US-Wahlkampf: Mit Ryan auf Nummer sicher
Eine mutige Entscheidung ist es nicht: Die Kür von Paul Ryan zum Vizepräsidentschaftskandidaten verrät aber, von welchen Überlegungen sich Mitt Romney leiten lässt.
Mitt Romney war im Präsidentschaftsrennen in die Defensive geraten. Er brauchte einen Befreiungsschlag. Es sollte jedoch einer werden, der wenig Risiken beinhaltet und greifbare Vorteile mit sich bringt.
Die Ernennung Paul Ryans zum Vizepräsidentschaftskandidaten ist weder überraschend noch mutig. Er gehörte zum Kreis der Favoriten. Sein Name war aber nicht der am häufigsten genannte. So verrät die Entwicklung auch manches darüber, wie Romney Entscheidungen trifft und von welchen Überlegungen er sich leiten lässt.
Romneys Beraterzirkel ist wohl vertraut mit dem Paradoxon, das sich alle vier Jahre in den USA bei der Auswahl des Vizekandidaten wiederholt. Vor der Entscheidung schüren die Medien die Spannung und sprechen von einem möglichen Wendepunkt im Wahljahr. Hinterher heißt es dann, die Person des Vize sei noch nie wahlentscheidend gewesen – jedenfalls nicht in dem Sinne, dass dieser den positiven Ausschlag gebe. Nur ein Fehlgriff könne den Ausgang besiegeln. Ein Beispiel dafür war Sarah Palin im Spätsommer 2008. Ungefähr drei Wochen lang gab sie dem Republikaner John McCain Rückenwind mit ihrem unbekümmert-draufgängerischen Politikstil. Dann wurde klar, wie schlecht sie auf die Aufgabe vorbereitet ist – und zog McCain in den Abgrund.
Romney ist kein Hasardeur und neigt auch nicht zu spontanen Bauchentscheidungen. Er geht systematisch vor. Fehlervermeidung hat hohe Priorität. Wochenlang wurden ein knappes Dutzend Kandidaten geprüft. Sie mussten ihre Steuererklärungen der letzten zehn Jahre und andere potenzielle Schwachpunkte offenlegen. Am Ende blieb ein Favoritenkreis von einer Handvoll Personen. Für zwei von ihnen sprach eine simple wahlstrategische Überlegung: Reicht ihre Strahlkraft in ihrem Heimatstaat aus, damit Romney den jeweiligen Staat mit hoher Wahrscheinlichkeit gewinnt? Die Wahl wird am Ende in vier oder fünf der rund zehn Swing States entschieden, darunter Florida und Ohio. Rob Portman, Senator aus Ohio, galt deshalb als Favorit, aber zugleich als etwas langweilig. Und in Florida wetteten viele auf Marco Rubio, einen Jungstar, dessen Familie aus Kuba stammt. Mit ihm verband sich die Hoffnung, dass er Florida in Romneys Lager bringt und die Partei auch anderswo wählbar für Latinos macht. Einwanderer aus Mexiko und Mittelamerika betrachten Kubaner freilich nicht unbedingt als typische Latinos.
Verfechter harter Budgetdisziplin
Für Paul Ryan sprechen vor allem drei Gründe. Der 42-jährige Abgeordnete aus Wisconsin hat sich einen Namen als Verfechter unbarmherziger Budgetdisziplin gemacht. Amerika ist hoch verschuldet. Ryan macht eine Tugend daraus, staatliche Leistungen rücksichtslos zusammenzustreichen und obendrein die Steuern zu senken. Das gefällt der Mittelschicht, die überzeugt ist, zu hohe Abgaben zu zahlen und damit einen verfetteten Sozialstaat zu finanzieren. Mitt Romney weicht also nicht vor Barack Obamas Kritik zurück, er sei ein Superreicher ohne Mitgefühl für die sozial Schwachen. Sondern er verstärkt seine Wahlkampfbotschaft, dass er für Wirtschaftswachstum, Budgetdisziplin und die Kürzung staatlicher Leistungen stehe.
Zweitens gilt Ryan in Wertefragen wie Abtreibung, Familie und Homo-Ehe als Rechtskonservativer. Er kann Wähler gewinnen, die Romney misstrauen, weil der angeblich zu moderat sei. Auch die Tea Party kann sich für Ryan begeistern, obwohl er ihr nicht angehört. Er bringt Konservative an die Wahlurnen, die vielleicht mit dem Gedanken gespielt haben, diesmal nicht zur Wahl zu gehen.





... wie deutsche (europäische?) Autoren die Nachrichtenlage in den USA wahrnehmen. Olympia ist mitnichten ein beherrschendes Thema jenseits des Atlantiks. Die Berichterstattung über den Wahlkampf liegt da bei weitem vorne. Also wird es auch kein "Nachrichtenvakuum" geben.
