Staatsbesuch: China fordert schnelle Lösung der Euro-Krise
Chinas Premier Wen gibt sich besorgt über einen Euro-Austritt Griechenlands. Er fordert politischen Willen zur Lösung der Krise – dann sei auch chinesische Hilfe möglich.
© Diego Azubel/Pool/Reuters

Bundekanzlerin Angela Merkel und der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao in Peking
Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao hat beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Peking die schleppende Krisenbewältigung der EU kritisiert. Der Ministerpräsident sagte zum Abschluss der zweiten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen, er persönlich habe "ganz große Sorgen" wegen der Euro-Krise.
Merkel habe ihm die Lage offen geschildert, sagte Wen. Nach diesem Gespräch sei sein Vertrauen gestärkt. Aber seine Sorge bleibe, dass die Umsetzung der Maßnahmen nicht sehr zügig vorankomme.
Besondere Sorgen mache ihm ein möglicher Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone sowie die Gefahr von milliardenschweren Rettungspaketen für Spanien und Italien. "Die Lösung hängt von dem Willen und der Entschlossenheit ab, mit der die großen Euro-Länder Deutschland und Frankreich ihnen unter die Arme greifen", sagte Wen.
China hat Interesse an einem starken Euro
Gleichzeitig sagte Wen auch, sein Land werde Europa finanziell nicht hängen lassen. China sei zu weiteren Investitionen bereit, "wenn die Bedingungen das zulassen". In enger Abstimmung mit der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) wolle das Land der EU helfen.
China verfügt über Devisenreserven von 3,2 Billionen Dollar. Das Land investiert überwiegend in Dollar, ist aber auch an einem starken Euro interessiert. Die Volksrepublik kaufte unter anderem Griechenland-Anleihen und engagiert sich mit 43 Milliarden Dollar bei der Aufstockung des IWF. Wegen der Euro-Schuldenkrise sind die Exporte Chinas in die EU stark zurückgegangen.
Merkel sagte, sie habe Wen Jiabao den Willen der Euro-Länder versichert, alles zu tun, um Vertrauen wiederzugewinnen. Sie wolle, dass Athen in der Euro-Zone bleibe. Italien und Spanien seien auf einem guten Weg. Sie sei "überzeugt, dass dieser Reformweg Früchte tragen wird".
China und Deutschland verstärken wirtschaftliche Kooperation
Am Rande der Gespräche wurden Wirtschaftsverträge in einem Umfang von mehr als sechs Milliarden US-Dollar unterschrieben. Der europäische Flugzeugbauer Airbus beschloss den Verkauf von 50 neuen Maschinen des Typs A320 und die Fortsetzung seiner Endmontage in China. Der Flugzeugverkauf hat schätzungsweise ein Volumen von 3,5 Milliarden US-Dollar. Das Abkommen über das dritte und einzige außereuropäische Werk von Airbus in Tianjin südöstlich von Peking hat einen Wert von 1,6 Milliarden US-Dollar.
Mit Abkommen in den Bereichen Wirtschaft, Energie, Medizin, Forschung und Umweltschutz bauen beide Seiten ihre Kooperation aus. Unter anderem geht es um Umwelt- und Klimaschutz, Elektromobilität, Biogas und Kraftstoffeffizienz. Peking und Berlin wollen außerdem im Notfall- und Katastrophenschutzbereich kooperieren.







Ist der Chinesische Staatsfons bereits auf Merkel hereingefallen? Oder erst `mal abwarten?
Durch den Vortrag von Frau Merkel ist Chinas Vertrauen in den Euro und dessen Stabilität gewachsen. Wahnsinn! Wer durch Europa tourt, zahllose Gipfeltreffen hinter sich bringt, um am Ende mit einem schwammigen Gesetz zum ESM und Fiskalpakt dem Bürger nicht die Wahrheit sagt, hat ein intransparentes Spiel betrieben. Und in China soll Merkel dann deutlicher geworden sein? Da wurde doch dann wohl eher falsch übersetzt.
Der Ausgang der vermeintlichen Eurorettung ist nur deswegen noch offen, weil das Bundesverfassungsgericht noch nicht entschieden hat. Nur gut, dass man in China ein Verfassungsgericht wie bei uns nicht kennt.
Die Kanzlerin hat sich noch nie auf einen Standpunkt gestellt, an dem man sie packen könnte. Leerformelhafte Worthülsen, wonach die konkrete Ausgestaltung des ESM noch nicht erfolgt sei.
[...]
Man kann nur hoffen, dass die Kanzlerin in Fragen Chinesen-Bonds einen riesigen Finanzstrom von China nach Europa lenkt. In die Gegenrichtung wird er sich wohl angesichts der Staaspleiten nicht entwickeln. Geldgeschenke sind also willkommen. Ein paar peanuts haben die Chinesen sicher übrig. Und vor allem: Wir sind dann von China überhaupt nicht abhängig!
