AtomprogrammUneinigkeit über Sanktionen für Iran

Die EU verständigt sich nur mühsam auf mögliche Strafen für den Iran. Die "Washington Post" fordert wie der israelische Premier klare Grenzen für das Atomprogramm.

US-Präsident Barack Obama

US-Präsident Barack Obama

Die einflussreiche amerikanische Zeitung Washington Post fordert US-Präsident Barack Obama im Atomkonflikt mit dem Iran zu einer klaren Warnung an Teheran auf. "Wenn Obama wirklich entschlossen ist, militärisch vorzugehen, falls der Iran entscheidende Schritte zum Bau einer Bombe unternimmt, etwa Uran auf waffenfähige Konzentrationen anzureichern, dann wäre er gut beraten, das auch öffentlich zu sagen", schrieb die Zeitung – und schloss sich damit der Meinung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu an. Laut Washington Post könne Obama mit einer klaren Aussage das Verhältnis zu Netanjahu verbessern und einen militärischen Alleingang Israels gegen den Iran verhindern.

Der israelische Regierungschef hatte schon vor einer Woche gefordert, dem Iran klare Grenzen zu setzen. Sobald Teheran diese "roten Linien" überschreite, müsse die iranische Regierung mit einem Militärschlag rechnen. Eine solch unmissverständliche Warnung könne die Gefahr eines militärischen Konflikts mindern, hatte Netanjahu hinzugefügt. Netanjahu reist Ende des Monats zur UN-Vollversammlung nach New York. Israelischen Medienberichten zufolge wird er voraussichtlich am 27. September auch Obama treffen.

Obwohl Israel und die USA wie die meisten westlichen Länder darin übereinstimmen, dass der Iran keine Atomwaffen erlangen darf, besteht keine gemeinsame Position in der Frage eines Angriffs. Die Uhren in den USA tickten anders als in Israel, sagte Israels Verteidigungsminister Ehud Barak. Der Iran verlagere Atomanlagen in Bunker und könne dadurch schon bald "immun" gegen israelische Militärschläge werden.

Die militärisch wesentlich stärkeren USA könnten jedoch nach allgemeiner Auffassung auch später noch effizient eingreifen und Sanktionen und Diplomatie deshalb mehr Zeit einräumen. Die israelische Führung aber wolle im Gegenzug für ihr Stillhalten eine klare Zusage Washingtons, notfalls militärisch einzugreifen, heißt es.

EU bereitet neue Sanktionen vor

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) teilte mit, die EU bereite neue Sanktionen vor, die schnell umgesetzt werden könnten. Darauf hätten sich die Außenminister bei ihrem informellen Treffen auf Zypern verständigt, sagte er. Als möglicher Termin für neue Beschlüsse wurde der 15. Oktober genannt.

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Die Sanktionen scheinen allerdings innerhalb der Union keineswegs unumstritten zu sein. Wie am Rande des EU-Außenministertreffens verlautete, sind sich Deutschland, Frankreich und Großbritannien zwar einig darin, Teheran wegen seines Atomprogramms mit weiteren Strafen belegen zu wollen. Einige kleinere Mitgliedstaaten fürchteten aber um ihre wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran. Dabei könnte es sich um osteuropäische Länder handeln, deren mächtiger Nachbar Russland den Iran bislang stets gegen den Vorwurf der befürchteten militärischen Nutzung seiner Atomanlagen in Schutz genommen hatte.

Wie zwei Diplomaten der Nachrichtenagentur dapd sagten, gibt es selbst unter den Befürwortern neuer Sanktionen aber noch keine Einigkeit darüber, wie diese am Ende aussehen könnten. Ins Spiel gebracht worden seien Beschränkungen für das iranische Energie- und Transportwesen sowie für den Finanzsektor.

