Japans Regierung hat den schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie bis zum Jahr 2040 verkündet. Mit dem Beschluss folgt Tokio anderthalb Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima dem Beispiel Deutschlands, wo die Bundesregierung bereits kurz nach dem Unglück die Abschaltung aller AKW bis 2022 beschlossen hatte.

Allerdings schlug Ministerpräsident Yoshihiko Noda vor, dass die nach der Katastrophe zwischenzeitlich heruntergefahrenen Reaktoren wieder in Betrieb genommen werden, um die Energieversorgung bis zum Ausstieg zu sichern. Die Regierung Nodas könnte sich in noch diesem Jahr einer Wahl stellen, ist derzeit aber eher unbeliebt in der Bevölkerung. In Japan hatte sich seit Fukushima zunehmend Widerstand gegen die Atomkraft formiert.

Japan müsste seine Energieversorgung mit dem Ausstieg vollkommen neu strukturieren und aufbauen. Vor der Katastrophe von Fukushima bezog das Land 30 Prozent seiner Energie aus Atomkraft.