Türkei Erdoğan erneut zum Vorsitzenden der AKP gewählt

Der türkische Ministerpräsident Erdoğan ist im Amt des Parteichefs der AKP bestätigt worden. Erdoğan dürfte nun das Amt des Staatspräsidenten anstreben.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan und seine Frau Emine winken den Teilnehmern des AKP-Parteitags zu.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan und seine Frau Emine winken den Teilnehmern des AKP-Parteitags zu.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan ist von seiner islamisch-konservativen Regierungspartei AKP als Parteichef bestätigt worden. Der Parteitag habe Erdoğan mit großer Mehrheit erneut in das Amt gewählt, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu.

Bei dem AKP-Parteitag in Ankara gab es keinen Gegenkandidaten. Erdoğan will sich wohl im Jahr 2014 zum Staatspräsidenten wählen lassen. Eine Verfassungsänderung von 2007 sieht die Direktwahl des Staatschefs für fünf Jahre vor.

Anzeige

Vor der Wahl hatte Erdoğan seine Partei auf den Machterhalt durch wirtschaftlichen Erfolg eingeschworen. Die AKP habe dem Land wirtschaftliche Stabilität und Demokratie gebracht. Erdoğan versicherte zudem, er sei entschlossen, den Konflikt mit der Kurdischen Volksgruppe in der Türkei zu lösen und dem Land eine neue Verfassung zu geben. Vor Tausenden Anhängern und Delegierten forderte er die kurdische Volksgruppe aber auf, sich von der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK und Terroranschlägen zu distanzieren.

Große Personalveränderungen in der AKP

Er kündigte zudem an, die Türkei werde im kommenden Jahr mit 1,3 Milliarden US-Dollar (rund eine Milliarde Euro) den letzten Teil ihrer Schulden beim Internationalen Währungsfonds (IWF) abtragen.

Da die Parteistatuten für politische Positionen maximal drei Amtszeiten vorsehen, musste die AKP in Ankara die Weichen für erhebliche Personalveränderungen stellen. Dabei waren interne Spannungen befürchtet worden. Mehr als 70 AKP-Abgeordnete würden künftig nicht mehr für das Parlament kandidieren können, berichteten türkische Medien.

Zu dem Parteitag in Ankara hat die AKP zahlreiche aktive und frühere Politiker eingeladen, darunter den ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi, den Hamas-Führer Chaled Meschal, den irakischen Kurdenführer Massud Barsani und den früheren deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder. Nach Medienberichten wurden auch Verwandte des Tunesiers Mohammed Bouazizi eingeladen, dessen Selbstverbrennung aus Verzweiflung über Behördenwillkür Ende 2010 die Revolutionen in vielen arabischen Ländern eingeleitet hatte.
 

 
Leser-Kommentare
  1. Die Bilanz der letzten 10 Jahre seit Amtsantritt von Premierminister Erdogan sieht für die Türkei größenteils gut bis sehr gut aus. Die Wirtschaft hat sich prächtig entwickelt, Außenpolitisch ist die Türkei zu einer regionalen Macht geworden und ist innenpolitisch in vielen Themen gereift und hat sich weiter entwickelt.

    Momentan werden diese Erfolge durch den Bürgerkrieg in Syrien und dem wieder erstarkten Terror der PKK überschattet, aber sobald Assad in Syrien entmachtet wurde, wird es an der Südostflanke der Türkei wieder ruhiger werden.

    Die europäischen Ambitionen sind zwar seit der Schuldenkrise und der damit verbundenen Entmachtung der nationalen Parlamente etwas eingeschlafen, werden aber sicher bald wieder neu entfacht werden, wenn die EU feststellt, das Sie ohne die Türkei immer weiter an Einfluß in der Welt verliert.

    2 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Die Bilanz der letzten 10 Jahre seit Amtsantritt von Premierminister Erdogan sieht für die Türkei größenteils gut bis sehr gut aus. Die Wirtschaft hat sich prächtig entwickelt, Außenpolitisch ist die Türkei zu einer regionalen Macht geworden und ist innenpolitisch in vielen Themen gereift und hat sich weiter entwickelt."

