Die Rebellen haben im Krieg mit dem syrischen Militär ihre Taktik geändert. Sie greifen gezielt die Luftwaffe von Machthaber Baschar al-Assad und die Flughäfen des Landes an.

Bei einer Attacke auf den Stützpunkt Kuris in der nördlichen Provinz Aleppo sollen sie drei Kampfjets am Boden zerstört haben, heißt es von Seiten der Aktivisten.

Bei der Erstürmung des Luftwaffenstützpunkts Abu Kamal in der östlichen Provinz Deir as-Saur haben sie nach eigenen Angaben eine nicht näher genannte Zahl von Luftabwehrraketen des Typs Cobra erbeutet. Auch ist dort der Sitz des Militärgeheimdiensts und der Armeeflughafen angegriffen worden, teilte die Opposition mit. Dazu tauchten im Internet auch Videos auf.

In den Provinzen Idlib im Nordwesten und Hama im Zentrum Syriens zerstörten die Rebellen den Angaben zufolge Straßensperren der Armee. Landesweit seien Dutzende Soldaten der Regierungstruppen getötet, verletzt oder festgenommen worden, hieß es. In den vergangenen Tagen hatten die Aufständischen berichtet, mehrere Hubschrauber von Assads Armee zerstört zu haben. Außerdem kontrollieren sie nach eigenen Angaben einen Teil des Flughafens Abu al-Sohur in Idlib.

"Schwere Verluste" zugefügt

Syrische Staatsmedien berichteten von einer Gegenoffensive gegen die in der Nähe von Militärflughäfen aktiven Rebellen. Dabei seien diesen "schwere Verluste" zugefügt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana. Zudem wurden laut Angaben von Aktivisten mehrere Stadtviertel in Damaskus beschossen. In der Nacht von Freitag auf Samstag hatte es demnach heftige Gefechte zwischen den Soldaten von Präsident Baschar al-Assad und oppositionellen Kämpfern gegeben. Von unabhängiger Seite ließen sich weder die Informationen der Rebellen noch der syrischen Führung überprüfen.

Syriens Militär ist in den vergangenen Wochen zunehmend mit Helikoptern und Kampfjets gegen die Rebellen vorgegangen. Aber es bombardierte auch unterschiedslos ganze Wohnviertel in Großstädten wie Aleppo.