Bürgerkrieg : Raketen aus Syrien schlagen in Jordanien ein

Syrien eskaliert den Konflikt mit dem Nachbarland: Geschosse schlugen im Grenzgebiet ein, wo Zehntausende Bürgerkriegsflüchtlinge leben. Jordanien nennt das inakzeptabel.
Syrische Flüchtlinge Ende Juli an der Grenze zu Jordanien © EPa/Jamal Nasrallah/dpa

Jordanien reagiert mit zunehmend harten Worten auf das Vorgehen syrischer Truppen an der gemeinsamen Grenze. Wie ein Regierungssprecher sagte, schlugen syrische Raketen auf jordanischem Gebiet ein. Ein Mädchen erlitt Verletzungen. Das jordanische Außenministerium habe dem syrischen Botschafter deutlich gemacht, dass dies ein "inakzeptabler" Vorfall sei. Dies ist bislang die stärkste offizielle Reaktion der jordanischen Regierung auf mehrere Schusswechsel in der Grenzregion.

Vor wenigen Tagen hatte die syrische Armee auf Flüchtlinge und desertierte syrische Militärführer geschossen, die im Begriff waren, sich nach Jordanien zu retten. Nach Angaben aus jordanischen Sicherheitskreisen eröffneten Soldaten das Feuer auf eine Gruppe von etwa 500 Flüchtlingen. Die Jordanier schossen zurück, da sich die Flüchtlinge bereits in Jordanien befanden. Es habe einen etwa 30 Minuten dauernden heftigen Schusswechsel gegeben.

Gescheiterte Mission

Zehntausende Syrer sind wegen der Kämpfe in der Heimat bereits nach Jordanien geflohen.

Auch das Feuer auf die Flüchtenden war nicht die erste Militäraktion Syriens gegen das Ausland: Im Juni hatte die syrische Luftabwehr einen türkischen Militärjet abgeschossen, zudem hatten Assads Truppen auf libanesische Dörfer gefeuert.

In Syrien sterben täglich Menschen im Bürgerkrieg der Rebellen gegen das Militär des Regimes. Die Zahl der Todesopfer schätzten die UN schon vor Monaten auf 10.000. Sanktionen von UN, USA und EU gegen die diktatorische Regierung blieben bisher weitgehend wirkungslos. Ebenfalls eine Beobachtermission, die einen Waffenstillstand überwachen sollte, der aber nie zustande kam.

Reihenweise fliehen Militärangehörige und andere Unterstützer von Präsident Baschar al-Assad aus Syrien, zuletzt der Premierminister. Die von der Opposition verbreitete Nachricht, der Vizepremier habe sich ebenfalls abgesetzt , bestätigte sich bisher nicht.

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Kommentare

95 Kommentare Seite 1 von 7 Kommentieren

Überschrift...

Interessant. Der Abschuss eines Militärjets, der aus einem Nachbarland kommt, das mit Einmarsch droht, bei einer Grenzverletzung - ist auch eine verwerfliche Aktion, die bestraft gehört?

Ich komme bei diesen Artikeln irgendwie nicht mehr mit. Die Fakten sind doch längst auch denen bekannt, die neben der Zeit keine anderen Quellen verfolgen?

Und schon wieder so ein Artikel

ohne jegliche Objektivität...
der Autor eines solchen Artikels ist zu möglichst weitgehender Objektivität verfplichtet. Kommt er dieser nicht nach und hat einen schlechten Job gemacht, genauso wie ein KFZ-Mechaniker, der die Schrauben nicht festzieht...
Auf Flüchtlinge geschossen? Einfach so und mit Absicht, obwohl sie schon über der Grenze waren?
Wo sind die Informationen bezüglich der Aktionen der desertierten Militärs? Haben die sich gewehrt, gab es den Schusswechsel schon zwischen Rebellen und Militärs VOR dem Grenzübergang?
"Militäraktion gegen das Ausland" Das ist doch wirklich hahnebüchen! Nach dem drei Mal rumdrehen der Worte, klingt es nun fast so, als wäre die syrische Flak auf dem tükischen Flughafen eingefallen und hätte das Flugzeug direkt dort abgeschossen.
Wo ist die Berichterstattung aus der Sicht beider Konfliktparteien?

...dafür aber eindeutig...

"...der Autor eines solchen Artikels ist zu möglichst weitgehender Objektivität verfplichtet..." - wirklich? ach wäre das schön!
Zuerst kommt das Fressen und dann die Moral. Es gibt doch schon lange keinen richtigen Journalismus mehr, den kann/will doch keiner mehr bezahlen.

"Kommt er dieser nicht nach hat er einen schlechten Job gemacht,..." - das entscheidet sein Redakteur - wesen Suppe ich esse, dessen Lied pfeif ich
;-)

Da wir geneigten Leser die Zeit online & kostenlos ins Haus bekommen, dürfen wir nicht darüber jammern, was wir zu lesen bekommen...
ja, die Zeiten in denen man(n) die Zeitung zum Frühstück lass und sich seine Meinung bilden konnte sind vorbei... - die Wahrheit zu finden war nie leicht, sie ist aber auch nicht leichter geworden...
Der Artikel ist so eindeutig und daher ein wunderschönes Beispiel der immer plumper werdenden Propaganda - und hätte im Volksempfänger vorgelesen werden können.

Danke für dieses schöne Beispiel.

Assad muss Farbe bekennen...

... und einmal in seinem Leben zum Wohle seines Volkes handeln, Abdanken und einen geregelten Übergang in eine demokratische Regierungsform einleiten.

Die 40 Jahre währende Unterdrückung und Ausbeutung des Assad-Regimes hat genug Unheil in Syrien angerichtet, irgendwann ist mal Schluß. Schade nur, das die "Vorzeige"-Demokratien Russland, China und der Iran weiterhin fest an der Seite von Assad stehen. Ferner hat Assad noch seine islamistische Hisbollah im Libanon stehen, die er bei Bedarf im Kampf gegen die Rebellen aktivieren kann.

Assad muss Farbe bekennen ? oder die Verlierer seit 18 Monaten?

