Fotos aus Afghanistan : Morgens um halb sechs in Kabul

Eine Wasserwaage im Sonnenlicht, Tee mit Zuckerbrot und ein glänzender Anzug im afghanischen Staub: Wir zeigen Bilder aus dem Alltag in Kabul.

Berichte über Gewalt und Korruption prägen das Bild des Westens von Afghanistan. Der Alltag der Menschen verschwindet aus dem Blickfeld. Der Fotograf Roberto Schmidt zeigt uns genau dieses Afghanistan. Seine Bilder führen auf einen Marktplatz in Kabul – zwischen Saftbar, Teehaus und einem ungewöhnlichen Arbeitsmarkt.

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Die Macht der Vorurteile

Vorurteile prägen unseren Alltag. Woher sie kommen. Wem sie nützen. Und warum man sie so schwer loswird. Jetzt in der neuen ZEIT.

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Kommentare

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Frauen-Los

Andere hier haben es ja auch bemerkt: Keine Frauen zu sehen. Vermutlich bereiten sie ganz traditionell zuhause Essen vor oder zu und kümmern sich um Kinder und Haushalt. Wie anders scheint das "normale" Leben dort doch zu sein und wir Westler denken immer, alle Welt wartet auf unsere Auffassungen von Gesellschaftsgestaltung...Da ist im vergangenen Jahrzehnt so viel schief gegangen mit den Interventionen - keine Ahnung, wie "wir" dort die Kurve kriegen können zu mehr Akzeptanz.

Gesellschaftsgestaltung?

Wenn traditionelle Gesellschaftsgestaltung so aussieht, dass mehr als die hälfte der Mitglieder im öffentlichen Leben (und damit auch im öffentlichen Diskurs, Politik, Kunst, Wissenschaft, ect..) nicht sichtbar sind, muss man sich als Mensch die Frage stellen wie gesund diese Gesellschaft ist und ob dort wirklich für die Mehrheit der Menschen ein selbstbestimmtes und glückliches Leben möglich ist.

Ich denke es soll hier nicht darum gehen was im jeweiligen Land die Norm ist, sondern wie eine Gesellschaft ausschauen kann in der es möglich ist sein persönliches selbstbestimmtes Lebenskonzept zu entwickeln. Das Geschlecht als vorrangig lebensstrukturierenden Wert zu bestimmen ist (und war) meiner Meinung nach schlicht verrückt.

Ich jedenfalls bin froh in einer Stadt zu Leben, in der ich sichtbar sein bin obwohl und weil ich eine mademoiselle bin.