Syrien: Regierungstruppen sollen neues Massaker verübt haben
Scharfschützen auf den Dächern, über 60 Opfer: Syrische Aktivisten berichten von einem Massaker in Hama. Zehntausende sind nach UN-Angaben durch die Kämpfe eingekesselt.
Syrische Regierungstruppen haben nach Angaben von Aktivisten in der Stadt Hama erneut ein Massaker verübt. Unter den 62 Opfern im Stadtteil Al-Arbain seien auch Frauen und Kinder, teilten die lokalen Koordinationskomitees mit, ein Dachverband von örtlichen Aktivisten. Das Militär habe auf den Dächern Scharfschützen postiert. Die Angaben ließen sich von unabhängiger Seite nicht überprüfen.
Auch in der umkämpften Metropole Aleppo spitzt sich die Lage weiter zu. UN-Untergeneralsekretär Hervé Ladsous befürchtet, dass sich Regierungstruppen und Rebellen in der Millionenstadt für den "Hauptkampf" rüsten. Auch der örtliche Rebellenkommandeur Abu Omar al-Halebi berichtete von Dutzenden Lastwagen mit Soldaten und mehr als 100 Panzern des Regimes, die rund um Aleppo in Stellung gebracht würden. Ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung setze das Militär seine Bombardements aus der Luft fort. Nach Berichten der oppositionellen syrischen Menschenrechtsbeobachter ließ die Armee Angriffe auf das Wohnviertel Salahadin fliegen. Die humanitäre Lage in der umzingelten Stadt verschlechtert sich den Berichten zufolge immer mehr. Die Müllabfuhr arbeite nicht mehr, vor den wenigen verbliebenen Bäckereien bildeten sich lange Schlangen. Gas zum Kochen sei Mangelware.
Zehntausende Syrer sitzen nach UN-Angaben wegen anhaltender Kämpfe in ihren Wohnungen in der Falle. Aus Angst, ins Kreuzfeuer zu geraten oder gar gezielt beschossen zu werden, trauten sie sich nicht mehr auf die Straße, sagte die Sprecherin des UN-Flüchtlingshilfswerkes (UNHCR), Melissa Fleming. Innerhalb des Bürgerkriegslandes seien etwa 1,5 Millionen Menschen "entwurzelt und als Flüchtlinge entweder bei Gastfamilien oder in provisorischen Nothilfelagern" untergekommen. Diesen Menschen Hilfe zu leisten, sei angesichts der gefährlichen Lage im Lande immer schwieriger.
Vor allem in Aleppo sei die Sicherheitslage "dramatisch". Auch aus der Hauptstadt Damaskus kämen Berichte über Explosionen und eine Ausweitung der Gewalt, noch immer sind Hunderte Menschen auf der Flucht in die Nachbarländer. Allein in die Türkei würden inzwischen pro Tag 400 bis 600 Syrer flüchten, die meisten von ihnen aus Aleppo. In Damaskus erfasse der Syrische Arabische Halbmond (SARC), der vom UNHCR unterstützt wird, immer mehr hilfsbedürftige Flüchtlinge, kürzlich rund 700 an einem einzigen Tag.
Finnischer Ex-Präsident als Annan-Nachfolger im Gespräch
Das russische Verteidigungsministerium hat derweil Berichte zurückgewiesen, wonach es die Entsendung von Kriegsschiffen in die syrische Hafenstadt Tartus plant. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Ria. Mehrere russische Agenturen hatten unter Berufung auf Militärkreise berichtet, dass drei große russische Landungsboote mit Marine-Infanteristen an Bord auf dem Weg nach Tartus seien. Dort unterhält Russland einen Marine-Stützpunkt, der vor allem der Versorgung und Wartung seiner Kriegsschiffe in der Mittelmeerregion dient.
Nach dem Abgang des Syrien-Sondergesandten Kofi Annan such die internationale Gemeinschaft nach einem neuen Vermittler im Syrien-Konflikt. Als möglicher Nachfolger ist unter anderem der ehemalige finnische Präsident Martti Ahtisaari im Gespräch. Der sozialdemokratische Politiker bekam für seine Bemühungen zur Lösung verschiedener internationaler Konflikte den Friedensnobelpreis. Die Mitglieder im UN-Sicherheitsrat beschuldigten sich gegenseitig, für das Scheitern von Annans Vermittlungsbemühungen verantwortlich zu sein. Die USA gaben Russland und auch China eine Mitschuld am Rückzug des Sondergesandten. Russland dagegen warf dem Westen indirekt vor, Annan aus dem Spiel genommen zu haben, um freie Hand für den Einsatz von Gewalt zu haben.