Oder die Opposition die seit Über einem Jahr, verwzweifelt versucht Assad zu stürzen... ?? Selbst sogar Terroristen offiziel aus Saudi-Arabien (EL-Kaida-Creator) Gehälter für Gottes-Krieger bezahlt. Die von uns deutschen und Engländern kommandiert werden. Komisch es wurde doch gesagt Assad kämpft gegen seinen Volk ? Was haben da Ausländer überhaupt zu tun ? Gehälter von Saudi-Arabien an El-Kaida ? Schiffe ? Marketing.. Das widert mich an.

Was würde ein guter Präsident machen ?
Farbe bekennen und zusehen wie an Nonnen und andere Minderheiten schutzlose Mädchen (collectiv abusing) begannen wird ...
http://youtu.be/ndz8Q0KH3Xs

Wie lange soll diese Propagandamaschiene laufen ?
Spätestens mit dem Massaker-Marketing hört das auf.

Kriese und Energie und Ressourcen hin und her.
Was da heute passiert und passiert ist kann der menschliche Verstand nicht mehr tollerieren. Die Fakten kennt jeder.

Denken Sie bitte zuerst an die Menschen...

... und nicht an das Wohl von Assad und seinen Anhängern.

Sie wissen ganz genau, warum sich das syrische Volk gegen das Assad-Regime auflehnt: Um endlich aus der Spirale der Unterdrückung, Ausbeutung und Bevormundung auszubrechen.

Der Assad-Clan und seine Günstlinge haben 40 Jahre lang die Mehrheit des syrischen Volkes (ca. 75 % Sunniten) ausgebeutet, unterdrückt und von der politischen Mitsprache fern gehalten. Irgendwann läuft eben jedes Faß über.

Und kommen Sie nicht mir Gräultaten, die durch die Rebellen verübt wurden. Ein Krieg ist NIE sauber, Gruppierungen aus beiden Seiten verüben Kriegsverbrechen, das läßt sich leider nicht vermeiden, weil auf beiden Seiten Extremisten und Hardliner mitspielen.

NUR: Assad hatte die Chance, den Bürgerkrieg zu vermeiden, indem er endlich mehr Demokratie in seinem Land gewagt hätte. Statt dessen hat er auf unbewaffnete Demonstranten schießen lassen. Er und seine Getreuen gaben den ersten Schuß ab und zeigten der Mehrheit der Syrer, das mit Ihnen nicht zu reden oder verhandeln ist.

Die Schuld an der Eskalation in diesem Konflikt trägt hauptsächlich Assad.

P.S.: Die paar Al-KAida-Kämpfer unter den Rebellen machen aus der Masse der Freiheitskämpfer noch lange keine Islamisten. Die wahren Islamisten und besten Freunde Assads, die Hisbollah, die sitzen jenseits der Grenze im Libanon und warten nur auf ein Zeichen von Assad, um loszuschlagen.

Schuld?

Die Schuld an der Eskalation in diesem Konflikt tragen in erster Linie ausländische Mächte, die mit erheblichen Geldmemgen einseitig die militärischen Kämpfer der FSA unterstützen, Führungspersonal, Logistik, Waffen und Geheimdienstinformationen liefern und propagandistische Unterstützung bieten.

Damit haben sie einen friedlichen Übergang wie in Ägypten oder Tunesien aktiv und wissentlich verhindert, um eine Situation ähnlich wie Libyen zu schaffen, die die Einrichtung einer "Flugverbotszone" ermöglichen soll.

Leider lief es nicht ganz wie geplant. Die Konsequenzen muss die syrische Zivilbevölkerung ausbaden.

Friedlicher Übergang ?

Die Assads hatten 40 Jahre lang Zeit für einen "friedlichen Übergang".

Warum hat die Familie Assad diese 40 Jahre dazu verwendet, um ein Vermögen von über 3 Milliarden Dollar aufzubauen, statt sich um den Aufbau einer breiten Mittelschicht, einer bürgerlichen Zivilgesellschaft zu kümmern und demokratische Strukturen in Ihrem Reich zu installieren ?

Wenn eine Tyrannen-Dynasie auch nach 40 Jahren nicht Ihr Volk aus der Knechtschaft entlassen möchte, dann hat das Volk das Recht sich dem Regime auch mit Waffengewalt zu entledigen - Wenn schon friedliche Proteste und Dialogversuche am Widerstand der Machthaber gescheitert sind.

Syrien ist letztendlich durch die unbeugsame Haltung Assads an einem Punkt angekommen, an dem das Volk zu den Waffen greifen muss. Die syrischen Verhältnisse sind durchaus vergleichbar mit den Zuständen in Frankreich 1789.

Mubarak und Ben Ali klebten nicht an Ihren Stühlen

... Bzw. waren zumindest soweit einsichtig, das an Ihren Händen nicht allzu viel Blut vom eigenen Volk kleben sollte und sind mehr oder weniger unblutig und "freiwillig" gegangen.

Assad und seine Schergen möchten aber nicht "friedlich" gehen. Dann muss Assad eben gegangen werden. Notfalls mit Waffengewalt. Besser heute als Morgen um endlich das Blutvergießen zu beenden.

Aktive deutsche Hilfe

Das ein paar Raketen in Jordanien eingeschlagen sind, ist bedauerlich. Aber wenn die terroristische Opposition ihre Anschläge verübt und sich dann auf jordanischem Boden in Sicherheit bringt, so ist das doch ziemlich perfide.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, daß Deutschland seine guten Beziehungen zu den arabischen Staaten durch aktive Anteilnahme aufs Spiel setzt. Vor der Küste Syriens kreuzt ein deutsches Spionageschiff, daß die Rebellen mit Informationen versorgt (Quelle: Spiegel Online, Junge Welt, Focus). Die Amerikaner und Britten sollen über die Qualität der Informationen begeistert sein. So etwas ist aktive Teilnahme an einem unerklärten Krieg!
Das Spiel kann dann ganz einfach laufen. Es werden Terroranschläge begangen und wenn die syrischen Truppen anrücken, was unser Schiff sehr schnell feststellen kann, dann werden die Terroristen gewarnt. Diese ziehen sich dann blitzschnell nach Jordanien zurück. Und wenn sie dort noch verfolgt werden, erfolgt ein medialer Aufschrei und Säbelgerassel. Wenn allerdings die USA in Parkistan via Drohnen Menschen umbringen, dann geschah das schließlich für eine gute Sache - welch eine Heuchelei.

