüter hauptsächlich Luxus- und Waffen-Technik verkauft.

    Ich denke, Deutschlands Wirtschaft kann froh sein, dass sie eine liberal-konservative Regierung hat, die weiß, wo Deutschlands Prioritäten liegen (Luxusdedarf für Superreiche, Waffenbedarf zum Niederhalten der Benachteiligten).

    Das ist nichts für die Sonntagspredigt, aber die Welt braucht Ausgebeutete und Unterdrückte, die zu Superreichen und zu Unruheherden führen, wenn wir unsere Wirtschaftsausrichtung beibehalten wollen.

  4. Syrien ist anders!
    Die bewaffneten Gruppen in Syrien verteidigen nicht Demokratie, sie bekämpfen sie!

    Stattdessen hätten die Vereinigten Staaten für alle Staaten, die nicht von den USA zu Vasallentum reduziert wurden und für ihre Presse eine Operation gegen Syrien gestartet, die von lange her geplant war. Zuerst durch ihren regionalen Verbündeten, und dann direkt, hätten sie nach dem Vorbild der Contras von Nicaragua bewaffnete Banden infiltriert, die das Land destabilisierten. Jedoch hätten sie dort nur eine sehr geringe interne Unterstützung gefunden und eine Niederlage erlitten, während die Russische Föderation und China die NATO verhindert hätten, die syrische Armee zu zerstören und das regionale Gleichgewicht zu brechen.

    In Syrien gibt es keinen großen Volksaufstand.
    Der Aufstand ist von aussen insziniert!
    mehr hier...
    http://www.voltairenet.or...

    Saudi Arabien auch wenn das ein verbündeter der Amerikaner, Deutschen, Türken etc. ist, ist das Land Lichtjahre hinter Syrien. Demokratisch und Menschenrechtlich gesehen.
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    Die Indonesierin Ruwayti Beth Sabutti Sarona wurde Berichten zufolge

    am 18. Juni 2011 enthauptet.

    Sie war für schuldig befunden worden, ihre Arbeitgeberin ermordet zu haben. Weder ihre Familie noch die indonesische Regierung wurden über die bevorstehende Hinrichtung in Kenntnis gesetzt.
    http://www.amnesty.de/jah...
    -
    Syrien - Vier Lügen der NATO
    http://www.voltairenet.or...

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    Das sind sehr interessante Links.

    Insbesondere der Text Wer kämpft in Syrien war für mich sehr interessant zu lesen. Viele der teils konfusen Meldungen über die Unruhen der letzten eineinhalb Jahre in Syrien ergeben nun eher einen Sinn. Auch die einleitenden Erklärungen und Hintergründe zu Ägypten und Libyen fand ich sehr aufschlussreich.

    Wer solche Zusatzinfos hat, kann die Agenturmeldungem, die mehr verschleiern, als sie aufklären, viel besser einordnen.

    "Die bewaffneten Gruppen in Syrien verteidigen nicht Demokratie, sie bekämpfen sie!"
    Die Assad Diktatur ist keine Demokratie und die Opposition kämpft auch für demokratie da sie keineswegs von Islamisten dominiert ist wie erst der BND feststellte!

    http://www.rp-online.de/p...

    "Der Widerstand werde keineswegs von Islamisten dominiert, betonte der Terrorexperte. "Sie sind in der Minderheit." Darunter seien radikale Gruppierungen wie die Al-Nusrah-Front. Es spreche viel dafür, dass es zwischen dieser und dem Terrornetzwerk Al Qaida Verbindungen gibt."

    "In Syrien gibt es keinen großen Volksaufstand.
    Der Aufstand ist von aussen insziniert!"
    Es gab zahlreiche Demonstrationen gegen das regime zu beginn waren diese auch friedlich wovon nuneinmal meist nur Ausländische Medien berichteten da man es im Land versuchte Totzuschweigen. Sie können das auch als insziniert hinstellen da die Menschen ihrer meinung wohl nicht freiwillig aufgestanden sind. Sicher beteiligte sich daran nicht die Breite Mehrheit doch repressentierte diese Demokratiewünsche für ein ende der Diktatur eine Breite Zahl der Bevölkerung wenn nicht sogar die Mehrheit. Nur hat man diese eben mit gewalt unterdrückt.

    Auch ich bekomme zugegebenermaßen manchmal Bauchschmerzen, wenn ich mir überlege, wer da so für die syrische Unabhängigkeit kämpft; das sind mit Sicherheit nicht durch die Bank überzeugte Demokraten (Ägypten lässt grüßen, jedenfalls solange bis Mursi endlich liefert). Dennoch ist das Assad-Regime, wie die meisten, nach sozialistischem Vorbild gegründeten Baath-Parteien der Nahoststaaten, meiner Meinung nach eine Diktatur, die zwar vordergründig westliche Prinzipien vertreten mag, von denen allerdings nur Leute im engsten Kreis des Diktators profitieren. Ich kann mir daher durchaus vorstellen, dass der Aufstand im Inneren begonnen hat, ohne ausländische Provokateure. Einfach eine Gegenreaktion auf jahrelange (geopolitisch-korrekte) Bevormundung von Außen und aus Frust über die verpassten Chancen, mit denen jeder Syrer leben muss, der sich Assads Hofstaat verweigert. Die (wirtschaftliche) Sicherheit des Westens ruht jedoch noch immer auf dem "alten" Syrien. (Daher: Welchen Gewinn hätten die USA aus einer Infiltrierung Syriens gezogen?!). Wie in Tunesien und Ägypten will das Volk nun eben endlich mal "selber machen", und ich zweifle stark daran, dass sich alle Syrer nach Assads Abgang einen Schariah-Staat wünschen. Iran 2009 hat gezeigt, dass selbst unabhängige islamistische Regime nicht auf die breite Unterstützung ihrer Bevölkerung zählen können. Daran konnten und können auch von Ahmadineschad bezahlte "Jubel-Perser" nichts ändern.

