ExtremismusWie Islamhasser politische Debatten kapern

Die immer gleiche Strategie: Erst provozieren Islamgegner, dann reden alle über Meinungsfreiheit und Sicherheit. Immerhin: Unter Jugendlichen verfängt die Methode weniger.

Pro-Deutschland-Demonstranten in Berlin

Pro-Deutschland-Demonstranten in Berlin

Darf man die öffentliche Aufführung eines Filmes, der die Gefühle einer Glaubensgemeinschaft verletzt, im Namen des sozialen Friedens verbieten? Die Debatte um das Video The Innocence of Muslims und die Reaktionen darauf haben den scheinbaren Widerspruch zwischen Meinungsfreiheit und öffentlicher Sicherheit ins Rampenlicht gerückt. Zur großen Freude sowohl der Islamisten als auch der Islamophoben weltweit.

Matthew Goodwin, Professor an der Universität Nottingham, glaubt, dass dieser Widerspruch, den die Islamophoben als Grundproblem der multikulturellen Gesellschaft ansehen, nichts anderes sei, als Teil einer politischen Strategie. Gemeinsam mit anderen Kollegen hat Goodwin in diesem Jahr das Projekt Extremis ins Leben gerufen, eine Plattform für Politologen und Soziologen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das Phänomen des Extremismus auf einer objektiven, unabhängigen und fundierten Basis zu untersuchen.

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"Was die anti-islamische Rechte immer wieder versucht", sagt Goodwin, "ist, Massenparteien in eine Debatte über die Kompatibilität des Islams mit unseren liberaldemokratischen Idealen zu verwickeln. Durch ihre Provokationen wollen sie zeigen, dass ihre Vorstellung vom Islam als Religion der Gewalt und des Hasses berechtigt ist. Eine selbsterfüllende Prophezeiung."

Monopolisierte Integrationsdebatte

Die Islamophoben kennen sich meistens gut mit dem Islam aus und nutzen diese Kenntnisse, um die Wirkung ihrer Provokationen zu maximieren. Sobald die islamische Gemeinschaft vehement auf eine Provokation reagiert, verwandelt sich die Debatte um existierende kulturelle Unterschiede in einen Konflikt zwischen zwei Gesellschaftsmodellen. "Das ist genau das, was die Islamophoben wollen", sagt Goodwin. "Durch ihre aggressive Herangehensweise haben sie es in vielen Ländern geschafft, die Integrationsdebatte zu monopolisieren. Die Massenparteien sind dann gezwungen, ihnen auf ihr Terrain zu folgen."

Eine Regierungspartei, die sich in erster Linie um die Sicherheit der Bürger kümmert, gerät damit zwangsläufig in ein Dilemma: Entweder schränkt sie die Meinungsfreiheit ein, oder geht das Risiko einer gewaltsamen Eskalation ein.

"Nehmen wir zum Beispiel Geert Wilders Besuch in London im Jahr 2009", sagt Goodwin. "Der holländische Rechtspopulist wurde damals von einem Parlamentsmitglied eingeladen, um seinen anti-islamischen Dokumentarfilm Fitna im House of the Lords zu zeigen. Gordon Brown sprach sich dagegen aus. Wilders zwang die britische Politik Partei zu ergreifen. Plötzlich ging es nicht mehr um eine politische Werbeaktion, sondern um die Verteidigung der Meinungsfreiheit."

Leserkommentare
  1. ist unter anderen auch eine christliche Tugend. Sie hat die Eigenschaft neuem oder fremden unvoreingenommen und selbstsicher zu begegnen, mit Respekt und Toleranz. Auch wenn man Angst vor fremdem und neuem hat. Sie gibt auch dem Gegenüber die Möglichkeit einem behutsam und mit Rücksicht zu begegnen. Kein Grund also Wut und Zorn zu entflammen wo diese Tugend geübt werden will.

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    Dennoch: Dass der Islam (oder viele Islame) ein beachtliches Gewaltproblem mit sich selbst und mit anderen hat, ist ofensichtlich. Das darf nicht nur angesprochen, dem muss auch entgegen getreten werden.