Jasminrevolution: Hier mein Google-Ergebnis

Die Jasminrevolution in Tunesien begann am 28.Dezember 2010 und bereits am 14. Januar 2011 flüchtete Ben Ali ins Ausland.

Ben Ali hielt sich also etwas mehr als 2 Wochen nach Beginn der Revolution noch im Amt, bevor er das Weite suchte. Durch seine Flucht wurde ein ausgewachsener Bürgerkrieg in Tunesien verhindert.

In Syrien begannen die ersten Proteste der Menschen im Januar 2011. Jetzt haben wir August 2012 und nach 1,5 Jahren (!!!) und tausenden von Toten tötet Assad weiterhin sein Volk.

Suchen Sie den Unterschied zwischen Ben Ali und Assad.

Exkurs: Terroristen vs. Freiheitskämpfer

Terroristen kämpfen in einem demokratischen System mit Waffengewalt für die Durchsetzung Ihrer politischen Forderungen. Anstatt sich den mühseligen demokratischen Mechanismen der politischen Teilhabe zu bedienen, versuchen Sie mit den Möglichkeiten des Terrors Ihren Willen der Nation aufzuzwingen.
Terroristische Vereinigungen gab und gibt es noch viele in Europa: RFA in Deutschland, IRA in Großbritannien, ETA in Spanien, PKK in der Türkei, ...

Freiheitskämpfer kämpfen gegen ein undemokratisches Herrschaftssystem, das Ihnen jegliche Teilhabe und demokratische Möglichkeiten vorenthält, sich am politischen Geschehen im eigenen Land zu beteiligen.
Freiheitskämpfer gab und gibt es noch viele auf der Welt: in Syrien, in Katar, im Jemen, in Lybien, Ost-Timor, ...

Schlecht gegoogelt

Bis zum 12. Januar: mindestens 66 Menschen getötet, überwiegend durch Schußwaffen der Sicherheitskräft.

Am 12. Januar: mindestens 35 Menschen bei den Unruhen ums Leben gekommen.

In der Nacht von 13. auf 14. Januar gab es 13 Tote.

Am 14. Januar fuhren Panzer an Panzer und bewaffnete Soldaten an großen Kreuzungen in Tunis auf.

Die Demonstraten blieben friedlich und Ben Ali musste aufgeben, da eine Eskalation nicht möglich war.

Assad Bla Assad Blub Clan Bla Clan Blub...

Assad Clan ? Hinrichtung der eigenen Bevölkerung. ;-)
Nur 2 El-Kaida Kämpfer und diese sind dann auch wohl friedliche Demonstranten.
Und die Gehälter aus Saudi-Arabien
gehen an die friedlichen Demonstranten.

40 Jahre Papa, Sohn, Frau Paris Einkaufen... etc....
Solch einen klaglichen Versuch Bullshit durch Auslassen von Fakten wie (Wahlenmöglichkeit neue Verfassung etc..)
in die Welt zu setzen habe ich selten gesehen!

Lassen wir die letzten 40 Jahre nehmen wie die letzten letzten 500 Jahre. Da sind nicht mal Ansatzweise so viele Verbrechen passiert wie heute in Syrien!

Und das erst der Libyenkrieg vorbei gehen muss, damit 15.000 Soldaten über die Grenze kommen um Syrien Demokratie aus Saudi-Arabien zu bringen wenn Sie das toll heissen ist es ok.

Aber ich finde Kriege sind das unmenschlichste und sollten bei Seite gestellt werden. Es gibt in Syrien Wahlen.
Man kann Wählen. Also sollte jeder seine Waffen beiseite legen und dem ganzen eine Chance geben.

****
Was die jenigen die mit Floskeln wie Assad Clan etc. heurm werfen und den Terrorismus indirekt klein und schön reden. Hier erreichen wollen oder was die Lösungsansätze sein sollten bleibt ein Rätsel
****

Das ist Quark!!

Die Definition Terrorist und Freiheitskämpfer hängen vom Standpunkt ab. Für King George III. waren George Washington und Thomas Jefferson Terroristen und ihnen hätte der Galgen gedroht, wenn sie den Unabhängigkeitskrieg verloren hätten. Für viele Kolonisten waren das aber Freiheitskämpfer. In der Methodik die sowohl Freiheitskämpfer als auch Terroristen verwenden gibt es keine Unterschiede. Es hängt lediglich vom Standpunkt ab.
Für viele aus dem Westen sind Rebellen immer toll (vgl. V. Pispers), nur wird dabei übersehen, dass sie zu terroristischen Mitteln greifen, Tote unter der Zivilbevölkerung gerne in Kauf nehmen, um ihre Ziele zu verwirklichen. Weder Assad noch diese Rebellen sind Humanisten, sondern eiskalte Menschenfeinde, die nur ihrer Ideologie verpflichtet sind. Mir ist aber ein Assad lieber, der einen Ausgleich schafft ziwschen den einzelnen Ethnien und religiösen Gruppen als eine Situation wie sie im Irak herrscht wo man nach der befreiung von Saddam Jagd auf Christen macht (laut Geo). Nein, so einfach kann man es sich wirklich nicht machen, dass man die einen absolut gut nennt und die anderen absolut böse.

Politischer Aufstand und der Bürgerkrieg unterscheiden

Bitte halten Sie den politischen Protest gegen Assad und den jetzt herrschenden Bürgerkrieg auseinander. Ja die Syrer wollen Reformen. Nein, die Syrer wollen diesen Krieg gegen Assad nicht.

Die Syrer die damals auf die Straße gegangen sind, sind völlig verdrängt worden von vehment vom Ausland finanzierten und aufgerüsteten Putschisten. Diese haben mit dem ursprünglichen politischen Widerstand nichts mehr zu tun.

