BürgerkriegDrei entführte Iraner in Syrien getötet

In Syrien sind drei der iranischen Geiseln nach Angaben der Rebellen durch einen Angriff des syrischen Militärs getötet worden. UN-Beobachter wurden aus Aleppo abgezogen.

Durch einen Angriff syrischer Regierungstruppen sind nach Darstellung der Rebellen drei der 48 von ihnen entführten Iraner ums Leben gekommen. Die für die Entführung verantwortliche Al-Baraa-Brigade berichtete in der Nacht auf ihrer Facebook-Seite, dass drei der Geiseln bei "schwerem Artilleriebeschuss" eines Vorortes von Damaskus getötet worden seien. Die Entführer hatten zuvor mit der Hinrichtung der Geiseln gedroht, sollten die Artillerieangriffe fortgesetzt werden. Aus Teheran lagen dazu zunächst keine Reaktionen vor. Eine Überprüfung von unabhängiger Seite war nicht möglich.

Die islamistische Aufständischen-Gruppe in Damaskus hatte am Samstag 48 iranische Pilger entführt, denen sie unterstellt, feindliche Agenten und Angehörige der iranischen Revolutionsgarden zu sein. Der Iran ist einer der engsten Verbündeten von Machthaber Baschar al-Assad. Die Rebellen bekommen vom iranischen Erzrivalen Saudi-Arabien Geld und Waffen.

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Angesichts der zunehmenden Gewalt in Aleppo zogen die Vereinten Nationen ihre Beobachter aus der Stadt ab. Etwa 20 unbewaffnete Beobachter seien am Wochenende in ihr Hauptquartier in der Hauptstadt Damaskus zurückverlegt worden, sagte eine UN-Sprecherin. Es handele sich um einen vorübergehenden Abzug wegen der sich verschlechternden Sicherheitslage.

Verstärkte Angriffe auf Aleppo

Die Truppen von Staatschef Baschar al-Assad hatten ihre Angriffe auf von den Rebellen kontrollierte Stadtteile von Aleppo in den vergangenen Tagen verstärkt. Laut Aktivisten wurden in der Stadt in den vergangenen zwei Wochen Hunderte Menschen getötet.

Aleppo war eine von vier regionalen Basen in Syrien, in denen die UN-Beobachtermission Unsmis stationiert war – die Beobachter hatten angesichts der eskalierenden Gewalt ihre Arbeit bereits im Juni größtenteils faktisch eingestellt. Die Zahl der Beobachter in Syrien wurde von 300 auf 150 halbiert. Das Mandat der Mission läuft noch bis zum 20. August; wie es dann mit der Mission weitergeht, ist unklar.

Frankreich schickt syrischen Flüchtlingen medizinische Hilfe

Zur Unterstützung der Zehntausenden syrischen Flüchtlinge in Jordanien entsendet Frankreich medizinische Hilfe in das Land. Der Einsatz eines Teams von Armeeärzten und -chirurgen in Jordanien sei mit den dortigen Behörden abgestimmt, teilte das Büro von Präsident François Hollande mit. Die Mediziner sollten Opfer der Kämpfe versorgen, die in wachsender Zahl aus Syrien nach Jordanien fliehen.

Nach Angaben des Elysée-Palastes reist Frankreichs Außenminister Laurent Fabius am 15. August nach Jordanien. Das Land hatte Ende Juli ein erstes Lager für Zehntausende Flüchtlinge aus dem Nachbarland eröffnet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Amman flohen bereits mehr als 142.000 Syrer nach Jordanien, davon seien nur 36.000 bei den Vereinten Nationen registriert. Täglich kämen zwischen 1.000 und 2.000 weitere Flüchtlinge über die Grenze.

Der Syrien-Konflikt hat mehrere Hunderttausend Menschen in die Flucht getrieben. In Syrien selbst sollen mehr als 1,5 Millionen Menschen auf der Flucht sein.

 
Leserkommentare
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    11 Leserempfehlungen
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    ...Sie haben doch sicher oben gelesen, dass die Truppen Assads für die Toten verantwortlich sind.
    Warten Sie doch ab, was sich als wahr herausstellt, und verdrehen Sie nicht die Tatsachen ins Gegenteil.

    ...Sie haben doch sicher oben gelesen, dass die Truppen Assads für die Toten verantwortlich sind.
    Warten Sie doch ab, was sich als wahr herausstellt, und verdrehen Sie nicht die Tatsachen ins Gegenteil.

  2. ...Sie haben doch sicher oben gelesen, dass die Truppen Assads für die Toten verantwortlich sind.
    Warten Sie doch ab, was sich als wahr herausstellt, und verdrehen Sie nicht die Tatsachen ins Gegenteil.

    6 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Geiselmord!"
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    aber nicht zu erwarten, dass sie eine gerichtliche Obduktion veranlasen. Schließlich schreckt die FSA vor nichts zurück.
    Waren es nicht mal Ihre Worte lieber Mitforist, dass der Erfolg den Terroristen recht gäbe? Nun, dann wir ihr Mißerfolg Ihnen wohl unrecht geben. Finden Sie nicht auch?

    Und Sie glauben wirklich, dass die Milizen erst drohen dass sie die Geiseln töten, wenn die Armee nicht aufhört zu schiessen - und dann plötzlich sind drei Geiseln tot?

    Und natürlich war es Assad.

    Mensch, zählen Sie doch mal 1 und 1 zusammen. Sie können doch wirklich nicht alles glauben was diese Propagandaorgane der Milizen erzählen.

    "nach Angaben der Rebellen" überlesen, da h. nach aller Erfahrung, daß es eine der üblichen Propagandalügen ist. Wie die Rebellen/Terroristen mit Geiselen und Verschleppten umgehen, ist ja nicht erst seit der kürzlichen Ermordung des Fernsehjournalisten Mohammed Saeed bekannt, mit der sich das Gesindel auf seiner Webseite auch noch brüstet.