    Die muslimische Juristin und Menschenrechtlerin Seyran Ateş sagte im ZEIT-Interview (http://www.zeit.de/2012/3...) dazu:

    "Religiöse Fanatiker haben vor niemandem außerhalb ihrer Religion Respekt. Sie sind selbstherrlich und größenwahnsinnig, deshalb darf man sie auch politisch nicht ernst nehmen. Ihre religiösen Gefühle sind in meinen Augen keine religiösen Gefühle, sondern Ressentiments. ...

    Demokratie darf sich nicht verleugnen. Es gibt im Westen längst eine fatale Tendenz dazu. Man knickt vor den Fundamentalisten ein und warnt stattdessen vor respektloser Religionskritik. ...

    [Auf die Frage: Haben Sie kein Verständnis für eine Politik der Deeskalation?] Nein, weil sie den religiösen Eiferern nützt. Wir haben mittlerweile eine überspitzte Sensibilität gegenüber dem Islam. Eine meiner Klientinnen musste ihren Job als Lehrerin aufgeben, weil es ihr unmöglich war, die überwiegend muslimischen Schüler für ihr Verhalten zu kritisieren. Die empfanden das als Beleidigung."

    Dem ist m.E. voll und ganz zuzustimmen.

    Dass einige die islamische Gewalt nutzen, um daraus ihr politisches Süppchen zu kochen, ist eine andere Sache, die unabhängig von dem real existierenden islamischen Gewaltproblem adressiert werden kann und muss.

    Ich denke, das radikale Muslime keine Nächstenliebe kennen. Sie geben,wie ich es auf Bildern von Pakistan sah, Kindern beim demonstrieren gegen das Muhammed Video Säbel in die Hand. Bei radikalen Muslimen kann Nächenliebe höchstens heißen: "Und willst du nicht mein Bruder (Schwester) sein, dann schlag ich dir den Schädel ein!" Solchen Leuten sollte man lieber aus dem Weg gehen und nicht von Nächstenliebe sprechen. So etwas haben diese Leute nicht gelernt, denn dazu gehört etwas Bildung und ein gutes und nicht hasserfülltes Herz. Der Islam ist eine Religion, vor der man sich in acht nehmen muss.

    Mitras Essener

    Dennoch: Dass der Islam (oder viele Islame) ein beachtliches Gewaltproblem mit sich selbst und mit anderen hat, ist ofensichtlich. Das darf nicht nur angesprochen, dem muss auch entgegen getreten werden.

    Die muslimische Juristin und Menschenrechtlerin Seyran Ateş sagte im ZEIT-Interview (http://www.zeit.de/2012/3...) dazu:

    "Religiöse Fanatiker haben vor niemandem außerhalb ihrer Religion Respekt. Sie sind selbstherrlich und größenwahnsinnig, deshalb darf man sie auch politisch nicht ernst nehmen. Ihre religiösen Gefühle sind in meinen Augen keine religiösen Gefühle, sondern Ressentiments. ...

    Demokratie darf sich nicht verleugnen. Es gibt im Westen längst eine fatale Tendenz dazu. Man knickt vor den Fundamentalisten ein und warnt stattdessen vor respektloser Religionskritik. ...

    [Auf die Frage: Haben Sie kein Verständnis für eine Politik der Deeskalation?] Nein, weil sie den religiösen Eiferern nützt. Wir haben mittlerweile eine überspitzte Sensibilität gegenüber dem Islam. Eine meiner Klientinnen musste ihren Job als Lehrerin aufgeben, weil es ihr unmöglich war, die überwiegend muslimischen Schüler für ihr Verhalten zu kritisieren. Die empfanden das als Beleidigung."

    Dem ist m.E. voll und ganz zuzustimmen.

    Dass einige die islamische Gewalt nutzen, um daraus ihr politisches Süppchen zu kochen, ist eine andere Sache, die unabhängig von dem real existierenden islamischen Gewaltproblem adressiert werden kann und muss.