Und in Wisconsin waren es nicht "die Gewerkschaften", die Fehler begangen habe, es waren die Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes, die - Wirtschaftskrise hin, Wirtschaftskrise her - kein Iota ihrer fetten Privilegien abgeben wollten. Nun haben die den Salat.
Wie zuvor bei Frau Palin, so wird es auch bei Herrn Ryan nicht lange dauern, bis das Kartenhaus der Illusion in sich zusammenfaellt. Ein unerfahrener Provinzpolitiker, dessen fehlende Erfahrung in den naechsten Wochen noch viel Gelaechter und Kopfschuetteln verursachen duerfte, und wenn nach einer Gnadenfrist die demokratischen Kommentatoren und Medienstrategen anfangen ihn auseinanderzurupfen, dann wird sich auch dieser Nachwuchspolitiker noch wuenschen, er waere daheim geblieben.
Jeder Mensch hat eine Vergangenheit und persoenliche Unvollkommenheiten - und mit diesen Dingen wird auch Herr Ryan schon bald zur Genuege konfrontiert werden.
Ryan ist sein über 12 Jahren Mitglied des House of Representatives. Das ist eine harte Schule und deshalb wird Ryan mit Sicherheit weniger "gaffes" von sich geben, als das sein Herr und Meister bislang gemacht hat.
Sie sollten sich wirklich (besser) informieren, bevor Sie so 'was schreiben.
Ryan ist sein über 12 Jahren Mitglied des House of Representatives. Das ist eine harte Schule und deshalb wird Ryan mit Sicherheit weniger "gaffes" von sich geben, als das sein Herr und Meister bislang gemacht hat.
Sie sollten sich wirklich (besser) informieren, bevor Sie so 'was schreiben.
Ryan ist sein über 12 Jahren Mitglied des House of Representatives. Das ist eine harte Schule und deshalb wird Ryan mit Sicherheit weniger "gaffes" von sich geben, als das sein Herr und Meister bislang gemacht hat.
Sie sollten sich wirklich (besser) informieren, bevor Sie so 'was schreiben.
Welche Erfahrung bringt Herr Ryan denn mit, um politische Gegner von seinen Plaenen zu ueberzeugen, und diese dazu zu bringen, ihn zu waehlen? Keine!
Der Herr ist ueber einen sicheren republikanischen Sitz im Abgeordnetenhaus vertreten. Bei den letzten Wahlen hat er dort muehelos 68% der Waehlerstimmen eingefangen.
Wenn es jedoch darum geht, den Demokraten Wechselwaehler abzujagen, dann wird ein Polarisierer wie Herr Ryan keine Chance haben gegen das gut eingeschliffene Team des Praesidenten.
Aber das sollte uns nicht daran hindern, ein paar gute Lacher loszuwerden, wenn Herr Ryan demnaechst in den Talkshows fertiggemacht und ein Skandal nach dem Naechsten praesentiert wird, mal lustig, mal traurig, mal unerhoert, in denen Herr Ryan die Hauptrolle einnimmt.
......Studium, Mc Donald's, Repräsentantenhaus
und dann den Rechtsaußen spielen...................
Gott gebe den Amerikanern ein bisschen des
Verstandes, um den sie angeblich jeden Tag
beten.......
Aber warum sollte sich der Herrgott gerade um
diese einfältige Nation kümmern?
80 % haben Waffen, um sich gegenseitig umzu-
bringen....
60 % aller Atomwaffen sind im Besitz dieser in-
infantilen Gesellschaft.......
50 % (?) der Welt schielt noch immer auf dieses Land
als den Heilsbringer ???
Wie lange noch ?
Müssen wir wirklich auf eine Macht wie die Volksrepublik
China warten ?
Oder besinnen wir uns endlich wieder auf "europäische
Werte" - mit oder ohne Euro ?
Welche Erfahrung bringt Herr Ryan denn mit, um politische Gegner von seinen Plaenen zu ueberzeugen, und diese dazu zu bringen, ihn zu waehlen? Keine!
Der Herr ist ueber einen sicheren republikanischen Sitz im Abgeordnetenhaus vertreten. Bei den letzten Wahlen hat er dort muehelos 68% der Waehlerstimmen eingefangen.
Wenn es jedoch darum geht, den Demokraten Wechselwaehler abzujagen, dann wird ein Polarisierer wie Herr Ryan keine Chance haben gegen das gut eingeschliffene Team des Praesidenten.
Aber das sollte uns nicht daran hindern, ein paar gute Lacher loszuwerden, wenn Herr Ryan demnaechst in den Talkshows fertiggemacht und ein Skandal nach dem Naechsten praesentiert wird, mal lustig, mal traurig, mal unerhoert, in denen Herr Ryan die Hauptrolle einnimmt.
......Studium, Mc Donald's, Repräsentantenhaus
und dann den Rechtsaußen spielen...................
Gott gebe den Amerikanern ein bisschen des
Verstandes, um den sie angeblich jeden Tag
beten.......