    Ja, das stimmt.. Doch trotz positiver Entwicklungen existieren auch in Türkei nach wie vor eine Reihe von gravierenden, gesellschaftlichen Problemen. Diese sind auch zu Problemen Deutschlands geworden, da die Türken die mit Abstand größte Zuwanderergruppe in Deutschland darstellen. Ein paar Themen wären: Zwangsheirat, Ehrenmorde, schlechte Bildung und natürlich die Integration.

    Hinzu sind die Reden von Herrn Erdogan in Deutschland wenig konstruktiv, da muss noch was getan werden. Die Auftritte von Erdogan werfen Integrationsbemühungen in Deutschland um Jahre zurück, wenn er seine Landsleute vor Assimilation warnt.

    Grüße

    "Die Bilanz der letzten 10 Jahre seit Amtsantritt von Premierminister Erdogan sieht für die Türkei größenteils gut bis sehr gut aus. Die Wirtschaft hat sich prächtig entwickelt, Außenpolitisch ist die Türkei zu einer regionalen Macht geworden und ist innenpolitisch in vielen Themen gereift und hat sich weiter entwickelt."

    Ja, das stimmt.. Doch trotz positiver Entwicklungen existieren auch in Türkei nach wie vor eine Reihe von gravierenden, gesellschaftlichen Problemen. Diese sind auch zu Problemen Deutschlands geworden, da die Türken die mit Abstand größte Zuwanderergruppe in Deutschland darstellen. Ein paar Themen wären: Zwangsheirat, Ehrenmorde, schlechte Bildung und natürlich die Integration.

    Hinzu sind die Reden von Herrn Erdogan in Deutschland wenig konstruktiv, da muss noch was getan werden. Die Auftritte von Erdogan werfen Integrationsbemühungen in Deutschland um Jahre zurück, wenn er seine Landsleute vor Assimilation warnt.

    Grüße

    • Soruz
    • 01.10.2012 um 11:36 Uhr

    Selbst Deutschland - gemeint als Nationalstaat - hat vor der Ratifizierung des EU-Rates 1997 den Minderheitenschutz bereits Jahrzehnte vor her abgeschlossen wie bei Sinti, Roma, dänische Minderheit, Sorben und Friesen.

    Nach 1950er Jahren konnte hier müttersprachlicher Unterricht z.B. für Türken eingeführt. Muttersprache wurde als 2. Fremdsprache anerkannt und und.

    Aber das Gebiet der Türkei - als Staat besteht seit Zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts - zuvor hieß das Gebiet Persisches Reich, Byzantisches Reich, Osmanisches Reich- war stets ein Vielvölkerstaat, auch wenn heute die turkstämmigen altaiischen Sprecher die Mehrheit in der Türkei ausmachen. Ebenso seit Jahrtausenden leben hier 21 Völker u.a. Kurden, Armenier, Zasen, die nicht zu altaisch-turkisch-türkmenischen Völker sind.

    Kurden verlange Selbstverwaltung und Autonomie. Das Regime von Erdoğan solte diese Autonomiebestrebung unterstützen. Somit kann er den Terrorismus am besten bekämpfen.

    Er hat praktisch die Kurden alle als Anhänger des Terrorismus bezeichnet, wenn er sich ausläßt: (...) "die kurdische Volksgruppe aber auf, sich von der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK und Terroranschlägen zu distanzieren."

    "Er will den Konflikt mit der kurdischen Gruppe" bewältigen, aber nicht der Forderung nach Autonomie eines alten Volkes entsprechen. Kurden sind keine "Gruppe", sondern eine Nationalität, ein Volk mit ca. 15 Mio. in der Türkei. Eine alte Propagandaform, die wir ab 1933-1945 kennen.

    Eine Leser-Empfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Starker Tobak, wenn Sie die heutige Türkei mit Deutschland 1933 - 1945 vergleichen.

    Wie wärs, wenn Sie sich mit der kurdischen Kultur außeinander setzen und sich ganz genau anschauen, was denn die Türkei dort genau unterdrückt ?