Außenminister Westerwelle betonte: "Eine atomare Bewaffnung des Iran ist in keiner Weise akzeptabel." Das wäre nicht nur eine Bedrohung für das Nachbarland Israel, die nicht hinzunehmen sei, sondern eine Gefahr für die gesamte Region. Zugleich könne dadurch eine neue Runde des atomaren Wettrüstens in der Welt eingeläutet werden. Dies gelte es zu verhindern.

Der Minister bekräftigte die Verhandlungsbereitschaft der EU mit Teheran: "Die Hand bleibt ausgestreckt", sagte er. Doch müsse der Iran endlich substanzielle Vorschläge unterbreiten. "Ein Spiel auf Zeit können wir nicht akzeptieren."

 
Leserkommentare
    • zozo
    • 08.09.2012 um 14:22 Uhr

    Oh doch, es gibt eine gemeinsame Position : niemand möchte wirklich einen Angriff auf Iran.

    Nichtmal Israel, meiner Meinung nach, deren Regime diesen kalten Krieg mit Iran nur zur Ablenkung von dem wahren Problem nutzt: das Landgrab von den Palästinensern.

    Auch die Militärindustrie ist besser dran mit einem kalten Krieg und Saber-ratteln als mit einem echten Krieg, wie es Irak und Afghanistan bewiesen haben.

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    Die Sanktionen sind völkerrechtlich genauso kriegerische Akte wie die Unterstützung terroristischer Gruppen (Volksmudschaheddin MEK), Anschläge auf Wissenschaftler, Cyber-Terrorismus, die ständige Drohung mit einem Militärschlag, Spionagetätigkeit und die politische Obstruktion. Sie sind Bestandteile der Kriegsvorbereitung, genauso wie beim Irak in den 90er Jahren.

    Die Kriege im Rahmen der Neuordnung des Mittleren Ostens dienen demselben geopolitischen Projekt:

    http://www.faz.net/aktuel...

    Die vorgeschobenen Kriegsgründe, Demokratie-Export, Terrorismus, Sicherheit Israels, Brunnenbohren, Massenvernichtungswaffen, Frauenrechte usw. sind allesamt fadenscheinige Vorwände.

    http://www.compact-magazi...

    Dazu W. Wimmer (CDU, ehem. Staatssekretär):

    „Seit Mitte der neunziger Jahre befinden wir uns aber in einem Bündnis, dessen offenkundige Bündnisvormacht an weitausholenden Aggressionen interessiert ist.

    Die Bundesregierung sollte zum Beispiel genau prüfen, was in den letzten 15 Jahren geschehen ist, um uns in unumkehrbare Wege zum Krieg zu treiben. Dazu zählen vor allem Sanktionen, wie sie von den beiden angelsächsischen Mächte angelegt worden sind. Der US-Kongress hat angeblich Sanktionen gegen mehr als 70 Staaten verhängt.
    Wenn eine nach der anderen militärisch abgearbeitet wird, dann droht der globale Bürgerkrieg.“

    Ich teile Ihre Vermutung, dass die USA und Israel in nächster Zukunft keine Eskalation anstreben und lediglich durch Fortführung der bisherigen Politik (Krieg auf niedriger Stufe) den Iran weiter schwächen und mürbe machen wollen (allerdings bin ich mir nicht sicher).

    Außerdem müsste vor einem heißen Krieg der Regime-Change in Syrien erledigt sein, um die Hisbollah in die Zange zu nehmen und später ausschalten zu können.

    Wenn sich aber herausstellen sollte, dass die Sanktionen nicht wirken bzw. zu viele Staaten (v.a. aus Asien und viele Blockfreie) die Sanktionen umgehen oder nicht mittragen, ändert sich die Lage und ein heißer Krieg wird wahrscheinlicher.

    Dass der heiße Krieg irgendwann kommen soll (vielleicht in 5-10 Jahren), ist vermutlich beschlossene Sache. Die Kriege in Afghanistan und Irak würden ansonsten kaum Sinn machen, da sie in der jetzigen Situation lediglich dazu führen, dass die USA in einer prekären militärischen Situation finanziell ausbluten.