Wer diese Freischärler unterstützt, unterstützt damit auch drohende libysche Verhältnisse. Umherziehende islamistische Banden, die plündern, branschatzen und töten. Racheakte und Vertreibung von Minderheiten wäre dann Tür udn Tor geöffnet.

Die Causa Syrien ist nicht so schwarz-weiss wie Sie sie zeichnen.

Der politische Protest und der bewaffnete Widerstand sind unterschiedlich zu betrachten. Die Mehrheit der Syrer möchte einen friedlichen Übergang. Doch was interessieren uns Mehrheiten? Wir haben auch Millionen Libyer ignoriert die gegen die NATO protestiert haben.

Assad schlachtet eigenes Volk ist das Märchen. Das Volk schlachtet sich untereinander, befeuert vom Ausland ist die Wahrheit.

Völliger Irrsinn

1. Mubarak war hilfslos 5 Millionen Menschen demonstriert haben gegen Ihn. :D
2. in Ägypten gab es Wahlen, die Menschen sind zu den wählen gegangen!
3. Gab es keine Einmischung aus dem Ausland. Und keine EL-Kaida die dort installiert wurde.
4. In Syrien sind Millionen für Assad auf die Strassen gaganen. Liveaufnahmen gibt es genug.
5. Diese Aufnahmen der Opposition existieren nicht.
Nur Aufnahmen mit wenigen 100. Wovon die hälfte bezahlt wurde. :D
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In Syrien gibt es Wahlen wie in Ägypten.
Und die Menschen in Ägypten sind WÄHLEN GEGANGEN!!!
Die meißten wiedersprechen sich bzw. kennen die Tatsachen nicht. Bzw. ignorieren liegt Sie.

Sorry wegen den kritischen Fragen

Es tut mir leid, wenn ich mit kritischen Fragen die Ursachen des Volksaufstandes in Syrien von mehreren Seiten zu beleuchten versuche und dabei Ihr Weltbild von "bösen Terroristen" und "guten Assad-Schergen" ins Wanken bringe.

Die Lage in Syrien ist für die dort lebenden Menschen chaotisch genug, als das wir uns von der Entfernung ein einheitliches Bild machen können.

Deshalb müssen wir uns an die Fakten halten, über die wir verfügen. Und diese sind:

- Der Assad-Clan samt Günstlingen beherrscht seit 40 Jahren Syrien und unterdrückt die Masse des Volkes
- Die Machthaber in Damaskus haben sich in den letzten 40 Jahren schamlos bereichert während die Masse des Volkes wie in der 3. Welt leben muss
- Dem Volk wurde Bildung, politische Teilhabe und viele demorkatischen Grundrechte vorenthalten. Die syrische Gesellschaft hatte nie eine Chance, eine bürgerliche Zivilgesellschaft mit einem Mindestmaß an Bildung aufzubauen.
- Assad hat mehrmals Angebote der Opposition ausgeschlagen, weitreichende demokratische Reformen umzusetzen, um das Land mittelfristig in die Unabhängigkeit vom Assad-Clan und der Baath-Partei zu entlassen.
- Unter den Rebellen tummeln sich auch Islamisten bzw. AL-Kaida-Anhänger, das macht aber aus der breiten Masse der Aufständischen noch keine Dschihadisten.
- Assads engste Freunde und Verbündete sind der islamische Gottesstaat Iran sowie die islamistische Hisbollah im Libanon

Ein paar Fragen---

Ich bin sicher, das die überwältigende Mehrheit der Syrer einen friedlichen Übergang befürworten. Krieg ist scheiße, das weiß jeder.

Nun folgende Frage: Sind Sie sich sicher, das Assad und seine Schergen überhaupt einen Übergang wollen ? Schließlich haben Sie 40 Jahre lang genau das Gegenteil gemacht: Ihre Diktatur zementiert. Warum sollte die Baath-Partei ganz plötzlich Ihre Meinung ändern ?

Was tut man mit einem tyrannischen System, das auch nach 40 Jahren die Masse des eigenen Volkes unterdrückt ?

Warum bezeichnet man Menschen, die um Ihre Frieheit kämpfen, pauschal als Islamisten, nur weil sich wirklich ein paar unter die Rebellen gemischt haben ?

@John.McLane

Nun folgende Frage: Sind Sie sich sicher, das Assad und seine Schergen überhaupt einen Übergang wollen ?

Jetzt mal abgesehen davon, dass Sie mit Ihrer Wortwahl immerzu die Antwort schon vorrausnehmen...Ja, alles spricht dafür. Die Regierung Assad hat schon genug Friedensangebote gemacht, Gefangene entlassen als Gegenleistung und seinen Teil von vereinbarungen immer eingehalten.

Selbst Verantwortliche wie General Mood von der letzten Beobachtertruppe der UN haben öffentlicht verlautbart, dass die Milizen jegliche diplomatischen Vereinbarungen bisher gebrochen haben.

Bitte versuchen Sie nicht, den Anteil der Islamisten zu marginalisieren. Das stimmt einfach nicht. Die sind in jeer Hinsicht federführend. Sowohl in der Finanzierung udn Bewaffnung (Golfstaaten), als auch in den Führungsriegen der Putschisten.

@H Chavez

Wenn es Assad mit einem friedlichen Übergang ernst meint - Warum hat nur so lange gewartet ? Ich meine, er und seine Baath-Partei hatten doch vor dem Arabischen Frühling alle Zeit der Welt um Syrien auf einen demokratischen Weg zu bringen.

Warum plötzlich dieser Meinungsumschwung ? Ich meine, 40 Jahre lang war der demokrataische Übergang verpönt und nun, plötzlich eine Sinneswandel in Angesicht des Volksaufstandes ?

Wenn die Islamisten unter den Rebellen in Syrien wirklich federführend sind - Warum werden Sie dann indirekt von den USA unterstützt ? Hatten die USA nicht den Kampf gegen denn islamistischen Terror ausgerufen ? Wissen die US-Geheimdienste nicht das, was Sie zu wissen glauben ? Welchen Nutzen haben die USA, wenn in Syrien tatsächlich Islamisten an die Macht kommen sollten ?