Gekürzt. Bitte beachten Sie, dass das Profil zur Verlinkung auf Ihr privates Blog vorgesehen ist. Danke, die Redaktion/jk
........Geldgeschenke sind also willkommen. Ein paar peanuts haben die Chinesen sicher übrig. Und vor allem: Wir sind dann von China überhaupt nicht abhängig!..............
Wir bekommen das grün bedruckte Toilettenpapier gegen Technologie ausbezahlt........
........Geldgeschenke sind also willkommen. Ein paar peanuts haben die Chinesen sicher übrig. Und vor allem: Wir sind dann von China überhaupt nicht abhängig!..............
Wir bekommen das grün bedruckte Toilettenpapier gegen Technologie ausbezahlt........
nachdem die chinesen ja eh auf der siegerstraße sind (wachstumsquote, bevölkerungsstruktur und bevölkerungsdichte usw.) könnten eine altertnative ja auch sein:
weg vom euro - hin zum Renminbi
die chinesen sollten mal die schweizer fragen, wie man's macht ,-)))
Schlecht, wenn Europa bald genauso von china abhängig wird, wie god´s own country
Die DM war 50 Jahre ziemlich stabil. Den Euro hat man (Finanzassis) innerhalb 5 Jahren zerlegt. Und jetzt soll innerhalb 5 Monaten dieses seltsame Konstrukt gerettet werden? Für die einfache Genehmigung eines Bauantrags braucht man länger...
Grundsätzliche Frage: Wer profitiert vom Erhalt bzw. Zerfall der Eurozone? Kein Politiker gibt eine Antwort. Er kann es nicht.
Woher haben Sie denn Ihre Weisheiten zur Stabilitätsmär der ehemaligen DM?
In den Neunzehnhundertsiebziegern war die DM durch die rot/gelbe "Stabilitätspolik" international so schwach angesehen, daß nicht einmal Bürgschaften und L/C's namhafter deutscher Banken in den USA akzeptiert wurden. Vergessen Sie die Mär von der ehernen deutschen Mark, die har es nie gegeben.
"Grundsätzliche Frage: Wer profitiert vom Erhalt bzw. Zerfall der Eurozone? Kein Politiker gibt eine Antwort."
Die Antwort finden Sie hier: http://esm-vertrag.com/
Dort ist auch der Vertrag und eine Kommentierung des Bund der Steuerzahler zu finden.
Woher haben Sie denn Ihre Weisheiten zur Stabilitätsmär der ehemaligen DM?
In den Neunzehnhundertsiebziegern war die DM durch die rot/gelbe "Stabilitätspolik" international so schwach angesehen, daß nicht einmal Bürgschaften und L/C's namhafter deutscher Banken in den USA akzeptiert wurden. Vergessen Sie die Mär von der ehernen deutschen Mark, die har es nie gegeben.
"Grundsätzliche Frage: Wer profitiert vom Erhalt bzw. Zerfall der Eurozone? Kein Politiker gibt eine Antwort."
Die Antwort finden Sie hier: http://esm-vertrag.com/
Dort ist auch der Vertrag und eine Kommentierung des Bund der Steuerzahler zu finden.
Herr Wen drückte sich höflich aber deutlich genug aus: Es war die Verzögerungstaktik unser Kanzlerin mit ihren kleinen Schritten, die die Krise verschleppt und verschlimmert hat. Andere Politiker aus allen Ländern haben ihr das schon oft gesagt, doch sie blieb stur. Wird Chinas Anraten zur Beschleunigung mehr Erfolg haben?
Verträge, die nicht gehalten werden (siehe Maastricht Stabilitätskriterien) wurden bisher immer aufgelöst und werden auch in Zukunft aufgelöst werden müssen. Im Wirtschaftsleben gilt nun mal das Ursache-Wirkung Prinzip.
Wer schlecht wirtschaftet, trägt die Konsequenzen - so einfach ist das.
die die "uns", dem Währungsraum Deutschland sculden, die schreiben Sie dann ab?
Das ist aber sehr grosszügig. Aber es ist ja vermutlivch auch nicht Ihr Geld.
die die "uns", dem Währungsraum Deutschland sculden, die schreiben Sie dann ab?
Das ist aber sehr grosszügig. Aber es ist ja vermutlivch auch nicht Ihr Geld.
Ja - Stolz muss man sich erst mal leisten können.
die die "uns", dem Währungsraum Deutschland sculden, die schreiben Sie dann ab?
Das ist aber sehr grosszügig. Aber es ist ja vermutlivch auch nicht Ihr Geld.
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