MinderheitTürkei startet Großoffensive gegen Kurden

Mit Tausenden Soldaten, Hubschraubern und Kampfjets geht die türkische Armee gegen kurdische Stellungen vor. Angegriffen werden auch vermeintliche Verstecke im Nordirak. von afp

Die türkische Armee hat im Südosten des Landes eine massive Luft- und Bodenoffensive gegen kurdische Rebellen begonnen. Aus Armeekreisen hieß es, am Einsatz in den Bergregionen Kato, Lale und Merinos in der Provinz Sirnak nahe der irakischen Grenze seien Tausende Bodensoldaten, Polizisten und sogenannte Dorfwächter beteiligt. Unterstützt würden sie von Hubschraubern und F-16-Kampfjets.

Die Offensive konzentriere sich auf türkisches Gebiet. Mehrfach bombardierten Kampfjets jedoch auch vermeintliche Verstecke der Rebellen im Nordirak . Während der Operation sei ein Soldat getötet, zwei weitere seien verletzt worden.

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In dem Gebiet hatten Kämpfer der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans ( PKK ) am Sonntagabend mit Maschinengewehren und Raketenwerfern einen Sicherheitskomplex in der 40 Kilometer von der irakischen Grenze entfernten Ortschaft Beytüssebap angegriffen. Dabei wurden zehn Soldaten und 20 Angreifer getötet.

Krieg in Syrien verschärft Konflikt

Die PKK hatte in den vergangenen Monaten ihre Angriffe in der Türkei verstärkt. Sie kämpft seit 1984 im mehrheitlich kurdischen Südosten der Türkei gegen die Regierung in Ankara . Nach Armeeangaben wurden in dem Konflikt bislang mehr als 45.000 Menschen getötet.

Die türkische Regierung sieht zudem einen Zusammenhang mit dem Konflikt in Syrien und Angriffen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Die PKK versucht nach Einschätzung der türkischen Regierung in jüngster Zeit verstärkt, sich in Syrien neue Stützpunkte aufzubauen.

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Leserkommentare
    • zorano
    • 06. September 2012 17:43 Uhr

    Ist das nicht eine kleine, nette, wiederholte Agression?

    5 Leserempfehlungen
  1. 2. [...]

    Entfernt. Bitte beachten Sie das Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/kvk

    24 Leserempfehlungen
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    Der osmanische Genozid an den Armeniern,
    der osmanische Genozid an den Assyrern,
    der osmanische Genozid and den pontischen Griechen,

    bleiben ungesuehnt, und von der offiziellen Tuerkei geleugnet, die Opfer verleumdet.

    Waehrend sich die Tuerkei den Kurden widmet, und dieses Jahr schon Zypern, Israel und Syrien unverhohlen mit militaerischer Gewalt gedroht hat.

    Am Bosporus ist eine mir unheimliche Grossmacht im Begriff, wiederaufzusteigen in den Sattel der Macht.

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit eigenen Beiträgen. Danke, die Redaktion/jz

    • sugur
    • 06. September 2012 20:06 Uhr

    @ moisheoofnik

    bitte erst mit ihrer eigenen Geschichte auseinander setzten.
    Recherchieren Sie bitte erst den 1. Weltkrieg, Aber aus neutralen Quellen. Bitte keine Propaganda unterlagen.

    Dann können Sie eine Meinung bilden, nicht Unsinn verbreiten.

    Aber ich würde mich nicht wundern,wenn Sie mit der Recherche auf die Idee kommen den Türken und Armeniern eine große Entschädigung zu zahlen.
    Nämlich den haben die Ostpreußen mit den Kurden an die Armenien ausgeübt.

    moisheoofnik, Ahnung haben, aber " päpstliche sein als ein Papst". Das können Sie echt sie gut. Aber Sie machen sich nur lächerlich.
    "http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Bronsart_von_Schellendor.

    dieser Typ ist gar keiner der sich mit der deutschen Geschichte des ersten Weltkriegs vertraut machen will, weil es aus einer anderen Region kommt...