  5. mehr der "langbeinige Blondinen Kultur" überhaupt wuenschenswert ist, wird nie diskutiert.
    Die orientalischen Gewänder verhindern zumindest das Ausmaß an Veräußerlichung in den westlichen Kulturen, dergestalt, daß dem Ideal nahe kommende Menschen für ihre Existenz mit Wohltaten überschüttet werden, während dem negativen "Ideal" nahe kommende Menschen immer eine gesellschaftliche Zusatzlast auferlegt bekommen. Beides für Eigenschaften, auf die die betreffende Person keinerlei Einfluß hat.
    Sicher gibt es im Westen auch schweigende Frauen (und männer), die gerne
    etwas versorgter und weniger an den immer langbeinigen Post-68ger Werten gemessen leben würden.

    Eine Leserempfehlung
  6. ...aus Einzelereignissen auf das Ganze zu schließen, und von den einen Staaten auf die anderen, ist zulässig, wenn, ja wenn es nicht wissenschaftliche Studien gäbe, die eine völlig andere Realität aufzeigen:

    Im Einzelnen:

    Die Zahl der unzufriedenen Bürger hat in Saudi Arabien etwas zugenommen,

    blieb, in den Vereinigte Arabische Emirate und Kuweit etwa gleich,

    hat in Katar abgenommen, und

    in allen diesen Staaten ist man aber deutlich zufriedener, als im Durchschnitt der arabischen Staaten,

    nur Bahrain liegt im Mittelfeld aller arabischen Staaten.

    Wer es nicht glaubt, dass es statt Kaffeesatzleserei besser geht, schaut vielleicht mal hier nach:

    http://www.ifpri.org/site...

    3 Leserempfehlungen
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    Ihre unkritsiche Beurteilung dieser autoritären Regime macht sie unglaubwüridg. Die Repression in Saudi-Arabien lässt keine Unzfriedenheit zu. Wie beschämend ist es da zu behaupte, so wie sie es tun, es gäbe keine Unzufriedenheit. Wurde nicht der Aufstand in Katar mit Saudi-Arabischer Unterstützung blutig niedergeschlagen. Die Regime am Golf leben von solchem Opportunismus. Diese hier vorgetragene Position komplettiert ihr verfehltes Argumentatorium vollends und entlarvt ihre eine oppotunistische Positionierung ohne klare moralische Anliegen.

    ..in Saudi-Arabien etwa gäbe es keine Unzufriedenheit.

    Ich habe lediglich gesagt, wo und in welcher Höhe man sie verorten kann, laut wissenschaftlicher Studien.

    Und es ist nunmal beispielsweise auch Fakt, dass in Iran etwa 5 mal soviele Bürger jedes Jahr hingerichtet werden, wie in SA, vgl. amnesty-todesstrafe.

    Soviel ich weiß, wurde Demonstrationen in Bahrain unterdrückt, mit rd. 40-50 Toten, selbstverständlich ist jeder einer zuviel.

    • y4rx
    • 11. August 2012 23:46 Uhr

    Die 15% Araber in den VAE z.B.? Oder die 85% Inder, Pakis Libanesen, Europäer usw.?
    Vor ein paar Jahren hat das vielleicht noch gestimmt. Aber mittlerweile ist gerade Dubai ja nicht mehr der Inbegriff vom Paradies. Die Scheichs werden in diesen Konflikten über kurz oder lang auf Normalmaß gestutzt. Wetten?

  7. Die Golfregime fürchten ihr Volk so lange nicht, wie der westlihe Protektionismus ihnen die Unterdrückung ermöglicht. Nicht zuletzt erstaunt es immer wieder, mit welcher Vehemenz die Bundeskanzlering überall dort Menschenrechte einforert, wo es gerade auf Geheiss unseres grossen Verbündeten opportun ist, politisch einzuwirken und gleichzeitig machen wir Geschäfte mit Regimen, die genau das Gegetenil dessen sind, was besagte Kanzleriin gerade noch gefordert hat. Das sollte uns allen Sorgen bereiten auch deshalb, weil das poltische System offenbar völlik korrupt ist und diese Korruption unsere Demokratie derart ausgehöhlt hat, dass wir selbst angeischts solcher Offensichtlichkeit nicht mehr über die Institutionen in der Lage sind, Demokratie wieder herzustellen. Welchen Einfluss hat denn der Bürger noch, wenn regelmässig Umfragen die totale Opposition der Bevölkerung zu Sachthemen aufzeigen und Regierung wie Parlament nicht darauf eingehen. Ich glaube eher, unsere Regierung hat beträchtlichhe Angst vor dem eigenen Volk, nicht die Saudis und nicht die restlichen Golfstaaten.

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