    Das langfristige Ziel, das Erdöl des Mittleren Ostens und die strategisch wichtigen Punkte dieser Region komplett der amerikanischen bzw. der NATO-Kontrolle zu unterwerfen, wäre nicht erreicht. Die Erreichung dieser Ziele scheint mir aber in der Strategie der USA unverzichtbar zu sein: siehe Fortsetzung

    Die Sanktionen sind völkerrechtlich genauso kriegerische Akte wie die Unterstützung terroristischer Gruppen (Volksmudschaheddin MEK), Anschläge auf Wissenschaftler, Cyber-Terrorismus, die ständige Drohung mit einem Militärschlag, Spionagetätigkeit und die politische Obstruktion. Sie sind Bestandteile der Kriegsvorbereitung, genauso wie beim Irak in den 90er Jahren.

    Die Kriege im Rahmen der Neuordnung des Mittleren Ostens dienen demselben geopolitischen Projekt:

    http://www.faz.net/aktuel...

    Die vorgeschobenen Kriegsgründe, Demokratie-Export, Terrorismus, Sicherheit Israels, Brunnenbohren, Massenvernichtungswaffen, Frauenrechte usw. sind allesamt fadenscheinige Vorwände.

    http://www.compact-magazi...

    Dazu W. Wimmer (CDU, ehem. Staatssekretär):

    „Seit Mitte der neunziger Jahre befinden wir uns aber in einem Bündnis, dessen offenkundige Bündnisvormacht an weitausholenden Aggressionen interessiert ist.

    Die Bundesregierung sollte zum Beispiel genau prüfen, was in den letzten 15 Jahren geschehen ist, um uns in unumkehrbare Wege zum Krieg zu treiben. Dazu zählen vor allem Sanktionen, wie sie von den beiden angelsächsischen Mächte angelegt worden sind. Der US-Kongress hat angeblich Sanktionen gegen mehr als 70 Staaten verhängt.
    Wenn eine nach der anderen militärisch abgearbeitet wird, dann droht der globale Bürgerkrieg.“

    Ich teile Ihre Vermutung, dass die USA und Israel in nächster Zukunft keine Eskalation anstreben und lediglich durch Fortführung der bisherigen Politik (Krieg auf niedriger Stufe) den Iran weiter schwächen und mürbe machen wollen (allerdings bin ich mir nicht sicher).

    Außerdem müsste vor einem heißen Krieg der Regime-Change in Syrien erledigt sein, um die Hisbollah in die Zange zu nehmen und später ausschalten zu können.

    Wenn sich aber herausstellen sollte, dass die Sanktionen nicht wirken bzw. zu viele Staaten (v.a. aus Asien und viele Blockfreie) die Sanktionen umgehen oder nicht mittragen, ändert sich die Lage und ein heißer Krieg wird wahrscheinlicher.

    Dass der heiße Krieg irgendwann kommen soll (vielleicht in 5-10 Jahren), ist vermutlich beschlossene Sache. Die Kriege in Afghanistan und Irak würden ansonsten kaum Sinn machen, da sie in der jetzigen Situation lediglich dazu führen, dass die USA in einer prekären militärischen Situation finanziell ausbluten.

    Das langfristige Ziel, das Erdöl des Mittleren Ostens und die strategisch wichtigen Punkte dieser Region komplett der amerikanischen bzw. der NATO-Kontrolle zu unterwerfen, wäre nicht erreicht. Die Erreichung dieser Ziele scheint mir aber in der Strategie der USA unverzichtbar zu sein: siehe Fortsetzung

  1. Die Sanktionen sind völkerrechtlich genauso kriegerische Akte wie die Unterstützung terroristischer Gruppen (Volksmudschaheddin MEK), Anschläge auf Wissenschaftler, Cyber-Terrorismus, die ständige Drohung mit einem Militärschlag, Spionagetätigkeit und die politische Obstruktion. Sie sind Bestandteile der Kriegsvorbereitung, genauso wie beim Irak in den 90er Jahren.

