In der slowenischen Regierung herrscht Uneinigkeit, ob das EU-Land Hilfen des Euro-Rettungsschirms annehmen muss . Während der Regierungschef Janez Jan š a die Pleite Sloweniens schon für Oktober erwartet, weist Finanzminister Janez Šušteršič derartige Spekulationen zurück.

"Ich möchte klar sagen, dass es keine offizielle Einschätzung gibt, dass Slowenien Hilfe von außen braucht und dass es keinen Druck auf uns gibt, solche Hilfe zu beantragen", sagte Šušteršič der Zeitung Dnevnik in Ljubljana .

Die Äußerungen des Regierungschefs erklärte Šušteršič so: Jansa habe damit lediglich Druck machen wollen zur Annahme der von der Regierung vorgeschlagenen und von der Opposition abgelehnten Reformen des Rentensystems und des Arbeitsmarktes, sagte der Finanzminister.

Die Reform des Rentensystems und des Arbeitsmarktes sowie der Rückzug des Staates aus den vielen Firmen des Landes (Slowenien AG) sind wichtige Maßnahmen, um Sloweniens Finanzierungsschwierigkeiten zu lösen. Die Reform wird durch einen Parteienstreit blockiert.