    • fse69
    • 01.10.2012 um 17:24 Uhr

    "...Er hat praktisch die Kurden alle als Anhänger des Terrorismus bezeichnet, wenn er sich ausläßt: (...) "die kurdische Volksgruppe aber auf, sich von der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK und Terroranschlägen zu distanzieren."..."

    ... zwischen dem, was Erdogan gesagt hat und dem, was ihm kultur- und mentalitätsfremde Autoren eines Zeitungsberichtes zusammenfassend und in indirekter Rede in den Mund legen. So können Sie etwa Haus und Hof darauf verwetten, dass er ganz sicher keine Terminologie verwendet hat, die man als "kurdische Volksgruppe" übersetzen kann.

    Starker Tobak, wenn Sie die heutige Türkei mit Deutschland 1933 - 1945 vergleichen.

    Wie wärs, wenn Sie sich mit der kurdischen Kultur außeinander setzen und sich ganz genau anschauen, was denn die Türkei dort genau unterdrückt ?

    • fse69
    • 01.10.2012 um 17:24 Uhr

    "...Er hat praktisch die Kurden alle als Anhänger des Terrorismus bezeichnet, wenn er sich ausläßt: (...) "die kurdische Volksgruppe aber auf, sich von der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK und Terroranschlägen zu distanzieren."..."

    ... zwischen dem, was Erdogan gesagt hat und dem, was ihm kultur- und mentalitätsfremde Autoren eines Zeitungsberichtes zusammenfassend und in indirekter Rede in den Mund legen. So können Sie etwa Haus und Hof darauf verwetten, dass er ganz sicher keine Terminologie verwendet hat, die man als "kurdische Volksgruppe" übersetzen kann.

  2. zeigt, wohin die Reise gegangen ist und weiter gehen wird.
    Erdogan hat gesagt, dass er es als seinen Erfolg ansieht, dass das Kopftuch in der Türkei wieder "salonfähig" geworden ist.

    9 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Mit diesem Kommentar zeigen Sie einen der vielen Unterschiede zwischen Deutschland und der Türkei auf: In der Türkei wird man wegen seines Äußeren oder gar wegen seiner Kleidung nicht vorverurteilt - In Deutschland schon.

    Immerhin ist die Türkei ein muslimisches Land. Ein Land das sich von anti-muslimischen Gesetzen und Kleidervorschriften langsam befreit. Das gleiche zählt auch für Christen... Ob es Ihnen passt oder nicht!

    Mit diesem Kommentar zeigen Sie einen der vielen Unterschiede zwischen Deutschland und der Türkei auf: In der Türkei wird man wegen seines Äußeren oder gar wegen seiner Kleidung nicht vorverurteilt - In Deutschland schon.

    Immerhin ist die Türkei ein muslimisches Land. Ein Land das sich von anti-muslimischen Gesetzen und Kleidervorschriften langsam befreit. Das gleiche zählt auch für Christen... Ob es Ihnen passt oder nicht!

  3. Mit diesem Kommentar zeigen Sie einen der vielen Unterschiede zwischen Deutschland und der Türkei auf: In der Türkei wird man wegen seines Äußeren oder gar wegen seiner Kleidung nicht vorverurteilt - In Deutschland schon.

    Eine Leser-Empfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    leider nicht verstanden:
    Es ging mir nicht um das Äußere, sondern um den SYMBOLISCHEN Wert der Kleidung als Ausdruck der fortschreitenden Islamisierung der Türkei.
    Wie wichtig das Äußere in islamischen Ländern im Vergleich zu Deutschland ist, kann eine einheimische Frau gut testen, wenn sie dort ohne Kopftuch herumläuft oder sich im Bikini an den Strand setzt. (Oder besser nicht: Das könnte gefährlich sein.)

    leider nicht verstanden:
    Es ging mir nicht um das Äußere, sondern um den SYMBOLISCHEN Wert der Kleidung als Ausdruck der fortschreitenden Islamisierung der Türkei.
    Wie wichtig das Äußere in islamischen Ländern im Vergleich zu Deutschland ist, kann eine einheimische Frau gut testen, wenn sie dort ohne Kopftuch herumläuft oder sich im Bikini an den Strand setzt. (Oder besser nicht: Das könnte gefährlich sein.)