    Die Kriege im Rahmen der Neuordnung des Mittleren Ostens dienen demselben geopolitischen Projekt:

    http://www.faz.net/aktuel...

    Die vorgeschobenen Kriegsgründe, Demokratie-Export, Terrorismus, Sicherheit Israels, Brunnenbohren, Massenvernichtungswaffen, Frauenrechte usw. sind allesamt fadenscheinige Vorwände.

    http://www.compact-magazi...

    Dazu W. Wimmer (CDU, ehem. Staatssekretär):

    „Seit Mitte der neunziger Jahre befinden wir uns aber in einem Bündnis, dessen offenkundige Bündnisvormacht an weitausholenden Aggressionen interessiert ist.

    Die Bundesregierung sollte zum Beispiel genau prüfen, was in den letzten 15 Jahren geschehen ist, um uns in unumkehrbare Wege zum Krieg zu treiben. Dazu zählen vor allem Sanktionen, wie sie von den beiden angelsächsischen Mächte angelegt worden sind. Der US-Kongress hat angeblich Sanktionen gegen mehr als 70 Staaten verhängt.
    Wenn eine nach der anderen militärisch abgearbeitet wird, dann droht der globale Bürgerkrieg.“

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    Wie recht Sie haben,ich befürchte allerdings,daß wir uns aus der -freundschaftlichen Umklammerung- unserer Bündnisvormacht nicht mehr so einfach loslösen können.Zu sehr scheinen sie auch schon bei uns im Land Kontrolle auszuüben,mit Hilfe von Politikern und sonstigen Freunden Amerikas als -Steigbügelhalter-.

    Wie recht Sie haben,ich befürchte allerdings,daß wir uns aus der -freundschaftlichen Umklammerung- unserer Bündnisvormacht nicht mehr so einfach loslösen können.Zu sehr scheinen sie auch schon bei uns im Land Kontrolle auszuüben,mit Hilfe von Politikern und sonstigen Freunden Amerikas als -Steigbügelhalter-.

  2. ...standhält, könnte dies "Schule machen" und sich eine "alternative Welt" bilden. Ein "Staatenbund", frei von "westlichen Zahlungssystemen", immun gegen Sanktionen, ein verteidigendes Militärbündnis, atomare Abschreckung, usw.

    Die Welt ist reif für ein "alternatives Bündnis".

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    Die Befreiung von "westlichen Zahlungssystemen" ist in der Tat einer der Hauptgründe für diesen Konflikt.

    Ein souveräner Mittlerer Osten würde sein Öl selbstverständlich nicht mehr exklusiv für $ verkaufen, sondern für verschiedene Währungen und langfristig für seine eigene goldgedeckte Währung. Damit wäre die Stellung des $ und die Kontrolle des Ölpreises durch die Wallstreet gefährdet:

    http://www.petrodollarwar...

    "In essence, Iran is about to commit a far greater “offense” than Saddam Hussein's conversion to the euro for Iraq’s oil exports in the fall of 2000. Beginning in March 2006, the Tehran government has plans to begin competing with New York's NYMEX and London's IPE with respect
    to international oil trades – using a euro-based international oil-trading mechanism...Tehran’s objective constitutes an obvious encroachment on dollar supremacy in the crucial international oil market."

    Eine goldgedeckte Währung der Golfstaaten (eine Art kombinierter Gold-/Öl-Standard) wäre der Grundstein für ein funktionierendes ehrliches Weltwährungssystem (das es nicht mehr gibt, seit die USA ihre Kriege mit der Notenpresse finanzieren).

