Bürgerkrieg: Drei Millionen Syrer warten auf Nahrungsmittel
Die Landwirtschaft in Syrien ist durch den Krieg stark in Mitleidenschaft gezogen. Nach einem UN-Bericht werden dringend Nahrungsmittel, Saatgut und Treibstoff benötigt.
© Ahmad Gharabli/AFP/GettyImages

Ein syrisches Mädchen trägt eine Tasche mit Brot.
Nahezu drei Millionen Syrer brauchen als Folge des Bürgerkriegs Nahrung und Hilfe von außen. Nach Angaben der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) brauchen 1,5 Millionen Menschen in den am schwersten vom Konflikt betroffenen Gebieten sofort Nahrungsmittelhilfen.
Eine weitere Million Menschen ist auf Saatgut, Futter, Treibstoff und Hilfe bei der Reparatur von Bewässerungspumpen angewiesen. Den Angaben zufolge könnte innerhalb der kommenden zwölf Monate die Zahl der auf Nahrungsmittelhilfen angewiesenen Menschen auf drei Millionen steigen.
Die FAO hatte im Juni gemeinsam mit dem Welternährungsprogramm (WFP) und dem syrischen Landwirtschaftsministerium die Folgen des Konflikts auf die Landwirtschaft untersucht. Sie stellte dabei schwere Schäden an Getreide- und Viehbeständen, Obst- und Olivenbäumen sowie den Bewässerungsanlagen fest. Insgesamt verlor die Landwirtschaft 1,8 Milliarden Dollar, das sind knapp 1,5 Milliarden Euro.
Die Getreideernte wurde wegen des Konflikts in den Regionen Daraa, Homs, Hama und Damaskus verzögert. Das WFP begann im Oktober 2011, Nahrungsmittel nach Syrien zu liefern. Inzwischen versorgt die Organisation 540.000 Menschen. Bis Ende August soll diese Zahl auf 850.000 steigen. Die FAO unterstützt seit Dezember 2011 mehr als 9.000 Kleinbauern und Viehzüchter. Das WFP braucht weitere 62 Millionen Dollar (50 Millionen Euro), die FAO gab ihren Finanzbedarf im kommenden Halbjahr mit 38 Millionen Dollar an.






Anstatt Waffen könnten Nahrungsmittel geliefert werden. US-Militärberater könnten sich bei der Verteilung nützlich machen.
... wenn man sie braucht? Bei den guten Beziehungen zu Amnesty International und Co. müsste es ja ein leichtes sein Nahrungsmittel zu beschaffen.
Ach, ich hab jetzt ganz vergessen, dass Waffenlieferungen priorisierter als Nahrungslieferungen sind.
Das notwendige Geld für die Nahrungsmittel könnte man sehr gut bei der Olympiade in London einsammeln. Ein kleiner Teil von den Unsummen die hier für reines Amüsement ausgegeben werden würden vermutlich schon genügen. Aber auch die Vorschläge der ersten beiden Kommentatoren gefallen mir.
Sorry, aber die Unterstützerstaaten der Rebellen, tragen hier eine gehörige Mitschuld an dieser Situation. Wer einen Bürgerkrieg anfacht, muss sich über solche Resultate nun nicht wirklich überrascht geben.
Vor laufender Kamera werden Kriegsverbrechen von den sogenannten Rebellen begangen ( und ich werde das ZDF HEUTE-Journal von gestern nicht verlinken als Beweis, liebe Redaktion) und die Presse empört sich nicht? DAS empört mich!
Und die humanitäre Katastrophe war einkalkuliert, wird Syrien als Aufmarschregion gegen den Iran benötigt.
Ich bin mit Sicherheit kein Freund von Assad und schon gar nicht vom Iran, aber was da gerade passiert ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit!
Bitte verzichten Sie auf Relativierung von Gewalt. Danke, die Redaktion/mo.
aber was da gerade passiert ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit!
Zuerst einmal ist es ein Bruch des Völkerrechtes, wenn man eine Partei in einem Bürgerkrieg von aussen unterstützt. Wenn man das aber schon tut, erst einen Fond auflegt mit 100 Millionen (von denen die Milizen fürstlich bezahlt werden), dann nochmal ein paar dutzend Millionen drauflegt und die Kosten für die Waffen noch dazu - sind diese 100 Millionen für Nahrungsmittel geradezu ein Witz.
