Bundeswehr-Camp in Afghanistan : Klein-Deutschland zwischen Stacheldraht und Schutzmauern

Rund 2.000 deutsche Soldaten sind im größten Feldlager der Bundeswehr in Afghanistan. Wir zeigen, wie sie dort leben – zwischen Zelten, Supermarkt und Fast-Food-Bude.

Wenn deutsche Soldaten von Afghanistan erzählen, klingt das ungefähr so: schöne Landschaft, ziemlich staubig, viel zu heiß. Von ihrem Alltag erzählen sie fast nichts. "Eigentlich ist hier alles wie in Deutschland", sagt ein Soldat, der seit vier Monaten in Masar-i-Scharif ist, dem größten Camp der Bundeswehr. Es gibt Fitnesscenter, Bars, Beachvolleyball-Felder, ein Nagelstudio, einen Frisör, ein Massagesalon. Trotzdem ist das Feldlager eine eigene Welt – mit Stacheldraht, Bunkern und Schutzmauern, mit Kampfhubschraubern, Panzern und bewaffneten Soldaten.

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Kommentare

11 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Man muß schon psychisch stabil gebaut sein

um unter diesen Umständen Dienst zu leisten und ohne Koller davon zu kommen.

Meiner Ansicht nach haben wir dort nichts verloren, jedoch tröste ich mich mit dem Gedanken, dass deutsche Politker unsere Truppen nicht ganz freiwillig dort hin geschickt haben. Der Preis für die Verweigerung deutscher Teilnahme am Irak-Krieg.