Republikaner: Paul Ryan wegen Aktiengeschäften in der Kritik
Kaum ist Ryan zum Vize-Präsidentschaftskandidaten der Republikaner nominiert, gibt es erste Vorwürfe: Er soll in der Finanzkrise von Insiderinformationen profitiert haben.
© Nicholas Kamm/AFP/GettyImages

Der Vize-Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner, Paul Ryan
Der neue Vize-Präsidentschaftskandidat der Republikaner steht wegen anrüchiger Aktiengeschäfte in der Kritik. Paul Ryan soll als Kongressabgeordneter im September 2008 auf einer vertraulichen Sitzung mit dem damaligen US-Finanzminister und dem Notenbank-Präsidenten vom wahren Ausmaß der Bankenkrise erfahren haben, berichten der britische Guardian und der Blog The Richmonder.
Am selben Tag der Sitzung habe Ryan Aktien der stark gefährdeten US-Banken Citigroup und Wachovia verkauft und Anteile von Goldman Sachs erworben, die in der Sitzung als vergleichsweise stabil dargestellt worden waren. Wenige Tage später fiel die Wachovia-Aktie um 39 Prozent, als bekannt wurde, dass die Bank vor dem Zusammenbruch steht. Auch der Wert der Citi-Aktie stürzte ab.
Das Wahlkampf-Büro der Republikaner dementierte die Berichte über die Aktiengeschäfte. Ryan habe die Kauf- und Verkaufs-Order nicht selbst gegeben, hieß es. Er habe sein Geld in einem Indexfonds angelegt, der die Geschäfte ausgeführt habe. "Der Handel läuft automatisch und regelmäßig, berechnet nach einem Algorithmus", sagte Larry Gaffney, ein Berater Ryans.
Bis April dieses Jahres war es Kongressabgeordneten erlaubt, vertrauliche Informationen über Unternehmen für private Aktiengeschäfte zu nutzen. Ryan ist nicht der einzige, der dies bisher getan haben soll. Nach ähnlichen Vorwürfen gegen die Demokratin Nancy Pelosi hat die US-Regierung im April eine neue Regelung durchgesetzt. Danach ist es den Kongressabgeordneten nicht mehr erlaubt, auf Grundlage nicht öffentlicher Informationen mit Aktien zu handeln.






"Bis April dieses Jahres war es Kongressabgeordneten erlaubt, vertrauliche Informationen über Unternehmen für private Aktiengeschäfte zu nutzen. "
oh mann -- und dann labern die von leading nation ....
...und ich war etwas überrascht, da ich verfolgt hatte, dass die wesentlichen Personen wie die Presidenten regelmäßig ihr Geld in Blind Trusts legten.
Wie ist es eigentlich hier geregelt?
...und ich war etwas überrascht, da ich verfolgt hatte, dass die wesentlichen Personen wie die Presidenten regelmäßig ihr Geld in Blind Trusts legten.
Wie ist es eigentlich hier geregelt?
Insiderhandel, wie bescheuert muss eine Regierung sein, um so etwas zuzulassen. Einfach nur *Kopfschüttel*
"Insiderhandel, wie bescheuert muss eine Regierung sein, um so etwas zuzulassen. Einfach nur *Kopfschüttel*"
Naja, vergleichbar bescheuert wie ein Land, wo die Regierung die Ratifizierung des UN-Antikorruptions-Abkommens verweigert, weil dadurch "die Arbeit der freien Mandatsträger eingeschränkt" würde.
Hach, was ist "der Westen" doch zivilisiert ... :-)
Die armen Politiker, die doch sooo schlecht bezahlt werden, koennten ansonsten doch nicht sooo reich werden. "Legales" Insider Trading, obszoen hohe Speaking Fees oder die Einfluss Vermarktung nach dem Auscheiden aus dem Amt sind allesamt Selbstbedienungsmechanismen, die sowohl von den Rechten als auch von den Linken genutzt werden. Ist das hier eigentlich sooo anders (Gas Gerd etc.)? Nur gerade dem Herrn Ryan diesen Vorwurf zu machen, weil er einen Indexfond gekauft haben soll, ist Unsinn. Bei Frau Pelosi war die Sachlage jedoch eine andere. Deshalb wurde zur Schadensbegrenzung einstimmig beschlossen zumindest dieses Privileg zu beenden.
je mehr reiche Kongressabgeordnete es gibt, desto unwahrscheinlicher werden Steuerbelastungen für Gutverdiener.
skurill wird es, wenn man bedeknt dass "Insider-Handel" in den USA als relativ schweres Vergehen angesehen wird.
Bekanntes Beispiel ist Grasso.
