Mario Monti © Paolo Bona/Reuters

Der italienische Ministerpräsident Mario Monti hört mit dem Ende der Legislaturperiode im kommenden Frühjahr auf. "Ich werde nicht zur Wahl antreten", sagte er dem US-Fernsehsender CNN . Das italienische Parlament wird im kommenden Frühjahr neu gewählt . Es sei wichtig, dass dann das politische Spiel der Parteien von Neuem beginne, "hoffentlich mit mehr Verantwortungsbewusstsein und Reife", sagte Monti . Er verwies darauf, dass er sich als Senator auf Lebenszeit weiterhin in die Politik einmischen werde.

Der Wirtschaftswissenschaftler Monti hatte im November 2011 die Regierungsgeschäfte übernommen, als der vorherige Ministerpräsident Silvio Berlusconi zurücktreten musste. Mit seiner Übergangsregierung war er zur Bewältigung der Schuldenkrise angetreten und hatte Italien massive Sparmaßnahmen auferlegt .

Nach Umfragen wollen fast 40 Prozent der Italiener, dass Monti als Regierungschef weitermacht. Damit liegt er vor Politikern der linken Mitte. Auch Berlusconi soll über eine Kandidatur nachdenken . In einem Interview hatte er Deutschland als "Hegemonialstaat" bezeichnet, der die anderen EU-Länder einem Spardiktat unterwirft . Er selber wäre weniger ein "Vasall Deutschlands" als Regierungschef Monti. Derzeit würden Berlusconi aber nur gut 14 Prozent der Italiener wählen.