KurdenDie Angst der Türkei vor einem Kurdistan
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Früher war Assad ein Verbündeter der Erdoğan-Regierung

Es ist nicht ungefährlich, sich in dieser Weise zu äußern. Ihren Anspruch, für alle Kurden im Land zu handeln, hat die PKK in den vergangenen Jahren immer wieder mit Gewalt durchgesetzt: Dissidenten wurden ermordet, kurdische Unternehmer von der PKK überfallen, weil sie angeblich dem Staat halfen, und Lehrer entführt oder ermordet. Jedes Mal hatten die Aktionen ein Ziel.

Dann, an einem lauen Augustabend, ändert sich das. In der türkischen Großstadt Gaziantep neigt sich der Fastenmonat Ramadan seinem Ende zu. Eine Bushaltestelle in der Stadtmitte ist trotz der relativ späten Stunde noch sehr belebt. Viele Familien steigen auf dem Rückweg von einem Verwandtenbesuch in andere Busse um. Da schiebt sich ein Abschleppwagen durch den Verkehr. Er stellt einen dunklen Pkw ab. In der Nähe befindet sich eine Polizeiwache. Niemand achtet auf das Fahrzeug neben der Bushaltestelle.

Vier Minuten später explodiert es. Eine 50-Kilo-Bombe in dem Auto verwandelt den Platz in einen Feuerball. Die Täter haben dem Sprengsatz Nägel beigemischt, um ihn zerstörerischer zu machen. Neun Menschen sterben, darunter vier Kinder, das jüngste anderthalb Jahre alt.

Die türkische Regierung macht die PKK für die Gewalttat verantwortlich und tut ein Dementi der Kurdenrebellen als reine Taktik ab. Nutzt die PKK den syrischen Norden als neue Basis für Anschlagsvorbereitungen in der Türkei?

Assad war enger Verbündeter der Erdoğan-Regierung

Im Mai hatte sich ein Personenwagen auf einer Überlandstraße in Zentralanatolien einer Polizeikontrolle genähert. Statt zu halten gab der Fahrer plötzlich Gas, die Beamten nahmen die Verfolgung auf. Den zwei Insassen des mysteriösen Autos wurde die Aussichtslosigkeit ihrer Lage offenbar bewusst. Sie durchbrachen die Barriere vor einer Polizeikaserne, kurz darauf explodierte das Fahrzeug. Auch ein Polizist starb dabei. Türkische Ermittler schätzen, dass sich etwa 40 Kilogramm Plastiksprengstoff in dem Auto befanden – und dass die zwei Männer im Auftrag der PKK auf dem Weg zu einem unbekannten Anschlagsziel in Ankara oder Istanbul gewesen waren. Die Männer und der Sprengstoff kamen aus Syrien.

Seit Jahren hatte es so etwas nicht mehr gegeben. Bis zum Ausbruch der Unruhen in Syrien im Frühjahr 2011 war Präsident Baschar al-Assad ein enger Verbündeter der Erdoğan-Regierung und duldete keine Aktivitäten der PKK auf seinem Territorium. Assads Vater Hafez hatte sich 1998 türkischem Druck gebeugt und die PKK-Führung, die damals in Damaskus residierte, aus dem Land geworfen. Seitdem war die PKK aus Syrien verbannt.

Der Aufstand gegen Assad und die Parteinahme der Türkei für die syrische Opposition haben das geändert. Die PKK kann in Syrien wieder Fuß fassen. Bürgermeister Hasan Cakmak schließt daraus, dass Assad die PKK bewusst fördert. Die Kurdenrebellen, so die Vermutung, die hier viele teilen, würden syrische Regierungstruppen entlasten, indem sie in Teilen des syrischen Kurdengebiets regierungsfeindliche Aufstände unterdrücken. Im Gegenzug lasse Assad die PKK gewähren. "Ein Subunternehmer" sei die PKK für die syrische Regierung, sagt Cakmak.

Nun eskaliert die Situation nicht nur an der Grenze zwischen der Türkei und Syrien, sondern auch weiter östlich, an der Grenze zum Irak. Der Versuch der PKK, dort die türkische Stadt Semdili unter ihre Kontrolle zu bringen, führte zu den schwersten Gefechten seit Jahren. Mitte September startete die türkische Armee eine Offensive an der Grenze – mit mehreren tausend Soldaten. Doch bis zu den Kandilbergen können sie unmöglich vordringen.

