US-Wahlkampf: Russlands Präsident Putin belehrt Romney
Romneys Rede beim Parteitag der US-Republikaner hat Russlands Präsidenten aufhorchen lassen: Putin ließ ausrichten, bilaterale Beziehungen seien im Wahlkampf tabu.
© Misha Japaridze/Pool/Reuters

Wladimir Putin
Die kremlkritischen Äußerungen des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney beim Nominierungsparteitag sind in Russland nicht gut angekommen.
"Moskau und Washington haben wiederholt deutlich gemacht, dass es unzulässig ist, bilaterale Beziehungen zum Opfer und zur Geisel von Wahlkämpfen zu machen", ließ Russlands Präsident Wladimir Putin durch seinen Sprecher Dmitri Peskow mitteilen. Das berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti.
Romney hatte am Donnerstag in seiner Nominierungsrede angekündigt, sollte er ins Weiße Haus einziehen, müsse sich Putin auf "etwas mehr Rückgrat" einstellen. Der Regierung von US-Präsident Barack Obama warf der Republikaner vor, im Streit mit Russland um das Raketenabwehrsystem in Osteuropa nachgegeben zu haben, um mehr Flexibilität gegenüber Moskau zu haben. "Unter meiner Regierung werden unsere Freunde mehr Loyalität sehen", sagte Romney.
Peskow sagte, solche Äußerungen seien "nicht gut". Russland sehe diese zudem nicht als den offiziellen Standpunkt Washingtons an und werde weiterhin daran arbeiten, die Beziehungen zu den USA zu verbessern.








Man möchte zuweilen zweifeln, ob sich Herr Romney der Wirkung seiner Worte überhaupt bewusst ist. Es zeugt zumindest von wenig außenpolitischem Feingefühl solche Äußerungen im Wahlkampf von sich zu geben. Aber das kennen wir ja von Politikern anderswo auch schon.
Hoffentlich wird dieser Mann nicht gewählt.
"Man möchte zuweilen zweifeln, ob sich Herr Romney der Wirkung seiner Worte überhaupt bewusst ist."
Man könnte auch fragen, ob es ihn interessiert. Den amerikanischen Wähler interessiert die globale Bedeutung ihrer Wahl größtenteils nicht die Bohne, sofern sie sich dessen überhaupt bewusst sind. Der Präsident wird unter rein internen US Gesichtspunkten gewählt. Das Interesse und die Befindlichkeiten Europas an einem evtl. neuen Kurs des Westens, interessiert auch kaum jemand. Das ist Thema unserer Gazetten, aber nur Randnotiz in den USA.
Bush, obwohl verheerend für das internationale Ansehen der USA, wurde wieder gewählt...
Außerdem, was ist schon etwas mehr Rückgrat, gegen die Bombardierung von Moskau, was Reagan bei einer vermeintlichen Mikrophonprobe verkündet hat. Es könnte also schlimmer sein ;-)
über die Wirkung seiner Auftritte im Ausland.
Die (kleinen?) Beledigungen waren sorgfältig orchestriert
um Stimmung beim Wähler zu machen.
Die relevante Welt für diese Leute hört an der US Grenze auf.
Dahinter ist nur Barbarenland.
"Man möchte zuweilen zweifeln, ob sich Herr Romney der Wirkung seiner Worte überhaupt bewusst ist."
Man könnte auch fragen, ob es ihn interessiert. Den amerikanischen Wähler interessiert die globale Bedeutung ihrer Wahl größtenteils nicht die Bohne, sofern sie sich dessen überhaupt bewusst sind. Der Präsident wird unter rein internen US Gesichtspunkten gewählt. Das Interesse und die Befindlichkeiten Europas an einem evtl. neuen Kurs des Westens, interessiert auch kaum jemand. Das ist Thema unserer Gazetten, aber nur Randnotiz in den USA.
Bush, obwohl verheerend für das internationale Ansehen der USA, wurde wieder gewählt...
