SyrienAufständische melden Abschuss eines Kampfjets

Im Osten Syriens haben Aufständische nach eigenen Angaben einen Regierungsjet abgeschossen. Das Staatsfernsehen dementiert. von reuters

Syrische Rebellen

Syrische Rebellen  |  © Ahmad Gharabli/AFP/GettyImages

Die syrischen Rebellen haben nach eigener Darstellung einen Kampfjet der Regierungstruppen abgeschossen. Das Flugzeug stürzte demnach in der östlichen Provinz Deir al-Sor nahe der Grenze zum Irak ab.

Im Internet kursiert ein Video, das den Absturz im Osten des Landes dokumentieren soll. Das staatliche Fernsehen berichtete dagegen, das Flugzeug sei wegen technischer Probleme bei einem normalen Übungsflug abgestürzt. Ein Bergungsteam sei unterwegs. Einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Sana zufolge konnte sich der Pilot mit dem Schleudersitz aus dem Jet katapultieren.

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In Oppositionskreisen hieß es, die Rebellen hätten den Jet mit Flugabwehrgeschützen abgeschossen und den Piloten gefangen genommen. "Es war eine MiG-21, die von einem 14,5-Millimeter-Flugabwehr-Geschütz getroffen wurde, dem größten im Arsenal der Rebellen", sagte ein Oppositioneller. "Das Flugzeug ist zu tief geflogen und war in Reichweite." Allerdings lassen sich Meldungen kaum unabhängig überprüfen.

Für die Aufständischen wäre der Abschuss eines Jets der syrischen Armee ein seltener Triumph. Es fällt ihnen schwer, den Regierungstruppen mit ihren leichten Waffen die Stirn zu bieten. Kampfjets hatten zuletzt die Stadt Aleppo und auch Dörfer bombardiert, die von den Aufständischen kontrolliert werden.

Syrische Armee dringt in Aleppo vor

Angesichts der heftigen Kämpfe um die Wirtschaftsmetropole Aleppo haben die Rebellen erneut die Einrichtung einer Flugverbotszone gefordert. "Wir könnten mehr Gebiete unter unsere Kontrolle bringen, aber die Kampfjets des Regimes hindern uns mit ihren Bombardierungen daran", erklärte der Rebellenkommandeur Abu Alaa.

Deutschland lehnte derweil die nun auch von den USA und der Türkei ins Gespräch gebrachte Flugverbotszone über Syrien ab. "Wir glauben, dass die Diskussion über ein militärisches Eingreifen die Dinge eher erschweren könnte, da das die Gefahr eines regionalen Flächenbrandes heraufbeschwören könnte", sagte ein Sprecher des Außenministeriums.

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Leserkommentare
  1. Noch bevor es zu einer Intervention kommt. Mit ihm ist so kein Staat mehr zu machen das die un mit einer Absoluten Mehrheit das Verhalten verurteilt sollte ihn zum Rücktritt oder bildung einer Anständigen Übergangsregierung bringen die auch im sinne der Opposition ist.
    Er könnte vielleicht eine Stellvertretende passive Rolle darin einnehmen um sich dieser im Sinne der Opposition auch zu enthalten und nicht weiter aktiv Partei ergreifen.
    Das Morden muss eingestellt werden und die Konfliktparteien Kompromissbereit an einen Verhandlungstisch gebracht werden.

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    • WmdE
    • 13. August 2012 18:31 Uhr

    Verhandeln, mit wem?
    Der UN Friedensplan ist an den Rebellen gescheitert, diese haben sich weder an die Waffenruhe gehalten noch wollten sie verhandeln.

    Ist es richtig, daß in Syrien türkische Offiziere bei der Unterstützung der größtenteils ausländischen "Rebellen" gefangengenommen wurden?
    Ist es richtig, daß die Freien Syrischen Rebellen ihre Kriegserfolge fälschen, wie der norwegische General Mood berichtet?
    Ist es richtig, daß alte Videos aus dem Irak von 2007 als "Beweise" für Greueltaten der Syrischen Armee ins Fernsehen eingestellt werden?
    Da es schon zu viel an erlogener Kriegspropaganda seitens Londons (Irak kaufe Uranmaterial Yellow Cake in Niger - erlogen), die "Brutkastenlüge" der angeblich kuwaitischen Krankenschwester, da mußte US-Außenminister Powell sich hinterher in der UNO entschuldigen!,
    also, soll ich nach all den bekannten Lügen auch nur ein Wort noch glauben, das Assad zum Rücktritt auffordert und dergleichen?

  2. Link entfernt. Bitte beachten Sie, dass wir auf diese Seite nicht verlinken möchten. Danke, die Redaktion/kvk

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    ...der Vorkommentator hatte schon recht, Assad sollte Verhandlungen eingehen noch bevor es zu einer Intervention kommt. Oder am besten gleich gehen.

    Die Verurteilug in der UN Vollversammlung mit 133 zu 12 Stimmen war doch mehr als deutlich.

    • DerDude
    • 13. August 2012 19:15 Uhr

    waren selbst dann noch friedlich, als Assad bereits scharf schießen ließ.

    Assad hat der Protestbewegung den Krieg erklärt, und die Protestbewegung hat die Kriegserklärung schließlich angenommen.

    Ansonsten: Je länger ein Krieg dauert, desto mehr verrohen die Beteiligten, und desto häufiger kommt es notwendigerweise zu Szenen wie denen, die Sie da verlinkt haben. Das entschuldigt nichts, aber es ist nun mal das Wesen des Krieges, dem sich keine Kriegspartei auf Dauer entziehen kann.