Und noch eine Frage zum Schluß: Die Mehrheit der Rebellen sind Sunniten, folglich sind es die meisten Islamisten auch. Nennen Sie mir einen sunnitischen Gottesstaat. Egal welches Land. Nur einen sunnitischen Gottesstaat.

Timing ist den Bach runtergangen

Mit den realen militärischen Entwicklungen ist das Timing der Umstürztler und der "Freunde Syriens" völlig den Bach runtergegangen.

Die Niederlage in der Schlacht von Aleppo war der Anfang vom Ende.
Wären die Umstürzler dort nur einigermassen erfolgreich gewesen und hätten, vor allem, das Hinterland zur türkischen Grenze eingenommen, dann wäre der Fall eingetreten, der von Frau Clinton als "Save Haven" bezeichnet wurde.
Das Startsignal für die "Humanitäre Intervention" der NATO.

Das Timing ist aber durch diese Niederlage durcheinander gekommen.
Der Hijab-Coup ist bspw. wirkungslos verpufft.
So hat sich Hijab ja buchstäblich in allerletzter Sekunde auf die Seite der Verlierer geschlagen.
Dass der Coup von langer Hand geplant war, kann man aber als Entschuldigung/Erklärung noch gelten lassen.

Ziemlich bizarr wirkt allerdings die Kriegslust Netanyahus und Baraks, die sich mittlerweile zur Ekstase steigert.
Diese Töne hätten sie spucken können, wenn die syr. Angelegenheit erfolgreich gelaufen wäre.
So wirkt sie allerdings ziemlich aberwitzig, gelinde gesagt.

Auch ein riesiges Timing-Problem: Die US-Präsidschaftswahl im November.
Egal, wer von beiden Kandidaten siegt, die erste Stufe der Unternehmung Syrien-Iran hätte auf jeden Fall schon gemeisselt sein müssen.
Egal, ob Obama nun als endgültiger Verlierer dasteht, oder ob Romney kein erfolgreich begonnenes Projekt von seinem Vorgänger übernehmen kann: Die einzigen Optionen sind loose-loose.

Nicht- und Halbwissen

Assad hat mehrmals Angebote der Opposition ausgeschlagen...

Welche denn? Das würde ich gerne genauer wissen...

In Ihrem Beitrag ist eine Menge Nicht- und Halbwissen...so auch bei der Bildung:

In Syrien besteht allgemeine Schulpflicht, die für alle Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren gilt (Schulpflicht bis zur 9. Klasse). Die Einschulungsrate im Grundschulbereich liegt bei 99 Prozent (Jungen) bzw. 98 Prozent (Mädchen). Die Analphabetenrate ist auf 17 Prozent gesunken und liegt in der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen bei 5,5 Prozent (Männer: 4 Prozent, Frauen: 7 Prozent).

Das hohe Bevölkerungswachstum und die hohe Präsenz irakischer Flüchtlinge in Syrien stellen eine große Herausforderung für die schulische Infrastruktur in Syrien dar. Staatliche Schulen sind überfüllt, viele Schulen unterrichten im Schichtsystem. Obwohl syrische Schulen irakischen Flüchtlingskindern offenstehen, bleibt die Einschulungsrate innerhalb dieser Gruppe niedrig und die Abbrecherquote hoch.

http://www.auswaertiges-a...

Eine kostenlose Schulpflicht für die Grundschulausbildung war eines der Hauptziele der Baath-Partei bei ihrer Machtübernahme. Unter Assad wurde in den Städten der gemeinsame Schulunterricht von Jungen und Mädchen eingeführt, der später auch auf die ländlichen Gebiete ausgedehnt wurde.

http://www.worldguide.de/...

Tja das fragen nicht nur Sie sich.

Wenn die Islamisten unter den Rebellen in Syrien wirklich federführend sind - Warum werden Sie dann indirekt von den USA unterstützt ? Hatten die USA nicht den Kampf gegen denn islamistischen Terror ausgerufen ? Wissen die US-Geheimdienste nicht das, was Sie zu wissen glauben ? Welchen Nutzen haben die USA, wenn in Syrien tatsächlich Islamisten an die Macht kommen sollten ?

Tja das fragen nicht nur Sie sich. Trotzdem haben die USA die Islamisten in Afghanistan, Tschechenien, dem Kosovo oder Libyen hochgerüstet uund als nützliche Handlanger missbraucht.

Böse Zungen behaupten der USA geht es in erster Linie um Destabilisierung. Denn islamistische Steinzeitmilizen machen weniger Ärger als die Assads, Gaddhafis oder Saddams dieser Welt...da lässt man einen Koffer mit Dollars da und schon hat man den Vertrag zur Ölkonzession oder dem neuen Stützpunkt unter Dach und Fach.

Das ist aber...

zu kurzfristig gedacht, weil sich so eine Einstellung auch die Position Israels in Nahost gefährdet. Mit den alten Diktatoren hatte man Probleme, aber sie waren immer berechenbar. Israel muss ein fundamentales Interesse haben, dass Assad bleibt, weil ein radikalislamistisches Regime an der Grenze ist nicht unbedingt so berauschend. Klar hat Assad auch die Hisbollah unterstützt, nur dem kann Israel auch einen Riegel vorschieben, wenn es sich dem Iran annähert. Im übrigen wäre das für Israel als auch für den Iran von Vorteil.
Im Grunde ist es derselbe Fehler den die USA in Afghanistan gemacht hatten. Man unterstützt irgendwelche Freischärler (egal wie sie drauf sind) gegen die Sowjets, um dann festzustellen, dass die mit westlichen Vorstellungen so gar nichts anfangen können. Der Feind meines Feindes ist nicht zwangsläufig mein Freund.

Human Development Index: Syrien's HDI

Stand 2010(VOR der arabischen Revolution)

HDI Syrien: 107

Syrische Nachbarländer:
HDI Türkei: 83
HDI Irak: keine Zahlen
HDI Jordanien: 82
HDI Libanon (2009): 83
HDI Israel: 15

Syrien ist somit in seiner Region das (neben dem Irak) am wenigsten entwickelte Land.