    Deutschland ist einer der Hauptverlierer des jetzigen Währungssystem, da die Exporterlöse derzeit zu einem sehr großen Teil in wertlose Finanzpapiere angelegt werden und der ganze Schrott dann letzlich beim deutschen Staat (Target2, ESM, Eurobonds, Bankenrettung usw.) landet.

    Die Befreiung von "westlichen Zahlungssystemen" ist in der Tat einer der Hauptgründe für diesen Konflikt.

    Ein souveräner Mittlerer Osten würde sein Öl selbstverständlich nicht mehr exklusiv für $ verkaufen, sondern für verschiedene Währungen und langfristig für seine eigene goldgedeckte Währung. Damit wäre die Stellung des $ und die Kontrolle des Ölpreises durch die Wallstreet gefährdet:

    http://www.petrodollarwar...

    "In essence, Iran is about to commit a far greater “offense” than Saddam Hussein's conversion to the euro for Iraq’s oil exports in the fall of 2000. Beginning in March 2006, the Tehran government has plans to begin competing with New York's NYMEX and London's IPE with respect
    to international oil trades – using a euro-based international oil-trading mechanism...Tehran’s objective constitutes an obvious encroachment on dollar supremacy in the crucial international oil market."

    Eine goldgedeckte Währung der Golfstaaten (eine Art kombinierter Gold-/Öl-Standard) wäre der Grundstein für ein funktionierendes ehrliches Weltwährungssystem (das es nicht mehr gibt, seit die USA ihre Kriege mit der Notenpresse finanzieren).

    Deutschland ist einer der Hauptverlierer des jetzigen Währungssystem, da die Exporterlöse derzeit zu einem sehr großen Teil in wertlose Finanzpapiere angelegt werden und der ganze Schrott dann letzlich beim deutschen Staat (Target2, ESM, Eurobonds, Bankenrettung usw.) landet.

  3. Seit wann hat ein Informationsmedium etwas zu fordern? Habe ich etwas Wichtiges verpasst?

    Die possenhafte Forderung Israels reiht sich dabei wieder einmal ein, in eine lange Reihe von Versuchen, aus einem offensichtlich friedlichen Atomprogramm einen Kriegsgrund zu entwickeln und seine US-Vasallen darin zu verwickeln.

    Ironie des Ganzen: So besitzt man ja selbst, allem Anschein nach,eine Anzahl Atomwaffen und hat im Gegensatz zum Iran den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet.

    Eine Leserempfehlung
  4. Ich teile Ihre Vermutung, dass die USA und Israel in nächster Zukunft keine Eskalation anstreben und lediglich durch Fortführung der bisherigen Politik (Krieg auf niedriger Stufe) den Iran weiter schwächen und mürbe machen wollen (allerdings bin ich mir nicht sicher).

    Außerdem müsste vor einem heißen Krieg der Regime-Change in Syrien erledigt sein, um die Hisbollah in die Zange zu nehmen und später ausschalten zu können.

    Wenn sich aber herausstellen sollte, dass die Sanktionen nicht wirken bzw. zu viele Staaten (v.a. aus Asien und viele Blockfreie) die Sanktionen umgehen oder nicht mittragen, ändert sich die Lage und ein heißer Krieg wird wahrscheinlicher.

    Dass der heiße Krieg irgendwann kommen soll (vielleicht in 5-10 Jahren), ist vermutlich beschlossene Sache. Die Kriege in Afghanistan und Irak würden ansonsten kaum Sinn machen, da sie in der jetzigen Situation lediglich dazu führen, dass die USA in einer prekären militärischen Situation finanziell ausbluten.

    Das langfristige Ziel, das Erdöl des Mittleren Ostens und die strategisch wichtigen Punkte dieser Region komplett der amerikanischen bzw. der NATO-Kontrolle zu unterwerfen, wäre nicht erreicht. Die Erreichung dieser Ziele scheint mir aber in der Strategie der USA unverzichtbar zu sein: siehe Fortsetzung

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    http://www.blaetter.de/ar...