    Ich denke, das radikale Muslime keine Nächstenliebe kennen. Sie geben,wie ich es auf Bildern von Pakistan sah, Kindern beim demonstrieren gegen das Muhammed Video Säbel in die Hand. Bei radikalen Muslimen kann Nächenliebe höchstens heißen: "Und willst du nicht mein Bruder (Schwester) sein, dann schlag ich dir den Schädel ein!" Solchen Leuten sollte man lieber aus dem Weg gehen und nicht von Nächstenliebe sprechen. So etwas haben diese Leute nicht gelernt, denn dazu gehört etwas Bildung und ein gutes und nicht hasserfülltes Herz. Der Islam ist eine Religion, vor der man sich in acht nehmen muss.

    Mitras Essener

  2. Ist es nicht dasselbe, wenn extremistische Islamisten ebenso wie z. B. Wilders dann aus ihren Aktionen (z. B. Koranverteilung, was ja auch auf Unmut traf) eine ledigliche "Meinungsfreiheits-Debatte" oder "Religionsfreiheit" oder oder machen? Ist in meinen Augen dasselbe Phänomen.

    8 Leserempfehlungen
  3. aber man sollte niemals Religion in die Politik mischen.
    Dadurch würde die Demokratie bedroht werden.

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    Das Problem ist, dass viele Menschen "Religion nicht in die Politik mischen" als Diktatur des Atheismus verstehen. DAS STIMMT SO ABER NICHT! Die Wahrheit ist: Wir wissen es nicht. Vllt gibt es da was Größeres, vllt auch nicht, bewiesen ist da gar nichts.

    Zunehmend nimmt jedoch paradoxerweise der Atheismus religiöse, ja sogar fanatische Züge an. Gläubige werden als "Idioten" oder "Menschen mit Vaterkomplex" diffamiert, aber das hat nicht mehr Substanz oder Geist, als wenn ein Christ auf die "dreckigen Heiden" schimpft. Der glaube soll verdrängt werden, öffentliches Beten, große Gotteshäuser sollen verschwinden, Gläubige sollen sich nicht auf ihren Glauben als Wertmaßstab berufen und Religionsvertreter am besten öffentlich schweigen. Das ist aber nicht weniger fanatisch-religiös als die entsprechenden Positionen der Gegenseite.

    "Sich raushalten aus der Religion" hieße, dass ein jeder machen kann, was er möchte, solange er niemanden verletzt - und öffentlich seinen Glauben zu leben gehört ganz klar zu den Dingen, die niemanden verletzen. Eine Meinung zu äußern, die auf Ansichten eines Philosophen oder eben Glaubensstifters beruht, ist genauso zulässig, wie eine zu äußern, die auf anderen Quellen beruht - und gerade in ethischen Fragen ist "natur"-basierte Ethik genauso willkürlich wie christliche. was es bräuchte, wäre echte Toleranz und die Bereitschaft, sich auf andere Menschen einzulassen, auch und gerade, wenn man ihren Glauben nicht versteht.

    Das Problem ist, dass viele Menschen "Religion nicht in die Politik mischen" als Diktatur des Atheismus verstehen. DAS STIMMT SO ABER NICHT! Die Wahrheit ist: Wir wissen es nicht. Vllt gibt es da was Größeres, vllt auch nicht, bewiesen ist da gar nichts.

    Zunehmend nimmt jedoch paradoxerweise der Atheismus religiöse, ja sogar fanatische Züge an. Gläubige werden als "Idioten" oder "Menschen mit Vaterkomplex" diffamiert, aber das hat nicht mehr Substanz oder Geist, als wenn ein Christ auf die "dreckigen Heiden" schimpft. Der glaube soll verdrängt werden, öffentliches Beten, große Gotteshäuser sollen verschwinden, Gläubige sollen sich nicht auf ihren Glauben als Wertmaßstab berufen und Religionsvertreter am besten öffentlich schweigen. Das ist aber nicht weniger fanatisch-religiös als die entsprechenden Positionen der Gegenseite.