Außerdem, was ist schon etwas mehr Rückgrat, gegen die Bombardierung von Moskau, was Reagan bei einer vermeintlichen Mikrophonprobe verkündet hat. Es könnte also schlimmer sein ;-)
über die Wirkung seiner Auftritte im Ausland.
Die (kleinen?) Beledigungen waren sorgfältig orchestriert
um Stimmung beim Wähler zu machen.
Die relevante Welt für diese Leute hört an der US Grenze auf.
Dahinter ist nur Barbarenland.
wieder zittern! Hat Bush nicht gereicht? Gott sei Dank ist Putin rationaler als diese religiösen Fundamentalisten.
Dass Putin rationaler sein soll? Weil er sich dagegen wehrt, dass jemand gewählt wird, der ihm die Stirn bieten könnte? Nicht, dass ich glaube, dass Romney das tun würde. Aber Putin reagiert hier völlig Reflexartig und selbstverständlich auf eine möglicherweise für ihn weniger erfreuliche Regierung (wieder: Ich glaube nicht, dass Romney eine solche stellen würde)
Ich weiss einfach nicht woher der Mann die Sympathien aus Deutschland her bekommt. Für mich bleibt er ein 2. Stalin und da kann er noch so "Kluges" erzählen.
daß der vernunftgelenkte Pragmatiker Putin einschätzen kann, was vom Wahlkampfgetöse eines mormonischen Mullahs zu halten ist.
In den USA ist die Verdoofung der Wählerschaft leider weit vorangeschritten. Da haben TV und Kino ganze Arbeit geleistet.
Dass Putin rationaler sein soll? Weil er sich dagegen wehrt, dass jemand gewählt wird, der ihm die Stirn bieten könnte? Nicht, dass ich glaube, dass Romney das tun würde. Aber Putin reagiert hier völlig Reflexartig und selbstverständlich auf eine möglicherweise für ihn weniger erfreuliche Regierung (wieder: Ich glaube nicht, dass Romney eine solche stellen würde)
Ich weiss einfach nicht woher der Mann die Sympathien aus Deutschland her bekommt. Für mich bleibt er ein 2. Stalin und da kann er noch so "Kluges" erzählen.
daß der vernunftgelenkte Pragmatiker Putin einschätzen kann, was vom Wahlkampfgetöse eines mormonischen Mullahs zu halten ist.
In den USA ist die Verdoofung der Wählerschaft leider weit vorangeschritten. Da haben TV und Kino ganze Arbeit geleistet.
Bei vielen amerikanischen Wählern (und insbesondere bei der republikanischen Basis) dürfte Kritik aus Russland Romney im Wahlkampf eher nutzen als schaden. Cowboy-Rhetorik und markige Worte sind halt deutlich sexyer als weitsichtige und sensible Außenpolitik.
Dass man sich in Russland nach einer eventuellen Wahl Romneys dann an sein Benehmen erinnern wird, wird von den republikanischen Strategen offenbar gerne in Kauf genommen.
Was meint Romney damit? Was hat Russland, ausser ein paar Liter Öl, oder ein paar Kubikmeter Gas zu bieten, was den den US-amerikansichen Präsidentschaftskandidaten zum Schluss kommen lassen muß, mehr Rückgrat zu zeigen? Die Militärausgaben Russland umfassen ein Drittel denen der US-amerikanischen Rüstungsausgaben,russische Militärstützpunkte ausßerhalb Russland gibt es nur noch einen, US-amerikanische über dreihundert. Was für ein Rückgrat möchte Romney denn zeigen? Steht uns ein neuer Kalter Krieg ins Haus?
- Romney in Israel: schlaegt den Palistenensern vor den Kopf und gefaehrdet Friedensprozess.
- Romney in England: schlaegt den Englaendern vor den Kopf mit Organisationsfehlern bei der Olympiade.
- Romney zu Russland, s.o.
Der Mann hat wirklich keine aussenpolitischen Faehigkeiten, ausser treffsicher in die selbst mitgebrachten Fettnaepfchen zu treten.