    Es ist allerdings mehr als bedauerlich, daß sich bundesdeutsche Medien durch unkritische Übernahme solcher Behauptungen zu Sprachrohren der Banditen machen.

    aber nicht zu erwarten, dass sie eine gerichtliche Obduktion veranlasen. Schließlich schreckt die FSA vor nichts zurück.
    Waren es nicht mal Ihre Worte lieber Mitforist, dass der Erfolg den Terroristen recht gäbe? Nun, dann wir ihr Mißerfolg Ihnen wohl unrecht geben. Finden Sie nicht auch?

    Und Sie glauben wirklich, dass die Milizen erst drohen dass sie die Geiseln töten, wenn die Armee nicht aufhört zu schiessen - und dann plötzlich sind drei Geiseln tot?

    Und natürlich war es Assad.

    Mensch, zählen Sie doch mal 1 und 1 zusammen. Sie können doch wirklich nicht alles glauben was diese Propagandaorgane der Milizen erzählen.

    "nach Angaben der Rebellen" überlesen, da h. nach aller Erfahrung, daß es eine der üblichen Propagandalügen ist. Wie die Rebellen/Terroristen mit Geiselen und Verschleppten umgehen, ist ja nicht erst seit der kürzlichen Ermordung des Fernsehjournalisten Mohammed Saeed bekannt, mit der sich das Gesindel auf seiner Webseite auch noch brüstet.

    Es ist allerdings mehr als bedauerlich, daß sich bundesdeutsche Medien durch unkritische Übernahme solcher Behauptungen zu Sprachrohren der Banditen machen.

  3. Vermittlung. Die nicht angesprochenen Saudis laden den Iran zu einer außerordentlichen Konferenz der OIC nach Mekka für nächste Woche ein.

    Ahmadineschad nimmt die Einladung an und läßt seinerseits zu einem Vorab-Meeting von Ländern 'mit einer konstruktiven Haltung zu Syrien' einladen, für Donnerstag, den 9. August; zehn Länder hätten zugesagt.

    http://www.google.com/hos...

    Dies ist der größere Golf-Kontext des Geiseldramas.

    Geht es nur noch um Schuldzuweisungen, oder versucht
    noch jemand, den Zusammenprall am Golf zu verhindern ?

    3 Leserempfehlungen
    • drusus
    • 07.08.2012 um 8:56 Uhr

    Ach so, da nehmen die Rebellenterroristen Geiseln und durch einen Angriff der Armee werden sie getötet. Es wird impliziert, dass die Armee verantwortlich ist.

    Ich möchte nicht gegen die Netiquette verstoßen, dehalb: Ich bin sprachlos!

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  4. verantwortlich, Putin auch, China und Nordkorea.

    ".Sie haben doch sicher oben gelesen, dass die Truppen Assads für die Toten verantwortlich sind."

    Die Methoden der Rebellen ähneln immer mehr denen der Taliban (Selbstmordattenate, Ermordung Unschuldiger, menschliche Schutzschilde, Tod den Andersgläubigen).

    22 Leserempfehlungen
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    Von den Taliban hat man nie gehört dass sie Oppositionellen (in diesem Falle: syrientreuen Syrern) die Kehle durchschneiden und Lehrerinnen hinrichten.

    Von den Taliban hat man nie gehört dass sie Oppositionellen (in diesem Falle: syrientreuen Syrern) die Kehle durchschneiden und Lehrerinnen hinrichten.

  5. Damit ist alles gesagt. Woher wissen ausgerechnet ZEIT-Foristen, wer hier wen getötet hat?

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    dass iranische Pilger von Rebellen-Terroristen als Geiseln entführt wurden und somit die Terroristen verantwortlich sind.

    ist nicht auf lästige Fakten angewiesen

    dass iranische Pilger von Rebellen-Terroristen als Geiseln entführt wurden und somit die Terroristen verantwortlich sind.

    ist nicht auf lästige Fakten angewiesen

    • F.R.
    • 07.08.2012 um 9:03 Uhr

    Als Taliban Masari-Sharif (Afghanistan) eingenommen haben,
    haben die alle elf Iraner die sich im iranischen Konsulat in Masari-Sharif aufgehalten hatten ermordet.

    Ich frage mich bloß wieder, wer könnte wohl hinter diesen "Rebellen" stecken?

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  6. dass iranische Pilger von Rebellen-Terroristen als Geiseln entführt wurden und somit die Terroristen verantwortlich sind.

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    ..Sie schreiben:

    "8.8. Tatsache ist, dass iranische Pilger von Rebellen-Terroristen als Geiseln entführt wurden und somit die Terroristen verantwortlich sind."

    Unsinn, werte Mitforistin, die Tatsache, dass die Leute Pilger seien, ist zunächst lediglich eine Behauptung iranischer Stellen, die FSA sagt das Gegenteil, und wenn es Kombattanten sind oder wären, ist die FSA bei einem Beschuss durch syrische Assad-Truppen schon dreimal nicht verantwortlich für deren Tod.

    ..Sie schreiben:

    "8.8. Tatsache ist, dass iranische Pilger von Rebellen-Terroristen als Geiseln entführt wurden und somit die Terroristen verantwortlich sind."

    Unsinn, werte Mitforistin, die Tatsache, dass die Leute Pilger seien, ist zunächst lediglich eine Behauptung iranischer Stellen, die FSA sagt das Gegenteil, und wenn es Kombattanten sind oder wären, ist die FSA bei einem Beschuss durch syrische Assad-Truppen schon dreimal nicht verantwortlich für deren Tod.

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