New York TimesChina sperrt Bericht über Wens Reichtum

2,7 Milliarden Dollar soll das Familienvermögen von Ministerpräsident Wen Jiabao umfassen, hat die "New York Times" recherchiert. China reagierte mit einer Blockade. von afp, dpa und

Reicher Regierungschef: Wen Jiabao

Reicher Regierungschef: Wen Jiabao  |  © Jason Lee/Reuters

Die Familie des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao verfügt nach Informationen der New York Times über ein geheimes Milliardenvermögen. Die Beteiligungen von Wen und seiner Familie seien insgesamt 2,7 Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro) wert. Die Summe ergebe sich aus einer Analyse von Unternehmensdaten und offiziellen Angaben.

Zahlreiche Verwandte des chinesischen Regierungschefs seien "außerordentlich reich", schreibt die Zeitung. Sie hätten Beteiligungen unter anderem an Telekommunikationsfirmen, Banken, Juwelieren, Urlaubsanlagen und Infrastrukturprojekten.

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Der Bericht steht dem von Wen gewünschten Bild eines bescheidenen Staatsdieners entgegen, der als Regierungschef gegen Korruption und Vetternwirtschaft kämpfe. Die chinesischen Behörden blockierten deshalb den Zugang von China aus zur New York Times im Internet. Die Zeitung hatte den Bericht auch auf chinesisch veröffentlicht.

Besitz in Familie gestreut

Der Regierungschef selbst verfügt dem Zeitungsbericht nach selbst zwar über keine Firmenbeteiligungen. Genannt werden aber seine Mutter, sein Sohn, seine Tochter, der jüngere Bruder sowie sein Schwager. Die Mutter erwarb demnach 2007 einen Anteil im Wert von 120 Millionen Dollar an der Versicherung Ping An. Das Unternehmen profitierte von Reformen der Regierung Wens.

Der Bericht kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt für die regierende Kommunistische Partei . In China steht in den kommenden Monaten ein umfassender Führungswechsel an. Ab dem 8. November soll der Volkskongress dies vorbereiten. Es wird erwartet, dass Staatspräsident und Parteichef Hu Jintao kurz vor seinem 70. Geburtstag im Dezember von seinem bisherigen Stellvertreter Xi Jinping beerbt wird. Ministerpräsident Wen dürfte von seinem Vize Li Keqiang abgelöst werden. Berichte über superreiche Parteifunktionäre sorgen regelmäßig für Empörung in der Bevölkerung, weshalb die Behörden sie zu unterbinden versuchen.
 

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Leserkommentare
  1. Alle solchen gleich sein, nur sind manche gleicher als die anderen. Das ist eben das Problem mit der kommunistischen Idee. Es gibt zwar keine reichen Unternehmer mehr, oder reichen Adeligen, dafür gibt es reiche Parteibonzen, die in Saus und Braus leben.

    Viele Kommi-Anhänger werden jetzt sagen China ist auch kein kommunistisches Land, und Nordkorea auch nicht... Irgendwann sollte man halt einsehen, dass die Idee des Kommunismus und Sozialismus in der Praxis nicht funktioniert! Macht schafft es die meisten Menschen zu korrumpieren. Die einstige Idee (Ideologie) tritt in den Hintergrund, wenn man erst mal an den Fleischtöpfen der Macht ist.

    Wen Jibao muss sich auch keine Sorgen machen, seine Schergen werden schon dafür sorgen, dass kein Chinese davon erfährt und wenn dann sich nicht getraut etwas zu sagen.

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    Solche gibt es noch?

    • hairy
    • 26. Oktober 2012 10:42 Uhr

    "Das ist eben das Problem mit der kommunistischen Idee."

    Das Problem ist nicht die Idee, sondern die Praxis. Die Funktionaere haben die Idee immer wieder fuer eigene Zwecke missbraucht. Leider glauben arg viele Leute, damit sei auch die Idee selbst untauglich. ZB. innerhalb des Antifaschismus war die Idee ja im Prinzip sehr tauglich - aber die Praxis wurde auch da pervertiert: die massiven Differenzen zw. Funktionaerskommunismus und intellektuellem Kommunismus zur Zeit des Hilter/Stalin-Pakts sind zB. bei Peter Weiss sehr gut nachlesbar, in der "Aesthetik des Widerstandes".

    wie sie ja schon selbst schreiben: "Es gibt zwar keine reichen Unternehmer mehr, [...] dafür gibt es reiche Parteibonzen."
    Im Kapitalismus gibt es sogar reiche Parteibonzen UND reiche Unternehmer. Erklären sie deshalb den Kapitalismus auch für gescheitert?