    Würde ihn eher als deutsch Kurden einstufen.

  2. Die Türkei hat sich leidenschaftlich für die Unabhängigkeit des Kosovo eingesetzt. Auf gleicher Grundlage kann sie das Selbstbestimmungsrecht der Kurden nicht länger verleugnen. Wäre es für die Türkei nicht akzeptabel, einen blutigen Konflikt mit der wunderbaren einvernehmlichen Abtrennung Südostanatoliens zu beenden, statt sich in Krieg zu üben? Schliesslich ergreift die Türkei ja auch Partei für die syrischen Sunniten, die nach Lesart Ankaras auch nach Unabhängigkeit streben.

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    • St.Naum
    • 06. September 2012 19:49 Uhr

    sind das Gruppen oder Organismen die in sich das gleiche denken tuen oder wollen. Fragen sie doch einmal den kurdischen Arzt, der in Ayvalık wohnt, dessen Tochter in İstanbul studiert dessen Sohn , Direktor im Finanzmististerum ist, der heute Abend auf seiner Terasse mit Blick auf das Meer, mit einem "türkischen" Kollegen sein Glass mit eiskalten Raki, beim Abendessen,zum Wohle hochhebt . Der will das die politische Landkarte der Türkei noch tausende Jahre so bleibt wie es jetzt ist. Auch der kurdische Deliveriboy vom kurdischen Restaurant der ihm so eben den Lahmacun gebracht hat denkt so, und wer sind die Andersdenkenden und wieso??

    Ich bin sicher dass die Unerstützung der Türkei für Kossovo eine Abschlachten de Kosvaren ferhindert hat, schade nicht bei wachsender Edbewölkerung. In Syrien strebt die Türkei keine Spalung sondern
    Demokratische Rechte wie es hier ja auch üblich ist. Ich bin sicher dass sie auch für eine Spaltung ihres eigenenLandes wären um Terorristen zu besenftigen aber schade aber die Türkei scheind eine andre Haltung zuhaben.
    Sie können ja beweisen dass sie mit ihrer Meinung erhlich sind wenn es mal soweit kommen sollte. Wie wärs mit eln em Palästina in z.b. Ostdeutschland schliesslich hat die jüngste deusche Gesichte für die Vertreibung diser Menschen einiges beigetragen?

  3. Die Besetzung Kurdistans durch tuerkische Truppen halte ich fuer genauso verabscheuenswert wie die Besetzung Tibets durch Rotchina. Die gewaltsame Unterdrueckung ganzer Voelker durch Panzer und Kampfflugzeuge ist nciht das, was ich mir fuer die moderne Tuerkei erhofft haette.

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    Was Sie als „Besetzung Kurdistans durch türkische Truppen“ brandmarken, ist bereits seit dem Ende des Byzantischen Reichs osmanisch resp. türkisch.

    Jetzt machen Sie sich einfach mal schlau, wann Byzanz unterging.

    und für wie Abscheulich halten sie es den das Deutschland einer der grössten Waffenimportöre ist auf unserem Planeten, wissen sie eigentlich wieviel unschuldige Menschen durch Waffen ums leben kommen die hier Produziert werden??
    Immer schön kommentieren wie böse andere Staaten sind, aber das blut das an den eigenen Händen klpt das sieht man nicht!!!
    Wer im Glashaus sitzt der sollte nicht mit Steinen werfen!!!!!!!!!!

  4. Der osmanische Genozid an den Armeniern,
    der osmanische Genozid an den Assyrern,
    der osmanische Genozid and den pontischen Griechen,

    bleiben ungesuehnt, und von der offiziellen Tuerkei geleugnet, die Opfer verleumdet.

    Waehrend sich die Tuerkei den Kurden widmet, und dieses Jahr schon Zypern, Israel und Syrien unverhohlen mit militaerischer Gewalt gedroht hat.

    Am Bosporus ist eine mir unheimliche Grossmacht im Begriff, wiederaufzusteigen in den Sattel der Macht.