"Insiderhandel, wie bescheuert muss eine Regierung sein, um so etwas zuzulassen. Einfach nur *Kopfschüttel*"
Naja, vergleichbar bescheuert wie ein Land, wo die Regierung die Ratifizierung des UN-Antikorruptions-Abkommens verweigert, weil dadurch "die Arbeit der freien Mandatsträger eingeschränkt" würde.
Hach, was ist "der Westen" doch zivilisiert ... :-)
Die armen Politiker, die doch sooo schlecht bezahlt werden, koennten ansonsten doch nicht sooo reich werden. "Legales" Insider Trading, obszoen hohe Speaking Fees oder die Einfluss Vermarktung nach dem Auscheiden aus dem Amt sind allesamt Selbstbedienungsmechanismen, die sowohl von den Rechten als auch von den Linken genutzt werden. Ist das hier eigentlich sooo anders (Gas Gerd etc.)? Nur gerade dem Herrn Ryan diesen Vorwurf zu machen, weil er einen Indexfond gekauft haben soll, ist Unsinn. Bei Frau Pelosi war die Sachlage jedoch eine andere. Deshalb wurde zur Schadensbegrenzung einstimmig beschlossen zumindest dieses Privileg zu beenden.
je mehr reiche Kongressabgeordnete es gibt, desto unwahrscheinlicher werden Steuerbelastungen für Gutverdiener.
skurill wird es, wenn man bedeknt dass "Insider-Handel" in den USA als relativ schweres Vergehen angesehen wird.
Bekanntes Beispiel ist Grasso.
Die Schlichtheit, mit der das Wahlvolk den einfachen Parolen folgt, wird mit Romney und Co. in die nächste Katastrophe führen. Nach dem nachhaltigen Schaden, den der überforderte Bush hinterlassen hat, droht nun mit einem unkonzentrierten und limitiert gebildeten Kandidaten das nächste Unheil.
denn diese Schlichtheit findet sich offenbar auch in genuegend Waehlerkoepfen.
denn diese Schlichtheit findet sich offenbar auch in genuegend Waehlerkoepfen.
Mal Hand aufs Herz: Wer würde denn seine Aktien behalten, wenn er zufällig davon erführe, dass sie in Bälde in den Keller gehen? Immer diese geheuchelte Empörung. Der einzige Weg, solche Interessenskonflikte zu vermeiden, wäre doch, jedem, der Zugang zu Insiderinformationen hat, den Handel mit Aktien grundsätzlich zu verbieten.
in den USA für dieses Verhalten Jahre in den Knast, nämlich wenn sie in einer Bank o.ä. arbeiten. Der eigentliche Skandal ist für mich, dass bis vor kurzem zweierlei Maß für die Privatwirtschaft und öff. Beschäftigte gegolten hat.
Das sehe ich genauso. Jeder normal denkende Mensch würde seine Aktien dann verkaufen. Er wäre sogar nicht mehr bei klarem Verstand, täte er dies nicht. Der Fehler ist also nicht bei der Person zu suchen, sondern ganz offensichtlich im System verortet. So wenig ich den Paul Ryan mag, das kann man ihm nicht vorwerfen. Klar, man würde ihn kurz als Helden des Idealismus feiern, aber kurz danach würde man sich fragen, ob so einer dann regieren kann, wenn er solche entscheidungen trifft. Das will dann auch keiner, wenn es ums eigene Geld geht bzw. um Steuern, was prinzipiell eigenes Geld ist.
Die Lösung des Problems ist nicht besonders einfach, da selbst bei verbotenem Aktienhandel von Abgeordneten oder Senatoren, sie Wege finden würden über irgendwelche dubiosen Umwege es dennoch zu tun. Die einzig wirklich brauchbare Möglichkeit dem entgegenzuwirken, wäre mehr Transparenz für alle, nicht nur für Politiker. Aber das ist wohl etwas utopisch.
was andere Leute tun wuerden. Entscheidend ist, dass Insiderhandel aus gutem Grund verboten ist o. sein sollte. Daher darf man sich auch drueber aufregen.
Wieso geheuchelt? Sie selber formulieren lediglich einen sinnvollere Alternative. Deshalb ist doch die Empörung gerechtfertigt, weil sie nämlich die Regierenden von den Konsequenzen ausnimmt, die sie den von ihnen Regierten auferlegt.
in den USA für dieses Verhalten Jahre in den Knast, nämlich wenn sie in einer Bank o.ä. arbeiten. Der eigentliche Skandal ist für mich, dass bis vor kurzem zweierlei Maß für die Privatwirtschaft und öff. Beschäftigte gegolten hat.
