Bürgerkrieg: Mit Syrien verliert auch der Iran
Der Iran droht zum Verlierer der Syrien-Krise zu werden. Um den Zerfall Syriens zu verhindern, muss endlich auch mit Teheran gesprochen werden, kommentiert S. Richter.
© Adem Altan/AFP/GettyImages

Irans Außenminister Ali Akbar Salehi mit seinem türkischen Amtskollegen Ahmet Davutoglu
Der Bürgerkrieg in Syrien wird in einem Ausmaß unübersichtlich, das an die Schrecken im Libanon der siebziger Jahre erinnert: Staatliche Sicherheitskräfte kämpfen gegen lokale Milizen der Freien Syrischen Armee (FSA), die Assad-Armee schießt mit ihren Panzern Wohngebiete in Schutt und Asche, die Bewohner der Städte und Vororte sind den Kämpfen hilflos ausgeliefert.
Noch ist die Armee des Regimes groß und vor allem ausgezeichnet bewaffnet: Sie verfügt über Hunderte Kampfjets und Tausende Panzer. Doch die FSA, 40.000 bis 50.000 Soldaten stark, wächst. Offiziere und Soldaten staatlicher Einheiten schließen sich ihr an, gleichzeitig werden ihre Waffen dank finanzieller Unterstützung aus den Golfstaaten besser.
Damit nicht genug steigt die Zahl der Dschihadisten, die aus dem Ausland nach Syrien einsickern; es gibt klare Anzeichen für Al-Kaida-Terror. Und auf Seiten des Regimes kämpfen offenbar auch Revolutionsgardisten des verbündeten Iran. Gleichzeitig verfolgen syrische Kurden im Norden ihre eigenen Ziele. All dies lässt eine Fragmentierung Syriens entlang ethnischer und religiöser Grenzen wahrscheinlicher werden. Dem Land droht ein Schicksal wie einst dem Libanon oder zuletzt dem Irak.
Iranische Initiative
Inmitten dieser diffusen Situation wird nun plötzlich der Iran diplomatisch aktiv. Am Dienstagabend traf Außenminister Ali Akbar Salehi bei seinem türkischen Amtskollegen Ahmet Davutoglu ein. Offiziell sollte über die mehr als 40 von syrischen Rebellen entführten Iraner gesprochen werden, doch dürfte dies nur ein vorgeschobener Anlass für den Besuch gewesen sein.
Der wahre Grund: Irans Regierung ist inzwischen ernsthaft in Bedrängnis. Die Atomsanktionen der USA und der EU treffen die Wirtschaft des Landes empfindlich. Gleichzeitig registriert man in Teheran mit Sorge, dass das syrische Regime bröckelt.
Zwar dürfte den Mullahs die Person Assad ziemlich egal sein, Syrien als wichtigen Verbündeten aber wollen sie keinesfalls verlieren. Genau dieses Szenario aber ist wahrscheinlich, sollte das Assad-Regime kollabieren: Syriens sunnitische Mehrheit würde den Schiiten Irans nicht eben freundlich gegenüberstehen. Teherans Streben, eine ernsthafte Regionalmacht zu werden, bekäme einen erheblichen Schlag. Nur die schiitischen Teile Iraks, sowie die Hisbollah im Südlibanon stünden dann noch auf Irans Seite. Der direkte Zugang dorthin wäre ebenso dahin wie eine Verbindung zum Mittelmeer. Profitieren würde davon Irans Erzfeind Saudi-Arabien, ein wichtiger Finanzier der Rebellen in Syrien.





Das ist ja der Sinn der Sache.
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... nämlich: Mit den sogenannten Aktivisten gewinnt auch der Fundmentalismus.
was haben denn die Aktivisten bisher gewonnen, nachdem lt. ZEIT vor zwei Wochen bereits Damaskus hätte fallen sollen und Assad schon auf der Flucht war, verschanzen sie sich nun in Allepo. Was passiert wenn sie dort auch ausgräuchert werden.
Frage zwei was hat der Iran noch zu verlieren, ist doch bereits jetzt isoliert und bis auf die dt. Berichterstattung und den Hüchenspielern in London sieht keiner, dass das Regime brökelt, von den "geflohenen" hochrangige Regierungsangehörigen hört man bis auf die Meldung das da jemand geflohen sein soll nichts.