    Eine Flugverbotszone wird abgelehnt.
    Nächster Schritt wäre ein Wiederaufbau Syrien´s und eine Aufhebung der Sanktionen und der friedliche Wandel Syrien´s in die Demokratie.
    Reicht Syrien die Hand. Die haben eine Trennung von Staat und Religion (islamismus) im Gegensatz zu den Nationen die in bzw. der NATO nahe stehen.

    *********************************************
    1000 Facher Dank an unsere Politiker und Millitäroffiziere, an dieser Stelle.
    *********************************************

    Somit ist der Krieg dann auch verloren. Das syrische Volk steht hinter Assad die Terrobanden haben in Syrien keine Anhänger gefunden. Sie haben die Fernsehsender nicht zerstören können, waren aber Monate lang dran.

    Letzte Möglichkeit war eine Invasion Aleppo mit Hit&Run Taktik aus der Türkei. Und diese sind jetzt verloren.

    Mein Beileid an Herrn Erdogan und an Saudi-Kaida.

  3. ...der Vorkommentator hatte schon recht, Assad sollte Verhandlungen eingehen noch bevor es zu einer Intervention kommt. Oder am besten gleich gehen.

    Die Verurteilug in der UN Vollversammlung mit 133 zu 12 Stimmen war doch mehr als deutlich.

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    • WmdE
    • 13. August 2012 18:37 Uhr

    Es wird keine Intervention geben, diese UN Verurteilung ist belanglos, z.B. Israel hat zig solcher Verurteilungen erhalten viele davon nur mit einer Gegenstimme der USA.

    Diese 12 Stimmen repräsentieren mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung und es gab noch 50 Enthaltungen.

    Diese Resolutionen sollen von mehr als der Hälfte der Erdenbürger demokratisch legitimiert werden. Dies war bei 133 Stimmen eben nicht der Fall. Dass die 12 anderen Staaten eben so viele Einwohner haben, ist halt blöd für den Westen. Aber als weltweite Demokratielehrer sollten sie das akzeptieren können.

    [...] Gekürzt. Bitte äußern Sie sich sachlich zum konkreten Artikelinhalt. Die Redaktion/kvk.

    Krieg ist nur was für Leute, die zu dumm für friedliche Lösungen sind. Das gilt ausdrücklich für beide Seiten.

  4. Hier das besagte 14,5 mm Fla-MG
    http://de.wikipedia.org/w...

    Und hier das Bild einer MIG 21 PFM der NVA. Es ist die gleiche Version, wie sie Syrien beschafft hat (wenn diese auch weiter modernisiert sein dürften)
    http://de.wikipedia.org/w...

    Zumindest weiß ich jetzt wo die "Dushka" ist, die letztens auf dem T-55 gefehlt hat ;)

    MfG
    AoM

    • WmdE
    • 13. August 2012 18:31 Uhr

    Verhandeln, mit wem?
    Der UN Friedensplan ist an den Rebellen gescheitert, diese haben sich weder an die Waffenruhe gehalten noch wollten sie verhandeln.

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    die Waffenruhe haben beide seiten gebrochen. Verhandlungen da gebe ich ihnen recht hat die Opposition abgelehnt oder nur unter gewissen vorbedingungen (abtreten Assads) zugestimmt was auch keine Lösung ist. Trotzdem hätte ein Kompromiss von Regimeseite kommen müssen und die Waffenruhe eingehalten da nicht einmal die schweren geräte entsprechend abgezogen wurden.
    Ihre einseitigen Beschuldigungen sind deshalb falsch.

    • WmdE
    • 13. August 2012 18:37 Uhr
    6. .....

    Es wird keine Intervention geben, diese UN Verurteilung ist belanglos, z.B. Israel hat zig solcher Verurteilungen erhalten viele davon nur mit einer Gegenstimme der USA.

    Diese 12 Stimmen repräsentieren mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung und es gab noch 50 Enthaltungen.

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    ...Sie liegen leider dreifach neben den Tatsachen.

    Ertens wird in der Vollversammlung nach Ländern gezählt, also haben 133 Länder gegen Assad gestimmt.

    Zweitens kann bei den meisten der wenigen Länder, die für Ihnen gestimmt haben, nicht gerade von reräsentativen Demokratien gesprochen werden, nur am Rande, und unabhängig von der Abstimmungsschlappe für das Assad-Regime und Russland.

    Und drittens haben sich nicht 50 Länder enthalten, wie Sie uns glauben machen wollen, sondern legiglich 31.

    Es bleibt dabei, die Abstimmung war deutlich. Gegen Assad, und für die Freiheit seines unterdrückten Volkes.

  5. Brisanter wäre es, wenn die türkischen Stinger-Raketen zum ersten Mal funktioniert hätten.

    http://www.debka.com/arti...

  6. Diese Resolutionen sollen von mehr als der Hälfte der Erdenbürger demokratisch legitimiert werden. Dies war bei 133 Stimmen eben nicht der Fall. Dass die 12 anderen Staaten eben so viele Einwohner haben, ist halt blöd für den Westen. Aber als weltweite Demokratielehrer sollten sie das akzeptieren können.

    [...] Gekürzt. Bitte äußern Sie sich sachlich zum konkreten Artikelinhalt. Die Redaktion/kvk.

    Krieg ist nur was für Leute, die zu dumm für friedliche Lösungen sind. Das gilt ausdrücklich für beide Seiten.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, Reuters
  • Schlagworte Syrien | Dorf | Fernsehen | Flugzeug | Gespräch | Internet
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