Ein Stadtviertel, kurz platt gemacht

Eine Roma beobachtet in der bulgarischen Stadt Maglizh, wie ihr Haus von einem Bagger zerstört wird. | © Stoyan Nenov/Reuters
Roma gehören zu den ärmsten Bevölkerungsgruppen in Bulgarien. Zudem sind sie Opfer von Rassismus und Diskriminierung. Bulgarische Nationalisten forderten im Wahlkampf vergangenes Jahr etwa die Wiedereinführung der Todesstrafe – angesichts der angeblichen Roma-Kriminalität. Zudem leben die Roma meist in Ghettos an den Rändern von Dörfern und Städten – teils ohne Strom, Wasser und Elektrizität. In der Stadt Maglizh wurden mehr als 30 illegal errichtete Häuser von Roma-Familien abgerissen.
- Datum 27.09.2012 - 06:49 Uhr
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... so sieht das leider aus.
Wenn hier seitens der EU nicht entsprechender Druck gemacht wird bis hin zum Ausschluss Bulgariens (und Rumäniens und Ungarns) aus der EU, dann wird das dort so weitergehen.
Das Schlimme daran wäre:
Dann hätte nämlich der "Böse" gewonnen, sprich man (das Land Bulgarien) hätte sich mit diesen Aktionen zwar einen nach außen hin "rassistischen" Ruf verpasst, wäre aber sein belastendes "Minderheitenproblem" los, und zwar durch Nutzung der Vorteile der EU (offene Grenzen etc...)
Und das würde Schule machen.....
gerade ein Büchse auf, die schwer nach hinten losgehen kann Stichworte: Schlesier, Basken, Sudeten, Wolgadeutsche, Siebenbürgen, Nord-Iren, Bessarabier, Elsäßer, Bretognen.
@Thema
Das selbe würde auch in D passieren, wenn Wohnungen und Gebäude, wie geschrieben, illegal errichtet wurde. In D würde die Besitzer dann auch noch für die Abrißkosten haftbar gemacht.
Leider wieder kein Beitrag zur gelungenen Integration der Sinti und Roma, wie sie letzten erst in der ZEIT postuiliert wurde.
gerade ein Büchse auf, die schwer nach hinten losgehen kann Stichworte: Schlesier, Basken, Sudeten, Wolgadeutsche, Siebenbürgen, Nord-Iren, Bessarabier, Elsäßer, Bretognen.
@Thema
Das selbe würde auch in D passieren, wenn Wohnungen und Gebäude, wie geschrieben, illegal errichtet wurde. In D würde die Besitzer dann auch noch für die Abrißkosten haftbar gemacht.
Leider wieder kein Beitrag zur gelungenen Integration der Sinti und Roma, wie sie letzten erst in der ZEIT postuiliert wurde.
... mit einer desolaten Romapolitik aussteigen, könnte sich die EU gleich auflösen. Die Staaten mit einem nicht restriktiven Umgang kann man einer Hand mit 2 amputierten Fingern ablesen. Deutschland gehört im übrigen nicht dazu.
Diese Fotoserie schildert allerdings genau den Ursprung vom wandernden Volk. Man wird von Politik/Machthabern vertrieben, wobei in unseren Breitengraden eine Freiwilligkeit der Betroffenen unterstellt wird.
gerade ein Büchse auf, die schwer nach hinten losgehen kann Stichworte: Schlesier, Basken, Sudeten, Wolgadeutsche, Siebenbürgen, Nord-Iren, Bessarabier, Elsäßer, Bretognen.
@Thema
Das selbe würde auch in D passieren, wenn Wohnungen und Gebäude, wie geschrieben, illegal errichtet wurde. In D würde die Besitzer dann auch noch für die Abrißkosten haftbar gemacht.
Leider wieder kein Beitrag zur gelungenen Integration der Sinti und Roma, wie sie letzten erst in der ZEIT postuiliert wurde.
Natürlich sieht das alles nicht nett aus.
Aber ist das die ganze Wahrheit?
Wenn wir hier eine benachteiligte Gruppe sehen, ist das ausschließlich als ein Versagen der umgebenden Gesellschaft in ihrer Bringepflicht zu interpretieren?