Die 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen wollen noch am heutigen Freitag in der Vollversammlung über einen Text abstimmen, der Assads Vorgehen gegen die eigene Bevölkerung verurteilt. Wie die beiden Vorgänger-Resolutionen der Vollversammlung kann allerdings auch diese keine Strafmaßnahmen gegen das syrische Regime auslösen. Derartige Sanktionen waren bisher immer am Widerstand Russlands und Chinas gescheitert. Annan hatte seinen Rückzug am Donnerstag auch mit mangelnder Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft begründet.
Auch nach Annans Rückzug setzt die Bundesregierung auf eine politische Lösung in dem Konflikt. Außenminister Guido Westerwelle appellierte an Syriens zerstrittene Opposition, "dringend zu größerer Einheit zu finden". Zugleich setzte die Bundesregierung einen Arbeitsstab ein, der unter anderem die Zeit nach einem Sturz von Machthaber Baschar al-Assad vorbereiten soll. Die sogenannte Task Force Syrien soll die Arbeit des Auswärtigen Amts, des Verteidigungs-, Innen- und Entwicklungsministeriums zusammenführen. Die Leitung übernimmt der Nahost-Beauftragte des Auswärtigen Amts, Boris Ruge.
Westerwelle sagte, die Bemühungen um den Einstieg in einen politischen Übergangsprozess müssten fortgesetzt werden. Annans Sechs-Punkte-Plan sei aber "nach wie vor die beste Grundlage für ein Ende der Gewalt". Auch Westerwelle macht die beiden Veto-Mächte Russland und China für Annans Scheitern mitverantwortlich.







"Massaker"... schon öfters in dem Kontext gelesen.
Wie bezeichnet man eigentlich die Belagerung und anschließende "Eroberung" von Polizeiwachen, was passiert mit denjenigen, die von den islamistischen Demokraten "befreit" werden?
....als Person kaum ernst zu nehmen, und selbst als Außenminister nicht mehr als der bunte Papagei der NATO Falken
die sie verübt haben?
Wie nennt man die Gruppen, die im L-Krieg in Sirte gefangene Gaddafikämpfer abgeschlachtet hatten?
"Gaddafi-Kämpfer"
Nomen est omen? Also wessen Kämpfer und wofür waren das? Für gemeinsame libysche Anliegen hatten sie anscheinend nicht gekämpft? Für wen also und mit welchen Mitteln? Ach so, ja, der Name ist hier der Schlüssel ...
"Gaddafi-Kämpfer"
Nomen est omen? Also wessen Kämpfer und wofür waren das? Für gemeinsame libysche Anliegen hatten sie anscheinend nicht gekämpft? Für wen also und mit welchen Mitteln? Ach so, ja, der Name ist hier der Schlüssel ...
Die Fronten im Syrienkonflikt scheinen sich zunehmend zu verhärten. Das strategische Interesse der Großmächte fokussiert sich zunehmend auf diese Region am östlichen Mittelmeer. Niemand sollte aber der Illusion erliegen, dass die eine Gruppe der Strategen die andere Seite übertölpeln könnte. Das berechtigte Misstrauen besteht beiderseits, und die jetzt bekannt gewordenen, von der US - Regierung genehmigten Geheimpläne, unterstreichen die Notwendigkeit. Für den Frieden in Syrien kann es nur eine Lösung geben: Waffenstillstand durch beide Seiten und demokratische Wahlen unter Aufsicht der UNO.
"Für den Frieden in Syrien kann es nur eine Lösung geben: Waffenstillstand durch beide Seiten und demokratische Wahlen unter Aufsicht der UNO"
Alle legen die Waffen nieder und geben sich die Hand?
Das ist Schönträumerei. Bei soviel verflossenem Blut und so vielen Gräueltaten sehe ich keine Möglichkeit, dass die Parteien die Waffen niederlegen - außer einen militärischen Eingriff mit ausländischen Truppen, die eine Waffenruhe erzwingen.
Das ist aber genauso problematisch wie jede anderen Option, ganz abgesehen davon wird sich niemand finden der den Job machen würde.
Ich denke, das wird ein langer und blutiger Verschleißkampf und die tiefen Gräben zwischen den Konfessionen werden das Land auf Jahrzehnte spalten. Armes Syrien.
Diese Lösung hat aber einen sehr entscheidenden Nachteil: Sie ist völlig unrealistisch.
In Syrien hat sich derartig viel Hass aufgestaut, dass es keine Möglichkeit mehr geben wird, eine friedliche Lösung zu finden. Das fatale an der derzeitigen Situation ist wohl am ehesten die Tatsache, dass jede größere Gewaltaktion - egal von welcher Seite sie kommen wird - zur Eskalation der Gewalt auf der anderen Seite führen wird.
Ich sehe da derzeit keine Möglichkeit mehr, noch irgendetwas zu tun, um den Konflikt zu entschärfen. Und Assad steht auf verlorenem Posten. Er wird die Lage so schnell nicht mehr in den Griff bekommen. Und wenn er sich wider Erwarten tatsächlich an der Macht halten können sollte, dann herrscht er über ein Trümmerfeld, in dessen Kern mehr Hass schwelen wird, als jemals zuvor.
