Das syrische Regime bekommt einem Zeitungsbericht zufolge wieder Militärhilfe vom Iran . Die Regierung in Teheran liefere das Material für Präsident Baschar al-Assad über den irakischen Luftraum nach Syrien . Dies berichtet die New York Times unter Berufung auf US-Regierungsmitglieder.

Demnach habe die Administration von Präsident Barack Obama Druck auf die irakische Regierung ausgeübt, um sie zur Schließung des Luftkorridors für den Iran zu bewegen. Daraufhin waren die Lieferungen im März kurzzeitig eingestellt worden. Doch nachdem die Rebellen in Syrien immer stärker geworden seien, und ein Teil der syrischen Führung bei einem Anschlag ums Leben kam, seien die Flüge im Juli wieder aufgenommen worden.

Die Militärlieferungen über den irakischen Luftraum ermöglichen es dem Iran dem Bericht zufolge, die Kontrollen syrischer Rebellen an einigen Grenzübergängen zu umgehen. "Die Iraner haben keine Probleme in der Luft, und das syrische Regime hat den Flughafen immer noch unter Kontrolle", sagte der Leiter des Middle East Center for Studies and Research in Beirut , Hischam Dschaber, der New York Times .

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Um was für Lieferungen es sich genau handelt, ist nach Angaben eines ehemaligen US-Regierungsvertreters nicht vollständig klar. Angesichts der eingesetzten Transportflugzeuge und der Weigerung des Irans , die Maschinen im Irak inspizieren zu lassen, gehe man aber davon aus, dass es sich um Waffen handele. In der Vergangenheit hat der Iran Syrien laut US-Angaben bereits unter anderem mit einem Frachtflugzeug für das Militär und mit Technologie zur Überwachung der Internet-Kommunikation versorgt.

Einfluss der USA hat Grenzen

Die Vorgänge zeigen dem Bericht zufolge zudem, wie begrenzt die Einflussmöglichkeiten der USA im Irak mittlerweile sind. US-Vizepräsident Joe Biden soll am 17. August in einem Telefonat mit dem irakischen Regierungschef Nuri al-Maliki seine Besorgnis über die iranischen Transportflüge zum Ausdruck gebracht haben. Die USA haben aber kaum Möglichkeiten, die Flüge zu unterbinden. Sie haben seit dem Abzug ihrer Truppen aus dem Irak keine eigenen Flugzeuge mehr in dem Land stationiert. Und der Irak verfügt nicht über eine funktionierende Luftwaffe.

Die irakische Regierung könnte den Iran zu Zwischenlandungen auffordern oder den Luftraum komplett für die Flüge nach Syrien sperren. Allerdings wird spekuliert, dass die Regierung von Maliki bei einem Sturz von Assad ein Erstarken von Kurden und sunnitischen Arabern in der Region befürchten könnte.

Syrien ist der wichtigste Verbündete Irans in der Region. Deshalb hat die Regierung in Teheran kein Interesse am Sturz von Präsident Assad . Dem Iran wird vorgeworfen, dem syrischen Regime auf vielfältige Weise zu helfen, etwa mit Ausrüstung und militärischer Ausbildung. Es gibt zudem Vorwürfe, iranische Kämpfer würden selbst in den Kämpfen in Syrien eingreifen.