Wie waren die Bedingungen früher, als es auf dem Balkan noch die per se multiethnischen Großreiche gab? Gab es da Nieschen, die dieser Gruppe - auch in einer segregierten Gesellschaft - eine (ökonomisch auskömmliche) Existenz ermöglichte?
In der "modernen Gesellschaft" ist nun alles anders.
Die "Gruppe" ist offensichtlich nicht "integriert". Sie bildet dabei eigene Sozialverbände - ist das nun Chance oder Problem?
Sozialökonomische Differenzierungen innerhalb der "Gruppe" gibt es ja auch. Wer Rumänien bereist hat, kennt neben dem Elend auch die Zigeunerschlösser. Da reibt man sich als mitteleuropäischer Mittelstandsbürger ja auch die Augen......
@timecensorsagain2x
Es ist mein Fehler, wenn ich so ein Thema auf einen Satz reduzieren möchte. Eigentlich wollte ich auf die jahrhundertelang andauernde Vertreibung der Roma durch fast alle Mehrheitsgesellschaften von Indien bis nach Frankreich ansprechen. Die von Ihnen angesprochenen Gruppen haben ihre eigene Geschichte und andere aktuelle Nöte. Die Situation der Roma unterscheidet sich durch die extrem verschärfte Armutssituation. Ich selbst gehöre zu einer Minderheit, allerdings sehr priviligiert im Gegensatz zu den Romas.
@otto_B
Die Situation der Roma auf dem Balkan war bis zum Ende Jugoslawiens tatsächlich besser: Es gab einfache, aber feste Jobs, Schulpflicht und eine gewisse Akzeptanz in der Gesellschaft. Mit dem Ende des Kommunismus war die Lage der Roma in den meisten Ländern verschärft.
Leider kommen die Kommentare heute nur in verkürzter Form. Das Thema ist ja relativ weit.
denn wenn ich sehe wie die oberen Roma leben, dann gibt es ein Problem innerhalb der Gruppe. Denn imho wird der Größteteil von ihren Clanführern in dieser Art des Lebens gehalten, über die Gründe zu spekulieren ist sicherlich müßig. Auch ist mir bewusst, dass durch die Industrialisierung und Globalisierung ein Teil ihrer Arbeitsmöglichkeiten weggebrochen sind, aber man muss auch sagen das die Roma und Sinti einen gewissen Lebensstil bevorzugen, der nicht konform mit anderen Gesellschaftsformen ist, nur das sich deshalb die Mehrheit der Minderheit anzupassen hat, ist de falsche Ansatz. Die Auswirkungen einer solchen Herangehensweise mit einer anderen s.g. Minderheit, sieht man zur Zeit ja in Europa bestens
Kenne als Migrant selber das Problem mich allein durchzuschlagen und da half mir auch keiner bei, war übrigens das Erste was man mir in meiner Wahlheimat gesagt hat und habe dort auch keinerlei staatliche Hilfe bekommen.
denn wenn ich sehe wie die oberen Roma leben, dann gibt es ein Problem innerhalb der Gruppe. Denn imho wird der Größteteil von ihren Clanführern in dieser Art des Lebens gehalten, über die Gründe zu spekulieren ist sicherlich müßig. Auch ist mir bewusst, dass durch die Industrialisierung und Globalisierung ein Teil ihrer Arbeitsmöglichkeiten weggebrochen sind, aber man muss auch sagen das die Roma und Sinti einen gewissen Lebensstil bevorzugen, der nicht konform mit anderen Gesellschaftsformen ist, nur das sich deshalb die Mehrheit der Minderheit anzupassen hat, ist de falsche Ansatz. Die Auswirkungen einer solchen Herangehensweise mit einer anderen s.g. Minderheit, sieht man zur Zeit ja in Europa bestens
Kenne als Migrant selber das Problem mich allein durchzuschlagen und da half mir auch keiner bei, war übrigens das Erste was man mir in meiner Wahlheimat gesagt hat und habe dort auch keinerlei staatliche Hilfe bekommen.