Aber warum sollte sich der Herrgott gerade um
diese einfältige Nation kümmern?
80 % haben Waffen, um sich gegenseitig umzu-
bringen....
60 % aller Atomwaffen sind im Besitz dieser in-
infantilen Gesellschaft.......
50 % (?) der Welt schielt noch immer auf dieses Land
als den Heilsbringer ???
Wie lange noch ?
Müssen wir wirklich auf eine Macht wie die Volksrepublik
China warten ?
Oder besinnen wir uns endlich wieder auf "europäische
Werte" - mit oder ohne Euro ?
Welche Erfahrung bringt Herr Ryan denn mit, um politische Gegner von seinen Plaenen zu ueberzeugen, und diese dazu zu bringen, ihn zu waehlen? Keine!
Der Herr ist ueber einen sicheren republikanischen Sitz im Abgeordnetenhaus vertreten. Bei den letzten Wahlen hat er dort muehelos 68% der Waehlerstimmen eingefangen.
Wenn es jedoch darum geht, den Demokraten Wechselwaehler abzujagen, dann wird ein Polarisierer wie Herr Ryan keine Chance haben gegen das gut eingeschliffene Team des Praesidenten.
Aber das sollte uns nicht daran hindern, ein paar gute Lacher loszuwerden, wenn Herr Ryan demnaechst in den Talkshows fertiggemacht und ein Skandal nach dem Naechsten praesentiert wird, mal lustig, mal traurig, mal unerhoert, in denen Herr Ryan die Hauptrolle einnimmt.
Mit Ryan verliert Romney die Independent Voters. Ein weiterer Ruck nach Rechtsaussen, den sich die USA, den sich die Welt nicht leisten kann.
- Steuersenkungen für die Reichen
- Mehr Militär, am besten gleich einen Krieg Nahost
- Austerity und Budget Cuts nur für die Alten und Kranken.
Wo war Ryan, als Bush das Staatsdefizit von 6 Trillionen auf 12 Trillionen? Er sass im Kongress und fand das toll!
sucht also die Konfrontation und profiliert sich über einen rechtskonservativen Hardliner - man könnte gar von einem Extremisten sprechen -> http://thinkprogress.org/... Beweisvideo für Vorwurf I: https://www.youtube.com/w... *
Da kann man nur hoffen, dass der Schuss ordentlich nach hinten losgehen wird.
P.S.: Noch ein wenig Hintergrund -> https://www.youtube.com/w...
das Video ist schon im Artikel eingebettet. Sorry!
das Video ist schon im Artikel eingebettet. Sorry!
das Video ist schon im Artikel eingebettet. Sorry!
... daß immer noch die amerikanischen Wähler und nicht die Meinungsmacher und Kommentatoren des europäischen medialen (would-be-)Obama-Wahlvereins den amerikanischen Präsidenten wählen und selbst entscheiden können, ob sie jemanden für einen "Extremisten" halten oder nicht. Ich glaube kaum, daß sie in diesen Sachen Ratschläge gerade von Europäern gebrauchen könnten.
..wieder lustig wenn die Fans den rechten Flügels vergessen das "Freedom of speech" keine Landesgrenzen kennt!
Im übrigen kann ich das was sie dem "bösen" europäischen Kommentator im Artikel vorwerfen nicht finden.
Vieleicht helfen sie mir mal und zeigen mir wo hier der Kommentator, also Herr Christoph von Marschall, eine empfehlung für die Wähler abgegeben hat und wo genau er über den schädlichkeit des Extremisten Ryan philosophiert.
Das Ryan für die Tea Party anhänger gedacht ist, ist eine offensichtliche Schlußfolgerung. Das einzige das von Marschall hätte noch dazu schreiben können, ist der Hintergedanke von Romney dabei wohl auch sein dürfte, das Ryan eben kein Tea Party aktivist ist und deshalb wohl ganz so abschreckend auf die Independent Voters wirken dürfte wie etweige Alternativen.
Mfg
..wieder lustig wenn die Fans den rechten Flügels vergessen das "Freedom of speech" keine Landesgrenzen kennt!
Im übrigen kann ich das was sie dem "bösen" europäischen Kommentator im Artikel vorwerfen nicht finden.
Vieleicht helfen sie mir mal und zeigen mir wo hier der Kommentator, also Herr Christoph von Marschall, eine empfehlung für die Wähler abgegeben hat und wo genau er über den schädlichkeit des Extremisten Ryan philosophiert.
Das Ryan für die Tea Party anhänger gedacht ist, ist eine offensichtliche Schlußfolgerung. Das einzige das von Marschall hätte noch dazu schreiben können, ist der Hintergedanke von Romney dabei wohl auch sein dürfte, das Ryan eben kein Tea Party aktivist ist und deshalb wohl ganz so abschreckend auf die Independent Voters wirken dürfte wie etweige Alternativen.
Mfg
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