  4. Starker Tobak, wenn Sie die heutige Türkei mit Deutschland 1933 - 1945 vergleichen.

    Wie wärs, wenn Sie sich mit der kurdischen Kultur außeinander setzen und sich ganz genau anschauen, was denn die Türkei dort genau unterdrückt ?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Soruz
    • 01.10.2012 um 13:32 Uhr

    John.McLane: das stimmt im Bezug des Minderheitenschützes

    Vergleich mit Nazi-Deutschland nicht. Lediglich die Modalität seiner Rede im Bezug auf die "kurdischen Gruppe" ist ein harter Tobak. 15 Mio. Kurden in der Türkei als eine "Gruppe" zu bezeichnen ist äußerst infam.

    Über die kurdische Sprache, Kultur und Tradition kenne ich mich einiger Maßen aus.

    z.B. Nouroz-Fest!
    Kurden gehören wie Paschtunen (Afghanen=Pathanen), Tajikien, Pashais, Belutschen, Loris, Zazis, Perser zu den iranischen Völkern. Die Sprache der obengenannten Völkern gehören zu indo-iranischen Völkern.

    Zu der Tradition der iranischen Völker gehört z.B. das Nauruz, Nouroz, Newroz Fest am 1. 1. des Sonnenjahrs (1.Widder ~ 20. bzw. 21 März bzw. Frühlingsanfang). Die anderen Feste sind z.B. Mehreganfest am 23.September 1.7. oder Waage) sowie 22. Dezember (bzw. 1.10. des Sonnenjahres Steinbock, Weihnachten) sowie 21. Juni. (Sonnenwende!) In Deutschland war zur Anerkennng des Festes durch UNO als "kurdisches Fest" bekannt.

    http://de.wikipedia.org/w...

    Übrigens: Das Fest ist nicht nach islamischem Mondjarkalender, sondern nach iranischem Sonnenjahrkalender begangnen und berechnet.

    Wörtlich bedeuten z.B.
    "September" = Siebter Monat > als neunter Monat geworden
    November = Neunter Monat > als elfter Monat geworden
    Dezember = Zehner Monat > als Zwölfter Monal geworden

    Wissen Sie den Grund? wenn nein
    Kaiser Julius und Augustus haben die Monate wegen ihrer Geburtstage verschoben!
    Juli und August!

    • Soruz
    • 01.10.2012 um 13:32 Uhr

    John.McLane: das stimmt im Bezug des Minderheitenschützes

    Vergleich mit Nazi-Deutschland nicht. Lediglich die Modalität seiner Rede im Bezug auf die "kurdischen Gruppe" ist ein harter Tobak. 15 Mio. Kurden in der Türkei als eine "Gruppe" zu bezeichnen ist äußerst infam.

    Über die kurdische Sprache, Kultur und Tradition kenne ich mich einiger Maßen aus.

    z.B. Nouroz-Fest!
    Kurden gehören wie Paschtunen (Afghanen=Pathanen), Tajikien, Pashais, Belutschen, Loris, Zazis, Perser zu den iranischen Völkern. Die Sprache der obengenannten Völkern gehören zu indo-iranischen Völkern.

    Zu der Tradition der iranischen Völker gehört z.B. das Nauruz, Nouroz, Newroz Fest am 1. 1. des Sonnenjahrs (1.Widder ~ 20. bzw. 21 März bzw. Frühlingsanfang). Die anderen Feste sind z.B. Mehreganfest am 23.September 1.7. oder Waage) sowie 22. Dezember (bzw. 1.10. des Sonnenjahres Steinbock, Weihnachten) sowie 21. Juni. (Sonnenwende!) In Deutschland war zur Anerkennng des Festes durch UNO als "kurdisches Fest" bekannt.

    http://de.wikipedia.org/w...