Leserkommentare
  1. 1. [...]

    Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/mo.

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    • YMB
    • 27.09.2012 um 16:02 Uhr

    Ich finde es beunruhigend, dass Sie die "Zerschlagung" eines Staates aufgrund des Regierungschefs und seiner Minderheitenpolitik fordern. Dann müsste man ja hunderte Staaten zerschlagen.

    soviele inhaltliche sowie grammatikalische Fehler fabrizieren kann, dass ist echt eine starke Leistung. Herzlichen Glückwunsch dazu. Sind Sie ein Clown oder sowas?

    Die PKK ist eine Vereinigung von Verbrechern. Der PKK geht es um persönliche Bereicherungen. Dazu missbrauchen Sie ihr eigenes ungebildetes Volk. Sie töten Menschen. Sie machen Ihre eigenen Kinder zu Werkzeugen. Sie schicken Sie nicht in Schulen, sondern in die Berge, um da zu lernen, wie man am besten tötet. Die PKK handelt mit Waffen, Sie handelt mit Drogen, sie erpresst Schutzgeld - IN GANZ EUROPA- auch in Deutschland, beim kurdischen Gemüsehändler um die Ecke.

    Die PKK sind Verbrecher, und Ihre anhänger ungebildet. Ganz einfach.

    Die Realität ist so: die meisten Kurden in der Türkei bekennen sich zur türkischen Nation. Kurden haben in der Türkei JEDE Möglichkeit zur gesellschaftlichen Partizipation. Das ist Fakt. Als Kurde kann ich in der Türkei alles werden. Staatsanwalt. Richter. Manager. Politiker. Fernsehstar. ALLES. Wenn ich mich aber entscheide Terrorist zu werden, wenn ich mich entscheide meine Kinder nicht in die Schule zu schicken um diese Kinder für den bewaffneten Krieg gegen den Staat vorzubereiten, ja dann muss ich mich nicht wundern, wenn ich in den Knast gesteckt werde.

    • YMB
    • 27.09.2012 um 16:02 Uhr

    Ich finde es beunruhigend, dass Sie die "Zerschlagung" eines Staates aufgrund des Regierungschefs und seiner Minderheitenpolitik fordern. Dann müsste man ja hunderte Staaten zerschlagen.

    soviele inhaltliche sowie grammatikalische Fehler fabrizieren kann, dass ist echt eine starke Leistung. Herzlichen Glückwunsch dazu. Sind Sie ein Clown oder sowas?

    Die PKK ist eine Vereinigung von Verbrechern. Der PKK geht es um persönliche Bereicherungen. Dazu missbrauchen Sie ihr eigenes ungebildetes Volk. Sie töten Menschen. Sie machen Ihre eigenen Kinder zu Werkzeugen. Sie schicken Sie nicht in Schulen, sondern in die Berge, um da zu lernen, wie man am besten tötet. Die PKK handelt mit Waffen, Sie handelt mit Drogen, sie erpresst Schutzgeld - IN GANZ EUROPA- auch in Deutschland, beim kurdischen Gemüsehändler um die Ecke.

    Die PKK sind Verbrecher, und Ihre anhänger ungebildet. Ganz einfach.

    Die Realität ist so: die meisten Kurden in der Türkei bekennen sich zur türkischen Nation. Kurden haben in der Türkei JEDE Möglichkeit zur gesellschaftlichen Partizipation. Das ist Fakt. Als Kurde kann ich in der Türkei alles werden. Staatsanwalt. Richter. Manager. Politiker. Fernsehstar. ALLES. Wenn ich mich aber entscheide Terrorist zu werden, wenn ich mich entscheide meine Kinder nicht in die Schule zu schicken um diese Kinder für den bewaffneten Krieg gegen den Staat vorzubereiten, ja dann muss ich mich nicht wundern, wenn ich in den Knast gesteckt werde.

  2. nach Freiheit strebende Kurden, die um das Recht kämpfen ihre eigene Sprache sprechen zu dürfen gegen 5.000 ausländische Terroristen, die aus Katar bezahlt werden und mit Massakern an Frauen und Kindern einen säkularen Staat zugunsten eines salsfistischen Regimes installieren wollen.