    "Sich raushalten aus der Religion" hieße, dass ein jeder machen kann, was er möchte, solange er niemanden verletzt - und öffentlich seinen Glauben zu leben gehört ganz klar zu den Dingen, die niemanden verletzen. Eine Meinung zu äußern, die auf Ansichten eines Philosophen oder eben Glaubensstifters beruht, ist genauso zulässig, wie eine zu äußern, die auf anderen Quellen beruht - und gerade in ethischen Fragen ist "natur"-basierte Ethik genauso willkürlich wie christliche. was es bräuchte, wäre echte Toleranz und die Bereitschaft, sich auf andere Menschen einzulassen, auch und gerade, wenn man ihren Glauben nicht versteht.

    • TDU
    • 20.09.2012 um 14:45 Uhr

    "Die jüngeren Briten, die in einer multikulturellen Gesellschaft aufgewachsen sind, lassen sich dagegen weniger von diesen aggressiven Parolen überzeugen."

    Das macht Hoffnung zur Gewissheit, sollte aber nicht zur Folge haben, dass um des lieben Freidens Willen auf Religion verzichtet wird. Ich glaube das auch nicht.

    Friedliches Bestehen auf den freiheitlichen und demokratischen Grundsätzen hat die Gesellschaft und die christlichen Religionen verändert. Es wird auch den militanten und dogmatischen Islam, der meint wie die katholische Kirche im Mittelalter alles beherrschen zu müssen, verändern. Der friedliche Islam ist längst angekommen und hat seinen Platz.

    5 Leserempfehlungen
    • Kobuk
    • 20.09.2012 um 14:46 Uhr

    „Die Toleranz muss jedem Bürger die Freiheit lassen zu glauben, was er will. Aber sie darf nicht so weit gehen, dass sie die Frechheit und Zügellosigkeit von Hitzköpfen gutheißt, die etwas vom Volk Verehrtes dreist beschimpfen.“

    Friedrich des Große in einem einem Brief an Voltaire

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    • TDU
    • 20.09.2012 um 17:11 Uhr

    Vielleicht hat er auch an sich gedacht, der gute Friedrich. Er brauchte ja Soldaten. Immerhin hat der Kultivierte und Gebildete auch ein paar Tausend in den Tod geschickt.

    • TDU
    • 20.09.2012 um 17:11 Uhr

    Vielleicht hat er auch an sich gedacht, der gute Friedrich. Er brauchte ja Soldaten. Immerhin hat der Kultivierte und Gebildete auch ein paar Tausend in den Tod geschickt.

  4. Inhalte tun dabei deutlich weniger zur Sache, als das Faktum das eine "Kraft mit abweichender Meinung" soweit Gehör findet, dass man die "eigene Sicht der Dinge" welche natürlich die "Richtige" ist, nicht widerstandslos verbreiten kann?

    Und ist der böse Feind hier wirklich nur im "Rechten Spektrum" angesiedelt, oder wird nicht doch eher der Verlust von Deutungsherrschaft beklagt?

    ABM für nutzlose Geisteswissenschaftler, mehr nicht.

    MfG KM

    17 Leserempfehlungen
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    >>ABM für nutzlose Geisteswissenschaftler, mehr nicht.<<

    in solche vernunftängstlichen phrasen flüchtet sich das volkstümliche denken immer dann, wenn die eigenen weltvereinfachungen und kurzschlussdeutungen mit differenzierteren sichtweisen konfrontiert sind.
    das gefährliche am rechten populismus besteht darin, dass er auf die (unbestreitbare) bedrohung durch den islamischen fundamentalismus seinerseits mit fundamentalistischen ideologemen ('abendland', nation, volkstum, christliche tradition etc.) antwortet. heimtückisch ist dabei, dass er seine rückwärtigen, kryptoreligiösen anschauungen in fortschrittliche kategorien (freiheit, demokratie, aufklärung etc.) kleidet und diese rechtsideologisch zu wenden und als diskursive kennmarken zu etablieren sucht.
    die rechtspopulistischen 'retter des abendlands' zielen auf die schaffung einer art vorkriegsstimmung und haben mit ihrer letztlich zutiefst antiaufklärerischen kleinbürgerreligion ein apokalyptisches deutungsschema ausgegeben, das es empfänglichen gemütern gestattet, sich als teilnehmner einer heroischen wehrgemeinschaft gegen das 'böse' zu fühlen.
    entsprechend richtet sich der hass vieler heute gegen alles, was an diesem einfachen, manichäischen identifikations- und selbstaufwertungsschema kratzt. und entsprechend anschlussfähig ist dieser rechte fundamentalismus für fanatismus und (wie die terrorattacken in norwegen zeigen) offenbar auch für einen 'abendländischen djihadismus'.

