Ethnische UnruhenTausende in Birma fliehen vor Gewalt

Gewaltausbrüche zwischen Rohingya-Muslimen und Buddhisten zwingen Tausende Menschen in Birma zur Flucht gen Westen. Dort sind die Flüchtlingslager überfüllt.

Muslime der Rohingya-Volksgruppe in einem Flüchtlingslager in West-Birma

Muslime der Rohingya-Volksgruppe in einem Flüchtlingslager in West-Birma

Nach ethnischen Unruhen in Birma sind nach Angaben der Vereinten Nationen Tausende Menschen auf der Flucht. Die jüngsten Gefechte zwischen Buddhisten und Muslimen hätten mehr als 5.500 Menschen dazu veranlasst, in Flüchtlingslager im Westen des Landes zu fliehen, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit.

Die Flüchtlingslager seien demnach bereits völlig überfüllt. Bei den Flüchtlingen handle es sich vorwiegend um Angehörige der muslimischen Volksgruppe der Rohingya, teilten lokale Behörden mit.

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Proteste gegen unzureichende Lebensmittelhilfen

Ausgebrochen waren die Unruhen zwischen Buddhisten und Angehörigen der muslimischen Rohingyas vor vier Tagen. Auslöser der neuen Eskalation sollen Proteste der Muslime gegen unzureichende Lebensmittelhilfen gewesen sein.

Seit Beginn der Unruhen wurden nach Angaben der Behörden bislang mindestens 67 Menschen getötet, die meisten davon Muslime. In der überwiegend von Rohingya bewohnten Küstenstadt Kyauk Pyu sollen mehr als 800 Häuser zerstört worden seien, berichtete die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch.

Zuletzt war es im Juni zu Auseinandersetzungen in der Grenzregion zu Bangladesch gekommen. Nach offiziellen Angaben wurden damals mehr als 100 Menschen getötet. Die Gewalt entlud sich, als rund 300 Buddhisten einen Bus angriffen und zehn Muslime töteten. Anlass war die Vergewaltigung und Ermordung einer Frau, für die drei muslimische Männer verantwortlich gemacht wurden.

Die Bevölkerung in Birma ist zu 89 Prozent buddhistisch, es gibt rund vier Prozent Muslime. Die Muslime in Rakhine gehören zur Volksgruppe der Rohingya, die nicht die birmanische Staatsangehörigkeit besitzen und in ihren Rechten erheblich eingeschränkt sind. Die UN sieht die Rohingya als eine der am stärksten verfolgten Minderheiten der Welt an.

 
Leserkommentare
  1. um Buddhisten zur Gewalt bewegen.

    In Birma liegen einige der heiligsten Stätten des Buddhismuses.

    Ist schwer mit so wenig Informationen zu erfahren was da würklich los oder passiert ist.

    Wer hier der Aggressor oder das Tröpfen auf den heißen Stein ist kann man nicht erfahren.

    10 Leserempfehlungen
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    • oh.stv
    • 27.10.2012 um 14:52 Uhr

    So so, der "klassische" Buddhist ist also "schwer zu Gewalt zu bewegen". Wo bei der "gemeine" Muslim von Natur aus latent zur Gewalt neigt.
    Schon klar, unterschwellige Verdächtigungen und ordentlich zu verallgemeinern hat ja schon immer zur Problemlösung beitragen.

    Ihr Kommentar kann man nur so verstehen, dass Sie es -da es mit ihrem Schwarz-Weiß-Weltbild unvereinbar ist- einfach nicht sehen wollen, dass hier Muslime Opfer von Vertreibungen und Massakrierungen sind.

    Die Rohingya-Muslime leben seit mehreren Jahrhunderten in diesem Land und dennoch werden sie nicht als als Bürger des Staates anerkannt.
    Sie gelten als staatenlos, dürfen weder arbeiten noch sonst irgendwelche/n Rechte/Schutz genießen, die dem buddhistischen Teil der Bevölkerung gewährt werden.

    Die Regierung tut NICHTS um die Diskriminierung und Massakrierung der Minderheiten Einhalt zu gebieten. Politiker bezeichnen die Rohingyas in der Öffentlichkeit als "minderwertige Tiere".

    Die Politiker der aog. Weltgemeinschaft sehen darüber großzügig hinweg und feiern lieber Burmas "Demokratisierung"

    dass zeigen sie doch ganz offen in ihren Kommentaren. Ihr Polemik hier finde ich beschämend. Es sterben Menschen und sie argumentieren mit einem "Schwarz-Weiß-Weltbild" dass sie den anderen vorwerfen.

