Der Chef der Iranischen Atomenergie-Organisation, Ferejdun Abbasi-Dawani, hat im Interview mit einer arabischen Zeitung die Täuschung westlicher Geheimdienste zugegeben. Der Zeitung Al-Hayat sagte er, sein Land habe manchmal falsche Informationen vorgelegt, um die eigenen Anlagen zu schützen.

Der iranische Chefunterhändler im Atomkonflikt , Said Dschalili, war am Dienstagabend in Istanbul zu Gesprächen mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton zusammengetroffen. Ashton bezeichnete das Treffen anschließend als "nützlich und konstruktiv". Sie rief die iranische Führung zu Bewegung im Atomstreit auf. Bisher hatten mehrere Gesprächsrunden über das iranische Atomprogramm keine Fortschritte gebracht. Der Iran hatte aber vor dem Treffen in Istanbul Interesse an neuen Verhandlungen signalisiert.

Die internationale Gemeinschaft verdächtigt den Iran, an Atomwaffen zu arbeiten . Teheran bestreitet das, kooperiert aber nur lückenhaft mit der Internationalen Atomenergie-Agentur IAEA . Mit einer Resolution hat die IAEA das Verhalten des Irans in der vergangenen Woche verurteilt. Sie fasst die bisherigen Verfehlungen Irans und die Forderungen des Westens zusammen und soll den Druck auf das Land verstärken.

Israel hat immer wieder indirekt mit einem Angriff auf iranische Atomanlagen gedroht .