    So war's schon immer im Kommunismus

    So ein Quatsch. Zuerst einmal ist China ein kapitalistisches System, gepaart mit Staatsunternehmen. Dazu noch Medienzensur und Vetternwirtschaft. Dies ist sicher keine Frage des Wirtschaftsystems, sondern eine Frage der Rechtsstaatlichkeit.

    Zudem gibt es auch genug vermögende Kleptokraten in kapitalistischen Ländern. Romney und Bush in den USA, Sebastián Piñera in Chile, Berlusconi in Italien...

    Das Problem jetzt auf Kommunismus vs. Kapitalismus zu beziehen ist viel zu kurz gedacht...

    wie es im Kommunismus ist, wenn es nach ihrer Ableitung* eh noch keinen Kommunismus gab. Sie führen ihre Aussage selbst ad absurdum.

    Sie sind zwar ideologisch gefestigt, verhaaren also bis heute in einem Blockdenken, tun aber so als ob sie es nicht sind. Machen sie sich aber nichts daraus - selbst die Medien, die sie höchstwahrscheinlich konsumieren, gehen von ähnlichen ideologischen Weltbildern aus - bis heute.
    Und eh vermeintliche "Kommis" kommen und in Verteidigungshaltung weiter ideologische Phrasen abzusetzen, wie ihre, nur soviel meine lieben Kommis. Weder Lenin, noch der Herr Wen oder Castro (inkl. Dr. Che) waren Kommunisten oder sind/waren an der Spitze eines kommunistischen Staates - es handelt sich bei diesen VW um staatskapitalistische System mehr nicht. Als dann der Westen 89 lautstark verkündete er habe etwas besiegt was es nicht gab - konnten diese Länder (inkl. Russland) leichter an Kapital kommen als im Blocksystem. Heute lassen wir, weil wir ja die selbsternannten Sieger sind, z.B. die Chinesen überall einkaufen - das Kapital ist herzlich Willkommen.
    Es geht also nicht um den nie existierten Kampf Kapital- vs Kommunismus, sondern um die Diskrepanz zwischen Aussen und Innen in diesen Ländern.

    *
    "Viele Kommi-Anhänger werden jetzt sagen China ist auch kein kommunistisches Land, und Nordkorea auch nicht... Irgendwann sollte man halt einsehen, dass die Idee des Kommunismus und Sozialismus in der Praxis nicht funktioniert! "

    • ST_T
    • 26. Oktober 2012 12:18 Uhr

    Ist das Einzige was mir zu Ihrem Beitrag einfällt.
    Sie gehen ernsthaft bei einem Vielvölkerstaat wie China von einem gleichgestellten kommunistischen Regime aus? Selbst wenn die Führung es gerne so hätte, leider hat die kommunistische Idee in China noch nie ernsthaft funktioniert.

    China ist genauso wenig kommunistisch wie die Türkei laizistisch ist. Nur weil ein Land sozialistische Elemente in seiner Politik verankert hat macht das ein Land noch lange nicht kommunistisch oder sozialistisch.

    Drittens übrigens gibt es nicht DEN Kommunismus, sondern im besten Fall (pervertierte) Interpretationen des Marxschen Kommunismus. Marx selbst hatte einen Idealstaat geschaffen. Dessen Ideen aber sind genauso wie Platons Ideen in der Praxis kaum zu verwirklichen.
    Kommunismus hingegen wurde nur als Ideen für Individuen missbraucht, die eigenen Herrschaftsansprüche über die Mehrheit zu legitimieren.

    Kapitalismus hingegen ist ein in sich geschlossenes System, welches die Herrschaft weniger über viele damit legitimiert, dass die Schuld dem Individuum gegeben wird ("du hast nicht genug gearbeitet")

    Und was es in China über einzelne Parteifunktionäre gibt, das gibt es hier auch über hiesige Politiker genauso. Nur während China die Presse zensiert, weigern sich unsere "Volksvertreter", ihre Nebeneinkünfte offen zu legen.

    Im Endeffekt ist der Artikel deswegen interessant, weil er zeigt, dass es bestimmte Eigenschaften wohl überall auf der Welt gibt...