Wer trägt die Schuld für den desaströsen Zustand seines Landes ? Der Machthaber, in diesem Fall Assad.

Noch Fragen ?

55% der Bevölkerung steht hinter Assad

"Der Assad-Clan samt Günstlingen beherrscht seit 40 Jahren Syrien und unterdrückt die Masse des Volkes"

Laut einer Studie der Qatar Foundation (eine Stiftung des Emirs von Katar, eines Erzfeindes von Assad) stehen 55% der Bevölkerung hinter Assad (Stand Dezember 2011, also fast 1 Jahr nach Anfang der Unruhen). Laut dieser Studie ist ihre Aussage also schlicht falsch und wird auch nicht durch ständiges wiederholen richtig.

Quelle: http://www.thedohadebates...

Das hat leider keine...

Aussagekraft, da man Entwicklung unterschiedlich definieren kann. Beispielsweise waren und sind Iraker sehr gut ausgebildet und in deutschland sehr willkommen, aber ihr Land ist wie ihre Stastik zeigt nicht erfasst. Zudem zeigt es nur eine Momentaufnahme. Assad ist erst seit kurzer Zeit im Amt, aber so berichten auch deutsche Medien (vor dem Bürgerkrieg), dass er viele Reformen angestossen hat. Ich bin deshalb skeptisch oder frei nach Churchill: "Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast."

97,62 % der Syrer stehen hinter Assad :-)

Präsident Assad wurde am 27. Mai 2007 mit 97,62% der Stimmen in seinem Amt bestätigt.

Somit stehen nicht 55% der Syrer hinter Assad - Sondern 97,62% !

Ich wunder mich nur, wie sich 2,38% der syrischen Bevölkerung im Kampf für einen muslimischen Gottesstaat gegen 97,62 % so lange behaupten können...

Fragen über Fragen... Vielleicht sind aber Umfragen und "freie" Wahlen doch nicht so aussagekräftig...

Dann lassen wir alle Umfragen und Statistiken weg...

... Und besinnen wir uns auf die harten Fakten und den gesunden Menschenverstand.

Assad wurde am 27. Mai 2007 mit 97,62% der Stimmen in seinem Amt als Präsident bestätigt.

Wem außer mir tun sich hier Zweifel daran auf, das vielleicht doch nicht so viele Syrer hinter Assad stehen ?

Und wenn das tatsächlich der Fall sein sollte, das eben die Mehrheit der Syrer Assad NIE als Präsidenten gewählt hat: Warum soll er weiterhin unrechtmäßig Präsident bleiben ?

Viele unbeantwortete Fragen, die den Machtanspruch Assads mehr als nur untergraben.

Alles nicht so einfach. Alles nicht so schwarz-weiss.

Und wenn das tatsächlich der Fall sein sollte, das eben die Mehrheit der Syrer Assad NIE als Präsidenten gewählt hat: Warum soll er weiterhin unrechtmäßig Präsident bleiben ?

Es ist tatsächlich so, dass viele Syrer hinter Assad stehen. Das hat jetzt nicht unbedingt was mit seiner tollen Politik zu tun, sondern damit das viele Syrer die Alternative (Islamisten) für schlimmer halten.

Zudem sollten Sie sich mal mit der zweifelhaften Vergangenheit der Muslimbrüder in Syrien beschäftigen. Auch interessant ist der wirtschaftliche Niedergang Syriens durch den Umbau (von Deutschland geplant) des Sozialismus zur Marktwirtschaft.

Alles nicht so einfach. Alles nicht so schwarz-weiss.

Nicht vom Standpunkt, sondern vom Einzelfall

Die objektive Unterscheidung zwischen Terroristen und Freiheitskämpfern hängt vom Einzelfall ab, und nicht vom Standpunkt.

Vom subjektiven Standpunkt aus betrachtet, war Hitler ein Retter Deutschlands und Mahatma Gandhi der Untergang der indischen Gesellschaft.

Vom objektiven Standpunkt aus betrachtet sind Menschen, die gegen eine Diktatur kämpfen, Freiheitskämpfer und Menschen, die in einer Demokratie Ihre politischen Forderungen mit Gewalt durchzusetzen versuchen, Terroristen.

Das sich beide Gruppierungen der ähnlichen oder gleichen Waffen bedienen, ist der Sache des bewaffneten Kampfes geschuldet. Die Resistance in Frankreich war in den Augen Hitler-Deutschlands auch ein Haufen von Terroristen - Objektiv betrachtet waren Sie aber Freiheitskämpfer.

Grundwissen Wahlen: Lektion 1

(Demokratische) Wahlen, wie z.B. in Deutschland, müssen u.a. folgenden Grundsätzen entsprechen:
- Allgemeinheit der Wahl
- Unmittelbarkeit der Wahl
- Freiheit der Wahl
- Gleichheit der Wahl
- Wahlgeheimnis
- Transparenz oder Öffentlichkeit der Wahl

Wieviele dieser Grundsätze hat Assad und sein Regime bei allen bisher abgehaltenen "freien" Wahlen in Syrien verletzt oder nicht eingehalten ?

Das ist mit Verlaub ganz großer Humbug

Vom objektiven Standpunkt aus betrachtet sind Menschen, die gegen eine Diktatur kämpfen, Freiheitskämpfer und Menschen, die in einer Demokratie Ihre politischen Forderungen mit Gewalt durchzusetzen versuchen, Terroristen.

Das ist mit Verlaub ganz großer Humbug. Das würde ja vorrausetzen, dass die Mehrheit der Syrer hinter den Milizen steht. Ist aber nicht so. Ausserdem ist ein Freiheitskampf oder eine Revolution immer politisch. Die syrischen Milizen sind aber das unpolitischste was man sich vorstellen kann.

Mensch die sollen jetzt Ruhe geben, Straffreiheit wird ihnen garantiert. Dann können Sie sich nach Belieben politisch engagieren und Assad bei den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen abwählen. So garantiert von Assad und von der Mehrheit der politischen Opposition gewünscht.