    "Klar scheint dagegen, dass die USA sich in näherer Zukunft trotz des Widerstandes gegen ihre militärische Präsenz weder aus dem Irak noch aus der Region zurückziehen werden. Im Gegenteil: Die US-Regierung hat sich die GEOPOLITISCHE NEUORDNUNG DER REGION auf ihre Fahnen geschrieben und dieser Absicht mit der Ankündigung einer "Greater Middle East Initiative" (GMEI) Ausdruck verliehen. Der Nahe und Mittlere Osten wird somit in den nächsten Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, zum Zentrum internationaler geopolitischer Ordnungsbemühungen und Auseinandersetzungen werden."

    Die US-Eliten haben unmissverständlich klar gemacht, dass sie ihre globale Hegemonie im 21. Jh. um jeden Preis erhalten und ausbauen wollen, dies ist nur durch Krieg möglich, der ökonomische Wettlauf gegen China u.a. ist nicht mehr zu gewinnen:

    http://www.spiegel.de/pol...

    http://de.wikipedia.org/w...

    Der Haus- und Hofhistoriker des Establishments, N.Ferguson:

    http://miami.uni-muenster...

    „Niall Ferguson behauptet, dass es keine Alternative zu einem US-Imperium gibt, weil eine...multipolare Welt nicht erkennbar sei. Daraufhin würde die Unipolarität durch die Apolarität ersetzen. So entstehe ein weltweites Machtvakuum, das bloß Unordnung und Anarchie schafft.“ (S. 35)

    http://www.blaetter.de/ar...

    "Klar scheint dagegen, dass die USA sich in näherer Zukunft trotz des Widerstandes gegen ihre militärische Präsenz weder aus dem Irak noch aus der Region zurückziehen werden. Im Gegenteil: Die US-Regierung hat sich die GEOPOLITISCHE NEUORDNUNG DER REGION auf ihre Fahnen geschrieben und dieser Absicht mit der Ankündigung einer "Greater Middle East Initiative" (GMEI) Ausdruck verliehen. Der Nahe und Mittlere Osten wird somit in den nächsten Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, zum Zentrum internationaler geopolitischer Ordnungsbemühungen und Auseinandersetzungen werden."

    Die US-Eliten haben unmissverständlich klar gemacht, dass sie ihre globale Hegemonie im 21. Jh. um jeden Preis erhalten und ausbauen wollen, dies ist nur durch Krieg möglich, der ökonomische Wettlauf gegen China u.a. ist nicht mehr zu gewinnen:

    http://www.spiegel.de/pol...

    http://de.wikipedia.org/w...

    Der Haus- und Hofhistoriker des Establishments, N.Ferguson:

    http://miami.uni-muenster...

    „Niall Ferguson behauptet, dass es keine Alternative zu einem US-Imperium gibt, weil eine...multipolare Welt nicht erkennbar sei. Daraufhin würde die Unipolarität durch die Apolarität ersetzen. So entstehe ein weltweites Machtvakuum, das bloß Unordnung und Anarchie schafft.“ (S. 35)

  5. http://www.blaetter.de/ar...

    "Klar scheint dagegen, dass die USA sich in näherer Zukunft trotz des Widerstandes gegen ihre militärische Präsenz weder aus dem Irak noch aus der Region zurückziehen werden. Im Gegenteil: Die US-Regierung hat sich die GEOPOLITISCHE NEUORDNUNG DER REGION auf ihre Fahnen geschrieben und dieser Absicht mit der Ankündigung einer "Greater Middle East Initiative" (GMEI) Ausdruck verliehen. Der Nahe und Mittlere Osten wird somit in den nächsten Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, zum Zentrum internationaler geopolitischer Ordnungsbemühungen und Auseinandersetzungen werden."