    Ihrer Meinung nach, sind Buddhisten immer friedlich. Das ist stimmt aber nicht.
    Nun gut, hier geht es ja um Moslems und die sind selber schuld, wie Sie sagen. Nun würde ich gerne Ihre Meinung dazu hören bzw. lesen:
    https://www.cbn.com/cbnne...
    Sind die Christen auch selber Schuld??
    Was die Friedfertigkeit von Buddhisten angeht einige erhellende Artikel:
    http://info-buddhismus.de...
    http://www.spiegel.de/pol...
    Die Buddhisten kennen auch sowas wie Blasphemie:
    http://www.bbc.co.uk/news...
    Weitere gewaltätige Handlungen von Buddhisten können Sie aus meinem Kommentar über Rohingya entnehmen.

    • oh.stv
    • 27.10.2012 um 14:52 Uhr

    So so, der "klassische" Buddhist ist also "schwer zu Gewalt zu bewegen". Wo bei der "gemeine" Muslim von Natur aus latent zur Gewalt neigt.
    Schon klar, unterschwellige Verdächtigungen und ordentlich zu verallgemeinern hat ja schon immer zur Problemlösung beitragen.

    Ihr Kommentar kann man nur so verstehen, dass Sie es -da es mit ihrem Schwarz-Weiß-Weltbild unvereinbar ist- einfach nicht sehen wollen, dass hier Muslime Opfer von Vertreibungen und Massakrierungen sind.

    Die Rohingya-Muslime leben seit mehreren Jahrhunderten in diesem Land und dennoch werden sie nicht als als Bürger des Staates anerkannt.
    Sie gelten als staatenlos, dürfen weder arbeiten noch sonst irgendwelche/n Rechte/Schutz genießen, die dem buddhistischen Teil der Bevölkerung gewährt werden.

    Die Regierung tut NICHTS um die Diskriminierung und Massakrierung der Minderheiten Einhalt zu gebieten. Politiker bezeichnen die Rohingyas in der Öffentlichkeit als "minderwertige Tiere".

    Die Politiker der aog. Weltgemeinschaft sehen darüber großzügig hinweg und feiern lieber Burmas "Demokratisierung"

    dass zeigen sie doch ganz offen in ihren Kommentaren. Ihr Polemik hier finde ich beschämend. Es sterben Menschen und sie argumentieren mit einem "Schwarz-Weiß-Weltbild" dass sie den anderen vorwerfen.

    Ihrer Meinung nach, sind Buddhisten immer friedlich. Das ist stimmt aber nicht.
    Nun gut, hier geht es ja um Moslems und die sind selber schuld, wie Sie sagen. Nun würde ich gerne Ihre Meinung dazu hören bzw. lesen:
    https://www.cbn.com/cbnne...
    Sind die Christen auch selber Schuld??
    Was die Friedfertigkeit von Buddhisten angeht einige erhellende Artikel:
    http://info-buddhismus.de...
    http://www.spiegel.de/pol...
    Die Buddhisten kennen auch sowas wie Blasphemie:
    http://www.bbc.co.uk/news...
    Weitere gewaltätige Handlungen von Buddhisten können Sie aus meinem Kommentar über Rohingya entnehmen.

    • scoty
    • 27.10.2012 um 14:44 Uhr

    wird wohl diese Nachricht keine Aufmerksamkeit bekommen.

    7 Leserempfehlungen
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    Warum sonst steht hier der Artikel?

    Die Organisation Islamischer Staaten (OIC) hat Burma / Myanmar seit einiger Zeit auf dem Schirm, Al Jazeera berichtet ausführlich, die ersten Aufrufe zum Djihad sind schon raus...

    Warum sonst steht hier der Artikel?

    Die Organisation Islamischer Staaten (OIC) hat Burma / Myanmar seit einiger Zeit auf dem Schirm, Al Jazeera berichtet ausführlich, die ersten Aufrufe zum Djihad sind schon raus...

    • oh.stv
    • 27.10.2012 um 14:52 Uhr

    So so, der "klassische" Buddhist ist also "schwer zu Gewalt zu bewegen". Wo bei der "gemeine" Muslim von Natur aus latent zur Gewalt neigt.
    Schon klar, unterschwellige Verdächtigungen und ordentlich zu verallgemeinern hat ja schon immer zur Problemlösung beitragen.