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    wenn Assad zur Rechenschaft gezogen worden ist und ein Gerechtes Demokratisches Syrien entstanden ist. Braucht es dann überhaupt noch ein Kundistan wenn diese von der Regierung entsprechend vertreten werden und nicht den Laufpass wie in der Assad Diktatur bekommen. Diktatoren werden es nie lernen zurückzutreten das sieht man derzeit in Syrien. Verzweifelt versucht ein Diktator jene die im aus einem Guten Grund den Tod wünschen den Gar auszumachen anstatt das weite zusuchen damit die Streitigkeiten gelöst werden können.

    wenn Assad zur Rechenschaft gezogen worden ist und ein Gerechtes Demokratisches Syrien entstanden ist. Braucht es dann überhaupt noch ein Kundistan wenn diese von der Regierung entsprechend vertreten werden und nicht den Laufpass wie in der Assad Diktatur bekommen. Diktatoren werden es nie lernen zurückzutreten das sieht man derzeit in Syrien. Verzweifelt versucht ein Diktator jene die im aus einem Guten Grund den Tod wünschen den Gar auszumachen anstatt das weite zusuchen damit die Streitigkeiten gelöst werden können.

    • YMB
    • 27.09.2012 um 16:01 Uhr

    Ich frage mich, wann wir als NATO-Staaten endlich unserem Bündnispartner zur Hilfe eilen. Es kann nicht sein, dass eine ethnische Minderheit mit Gewalt & Terror und Rückzugsgebieten im Ausland eine Unabhängigkeit anstreben will. Na gut, wir haben es ja schon in Serbien zugelassen...

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    Unser NATO-Partner hätte bzgl. Syrien einfach mal nicht so unbedacht mit dem Feuer spielen sollen.

    Nichtsdestotrotz werden wir sicherlich zur Hilfe eilen, sobald der US-amerikanische Spendenmarathon, äh Wahlen durch sind.

    Denn im Gegensatz zu den Leuten die in Syrien Bombenanschläge durchführen und dabei Zivilsten und Soldaten töten, handelt es sich bei den Bombenlegern in der Türkei ja um "Terroristen" (bis jetzt).

    Unser NATO-Partner hätte bzgl. Syrien einfach mal nicht so unbedacht mit dem Feuer spielen sollen.

    Nichtsdestotrotz werden wir sicherlich zur Hilfe eilen, sobald der US-amerikanische Spendenmarathon, äh Wahlen durch sind.

    Denn im Gegensatz zu den Leuten die in Syrien Bombenanschläge durchführen und dabei Zivilsten und Soldaten töten, handelt es sich bei den Bombenlegern in der Türkei ja um "Terroristen" (bis jetzt).

    • YMB
    • 27.09.2012 um 16:02 Uhr

    Ich finde es beunruhigend, dass Sie die "Zerschlagung" eines Staates aufgrund des Regierungschefs und seiner Minderheitenpolitik fordern. Dann müsste man ja hunderte Staaten zerschlagen.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "[...]"
  3. Die Türkei kommt um die Zweistaatenlösung auf die Dauer nicht herum. Warum sollte das Volk der Kurden keinen eigenen Staat bekommen, wenn die ganze Welt bsp. die Palästinenser in dieser Hinsicht unterstützt.
    Die Kurden sind ein uraltes Volk mit einer langen Tradition.

    11 Leserempfehlungen
  4. sind ausgehebelt und so kommt es zu Bürgerkriegen... wie im Kleinen so im Großen.

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  5. Bitte bemühen Sie sich um sachliche und differenzierte Kommentare. Danke, die Redaktion/fk.

    4 Leserempfehlungen
  6. Die PKK ist nicht nur in der Türkei verboten, sondern auch in Deutschland, der EU und den USA!

    Hören Sie auf eine Terrororganisation, die sich durch Frauen- und Drogenhandel finanziert und Anschläge auf Zivilisten durchführt zu relativieren!
    Wissen Sie wieviele Zivilisten durch die PKK getötet wurden?

    Es ist so als wollte man Alqaida und Bin Laden als Freiheitskämpfer bezeichnen!

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    Es gibt ein Grund dafuer.

    Es ist z.b bemerkenswert, wie Journalisten einfachso legitim eingesperrt werden.
    Ein Ausschnitt von Guardian:

    More than 100 journalists are currently in jail in Turkey, more than in Iran or China.

    Es gibt ein Grund dafuer.

    Es ist z.b bemerkenswert, wie Journalisten einfachso legitim eingesperrt werden.
    Ein Ausschnitt von Guardian:

    More than 100 journalists are currently in jail in Turkey, more than in Iran or China.

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