    14 Leserempfehlungen
    Antwort auf "[...]"
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    Zitat: „Von Erdogan erwarte ich in Zukunft hart durchzugreifen, um eine Wiederholung des Gleichen zu verhindern. Wer versucht, die Aufklaerung und die Praevention von Straftaten zu verhindern, der macht sich selber zum Mittaeter.“

    Zugegeben, ich habe Ihre Worte ein klein wenig überarbeitet. Im Original: http://www.zeit.de/politi...

    Aber ich finde es schon interessant, dass Sie in Deutschland härteste Maßnahmen gegen ein paar Lautsprecher und Spinner einfordern, während Sie in diesem Thread allen Ernstes die international geächtete Terrororganisation PKK vor dem türkischen Ministerpräsidenten in Schutz nehmen!

    Und mit Blick auf die von Ihnen ins Gespräch gebrachten Armenier: Wen wollen Sie eigentlich im 21. Jahrhundert für ein Unrecht bestrafen, das vor fast 100 Jahren verübt wurde?

    • khasar
    • 06. September 2012 18:05 Uhr

    Keine Großoffensive gegen Kurden .
    Die Türkei startet eine Großoffensive gegen die terroristische Mörderbande PKK.
    Warum ist so eine Überschrift nötig?
    Möchte die Zeit mit solchen Texten die PKK als harmlose Freiheitskämpfer darstellen?
    Bedenken sie das der deutsche Verfassungsschutz die PKK als eine Terrororganisation einstuft sowie fast alle europäischen Staaten und die westliche Welt u.A. Auch die USA.

    Es wäre nett wenn Die Verfasser des Artikels die falsche Überschrift noch einmal prüften würde.

    via ZEIT ONLINE plus App

    8 Leserempfehlungen
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    >> Möchte die Zeit mit solchen Texten die PKK als harmlose Freiheitskämpfer darstellen?
    Bedenken sie das der deutsche Verfassungsschutz die PKK als eine Terrororganisation einstuft sowie fast alle europäischen Staaten und die westliche Welt u.A. Auch die USA. >>

    Naja, also im Vergleich zur Geschichte der meisten europäischen Geheimdienste und insbesondere der der USA, deren Tätigkeiten den von sog. Terrororganisation ziemlich nahe kommt, aber meist professioneller agieren, ja, dagegen wirkt die PKK auf mich harmlos.
    Darauf, den Verfassungsschutz und dessen "Kompetenz" lächerlich zu machen, verzichte ich aber jetzt.

    • sibeur
    • 06. September 2012 20:40 Uhr

    Die Hamas ist um einiges schlimmer als die PKK. Ich würde gerne wissen, ob sie diese Organisation auch als terroristische Mörderbande bezeichnen würden?

    An sich verstehe ich zwar das Handeln der Türkei. Nur tut mir Türkei kein Stück leid, wenn es eigene Probleme mit Terroristen bekommt. Sowie die sich gegen Israel verhalten, die dasselbe Problem mit viel extremistischeren Terroristen haben, haben die es irgendwo nicht anders verdient als ständig von irgendeiner Terrorgruppe angegriffen zu werden.

    Ich moechte stark bezweifeln, dass Erdogan die Opfer militaerischer Aggression seines Militaerapparates nach Mitgliedschaft in der PKK befragt, bevor er sie von seinen Kampfjats mit Raketen toeten laesst.

    Es geht hier um einen systematischen Kampf Erdogans gegen kurdische Friheitskaempfer. Dabei ist es voellig egal, ob diese legitime Anliegen vertreten, oder Mitglieder irgendeiner obskuren Bande sein moegen. Erdogan geht es darum, die Freiheit des kurdischen Volkes von den Stiefeln seiner Soldaten in den Staub treten zu lassen.

    Von Erdogan stammt der Spruch: 'Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.'
    http://de.wikipedia.org/w...