Aber wirklich interessant wird es, wenn die zerstörte Infrastruktur wieder aufgebaut werden muss. Irgentwie habe ich das Gefühl, die nach Assad folgende Regierung wird dafür einen IWF Kredit aufnehmen und sich über Jahrzehnte bei der angelsächsischen Finanzdikatur verschulden.
Ganz so wie es sich für einen anerkannten Staat im Nahen Osten gehört. Keine Spirenzien machen und schön bei unseren Institutionen verschulden. Dann gibts auch keinen Ärger.
Bitte verzichten Sie auf Relativierung von Gewalt. Danke, die Redaktion/mo.
aber was da gerade passiert ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit!
Zuerst einmal ist es ein Bruch des Völkerrechtes, wenn man eine Partei in einem Bürgerkrieg von aussen unterstützt. Wenn man das aber schon tut, erst einen Fond auflegt mit 100 Millionen (von denen die Milizen fürstlich bezahlt werden), dann nochmal ein paar dutzend Millionen drauflegt und die Kosten für die Waffen noch dazu - sind diese 100 Millionen für Nahrungsmittel geradezu ein Witz.
Aber wirklich interessant wird es, wenn die zerstörte Infrastruktur wieder aufgebaut werden muss. Irgentwie habe ich das Gefühl, die nach Assad folgende Regierung wird dafür einen IWF Kredit aufnehmen und sich über Jahrzehnte bei der angelsächsischen Finanzdikatur verschulden.
Ganz so wie es sich für einen anerkannten Staat im Nahen Osten gehört. Keine Spirenzien machen und schön bei unseren Institutionen verschulden. Dann gibts auch keinen Ärger.
hat Obama also mindestens 25 Mio US$ gekostet. Zudem 64 Mio US$ für "humanitäre Hilfe" durch die UN und "anderen Gruppen" zur Verfügung. Dann noch die 100 Mio von Saudi-Arabien. Wenn man bedenkt, dass es vor einem Jahr in Syrien keine Lebensmittelknappheit gab und das Land Lebensmittel exportierte...
"Offiziell unterstützen die USA die Rebellen mit etwa 25 Millionen Dollar"
http://www.zeit.de/politi...
Bitte verzichten Sie auf Relativierung von Gewalt. Danke, die Redaktion/mo.
im Gegensatz zu anderen Foristen möchte ich mit Ihnen nicht in Diskussion treten, da ich Ihre Argumentation höchst aggressiv wahrnehme. Ich bitte das von Ihrer Seite zu respektieren.
"Nach Angaben der in London ansässigen Beobachtungsstelle...."
"Das sieht mir viel schlimmer aus, als die Hinrichtung einiger Schuldigen aus der Shabia-Miliz." Na, dann waren Sie glücklicherweise mal wieder auf der Seite der Besseren.
Ich nehme an, Sie sind IMMER auf der Seite der Besseren. Soviel Konsequenz beeindruckt mich. Hochachtung!
Der Kommentar, auf den Sie Bezug nehmen, wurde mittlerweile entfernt. Danke, die Redaktion/au.
im Gegensatz zu anderen Foristen möchte ich mit Ihnen nicht in Diskussion treten, da ich Ihre Argumentation höchst aggressiv wahrnehme. Ich bitte das von Ihrer Seite zu respektieren.
"Nach Angaben der in London ansässigen Beobachtungsstelle...."
"Das sieht mir viel schlimmer aus, als die Hinrichtung einiger Schuldigen aus der Shabia-Miliz." Na, dann waren Sie glücklicherweise mal wieder auf der Seite der Besseren.
Ich nehme an, Sie sind IMMER auf der Seite der Besseren. Soviel Konsequenz beeindruckt mich. Hochachtung!
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im Gegensatz zu anderen Foristen möchte ich mit Ihnen nicht in Diskussion treten, da ich Ihre Argumentation höchst aggressiv wahrnehme. Ich bitte das von Ihrer Seite zu respektieren.
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