MQ-1B Predator © U. S. Air Force photo by Senior Airman Julianne Showalter/Handout/Reuters

Der Drohnenkrieg der USA im Nordwesten Pakistans terrorisiert die Zivilbevölkerung, untergräbt internationales Recht und ist kontraproduktiv. Das zeigt eine Studie von Forschern der Stanford Law School und der New York University School of Law .

Seit Juni 2004 greift die USA die Stammesgebiete von Al-Kaida und Taliban an der Grenze zu Afghanistan an. Dabei seien Hunderte Zivilisten getötet worden. Laut der Studie Living Under Drones, die von der Menschenrechtsorganisation Reprieve in Auftrag gegeben wurde, habe sich das Leben der örtlichen Bevölkerung durch die Angriffe grundlegend verändert. Die Menschen hätten Angst, zu Hochzeiten und Beerdigungen zusammenzukommen. Rettungskräfte seien unwillig, Angriffsopfern zu helfen, weil sie fürchteten, Ziel weiterer Raketen zu werden.

Die Forscher riefen die US-Regierung auf, ihre Strategie zu ändern. Die Darstellung, wonach die Angriffe ein "präzises und effektives Instrument seien, das die USA sicherer mache", sei falsch.

Verlässliche Angaben über die Anzahl der Opfer in der unzugänglichen Bergregion sind schwer zu erhalten. Der Studie zufolge starben zwischen Juni 2004 und September 2012 zwischen 2.562 und 3.325 Menschen, wovon 474 bis 881 Zivilisten waren. Bei den meisten anderen Opfern habe es sich um rangniedrige Kämpfer der Taliban und Al-Kaida gehandelt. Nur zwei Prozent der Toten seien ranghohe Ziele gewesen.

Die Angriffe sind ein anhaltender Grund von Spannungen zwischen den Regierungen in den USA und Pakistan, welche die Verletzung der staatlichen Souveränität Pakistans anprangert.