    8 Leserempfehlungen
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    auf einmal waren alle in Birma und alle wissen genau bescheid.

    Es steht auch für Sie und "IchundIch01" fest wer der Schuldige ist.

    Da wird von "Schwarz-Weiß-Weltbild" schwadroniert wenn man sagt das man anhand der bisherigen Angaben sich kein genaues Bild machen kann oder möchte (da man nicht vor Ort war).

    Grundsätzlich darf man wohl hier Buddhisten als aggressiv und Gewaltätig einstufen nur die andere Seite ist die Religion des Friedens.

    auf einmal waren alle in Birma und alle wissen genau bescheid.

    Es steht auch für Sie und "IchundIch01" fest wer der Schuldige ist.

    Da wird von "Schwarz-Weiß-Weltbild" schwadroniert wenn man sagt das man anhand der bisherigen Angaben sich kein genaues Bild machen kann oder möchte (da man nicht vor Ort war).

    Grundsätzlich darf man wohl hier Buddhisten als aggressiv und Gewaltätig einstufen nur die andere Seite ist die Religion des Friedens.

  2. Ihr Kommentar kann man nur so verstehen, dass Sie es -da es mit ihrem Schwarz-Weiß-Weltbild unvereinbar ist- einfach nicht sehen wollen, dass hier Muslime Opfer von Vertreibungen und Massakrierungen sind.

    Die Rohingya-Muslime leben seit mehreren Jahrhunderten in diesem Land und dennoch werden sie nicht als als Bürger des Staates anerkannt.
    Sie gelten als staatenlos, dürfen weder arbeiten noch sonst irgendwelche/n Rechte/Schutz genießen, die dem buddhistischen Teil der Bevölkerung gewährt werden.

    Die Regierung tut NICHTS um die Diskriminierung und Massakrierung der Minderheiten Einhalt zu gebieten. Politiker bezeichnen die Rohingyas in der Öffentlichkeit als "minderwertige Tiere".

    Die Politiker der aog. Weltgemeinschaft sehen darüber großzügig hinweg und feiern lieber Burmas "Demokratisierung"

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    Naja, so ganz schwarz-weiß-frei ist Ihr Beitrag auch nicht.
    Sicher: Was da gerade gegen die Rohingyas läuft, geht nicht. Aber auch diese Gewaltwelle hat eine lange Vorgeschichte, über die man in unseren Medien wenig erfährt.

    Im Übrigen wäre es besser von einem ethnischen bzw. politischen Konflikt zu sprechen, anstatt hier einen Religionskrieg zweier Weltanschauungen auszurufen. Wenn in Vielvölkerstaaten große politische Umbrüche stattfinden (und Burma / Myanmar ist in dieser Situation) kochen fast zwangsläufig immer wieder Nationalitäten- und Minderheitenkonflikte hoch. Vergleiche: Sowjetunion, Yugoslawien, Afghanistan, Irak, Syrien, vielleicht bald in China. Das ist unerfreulich, aber schwer zu vermeiden. Hier ist die internationale Diplomatie gefragt - und keine Stimmungsmache.

    Naja, so ganz schwarz-weiß-frei ist Ihr Beitrag auch nicht.
    Sicher: Was da gerade gegen die Rohingyas läuft, geht nicht. Aber auch diese Gewaltwelle hat eine lange Vorgeschichte, über die man in unseren Medien wenig erfährt.

    Im Übrigen wäre es besser von einem ethnischen bzw. politischen Konflikt zu sprechen, anstatt hier einen Religionskrieg zweier Weltanschauungen auszurufen. Wenn in Vielvölkerstaaten große politische Umbrüche stattfinden (und Burma / Myanmar ist in dieser Situation) kochen fast zwangsläufig immer wieder Nationalitäten- und Minderheitenkonflikte hoch. Vergleiche: Sowjetunion, Yugoslawien, Afghanistan, Irak, Syrien, vielleicht bald in China. Das ist unerfreulich, aber schwer zu vermeiden. Hier ist die internationale Diplomatie gefragt - und keine Stimmungsmache.

  3. auf einmal waren alle in Birma und alle wissen genau bescheid.

    Es steht auch für Sie und "IchundIch01" fest wer der Schuldige ist.

    Da wird von "Schwarz-Weiß-Weltbild" schwadroniert wenn man sagt das man anhand der bisherigen Angaben sich kein genaues Bild machen kann oder möchte (da man nicht vor Ort war).