    RICHTIG: es gibt Rechtsradikale, die berechtigte Kritik an islamistischen Menschenrechtsverbrechen für eigene menschenrechtsfeindliche faschistische Ziele verwenden, keine Frage

    FALSCH: deshalb dürfe gegen faschistische islamistische Menschenrechtsverbrechen und erklärte Absichten zur Installierung einer Scharia ohne gleiche Rechte für Andersglaubende und Anderslebende nicht vorgegangen oder diese nicht einmal kritisiert werden

    STATTDESSEN: die Schuld an falschen Bahnen berechtigter Kritik an islamistischen Menschenrechtsverbrechen tragen vor allem diejenigen, die mit allen Mitteln die berechtigte Verteidigung des Menschenrechts der rechtlichen Gleichwertigkeit aller Menschen zu diskreditieren und zu verhindern versuchen sowie Menschen dadurch den falschen Leuten in die Arme treiben

    Eigentor nennt man das im Fußball.

    WANN HÖRT DAS AUF, DIE VERTEIDIGUNG DER MENSCHENRECHTE ZU DISKREDITIEREN?

    >>ABM für nutzlose Geisteswissenschaftler, mehr nicht.<<

    in solche vernunftängstlichen phrasen flüchtet sich das volkstümliche denken immer dann, wenn die eigenen weltvereinfachungen und kurzschlussdeutungen mit differenzierteren sichtweisen konfrontiert sind.
    das gefährliche am rechten populismus besteht darin, dass er auf die (unbestreitbare) bedrohung durch den islamischen fundamentalismus seinerseits mit fundamentalistischen ideologemen ('abendland', nation, volkstum, christliche tradition etc.) antwortet. heimtückisch ist dabei, dass er seine rückwärtigen, kryptoreligiösen anschauungen in fortschrittliche kategorien (freiheit, demokratie, aufklärung etc.) kleidet und diese rechtsideologisch zu wenden und als diskursive kennmarken zu etablieren sucht.
    die rechtspopulistischen 'retter des abendlands' zielen auf die schaffung einer art vorkriegsstimmung und haben mit ihrer letztlich zutiefst antiaufklärerischen kleinbürgerreligion ein apokalyptisches deutungsschema ausgegeben, das es empfänglichen gemütern gestattet, sich als teilnehmner einer heroischen wehrgemeinschaft gegen das 'böse' zu fühlen.
    entsprechend richtet sich der hass vieler heute gegen alles, was an diesem einfachen, manichäischen identifikations- und selbstaufwertungsschema kratzt. und entsprechend anschlussfähig ist dieser rechte fundamentalismus für fanatismus und (wie die terrorattacken in norwegen zeigen) offenbar auch für einen 'abendländischen djihadismus'.

    RICHTIG: es gibt Rechtsradikale, die berechtigte Kritik an islamistischen Menschenrechtsverbrechen für eigene menschenrechtsfeindliche faschistische Ziele verwenden, keine Frage

    FALSCH: deshalb dürfe gegen faschistische islamistische Menschenrechtsverbrechen und erklärte Absichten zur Installierung einer Scharia ohne gleiche Rechte für Andersglaubende und Anderslebende nicht vorgegangen oder diese nicht einmal kritisiert werden

    STATTDESSEN: die Schuld an falschen Bahnen berechtigter Kritik an islamistischen Menschenrechtsverbrechen tragen vor allem diejenigen, die mit allen Mitteln die berechtigte Verteidigung des Menschenrechts der rechtlichen Gleichwertigkeit aller Menschen zu diskreditieren und zu verhindern versuchen sowie Menschen dadurch den falschen Leuten in die Arme treiben

    Eigentor nennt man das im Fußball.