"Für den Frieden in Syrien kann es nur eine Lösung geben: Waffenstillstand durch beide Seiten und demokratische Wahlen unter Aufsicht der UNO"
Alle legen die Waffen nieder und geben sich die Hand?
Das ist Schönträumerei. Bei soviel verflossenem Blut und so vielen Gräueltaten sehe ich keine Möglichkeit, dass die Parteien die Waffen niederlegen - außer einen militärischen Eingriff mit ausländischen Truppen, die eine Waffenruhe erzwingen.
Das ist aber genauso problematisch wie jede anderen Option, ganz abgesehen davon wird sich niemand finden der den Job machen würde.
Ich denke, das wird ein langer und blutiger Verschleißkampf und die tiefen Gräben zwischen den Konfessionen werden das Land auf Jahrzehnte spalten. Armes Syrien.
Diese Lösung hat aber einen sehr entscheidenden Nachteil: Sie ist völlig unrealistisch.
In Syrien hat sich derartig viel Hass aufgestaut, dass es keine Möglichkeit mehr geben wird, eine friedliche Lösung zu finden. Das fatale an der derzeitigen Situation ist wohl am ehesten die Tatsache, dass jede größere Gewaltaktion - egal von welcher Seite sie kommen wird - zur Eskalation der Gewalt auf der anderen Seite führen wird.
Ich sehe da derzeit keine Möglichkeit mehr, noch irgendetwas zu tun, um den Konflikt zu entschärfen. Und Assad steht auf verlorenem Posten. Er wird die Lage so schnell nicht mehr in den Griff bekommen. Und wenn er sich wider Erwarten tatsächlich an der Macht halten können sollte, dann herrscht er über ein Trümmerfeld, in dessen Kern mehr Hass schwelen wird, als jemals zuvor.
So wirkt H. Clinton, assistiert vom Schulbuben WW. Selbst Ashton benennt China und Rußland nicht mehr als Schuldige. Denn wärend Clinton noch als Friedensengel durch die Welt reiste, setzte ihr oberter Chef schon die CIA in Marsch. Merkwürdigerweise liegen die Kommandozentrale und das Versorgungsdepot der ausländischen Terroristen in auffälliger Nähe zu Incirlik in der Türkei. Damit konnten doch die USA kein Interesse an Annans Erfolg haben.
Pikant in diesem Zusammenhang auch die "wohlwollende Prüfung" des Kaufinteresses von Katars. Die Kanzlerin müßte uns schon mal erklären, was ein Land von der Größe des Saarlandes mit 200 Leopardpanzern will. Vieleicht zur Absicherung der Fußball-WM?
Eingeleitet wir erst mal mit einer der üblichen unüberprüften Meldungen, dass Regierungstruppen wieder mal furchtbares getan hätten.
Die Beobachtermission der arabischen Liga hat, als sie in Syrien war, etliche dieser Aktivisten-Berichte nachgeprüft und festgestellt, dass diese Meldungen verdreht, völlig übertreiben oder/und schlicht erfunden waren.
http://www.ag-friedensfor...
Das interessiert unsere Nachrichtenagenturen nach wie vor aber nicht die Bohne. in den reißerischen Aufmachern kann gar nicht genug Blut durch die Regierungstruppen vergossen werden.
Immerhin scheinen die mächtigen Strippenzieher im Syrien-Konflikt die Redefesseln für Nato-Partner etwas gelockert zu haben. Der Krieg ist jetzt fest etabliert. Herr Westerwelle darf die Bringschuld der Opposition ansprechen. Wobei die innersyrische Opposition schon immer verhandlungswillig war.
Es ist seit Anbeginn der Aufstände die außersyrische Opposition, die alle Verhandlungen mit Assad verweigert, die die Gewaltbereiten aufrüstete und - das ist das Überzeugenste, dass diese Leute nicht gut für jedwedes Parlament sind - die sich nicht mal selbst ertragen kann, das haben die handfesten Händel in Kairo gezeigt.
Übrigens, liebe Agenturschreiber, wenn das Kochgas knapp wird in Syrien, liegt das an den Handelssanktionen. An denen ist natürlich auch Assad schuld. Wenn er täte, was die außersysrische Opposition will, gäbe es genug Gas für alle.
"War crime? Syrian rebels execute POWs"
Es ist mit Worten nicht mehr zu umschreiben und im Artikel ist von 'Rebellen' und 'Aktivisten' die Rede , soll man weinen oder nur noch lachen .
Aus RT News:
http://www.rt.com/news/sy...
"Gaddafi-Kämpfer"
Nomen est omen? Also wessen Kämpfer und wofür waren das? Für gemeinsame libysche Anliegen hatten sie anscheinend nicht gekämpft? Für wen also und mit welchen Mitteln? Ach so, ja, der Name ist hier der Schlüssel ...
Armee.
Armee.
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