Bürgerkrieg Iran räumt die Präsenz seiner Revolutionsgarden in Syrien ein

Der Kommandeur der iranischen Elitetruppe hat zugegeben, dass seine Spezialisten Assads Regime zur Seite stehen – "intellektuell und beratend", aber nicht militärisch.

Mohammad Ali Dschafari, Kommandeur von Irans Revolutionsgarden

Mohammad Ali Dschafari, Kommandeur von Irans Revolutionsgarden

Der Iran hat erstmals offiziell zugegeben, mit Beratern in Syrien tätig zu sein. Bei den Angehörigen der Revolutionsgarden und der Spezialeinheit Quds handle es sich aber nicht um militärische Unterstützung, sagte der Kommandeur der Elitetruppe, Mohammad Ali Dschafari, laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna. Sollte Syrien jedoch militärisch angegriffen werden, würde der Iran dem Land auch militärisch beistehen: "Aber das hängt komplett von den Umständen ab."

Dschafari sagte, dass die Revolutionsgarden finanzielle Unterstützung und "intellektuelle und beratende Hilfe" durch die Quds-Spezialeinheit leisteten. Wie viele ihrer Mitglieder in Syrien seien, blieb unklar. Die Quds-Einheit der Revolutionsgarden ist unter anderem für die Verbreitung der Ideologie der iranischen Führung im Ausland zuständig.

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Der Westen und syrische Oppositionsgruppen werfen dem Iran vor, die syrische Armee mit Waffen und Expertise zu versorgen sowie militärisch im Land präsent zu sein. Der Iran hat dies zurückgewiesen. Regierungsvertreter räumten bislang lediglich ein, dass der Iran Syrien mit medizinischer und humanitärer Hilfe zur Seite stehe. Eine militärische Verwicklung wurde stets dementiert.

Die Islamische Republik ist der wichtigste Verbündete von Präsident Baschar al-Assad in der Region. Der Iran betrachtet Syrien als Partner im Widerstand gegen Israel und die arabischen Länder unter sunnitischer Führung.

Iranische Experten sollen auch in dem Forschungszentrum für Chemiewaffen bei Safira tätig sein, in dem laut westlichen Geheimdiensten die Gifte Sarin, Tabun und Senfgas hergestellt werden. Wie der Spiegel unter Berufung auf Zeugenaussagen berichtete, soll die syrische Armee vor wenigen Wochen Trägersysteme für Giftgasgranaten getestet haben. Die Tests hätten in der Nähe der Stadt Aleppo stattgefunden.

Fünf oder sechs der Granaten, die für chemische Kampfstoffe vorgesehen seien, wurden demnach Ende August "unbefüllt" abgeschossen. Zu den Tests sollen iranische Offiziere per Hubschrauber eingeflogen worden sein.

Leser-Kommentare
  1. Anshu Jain attestiert Europa Lernfähigkeit.
    Das ist fein.
    Sehr fein, sieht man sich die Ergebnisse seines Investmentbankings an.
    Das wäre nicht fein.
    Indes sehr viel feiner kann nur sein, dass Anshu Jain "voller Hoffnung ist", dass das mit WEuropa knapp noch irgendwie gut gehen wird mit der Kapitalrendite von 25%.

    Sowas macht glücklich.

  2. Verantwortungsvoll, kritisch aufmerksam.
    Non olet.
    Wo die Mittelbesitzer stinken, dass die Schwarte kracht.

  3. 27. [...]

    Kritik an der Moderation richten Sie gerne an community@zeit.de. Darüber hinaus bitten wir darum, zum konkreten Artikelthema zu diskutieren. Danke, die Redaktion/kvk

    Antwort auf "[...]"
  4. 28. [...]

    Entfernt. kein konstruktiver Kommentar. Die Redaktion/kvk

  5. Ich begrüße die vom Iran geleistete Hilfe!

    Außerdem wäre es kein Fehler, wenn der Iran auch militärisch helfen würde. Kampferfahrung kann im Hinblick auf die "Zukunft" sehr von Nutzen sein, da die USA und Israel den Iran kaum in Ruhe lassen werden.

    P.S. Ich möchte nicht wissen, mit was die US-Armee auf diversen Manövergeländen so "trainiert".

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    dass es dem Iran an Kampferfahrung fehlt. Von den heute unter 30-jährigen im Iran, die 70% der Bevölkerung ausmachen, haben trotz Ihrer jungen Jahre alle noch den US-Stellvertreterkrieg von Saddam Hussein gegen den Iran in guter Erinnerung. Dieser wurde auch mit Giftgas geführt, das zu etwa 70% aus Deutschland kam. Dennoch hat der Iran diesen Krieg gewonnen. Darauf folgten 30 Jahre Sanktionen der USA. Während dessen haben die USA, trotz Ihre reichhaltigen Erfahrung in fast allen Konflikten dieses Planeten, bisher jeden Krieg verloren. Vielleicht sollten sich Bundeswehr und US-Army bei den Iranern ein paar Tips holen wie man seine Btschaften verteidigt. Diese Ratschläge könnten noch Menschenleben wert sein. Vielleicht reicht man den Protestanden vor den Botschaften einfach mal Brot und wasser und versucht mit ihenen zu sprechen anstatt mit 50 Marines und zwei Kriegsschiffen aufzufahren und Mit Drohnen weiter fleißig -uuuuuuuuups Zivilisten- zu töten.

    dass es dem Iran an Kampferfahrung fehlt. Von den heute unter 30-jährigen im Iran, die 70% der Bevölkerung ausmachen, haben trotz Ihrer jungen Jahre alle noch den US-Stellvertreterkrieg von Saddam Hussein gegen den Iran in guter Erinnerung. Dieser wurde auch mit Giftgas geführt, das zu etwa 70% aus Deutschland kam. Dennoch hat der Iran diesen Krieg gewonnen. Darauf folgten 30 Jahre Sanktionen der USA. Während dessen haben die USA, trotz Ihre reichhaltigen Erfahrung in fast allen Konflikten dieses Planeten, bisher jeden Krieg verloren. Vielleicht sollten sich Bundeswehr und US-Army bei den Iranern ein paar Tips holen wie man seine Btschaften verteidigt. Diese Ratschläge könnten noch Menschenleben wert sein. Vielleicht reicht man den Protestanden vor den Botschaften einfach mal Brot und wasser und versucht mit ihenen zu sprechen anstatt mit 50 Marines und zwei Kriegsschiffen aufzufahren und Mit Drohnen weiter fleißig -uuuuuuuuups Zivilisten- zu töten.

  6. 30. frieden

    frieden ist schön.

    Das freut mich sehr.

  7. Das ist schön, dass Google es endlich geschaft hat, zusammen mit den Freunden gegen die Kommunisten:
    http://de.wikipedia.org/w...
    JA; Krieg, das gibt es garnicht mehr.
    Und das macht mich so real glücklich.

    Das ist so fein

  8. 32. n.s.a.

    das machen wir doch alles für den frieden.
    Kommunisten - ja die wollen Krieg.
    Warum?
    Weil das Kommunisten sind.
    Oder sowas.

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