Und die ganzen Libyer, Iraker, Tschechenen & Co. sollen das Land verlassen.

Sie geben es also zu !

Assad ist NICHT der rechtmäßige Präsident von Syrien, weil die Wahlen allesamt nicht den Grundsätzen von freien Wahlen entsprochen haben und somit NICHT dem Willen des Volkes entsprach.

Nun möchte sein Volk, das ihn niemals ordnungsgeemäß als Präsidenten gewählt hat, das er geht und er weigert sich.

Und dennoch möchten Sie, das Assad als Präsident weiterhin im Amt bleibt ?

Ich meine, Assad ist ja nicht erst seit 2007 im Amt, sondern seit 2000. Warum hat er sich bis jetzt nicht darum gekümmert, sei8n Land zu demokratisieren und seine Herrschaft durch das Volk bei freien Wahlen zu legitimieren ?

Warum mußte Assad sein Land in den Bürgerkrieg treiben und den Tod von tausenden Menschen verschulden ?

Können Sie mir diese Fragen sinnvoll beantworten ?

Tut uns allen auch leid hier im Forum

Und wir manchmal auf die Blablubs antworten...

Assad hat in dieses Land ruhe und normalität gebracht.
Und Syrien ist in den arabischen Ländern eines der modernsten Ländern überhaupt geworden. Die Menschen sind gebildet und stellen sich gegen die Ausländische Invasion. Das was die Terroristen veranstaltet haben, selbst die Assad-Kritiker verstehen jetzt was das beste ist. Und seine Position ist nun viel stärker in Syrien laut Todenhöfer.

Sie glauben allenerstes also dass Saudi-Arabien (welches 100 Jahre hinter Syrien ist) weiterhin Syrien El-Kaidalisieren soll ? Noch 5 weitere Jahre Menschen sterben sollen, und Gotteskrieger aus ganz Arabien sich dort einbringen damit nur weil Sie der Meinung sind dass aus Syrien noch keine Wirtschaftsnation wie USA oder Deutschland ist mann dort Krieg macht ?

Das finde ich jetzt eigenartig.

Sie hatten doch selbst erst vor fünf Tagen hier Links gepostet, aus denen man entnehmen konnte, dass due USA selbst vor Ort keine der Gruppen direkt unterstützen, sondern nur dabei behilflich sind herauszufinden welche der Gruppierungen unterstützenswert sind.

Und jetzt behaupten Sie (diesmal natürlich ohne Quellen), dass die USA doch Islamisten unterstützen würden, was schon alleine deshalb unwahrscheinlich ist, weil die Türkei sicher kein Interesse daran haben wird, dass direkt an ihrer Grenze zu syrien Islamisten mit Waffen versorgt werden.

"Assad hat in dieses Land ruhe und normalität gebracht."

Im Frühjahr 2004 wurden nach Demonstrationen und Zusammenstößen mit den Sicherheitsdiensten hunderte syrischer Kurden, darunter auch Kinder, verhaftet und getötet. Diese Demonstrationen fanden in Qamishli, Amuda und Afrin statt, wo die meisten Kurden leben.

Beim Punkt "Ruhe" könnte ich Ihnen noch folgen, wenn man es als Friedhofsruhe interpretiert. Webnn sie solche Verhältnisse aber als "Normalität" bezeichnen, dann finde ich das doch einigermaßen erstaunich.

Fragen, die niemand gestellt hat...

Die Frage, ob Sie oder sonstwer Assad für den rechtmässigen Präsidenten hält, stellt sich gar nicht.

Er IST der Präsident. Oder etwa nicht?

Glauben Sie vielleicht, es würde die Queen von England grossartig anfechten, wenn irgendwer die Rechtmässigkeit ihrer Herrschaft in Frage stellt?
Sie ist solange die legitime Herrscherin, wie sie diesen Status innehat.
Oder glauben Sie, sie würde einfach das Feld räumen, bloss weil jemand sie nur in Frage stellt?

Ich glaube kaum. Und einer demokratischen Wahl würde sie sich wohl ebenfalls kaum stellen. Oder etwa wohl?

Steht eigentlich im gültigen Völkerrecht irgendwo, dass ein Staat eine Demokratie zu sein hat?
Ich glaube nicht.
Die Anforderung, dass Assad ein "lupenreiner Demokrat" zu sein habe, existiert in der Internationalen Gemeinschaft überhaupt nicht.
Demnach braucht er sie auch nicht zu erfüllen, um legitimer Herrscher zu sein.

Wohin sollte die syrische und libysche Praxis denn bitteschön hinführen?
Dass die aserbaidschanische oder kasachische Opposition dann demnächst auch eine Söldnerarmee bekommt, finanziert von einer Koalition der Willigen?

Merken sie überhaupt nicht, dass....

Sie mir recht geben? Für manche Deutsche (bis 1945, manche bis heute) war Hitler der retter Deutschlands, für manche nicht. Hier spielt eben der Standpunkt eine Rolle. Genauso verhält es sich mit Gandhi. Der Standpunkt, den ich bewußt Einnehme, prägt die Ansicht, die ich habe. Was manche als Diktatur ansehen ist für einige keine Diktatur, für andere schon. Ich nimm wieder das Beispiel amerikanischer Unabhängigkeitskrieg und amerikanischer Bürgerkreig. George III. und das Parlament sahen in den Rebellen Terroristen und die Kontinentalkongress sah im englischen Parlament und in der Krone Tyrannen. Wer von den beiden Parteien hat nun recht? Wie verhält es sich mit dem amerikanischen Bürgerkrieg? Auch dort hängt der Standpunkt davon ab, ob man aus Georgia stammt oder aus Maine. Als Mensch ist es unmöglich objektiv zu sein. In syrien verhält es sich ähnlich. Für eine Minderheit in der syrischen Bevölkerung ist Assad ein Tyrann, den man stürzen muss, für andere ein Garant religiöser Freiheit, für andere ein Opfer des Westens, aber was ist er wirklich? Ich wage es nicht zu beurteilen, weil ich es nicht kann.