    Übrigens: Das Fest ist nicht nach islamischem Mondjarkalender, sondern nach iranischem Sonnenjahrkalender begangnen und berechnet.

    Wörtlich bedeuten z.B.
    "September" = Siebter Monat > als neunter Monat geworden
    November = Neunter Monat > als elfter Monat geworden
    Dezember = Zehner Monat > als Zwölfter Monal geworden

    Wissen Sie den Grund? wenn nein
    Kaiser Julius und Augustus haben die Monate wegen ihrer Geburtstage verschoben!
    Juli und August!

  5. leider nicht verstanden:
    Es ging mir nicht um das Äußere, sondern um den SYMBOLISCHEN Wert der Kleidung als Ausdruck der fortschreitenden Islamisierung der Türkei.
    Wie wichtig das Äußere in islamischen Ländern im Vergleich zu Deutschland ist, kann eine einheimische Frau gut testen, wenn sie dort ohne Kopftuch herumläuft oder sich im Bikini an den Strand setzt. (Oder besser nicht: Das könnte gefährlich sein.)

    3 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Im Sommer sind die Gazetten in der Türkei voll mit Bildern türkischer Frauen die in Bodrum, Antalya oder sonst wo teilweise sogar oben ohne am Strand sich sonnen.

    Kann es sein, das Sie sich in der Geografie vertan haben ?

    In der Türkei darf jede Frau (und natürlich auch jeder Mann) so herum laufen, wie es ihr / ihm beliebt.

    Aber wenn Sie auf der Landkarte etwas weiter nach Osten oder Süden wandern von der Türkei aus, landen Sie z.B. in Israel wo Frauen in öffentlichen (!!!) Bussen nur bestimmte Sitzplätze einnehmen dürfen. Noch weiter südlich landen Sie mit Ihrem Finger in Saudi-Arabien, wo die Frauen nun wirklich unterdrückt werden.

    Kurze Info: In türkischen Unternehmen sind Frauen viel häufiger in Führungspositionen anzutreffen, als in Deutschen - Und das OHNE (aus meiner Sicht sinnlosen) Frauenquote !

    Im Sommer sind die Gazetten in der Türkei voll mit Bildern türkischer Frauen die in Bodrum, Antalya oder sonst wo teilweise sogar oben ohne am Strand sich sonnen.

    Kann es sein, das Sie sich in der Geografie vertan haben ?

    In der Türkei darf jede Frau (und natürlich auch jeder Mann) so herum laufen, wie es ihr / ihm beliebt.

    Aber wenn Sie auf der Landkarte etwas weiter nach Osten oder Süden wandern von der Türkei aus, landen Sie z.B. in Israel wo Frauen in öffentlichen (!!!) Bussen nur bestimmte Sitzplätze einnehmen dürfen. Noch weiter südlich landen Sie mit Ihrem Finger in Saudi-Arabien, wo die Frauen nun wirklich unterdrückt werden.

    Kurze Info: In türkischen Unternehmen sind Frauen viel häufiger in Führungspositionen anzutreffen, als in Deutschen - Und das OHNE (aus meiner Sicht sinnlosen) Frauenquote !

  6. Immerhin ist die Türkei ein muslimisches Land. Ein Land das sich von anti-muslimischen Gesetzen und Kleidervorschriften langsam befreit. Das gleiche zählt auch für Christen... Ob es Ihnen passt oder nicht!

    2 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Immerhin ist die Türkei ein muslimisches Land. Ein Land das sich von anti-muslimischen Gesetzen und Kleidervorschriften langsam befreit. Das gleiche zählt auch für Christen."

    Von den Christen hat sich die Türkei bis auf einen winzigen Rest aber ziemlich schnell und vor allem sehr gründlich "befreit".