Wie es scheint hat D wieder mal wie auch in Lybien aufs falsche Pferd gesetzt.
Der Fundamentalismus gewinnt so oder so: Beim Sieg der so genannten Rebellen der sunnitische Fundamentalismus, beim Sieg der alavitischen Assad-Treuen indirekt der schiitische Fundamentalismus.
was haben denn die Aktivisten bisher gewonnen, nachdem lt. ZEIT vor zwei Wochen bereits Damaskus hätte fallen sollen und Assad schon auf der Flucht war, verschanzen sie sich nun in Allepo. Was passiert wenn sie dort auch ausgräuchert werden.
Frage zwei was hat der Iran noch zu verlieren, ist doch bereits jetzt isoliert und bis auf die dt. Berichterstattung und den Hüchenspielern in London sieht keiner, dass das Regime brökelt, von den "geflohenen" hochrangige Regierungsangehörigen hört man bis auf die Meldung das da jemand geflohen sein soll nichts.
Wie es scheint hat D wieder mal wie auch in Lybien aufs falsche Pferd gesetzt.
Der Fundamentalismus gewinnt so oder so: Beim Sieg der so genannten Rebellen der sunnitische Fundamentalismus, beim Sieg der alavitischen Assad-Treuen indirekt der schiitische Fundamentalismus.
Die Saudis sind nicht ohne, sie unterstützen den wahabitischen Terorismus nicht nur in Syrien, sondern weltweit und ganz besonders in vielen anderen Ländern der Region, ganz besonders Irak. Auch in Deutschland/Bonn wurden zwei Polizisten vor der saudischen König-Fahad-Akademie niedergestochen und wir geben den Saudis noch Panzer, mit denen sie dann Schiiten im eigenen Land und in Bahrain plattwalzen.
Noch überschneiden sich die westlichen und saudischen Interessen, die Schwächung der schiitischen Iran-Hisbollah-Syrien-Achse kommt beiden Seiten entgegen aber was passiert wenn diese Überschneidungen an Relevanz verlieren? Gibt es einen Plan B?
"nun plötzlich" bedeutet aber eigentlich von Anfang an also seit 18 Monaten. Nur wollten die USA und die Arabische Liga den Iran als mächtigsten Mittler im Konflikt nicht anerkennen um ihm keinen Kredit zu zollen. Irans Regierung ist inzwischen ernsthaft in Bedrängnis stimmt insofern wenn "inzwischen" auf die letzten 30 Jahre Sanktionen bezogen wird, indem dem Iran Medikamente und veles mehr verweigert werden, sodass er für medizinische Zwecke seine eigenen Isotope produzieren kann. "Teheran die Felle davon schwimmen" stimmt insofern als das Peugot durch die USA gezwungen wird seine Fabrik im Iran zu schließen während der Iran zum größten Automobilexporteur in Nahost aufgestiegen ist. Vielmehr wurde in letzter Zeit die Luft für Israel sehr dünn: Nicht nur dass Netanjahu von Sarkozy als Lügner bezeichnet wurde und selbger ständig zum Krieg hetzt, sondern auch dass der arabische Frühling insgesamt für Israel zunehmend gefährlich wird. Nach allen missglückten Nahostkriegen wendet sich das Blatt in aller regelmäßigkeit nich zum Vorteil der USA oder Israel. Desahlb wir nun von Europa gebeten größere Opfer für die gemeinsame Sache zu leisten, nämlich Machtansprüche in Nahost durzusetzen, eine Region die uns gerade mal überhaupt nichts angeht. Dazu unterstützt der Westen mittlerweile sogar die sunnitische Al-Qaida mit Waffen und Kohle während im durch die Saudis unterdrückten Arabien die Menschrechte mit Füßen getreten werden und alle Demonstrationen vom Westen ignoriert bleiben.
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aber ich habe ihn jetzt einfach mal empfohlen.
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"Profitieren würde davon Irans Erzfeind Saudi-Arabien, ein wichtiger Finanzier der Rebellen in Syrien."
Gibt es da noch ein anderes Land das man als Erzfeind Irans bezeichnen könnte, Herr Richter?
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