denn wenn ich sehe wie die oberen Roma leben, dann gibt es ein Problem innerhalb der Gruppe. Denn imho wird der Größteteil von ihren Clanführern in dieser Art des Lebens gehalten, über die Gründe zu spekulieren ist sicherlich müßig. Auch ist mir bewusst, dass durch die Industrialisierung und Globalisierung ein Teil ihrer Arbeitsmöglichkeiten weggebrochen sind, aber man muss auch sagen das die Roma und Sinti einen gewissen Lebensstil bevorzugen, der nicht konform mit anderen Gesellschaftsformen ist, nur das sich deshalb die Mehrheit der Minderheit anzupassen hat, ist de falsche Ansatz. Die Auswirkungen einer solchen Herangehensweise mit einer anderen s.g. Minderheit, sieht man zur Zeit ja in Europa bestens
Kenne als Migrant selber das Problem mich allein durchzuschlagen und da half mir auch keiner bei, war übrigens das Erste was man mir in meiner Wahlheimat gesagt hat und habe dort auch keinerlei staatliche Hilfe bekommen.
"...das[s] die Roma und Sinti einen gewissen Lebensstil bevorzugen, der nicht konform mit anderen Gesellschaftsformen ist."
Nun, wenn Sie Rumänien kennen, dann wissen Sie ja sicher auch, das lediglich etwa 10 % der Roma nomadisch leben. Alle anderen haben einen festen Wohnsitz. Warum dieser manchmal illegal errichtet wird, liegt auch auf der Hand, wenn Sie die örtliche Situation kennen: Rumänen und Ungarn vermieten selten an Roma. Sie wollen keine Roma als Nachbarn. Behörden blockieren die entsprechenden Verfahren und wollen selbst keine Roma als Mieter.
Und nun? Was würden Sie tun, als Alternative zum mobilen Leben im Trailer, das wie gesagt nur 10% bevorzugen? In einem Staat, der durch Korruption und Nationalismus gekennzeichnet ist und keine Anstalten macht, Hilfsangebote zu leisten?
Und noch etwas: "wenn ich sehe[,] wie die oberen Roma leben, dann gibt es ein Problem innerhalb der Gruppe"? Ja?
Sie meinen also, sämtliche Roma seien sozial miteinander verbunden, sodass Ihre Erfahrungen mit 'Zigeunerschlössern' in Rumänien als Argument für den Abriss einer Siedlung in Bulgarien gelten kann?
Schauen Sie sich doch einmal an, wie die "oberen Deutschen" so leben. Da gibt es dann wohl auch ein Problem "innerhalb der Gruppe"?
"...das[s] die Roma und Sinti einen gewissen Lebensstil bevorzugen, der nicht konform mit anderen Gesellschaftsformen ist."
Nun, wenn Sie Rumänien kennen, dann wissen Sie ja sicher auch, das lediglich etwa 10 % der Roma nomadisch leben. Alle anderen haben einen festen Wohnsitz. Warum dieser manchmal illegal errichtet wird, liegt auch auf der Hand, wenn Sie die örtliche Situation kennen: Rumänen und Ungarn vermieten selten an Roma. Sie wollen keine Roma als Nachbarn. Behörden blockieren die entsprechenden Verfahren und wollen selbst keine Roma als Mieter.
Und nun? Was würden Sie tun, als Alternative zum mobilen Leben im Trailer, das wie gesagt nur 10% bevorzugen? In einem Staat, der durch Korruption und Nationalismus gekennzeichnet ist und keine Anstalten macht, Hilfsangebote zu leisten?
Und noch etwas: "wenn ich sehe[,] wie die oberen Roma leben, dann gibt es ein Problem innerhalb der Gruppe"? Ja?
Sie meinen also, sämtliche Roma seien sozial miteinander verbunden, sodass Ihre Erfahrungen mit 'Zigeunerschlössern' in Rumänien als Argument für den Abriss einer Siedlung in Bulgarien gelten kann?
Schauen Sie sich doch einmal an, wie die "oberen Deutschen" so leben. Da gibt es dann wohl auch ein Problem "innerhalb der Gruppe"?
"In der Stadt Maglizh wurden mehr als 30 illegal errichtete Häuser von Roma-Familien abgerissen."
So wird mit illegal errichteten Häusern in Deutschland verfahren: Die Bauherren müssen den Abriss selbst leisten bzw ihn bezahlen. Die Behörden sind da rigoros.
Wäre der Vollzug von Baurecht in Bulgarien so akurat wie in Deutschland, reichten die Bagger ganz Europas nicht aus.