@John.McLane

Ich weiss nicht, ob das so schwer ist zu verstehen.

Die Syrer wollen JETZT zu diesem Zeitpunkt Assad für einen Übergang zur Demokratie beibehalten. Eben weil alle Alternativen schlimmer sind.

Diese Wahl von der Sie dareden ist ja schon ein paar Jahre her. Das war vor den Maßnahmen zur Demokratisierung die Assad ergriffen hat.

DERZEIT stehen die Syrer mehrheitlich (sicher keine 90% aber genug) temporär hinter ihm. Das ist keine Demokratie, das ist reiner Pragmatismus.

Versuchen Sie mal nicht so einseitig zu denken. Ist ja schlimm teilweise.

Friedhofsruhe und "Ordnung" wichtiger als Freiheit

Manchen Menschen sind eben Ruhe und Ordnung lieber als die Friheit des Menschen. Auch wenn diese Ruhe und Ordnugn nur vordergründig mittels Unterdrückung, Staatsterror und Ausgrenzung aufrecht erhalten wird.

Ich bewundere den Mut der Aufständischen in Syrien, die sich gegen die verordnete Friedhofsruhe aufbäumen und für Ihre grundlegenden Rechte kämpfen.

Nein, er ist NICHT der Präsident

Wenn ein Land Wahlen abhält, dann müssen diese Wahlen auch den freien Wahlgrundsätzen entsprechen. Ansonsten braucht man keine Wahl abzuhalten.

Wenn bei einer Wahl der EINZIGE Kandidat 97,68% der Stimmen erhält, dann stimmt irgendetwas mit dieser Wahl nicht. Für Sie mögen solche Wahlerfolge normal sein, für mich nicht.

Wenn also bei einer Wahl solch offensichtliche Unregelmäßigkeiten wie in Syrien auftreten, dann ist diese Wahl UNGÜLTIG und somit Assad NICHT ordnungsgemäß zum Präsident gewählt.

Er ist Machthaber, Tyrann, Diktator - Aber nicht GEWÄHLTER PRÄSIDENT der Syrer.

Somit hat er KEINE LEGITIMATION vom Volk, sein Land zu führen.

Also MUSS er zurück treten oder sich zumindest Neuwahlen stellen, die den allgemeinen Wahlgrundsätzen entsprechen.

Aktuelle Wahl 2012

Sie reden immer nur von Wahl, Wahl, Wahl.
In einer Diktatur gibt es keine freie Wahl !

Auch nicht in Syrien und schon gar nicht bei der "Wahl" 2012. Angeblich haben 90% der Verfassungsänderung zugestimmt - Wo gibt es solche Ergebnisse bei freien Wahlen ???

Zudem war KEIN Einziger ausländischer Wahlbeobachter anwesend. Zudem tobt in Syrien ein Bürgerkrieg.

Und zum Schluß wiederhole ich nochmal das Wichtigste:
IN EINER DIKTATUR GIBT ES KEINE FREIEN WAHLEN !
Das macht ja das Wesen einer Diktatur aus, das die Menschen nicht frei wählen dürfen. Entweder wählen Sie das, was Ihnen das Regime vorschreibt zu wählen oder das Regime manipuliert die Wahlergebnisse selbst auf die eigenen Bedürfnisse.

Wie können Sie irgendeiner politischen Wahl in einer Diktatur trauen, wenn politische Kritiker in solch einem Land davor Angst haben müssen, aufgrund Ihrer Opposition eingesperrt zu werden oder ganz zu verschwinden ???

Sie übernehmen kritiklos die Position Assads. Sie vertrauen auf die von Assad und seinen Getreuen manipulierten Wahlergebnisse. Sie glauben seinen Aussagen, das er nicht gegen das Volk, sondern gegen Islamisten und Terroristen kämpft. Und damit machen Sie genau das, was auch die Assad-Anhänger in Syrien machen: Sie weigern sich Ihre Position kritisch zu hinterfragen.

Blos keine Kritik, hinter Assad steht eh das syrische Volk, das zeigen ja die manipulierten Wahlergebnisse mit einer Zustimmung von 97,68% im Jahre 2007 und knapp 90% im Jahre 2012.

*Kopf schüttel*

Verfassungsreferendum Syrien 2012

Das offizielle Ergebnis der syrischen Behörden für das Verfassungsreferendum 2012 gibt eine Zustimmung von knapp 90% bekannt.

Und diesen Zahlen trauen Sie ? Wo gibt es in der freien Welt solch ein Ergebnis ?

All Ihre Annahmen und Behauptungen basieren im Irrglauben, Assad wäre durch die Mehrheit des syrischen Volkes als Präsident legitimiert. Dies ist NICHT der Fall. Wahlergebnisse mit einer Zustimmung von 90% oder gar 97,68% gab und gibt es NUR in Diktaturen oder ähnlichen Staatsgebilden.

Schauen Sie sich doch mal die Wahlen im ehemaligen Ostblock an, Sie werden viele Parallelen zu Syrien finden.

Fertig mit Kopfschütteln?

Wer wirft hier ständig Wahlergebnisse von vor 5 Jahren in die Diskussion - ich?

Und, auch wenn das Ihre Vorstellungskraft übersteigt, in "einer Diktatur" kann es durchaus akzeptable Wahlen geben.
Besonders, wenn sich "der Diktator" einer bewaffneten Rebellion und massivem Druck aus dem Auslang ausgesetzt sieht, und eine Überwachung der Wahl zulassen muß.

Nun war in der Tat bei der Wahl 2012, die lange angekündigt war, allerdings von unserer Presse von vornherein als Farce deklariert wurde, kein westlicher Beobachter anwesend.

Was mich nicht wundert, hatte es doch die Opposition von vornherein abgelehnt, sich dieser Abstimmung zu stellen.

Weil diese Abstimmung nicht frei war, wurde behauptet.

Weil sich die verschiedenen Fraktionen der Opposition keine Wahlchance ausgerechnet haben, vermute ich mal.