    WANN HÖRT DAS AUF, DIE VERTEIDIGUNG DER MENSCHENRECHTE ZU DISKREDITIEREN?

    • deDude
    • 20.09.2012 um 14:50 Uhr

    ... brauche ich keine Soziologen oder Politologen. Die Masche ist derart durchsichtig das ich mich doch sehr darüber wundern muss warum immer wieder soviele meiner Mitbürger darauf anspringen.

    Hat die Geschichte nicht schon oft genug gezeigt wie perfide sich unterschiedliche Gruppen gegeneinander ausspielen lassen wenn man ihnen nur ein ausreichend emotionsgeladenes kontroverses Thema hinwirft?

    4 Leserempfehlungen
  5. von Islamhassern ist. Meist ist es doch Islamkritik, um die es eigentlich geht. Und Kritik sollte doch erlaubt sein!

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    • ekbül
    • 20.09.2012 um 15:10 Uhr

    Bei Wilders oder Pro Blabla oder diesem Filmchen von Kritik und nicht von Hass zu reden fällt mir schwer.
    Für alle Beteiligten gilt leider, dass es immer nur die Kritik am Anderen ist, die sich in povokanter Art äußert.
    Von Selbstkritik ist wenig und dann nur sehr leise zu hören.

    • Suryo
    • 20.09.2012 um 15:19 Uhr

    Sehen Sie, da machen Sie's jetzt genauso wie beschrieben. "Ich kritisiere doch nur" heißt nichts anderes als "Es geht hier um grundsätzliches, um die Meinungsfreiheit - wer meine Kritik kritisiert, ist unmoralisch".

    " Ich frage mich schon, warum immer gleich die Rede von Islamhassern ist. Meist ist es doch Islamkritik, um die es eigentlich geht. Und Kritik sollte doch erlaubt sein!"

    Kritik ist erlaubt, muss erlaubt sein. Allerdings sollte man auch beachten, was oder wen man kritisiert:

    - "den Islam", also die Religion und all ihre ANhänger als ganzes? (das greift für mich viel zu weit)

    - "die Islamisten", also die (wenigen!!!) Islam-Anhänger, die die Religion also Machtbasis misbrauchen oder versuchen, ihre gewalttätigen Ansichten religiös zu untermauern.

    Wenn der Westen hier genauer differenzieren würde, würden so manche Irritationen verhindert werden. Wenn dann aus "Kritik am Islam" genauer "Kritik an islamistisch motivierter Gewalt" würde, müsste die riesige friedfertige Mehrheit sich nicht angesprochen fühlen.

    das ist das problem in den westlichen Laendern. Wenn jemand Muslims kritisiert wirder al Muslimhasser bezeichnet.

    Wen die Muslims sagen das sie den Westen hassen obwohl sie dort leben dann werden sie als eine fanatische Minderheit bezeichnet.

    Als ich von D auswanderte in 1968 da gabes wenige Muslims und ich wusste ueber keine Probleme. Die Tuerkenwelle muss danach gekommen sein.

    In meiner Wahleimat Australien gabes auch sehr wenige Muslims. Das aenderte sich nach dem Buergerkrieg im Libanon als die Regierung Mitte der Jahre 1970-1980 viele Fluechtlinge vom Buergerkrieg aufnahm und die Anzahl stieg weiter ueber die Jahre und die kamen von allen Laendern.

    Australien ist ein Einwanderungsland und man findet menschen von fast jedem Land uf der Erde. Viele gruppen integrieren sich einiger massen gut. Aber es gibt einige einwanderungsgruppen die sich mehr oder weniger nicht integrieren oder Wiederstand gegen eine Integrierung zeigen.