Das sehe ich genauso. Jeder normal denkende Mensch würde seine Aktien dann verkaufen. Er wäre sogar nicht mehr bei klarem Verstand, täte er dies nicht. Der Fehler ist also nicht bei der Person zu suchen, sondern ganz offensichtlich im System verortet. So wenig ich den Paul Ryan mag, das kann man ihm nicht vorwerfen. Klar, man würde ihn kurz als Helden des Idealismus feiern, aber kurz danach würde man sich fragen, ob so einer dann regieren kann, wenn er solche entscheidungen trifft. Das will dann auch keiner, wenn es ums eigene Geld geht bzw. um Steuern, was prinzipiell eigenes Geld ist.
Die Lösung des Problems ist nicht besonders einfach, da selbst bei verbotenem Aktienhandel von Abgeordneten oder Senatoren, sie Wege finden würden über irgendwelche dubiosen Umwege es dennoch zu tun. Die einzig wirklich brauchbare Möglichkeit dem entgegenzuwirken, wäre mehr Transparenz für alle, nicht nur für Politiker. Aber das ist wohl etwas utopisch.
was andere Leute tun wuerden. Entscheidend ist, dass Insiderhandel aus gutem Grund verboten ist o. sein sollte. Daher darf man sich auch drueber aufregen.
Wieso geheuchelt? Sie selber formulieren lediglich einen sinnvollere Alternative. Deshalb ist doch die Empörung gerechtfertigt, weil sie nämlich die Regierenden von den Konsequenzen ausnimmt, die sie den von ihnen Regierten auferlegt.
in China werden auch gerade überpüft.
Verdacht auf Korruption.
Wie sagte Romney noch "Zivilisation...deshalb gibt
es wirtschaftliche Überlegenheit".
Seine "tax reductions" sind bislang ebensowenig
vollständig offengelegt woren, wie die von Paul Ryan.
Manchmal heißt das "Geheimrezept" wohl eher
"Gier, Chutzpah und ein funktionierendes Netzwerk".
Auch eine Art von "Kultur".
... das in gewohnt antikapitalistischer ZEITgemässer Manier ziemlich unausgegoren verbreitet wird.
Was an der Berichterstattung kommt Ihnen wie ein Gerücht vor?
Er hat nachweislich an der geheimen Sitzung teilgenommen. Und seine gefährdeten Aktien wurden nachweislich hinterer verkauft. Dadurch hatte er nachweislich einen Vorteil, den andere nicht hatten.
Er bestreitet de Vorgänge ja gar nicht, er behauptet nur das wäre Zufall gewesen.
Also, wo ist hier ein Gerücht durch die "Zeit" verbreitet worden?
Sieht mir eher nach einem neoliberalen Beissreflex ihrerseits aus.
g-dog
.... und die gesellschaftliche Wirklichkeit wird auch immer "antikapitalistischer"! Harte Zeiten für neoliberale Ideologien...
Was an der Berichterstattung kommt Ihnen wie ein Gerücht vor?
Er hat nachweislich an der geheimen Sitzung teilgenommen. Und seine gefährdeten Aktien wurden nachweislich hinterer verkauft. Dadurch hatte er nachweislich einen Vorteil, den andere nicht hatten.
Er bestreitet de Vorgänge ja gar nicht, er behauptet nur das wäre Zufall gewesen.
Also, wo ist hier ein Gerücht durch die "Zeit" verbreitet worden?
Sieht mir eher nach einem neoliberalen Beissreflex ihrerseits aus.
g-dog
.... und die gesellschaftliche Wirklichkeit wird auch immer "antikapitalistischer"! Harte Zeiten für neoliberale Ideologien...
"Insiderhandel, wie bescheuert muss eine Regierung sein, um so etwas zuzulassen. Einfach nur *Kopfschüttel*"
Naja, vergleichbar bescheuert wie ein Land, wo die Regierung die Ratifizierung des UN-Antikorruptions-Abkommens verweigert, weil dadurch "die Arbeit der freien Mandatsträger eingeschränkt" würde.
Hach, was ist "der Westen" doch zivilisiert ... :-)
Die armen Politiker, die doch sooo schlecht bezahlt werden, koennten ansonsten doch nicht sooo reich werden. "Legales" Insider Trading, obszoen hohe Speaking Fees oder die Einfluss Vermarktung nach dem Auscheiden aus dem Amt sind allesamt Selbstbedienungsmechanismen, die sowohl von den Rechten als auch von den Linken genutzt werden. Ist das hier eigentlich sooo anders (Gas Gerd etc.)? Nur gerade dem Herrn Ryan diesen Vorwurf zu machen, weil er einen Indexfond gekauft haben soll, ist Unsinn. Bei Frau Pelosi war die Sachlage jedoch eine andere. Deshalb wurde zur Schadensbegrenzung einstimmig beschlossen zumindest dieses Privileg zu beenden.
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