    • P229
    • 01.10.2012 um 21:06 Uhr

    "mmerhin ist die Türkei ein muslimisches Land. Ein Land das sich von anti-muslimischen Gesetzen und Kleidervorschriften langsam befreit. Das gleiche zählt auch für Christen"

    Na, das empfinde ich doch mal als erfrischend offen und ehrlich! So eine Art Denken erinnert mich an was.

    so frei von Kleiderzwängen ist und dass es dort keine Kleiderzwänge gibt?
    Da können sie aber froh sein, dass wir bei uns Freiehit haben und nicht auf "den anti-muslimschen Gesetzen und Kleidervorschriften" bestehen!

    "Immerhin ist die Türkei ein muslimisches Land. Ein Land das sich von anti-muslimischen Gesetzen und Kleidervorschriften langsam befreit. Das gleiche zählt auch für Christen... Ob es Ihnen passt oder nicht!"

    Danke für diese ehrliche Antwort.

    "Immerhin ist die Türkei ein muslimisches Land. Ein Land das sich von anti-muslimischen Gesetzen und Kleidervorschriften langsam befreit. Das gleiche zählt auch für Christen."

    Von den Christen hat sich die Türkei bis auf einen winzigen Rest aber ziemlich schnell und vor allem sehr gründlich "befreit".

    • P229
    • 01.10.2012 um 21:06 Uhr

    "mmerhin ist die Türkei ein muslimisches Land. Ein Land das sich von anti-muslimischen Gesetzen und Kleidervorschriften langsam befreit. Das gleiche zählt auch für Christen"

    Na, das empfinde ich doch mal als erfrischend offen und ehrlich! So eine Art Denken erinnert mich an was.

    so frei von Kleiderzwängen ist und dass es dort keine Kleiderzwänge gibt?
    Da können sie aber froh sein, dass wir bei uns Freiehit haben und nicht auf "den anti-muslimschen Gesetzen und Kleidervorschriften" bestehen!

    "Immerhin ist die Türkei ein muslimisches Land. Ein Land das sich von anti-muslimischen Gesetzen und Kleidervorschriften langsam befreit. Das gleiche zählt auch für Christen... Ob es Ihnen passt oder nicht!"

    Danke für diese ehrliche Antwort.

    • Soruz
    • 01.10.2012 um 13:32 Uhr

    John.McLane: das stimmt im Bezug des Minderheitenschützes

    Vergleich mit Nazi-Deutschland nicht. Lediglich die Modalität seiner Rede im Bezug auf die "kurdischen Gruppe" ist ein harter Tobak. 15 Mio. Kurden in der Türkei als eine "Gruppe" zu bezeichnen ist äußerst infam.

    Über die kurdische Sprache, Kultur und Tradition kenne ich mich einiger Maßen aus.

    z.B. Nouroz-Fest!
    Kurden gehören wie Paschtunen (Afghanen=Pathanen), Tajikien, Pashais, Belutschen, Loris, Zazis, Perser zu den iranischen Völkern. Die Sprache der obengenannten Völkern gehören zu indo-iranischen Völkern.

    Zu der Tradition der iranischen Völker gehört z.B. das Nauruz, Nouroz, Newroz Fest am 1. 1. des Sonnenjahrs (1.Widder ~ 20. bzw. 21 März bzw. Frühlingsanfang). Die anderen Feste sind z.B. Mehreganfest am 23.September 1.7. oder Waage) sowie 22. Dezember (bzw. 1.10. des Sonnenjahres Steinbock, Weihnachten) sowie 21. Juni. (Sonnenwende!) In Deutschland war zur Anerkennng des Festes durch UNO als "kurdisches Fest" bekannt.

    http://de.wikipedia.org/w...

    Übrigens: Das Fest ist nicht nach islamischem Mondjarkalender, sondern nach iranischem Sonnenjahrkalender begangnen und berechnet.

    Wörtlich bedeuten z.B.
    "September" = Siebter Monat > als neunter Monat geworden
    November = Neunter Monat > als elfter Monat geworden
    Dezember = Zehner Monat > als Zwölfter Monal geworden

    Wissen Sie den Grund? wenn nein
    Kaiser Julius und Augustus haben die Monate wegen ihrer Geburtstage verschoben!
    Juli und August!

    Eine Leser-Empfehlung

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service