    Grundsätzlich darf man wohl hier Buddhisten als aggressiv und Gewaltätig einstufen nur die andere Seite ist die Religion des Friedens.

    4 Leserempfehlungen
    Antwort auf "pauschalisieren"
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    Wenn eine Regierung einer Minderheit, deren Väter und Vorväter schon in dieser Region gelebt haben, die Staatsangehörigkeit vorenthält; diese Minderheit vor dem Mob und Lynchjustiz nicht schützt, Angehörige dieser Minderheit öffentlich beschimpft DANN steht für mich der Schuldige fest (nein, ich war noch nicht in Burma, wie es um deren Rechtsstellung bestellt ist, kann man aber bei Menschenrechtsorganisation erfahren).

    Minderheiten gehören geschützt. Begeht jemand eine Straftat, so ist dieser Deliquent zu bestrafen und nicht seine ganze Sippschaft durch Selbstjustiz eines aufgebrachten Mobs!

    Und dabei spielt es absolut keine Rolle, ob es sich um Buddhisten, Christen, Muslime oder sonst etwas handelt! Denn Theorie und Praxis liegen Welten voneininander entfernt.

    Christentum fordert die Nächstenliebe, ja sogar die Liebe ggü. Feinden.
    Was aber im Namen von Christentum ausgeübt wurde, steht auf ein ganz anderes Blatt....so sind auch andere Religionen nicht vor Missbrauch geschützt....

    Wenn eine Regierung einer Minderheit, deren Väter und Vorväter schon in dieser Region gelebt haben, die Staatsangehörigkeit vorenthält; diese Minderheit vor dem Mob und Lynchjustiz nicht schützt, Angehörige dieser Minderheit öffentlich beschimpft DANN steht für mich der Schuldige fest (nein, ich war noch nicht in Burma, wie es um deren Rechtsstellung bestellt ist, kann man aber bei Menschenrechtsorganisation erfahren).

    Minderheiten gehören geschützt. Begeht jemand eine Straftat, so ist dieser Deliquent zu bestrafen und nicht seine ganze Sippschaft durch Selbstjustiz eines aufgebrachten Mobs!

    Und dabei spielt es absolut keine Rolle, ob es sich um Buddhisten, Christen, Muslime oder sonst etwas handelt! Denn Theorie und Praxis liegen Welten voneininander entfernt.

    Christentum fordert die Nächstenliebe, ja sogar die Liebe ggü. Feinden.
    Was aber im Namen von Christentum ausgeübt wurde, steht auf ein ganz anderes Blatt....so sind auch andere Religionen nicht vor Missbrauch geschützt....

    • mick08
    • 27.10.2012 um 15:07 Uhr

    es tut mir sehr leid, dass die muslimische Minderheit so viel Ausgrenzung und Gewalt erfahren muss.

    Auch wenn es sich um ethnische Unruhen handelt, ist es für mich ein eklatanter Widerspruch, dass in einem Land in dem 89% Buddhisten sind, eine Minderheit, die Rohingyas, zu den am MEISTEN verfolgten Minderheiten der Welt zählt.

    Buddhas Lehre ist: Schade niemandem. Es wäre schön, wenn diese Maxime umgesetzt werden könnte.

    Sicher die Ursachen sind komplexer Natur, d.h. aber nicht, dass sich Buddhisten nicht für eine Verbesserung der Situation der Rohingyas einsetzen sollten.

    Eine Leserempfehlung
  4. Ganz klar ist mir die Situation nach Lesen den Artikels auch noch nicht. Wieso greifen die Rohyngia andere Bevölkerungsgruppen an, wenn ihre Nahrungsmittellieferungen ungenügend sind? Wären die umliegenden Völker dafür zuständig gewesen? Wäre die Regierung zuständig gewesen? Weshalb wird im Artikel neben der Volksgruppen- auch noch die Religionsangehörigkeit so explizit betont? Soll Letztere bezüglich Gewalt speziell in Burma oder ganz allgemein problematisch sein? Irgendwie besteht zu den Ursachen der Unruhen sowie der angewandten Mittel noch Erklärungsbedarf.

    7 Leserempfehlungen
  5. dass zeigen sie doch ganz offen in ihren Kommentaren. Ihr Polemik hier finde ich beschämend. Es sterben Menschen und sie argumentieren mit einem "Schwarz-Weiß-Weltbild" dass sie den anderen vorwerfen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, nf
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  • Schlagworte Gewalt | Bevölkerung | Birma | UNHCR | Behörde | Flüchtling
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