Zum Atomstreit mit dem Rest der Welt – wonach seine Regierung unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms am Bau einer Atombombe arbeite – sagte Ahmadinedschad bei ersten Gesprächen bei der UN-Vollversammlung: "Einige Mitglieder des UN-Sicherheitsrat mit Veto-Recht sind entschlossen, die nuklearen Sprengköpfe eines Schwindel-Regimes zu verschweigen und zugleich den wissenschaftlichen Fortschritt in anderen Nationen zu verhindern." Israels UN-Botschafter Ron Prosor verließ daraufhin empört den Saal. Offiziell hat Israel den Besitz von Atomwaffen nie zugegeben.

Ahmadinedschad schon jetzt eine lahme Ente

Trotz des ewigen Ärgers will die 5+1-Gruppe – die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats und Deutschland, die mit dem Iran verhandelt – weiter Gespräche führen. Auch US-Präsident Barack Obama machte das in seiner Rede vor der Vollversammlung deutlich. Noch gebe es Zeit und Raum für eine politische Lösung. Ein Diplomat aus dem Kreis der 5+1-Gruppe sagte dazu: "Wir glauben, dass Ahmadinedschad im iranischen Machtgefüge keine entscheidende Rolle mehr spielt. Er ist heute schon eine lahme Ente."

Regelmäßig hatte Ahmadinedschad für Proteste gesorgt, weil er den Völkermord an den Juden leugnete, zur Auslöschung Israels aufrief und den USA vorwarf, sie hätten die Terroranschläge vom 11. September 2001 selbst inszeniert.