Dennoch: was er damit an Porzellan zerschlaegt, kann ihm und der Welt noch teuer kommen.
klarmacht, daß hier der demnächst mächtigste Mann der Welt spricht/ sprechen könnte, kann einem mulmig werden.
Zu seinen potentiellen Bündnispartnern habe ich noch keine Äußerungen registriert.
Auch ein Zeichen ...!
Ob er weiss, daß es die gibt?
Die werden dann wohl später gerne einbezogen ... wenn der ganze globale Klamauk zu bezahlen ist.
Und die neuen Europäer in PL und CZ dürfen wieder Hoffnung schöpfen. Auf mehr Bedeutung und ein paar Dollary für Stützpunkte.
Alles wieder wie gehabt.
Na denn.....!
Es heißt immer "jedes Volk hat den Präsidenten, den es verdient bzw. des es gewählt hat. Außer in Deutschland - hier wird der Präsident eingesetzt. "Gott" verschone uns vor Romney,aber im Endeffekt waren alle Präsidenten der USA gleich, niemand hat bisher wirkungsvoll eine Politikänderung vorgenommen. Es kommen dunkle Zeiten auf uns zu!
Und gewaehlt wird er ausschliesslich von Amerikanern. Ihre Meinung ist zwar Ihr Bier, jedoch gefragt werden Sie dazu nicht.
Die USA haben die schlechteste von allen "westlichen" Demokratie-Formen.
Oder hat jemand darunter noch dgl. zu bieten?
Und nach diesem lausigen Vorbild wird auch noch geschichtsvergessen von der Zielvorstellung "Vereinigte Staaten von Europa" gefaselt.
Europa auf "US-amerikanisch" >>> Nein danke, so nicht!
Und gewaehlt wird er ausschliesslich von Amerikanern. Ihre Meinung ist zwar Ihr Bier, jedoch gefragt werden Sie dazu nicht.
Die USA haben die schlechteste von allen "westlichen" Demokratie-Formen.
Oder hat jemand darunter noch dgl. zu bieten?
Und nach diesem lausigen Vorbild wird auch noch geschichtsvergessen von der Zielvorstellung "Vereinigte Staaten von Europa" gefaselt.
Europa auf "US-amerikanisch" >>> Nein danke, so nicht!
Gerade bei Wahlern der aelteren Generation wirkt noch immer die Angst vor einem sowjetischen Atomangriff nach. Eigentlich kein schlechter Schachzug von Herrn Romney, diese Aengst zu bedienen, und sich im Gegenzug die Waehlerstimmen dieser veraengstigten Menschen zu sichern.
Wesentlich anders laeuft Politik bei uns oder im Camp des Praesidenten Obama auch nicht. Nur das die Variablen andere sind. Man tausche die Angst vor dem Kommunismus aus mit der Angst vor dem Waldsterben, Klimakatastrophe, Fukushima, NSU, RAF, Eurokrise, Islamisten, und schon sind die Unterschiede nur noch klein.
Angenommen Condoleezza Rice wird wieder Aussenministerin unter einem Praesidenten Romney, da habe ich keine Angst um die russisch-amerikanischen Beziehungen.
denn Romney's Bemerkung war keine Drohung an Russland sondern eine Kritik des jetzigen Praesidenten, der in ein versehentlich offenes Mikrofon dem Herrn Medvedev versicherte, dass "er nach der Wahl erst richtig machen kann was er will". Was das jedoch sein soll braucht der laestige Waehler wohl nicht zu wissen. Sollte uns bekannt vorkommen.
denn Romney's Bemerkung war keine Drohung an Russland sondern eine Kritik des jetzigen Praesidenten, der in ein versehentlich offenes Mikrofon dem Herrn Medvedev versicherte, dass "er nach der Wahl erst richtig machen kann was er will". Was das jedoch sein soll braucht der laestige Waehler wohl nicht zu wissen. Sollte uns bekannt vorkommen.
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