    Ich halte diesen Mann fuer hochgefaehrlich. Unterstuetzt er doch auch Terrorbanden wie die Hamas mit Lieferungen in ihr Herrschaftsgebiet.

    • Sldn
    • 07. September 2012 14:43 Uhr

    entscheidet sich wenn es Frieden gibt oder man macht die Augen auf!

    Nehmen wir Jassir Arafat der jahrzentelang als "Terrorist" gebrandmarkt war, bis er den Friedensnobelpreis bekam und Staatsman wurde....

    Mit Nelson Mandela noch ein "Terrorist" der Jahre lang im Gefängnis saß um am Ende den Nobelpreis zu bekommen...

    Wer entscheidet wer Terrorist ist und wer nicht und mit welcher Begründung?

    Wenn Syrer, Palestinenser, Ägypter, Libanesen sich gegen das Regime, dass Sie unterdrückt wenden, sind Sie Freiheitskämpfer... aber WENN sich Kurden gegen die Türkei auflehnen, weil Sie unterdrück, diskriminiert und gefoltert werden sind Sie Terroristen... Ich nenne DAS Krieg, wenn die PKK das Türkische Militär angreift oder Sicherheitskräfte wobei ich den Krieg ablehne. Terrorismus wendet sich gegen Zivilisten. Macht einen Unterschied sonst ist bald jeder "Terrorist" der seine Regierung hinterfragt oder dagegen Protestiert!

    Entfernt. BVitte verweisen Sie auf seriöse Quellen für Ihre Behauptungen. Danke, die Redaktion/ls

  5. 7. [...]

    Entfernt. Bitte füllen Sie die Kommentarspalte mit eigenen Beiträgen. Danke, die Redaktion/jz

    Eine Leserempfehlung
  6. Könnte mir jemand erklären, warum hier nie von Aktivisten Oppositionellen oder Revolutionären die Rede ist (siehe Syrien) Warum lese ich hier nicht einmal den Begriff Zivilisten? Es kann mir doch wohl keiner erzählen, dass sich unter 45000 Toten keine Zivilisten befinden.

    Welches Sonderrecht oder völkerrechtlichen Sonderstatus geniesst Erdogan, wenn er im Prinzip, ähnlich wie Assad, aufständige Gruppen bekämpft, und kein sofortiges Empörungsritual wird von den Medien losgetreten und in sämtlichen Menschenrechtsgremien zur Sprache gebracht?

    Warum habe ich das Gefühl, dass hier, auch aus journalistischer Sicht, mit zweierlei Mass gemessen wird?

    17 Leserempfehlungen
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    • gooder
    • 06. September 2012 18:55 Uhr

    Würde in diesem Zusammenhang von Aktivisten,Oppositionellen oder Revolutionären die Rede sein,gäbe es Verstimmungen zwischen Ankara und Istanbul.
    Eine kritische Berichterstattung über das Vorgehen der Sicherheitsorgane befreundeter Staaten oder Bündnispartner gegenüber dem eigenen Volk, ist unerwünscht.

    Ja, nun lässt auch Erdogan auf die eigene Bevölkerung und auf die des Iraks schießen.

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke, die Redaktion/jz

    Ich muss gestehen, dass ich nicht so viel über die PKK weiss und ob dass nun Rebellen aus gutem Grund sind oder Terroristen. Dennoch- Staaten, die mit vollem Geschütz auf Minderheiten los gehen, sind mir suspekt. Die Türkei hat in der Geschichte immer hart gekämpft und ich bin froh, dass ich keine Waffe in die Hand nehmen muss, um mich in meinem Deutschland zur Wehr zu setzen. Bei solchen Konfklikten vermisse ich die Weltgemeinschaft, wie auch z.B. bei den Palästinensern. Auch da gibt es einfache, brave Bürger, die in Frieden leben wollen. Es würde sicherlich Lösungen geben.

    Aufstand gibt es ja eigentlich nur, wenn etwas nicht stimmt.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP
  • Schlagworte PKK | Konflikt | Provinz | Regierung | Soldat | Stützpunkt
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