Ein Selbstmord-Attentäter hat in einer Moschee im Norden Afghanistans mindestens 41 Menschen getötet. Bei dem Anschlag während eines Gebetes zum Beginn des islamischen Opferfestes in der Stadt Maymana seien außerdem mindestens 50 weitere Menschen verletzt worden, sagte der stellvertretende Provinzchef Abdul Sattar Barez. Unter den Verletzten befinde sich auch der Polizeichef der Provinz Farjab. In der Moschee waren demnach viele Mitglieder der Provinzregierung.

Der Vizegouverneur von Farjab, Abdul Satar Bares, sagte, der Attentäter habe eine Polizeiuniform getragen. "Wir hatten gerade das Gebet beendet, gratulierten uns gegenseitig und umarmten uns." Plötzlich habe es eine Explosion gegeben, alles sei "voller Staub und Rauch und Körperteile" gewesen.

Berichten lokaler Medien zufolge hatten sich Hunderte Gläubige für das Fest Eid al-Adha in der Moschee im Nordwesten des Landes versammelt. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, der Attentäter habe seine Bombenweste in der Moschee gezündet, als die Menschen nach Ende der Gebete das dem Gebäude verließen. Die meisten der Getöteten seien Zivilisten gewesen, auch einige Kinder waren darunter. Zu dem Anschlag bekannte sich bisher niemand.

Muslime versammeln sich am ersten Morgen des Opferfestes in Moscheen zu einem besonderen Festgebet. Eid-al Adha ist  das wichtigste islamische Fest. Es wird am Ende der Hadsch, der Wallfahrt nach Mekka , von allen Pilgern sowie allen Gläubigen in der islamischen Welt gefeiert.