"...das[s] die Roma und Sinti einen gewissen Lebensstil bevorzugen, der nicht konform mit anderen Gesellschaftsformen ist."
Nun, wenn Sie Rumänien kennen, dann wissen Sie ja sicher auch, das lediglich etwa 10 % der Roma nomadisch leben. Alle anderen haben einen festen Wohnsitz. Warum dieser manchmal illegal errichtet wird, liegt auch auf der Hand, wenn Sie die örtliche Situation kennen: Rumänen und Ungarn vermieten selten an Roma. Sie wollen keine Roma als Nachbarn. Behörden blockieren die entsprechenden Verfahren und wollen selbst keine Roma als Mieter.
Und nun? Was würden Sie tun, als Alternative zum mobilen Leben im Trailer, das wie gesagt nur 10% bevorzugen? In einem Staat, der durch Korruption und Nationalismus gekennzeichnet ist und keine Anstalten macht, Hilfsangebote zu leisten?
Und noch etwas: "wenn ich sehe[,] wie die oberen Roma leben, dann gibt es ein Problem innerhalb der Gruppe"? Ja?
Sie meinen also, sämtliche Roma seien sozial miteinander verbunden, sodass Ihre Erfahrungen mit 'Zigeunerschlössern' in Rumänien als Argument für den Abriss einer Siedlung in Bulgarien gelten kann?
Schauen Sie sich doch einmal an, wie die "oberen Deutschen" so leben. Da gibt es dann wohl auch ein Problem "innerhalb der Gruppe"?
"sodass Ihre Erfahrungen mit 'Zigeunerschlössern' in Rumänien als Argument für den Abriss einer Siedlung in Bulgarien gelten kann?"
Nein, den Abriß wollte ich garnicht kommentieren. Mir ging es um die Frage nach der Herkunft des Elends, und ob die sozial-ökonomische Differenzierungen innerhalb der als "Roma" bezeichneten Gruppe damit etwas zu tun haben könnten.
Betreffs Bulgarien und Rumänien habe ich mir erlaubt, eine Vergleichbarkeit der Verhältnisse zu vermuten.
"Sie meinen also, sämtliche Roma seien sozial miteinander verbunden, "
Ja wieso denn nicht? Was soll es denn sonst sein, was eine Gruppe wie die der Roma von der Umgebungsgesellschaft unterscheidbar macht?
Ist nicht gerade das Zusammenspiel des (eigenen) Sozialverbandes mit der Ausgrenzungserfahrung der Umgebungsgesellschaft, das die Existenz der Gruppe begründet?
Um es auf den Punkt zu bringen:
Wenn jemand sozial aufsteigt, eben aus diesem Verband ausschert, sich in der urbanen Gesellschaft assimiliert -
welchen Grund soll es dann noch geben, sich einer solchen Gruppe zuzuordnen? Man ist dann eben nur noch Deutscher, Tscheche, Franzose, Amerikaner.....
"sodass Ihre Erfahrungen mit 'Zigeunerschlössern' in Rumänien als Argument für den Abriss einer Siedlung in Bulgarien gelten kann?"
Nein, den Abriß wollte ich garnicht kommentieren. Mir ging es um die Frage nach der Herkunft des Elends, und ob die sozial-ökonomische Differenzierungen innerhalb der als "Roma" bezeichneten Gruppe damit etwas zu tun haben könnten.
Betreffs Bulgarien und Rumänien habe ich mir erlaubt, eine Vergleichbarkeit der Verhältnisse zu vermuten.
"Sie meinen also, sämtliche Roma seien sozial miteinander verbunden, "
Ja wieso denn nicht? Was soll es denn sonst sein, was eine Gruppe wie die der Roma von der Umgebungsgesellschaft unterscheidbar macht?
Ist nicht gerade das Zusammenspiel des (eigenen) Sozialverbandes mit der Ausgrenzungserfahrung der Umgebungsgesellschaft, das die Existenz der Gruppe begründet?
Um es auf den Punkt zu bringen:
Wenn jemand sozial aufsteigt, eben aus diesem Verband ausschert, sich in der urbanen Gesellschaft assimiliert -
welchen Grund soll es dann noch geben, sich einer solchen Gruppe zuzuordnen? Man ist dann eben nur noch Deutscher, Tscheche, Franzose, Amerikaner.....
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