    Die groesste Gruppe von denen sind die Muslims, egal von wo sie herkommen. Das heisst das es seit Jahren auch immer mehr Probleme mit dieser Gruppe gibt.

    Wie in vielen anderen Laender mit einer liberalen demokratie die Regierung hat nie die Frage gestellt passen diese menschen mit der jetzigen Bevoelkerung zusammen.

    Das Resultat dieses Fehlers spuert man seit Jahren aber die Politiker wollen am Einwanderer Proramm nichts aendern.

    Jetzt wundert man sich weil die negative Reaktion zu dieser Gruppe waechst in der Mehrzahl der Bevoelkerung.

    • ekbül
    • 20.09.2012 um 15:10 Uhr

    Bei Wilders oder Pro Blabla oder diesem Filmchen von Kritik und nicht von Hass zu reden fällt mir schwer.
    Für alle Beteiligten gilt leider, dass es immer nur die Kritik am Anderen ist, die sich in povokanter Art äußert.
    Von Selbstkritik ist wenig und dann nur sehr leise zu hören.

    • Suryo
    • 20.09.2012 um 15:19 Uhr

    Sehen Sie, da machen Sie's jetzt genauso wie beschrieben. "Ich kritisiere doch nur" heißt nichts anderes als "Es geht hier um grundsätzliches, um die Meinungsfreiheit - wer meine Kritik kritisiert, ist unmoralisch".

    " Ich frage mich schon, warum immer gleich die Rede von Islamhassern ist. Meist ist es doch Islamkritik, um die es eigentlich geht. Und Kritik sollte doch erlaubt sein!"

    Kritik ist erlaubt, muss erlaubt sein. Allerdings sollte man auch beachten, was oder wen man kritisiert:

    - "den Islam", also die Religion und all ihre ANhänger als ganzes? (das greift für mich viel zu weit)

    - "die Islamisten", also die (wenigen!!!) Islam-Anhänger, die die Religion also Machtbasis misbrauchen oder versuchen, ihre gewalttätigen Ansichten religiös zu untermauern.

    Wenn der Westen hier genauer differenzieren würde, würden so manche Irritationen verhindert werden. Wenn dann aus "Kritik am Islam" genauer "Kritik an islamistisch motivierter Gewalt" würde, müsste die riesige friedfertige Mehrheit sich nicht angesprochen fühlen.

    das ist das problem in den westlichen Laendern. Wenn jemand Muslims kritisiert wirder al Muslimhasser bezeichnet.

    Wen die Muslims sagen das sie den Westen hassen obwohl sie dort leben dann werden sie als eine fanatische Minderheit bezeichnet.

    Als ich von D auswanderte in 1968 da gabes wenige Muslims und ich wusste ueber keine Probleme. Die Tuerkenwelle muss danach gekommen sein.

    In meiner Wahleimat Australien gabes auch sehr wenige Muslims. Das aenderte sich nach dem Buergerkrieg im Libanon als die Regierung Mitte der Jahre 1970-1980 viele Fluechtlinge vom Buergerkrieg aufnahm und die Anzahl stieg weiter ueber die Jahre und die kamen von allen Laendern.

    Australien ist ein Einwanderungsland und man findet menschen von fast jedem Land uf der Erde. Viele gruppen integrieren sich einiger massen gut. Aber es gibt einige einwanderungsgruppen die sich mehr oder weniger nicht integrieren oder Wiederstand gegen eine Integrierung zeigen.

    Die groesste Gruppe von denen sind die Muslims, egal von wo sie herkommen. Das heisst das es seit Jahren auch immer mehr Probleme mit dieser Gruppe gibt.

    Wie in vielen anderen Laender mit einer liberalen demokratie die Regierung hat nie die Frage gestellt passen diese menschen mit der jetzigen Bevoelkerung zusammen.

    Das Resultat dieses Fehlers spuert man seit Jahren aber die Politiker wollen am Einwanderer Proramm nichts aendern.

    Jetzt wundert man sich weil die negative Reaktion zu dieser Gruppe waechst in der Mehrzahl der Bevoelkerung.

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