    Die US-Eliten haben unmissverständlich klar gemacht, dass sie ihre globale Hegemonie im 21. Jh. um jeden Preis erhalten und ausbauen wollen, dies ist nur durch Krieg möglich, der ökonomische Wettlauf gegen China u.a. ist nicht mehr zu gewinnen:

    http://www.spiegel.de/pol...

    http://de.wikipedia.org/w...

    Der Haus- und Hofhistoriker des Establishments, N.Ferguson:

    http://miami.uni-muenster...

    „Niall Ferguson behauptet, dass es keine Alternative zu einem US-Imperium gibt, weil eine...multipolare Welt nicht erkennbar sei. Daraufhin würde die Unipolarität durch die Apolarität ersetzen. So entstehe ein weltweites Machtvakuum, das bloß Unordnung und Anarchie schafft.“ (S. 35)

  6. Die Befreiung von "westlichen Zahlungssystemen" ist in der Tat einer der Hauptgründe für diesen Konflikt.

    Ein souveräner Mittlerer Osten würde sein Öl selbstverständlich nicht mehr exklusiv für $ verkaufen, sondern für verschiedene Währungen und langfristig für seine eigene goldgedeckte Währung. Damit wäre die Stellung des $ und die Kontrolle des Ölpreises durch die Wallstreet gefährdet:

    http://www.petrodollarwar...

    "In essence, Iran is about to commit a far greater “offense” than Saddam Hussein's conversion to the euro for Iraq’s oil exports in the fall of 2000. Beginning in March 2006, the Tehran government has plans to begin competing with New York's NYMEX and London's IPE with respect
    to international oil trades – using a euro-based international oil-trading mechanism...Tehran’s objective constitutes an obvious encroachment on dollar supremacy in the crucial international oil market."

    Eine goldgedeckte Währung der Golfstaaten (eine Art kombinierter Gold-/Öl-Standard) wäre der Grundstein für ein funktionierendes ehrliches Weltwährungssystem (das es nicht mehr gibt, seit die USA ihre Kriege mit der Notenpresse finanzieren).

    Deutschland ist einer der Hauptverlierer des jetzigen Währungssystem, da die Exporterlöse derzeit zu einem sehr großen Teil in wertlose Finanzpapiere angelegt werden und der ganze Schrott dann letzlich beim deutschen Staat (Target2, ESM, Eurobonds, Bankenrettung usw.) landet.

    Antwort auf "Wenn der Iran..."
  7. Wieso darf der Iran keine atomaren Waffen haben, wenn andere Länder die haben?? Atomwaffen dürfte gar kein Land haben.
    Ausserdem glaube ich nicht, dass der Iran Israel angreifen würde, dann hätte er zwar China als Freund, aber USA und andere Länder als Gegner. Die Iraner sind überwiegend nicht wohlhabend und alles würde da zusammenbrechen.
    Übrigens lebt im Iran der größe jüdische Anteil von allen Ländern und die können auch ihren Glauben da gut leben. Ein paar Auflagen gibt es wohl, mehr nicht.
    Leider kann man all diese eigentlich schönen Länder nicht mehr bereisen ohne Gefahr zu laufen, dass man erschlagen wird oder gefangen genommen wird. Es war früher immer mein Wunsch einmal in diese Länder zu reisen, in die Berge. Kann man knicken in diesem Leben.

    Die Provokateure sitzen woanders.
    http://www.readers-editio...

    Historiker sagen, dass im Schnitt alle 60 Jahre ein Krieg entsteht- wir sind 10 Jahre drüber und man durchaus Angst bekommen. Das einzige Land, dass seine Bürger komplett schützen kann, ist die Schweiz mit ihren Bunkern, auch vor atomaren Angriffen. Was haben wir? Nichts- wo wir hinlaufen könnten. Die Schweiz ist mein absoluter Favorit, was Bürgerschutz angeht. Ob wir 2012 friedlich beenden können, wird von alternativen Medien stark angezweifelt. Vielleicht ist ja der Zusammenbruch, wie er gerade stattfindet, gewollt?

    Eine Leserempfehlung

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