    • deDude
    • 26. Oktober 2012 12:29 Uhr

    "Irgendwann sollte man halt einsehen, dass die Idee des Kommunismus und Sozialismus in der Praxis nicht funktioniert! Macht schafft es die meisten Menschen zu korrumpieren"

    Müsste es nicht Korrekterweise heißen:

    "Irgendwann sollte man halt einsehen, dass die Idee des Kommunismus und Sozialismus in der Praxis nicht funktioniert - WEIL - Macht (es)schafft die meisten Menschen zu korrumpieren"

    Das Problem ist also sinngemäß nicht der Kommunismus sondern das ewige Streben des Menschen mehr Geld oder Ansehen als sein Nachbar zu haben. Das ist in etwa so als wollten Sie vergeblich ein Feuer entzünden, würden aber nicht auf den Gedanken kommen, dass es vielleicht nicht funktioniert weil der Nachbar mit dem Wasserschlauch danebensteht.

    Das System selbst ist egal, es kommt doch vielmehr auf diejenigen an die das System "lenken".

    Das Macht korrumpiert ist ja keine neue Erkenntnis. Wir haben in Deutschland (zumindest theoretisch) ja auch viele Instanzen die sich gegenseitig kontrollieren sollen, trotzdem kommt alle Nase lang wieder ein neuer Fall von persönlicher Bereicherung, respektive "Vorteilsannahme" ans Licht.

    Totalitäte kommunistische Systeme verteilen die eingesammelten Reichtümer nur auf einen kleineren Personenkreis, ansonsten steht der Kapitalismus dem in nichts nach.

    Glauben Sie bei uns wäre es anders? Taschen vollmachen
    auf Kosten anderer gibt es überall. Das wird sogar von
    Ganoven und Demokraten praktiziert. Ganz zu schweigen von
    Königshäusern und Bänkern. Die kommunistischen und
    totalitären Staaten werden nur immer zuerst genannt,
    um von sich selbst abzulenken. Ich möchte nicht wissen,
    wie viele von den Superreichen früher ihre Millionen auf
    nicht ganz legale Weise zusammengegaunert haben und heute
    bei Staatsoberhauptern zu Gast sind.

    Klar - Im demokratischen Westen treten alle Politiker bettelarm, ohne Vermögen, ohne Beraterverträge, ohne Aufsichtsratsposten ab. Das ist der entscheidende Unterschied.

  2. Solche gibt es noch?

    • hairy
    • 26. Oktober 2012 10:42 Uhr
    3. Falsch

    "Das ist eben das Problem mit der kommunistischen Idee."

    Das Problem ist nicht die Idee, sondern die Praxis. Die Funktionaere haben die Idee immer wieder fuer eigene Zwecke missbraucht. Leider glauben arg viele Leute, damit sei auch die Idee selbst untauglich. ZB. innerhalb des Antifaschismus war die Idee ja im Prinzip sehr tauglich - aber die Praxis wurde auch da pervertiert: die massiven Differenzen zw. Funktionaerskommunismus und intellektuellem Kommunismus zur Zeit des Hilter/Stalin-Pakts sind zB. bei Peter Weiss sehr gut nachlesbar, in der "Aesthetik des Widerstandes".

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Das Problem ist nicht die Idee, sondern die Praxis."

    Eine Idee die sich nicht in der Praxis umsetzen lässt bzw. stets an der Praxis scheitert ist eine schlechte Idee. Mehrere Grundannahme der Idee verstoßen dann offensichtlich gegen die tatsächliche Wirklichkeit, weswegen man eine solche Idee auch als Utopie bezeichnet. Das weitere Verfolgen einer solchen Idee ist somit obsolet und Zeitverschwendung.

    Sie dürfen sich jetzt selber nach der Antwort suchen, warum die kommunistische Idee von etlichen noch verfolgt wird.

    • Perelly
    • 26. Oktober 2012 10:42 Uhr
    4. [...]

    Entfernt. Bitte beachten Sie das konkrete Artikelthema. Danke, die Redaktion/ls

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    • Slater
    • 26. Oktober 2012 10:47 Uhr

    "Die Mutter aller Zeitungen zeigt mal wieder, wie es geht. Ich kann mir nicht helfen, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es in Deutschland Journalisten gäbe, die eine solche Spur wittern UND ihr auch noch erfolgreich nachgehen."

    ist nicht die Geschichte um Wulff quasi genauso eine Enthüllung?
    dass hier nur geheime Kredite statt Mrd-Vermögen herauskommen
    kann man auch als etwas positiv ansehen, bisschen andere Sitten gelten schon

    im fernen China etwas aufzudecken ist sicherlich schwieriger und der deutschen Lokalpresse etwas zu hoch, aber von 'politischer Einfärbung' hängt das doch nicht ab

    ist....! Die alte Bauernweisheit ist ja bekannt: Feind, Todfeind, Parteigenosse. Dass ausgerechnet um Merkel herum viele "Kollegen" umfallen mussten wie die Fliegen ist doch wohl auch nicht nur journalistisches Können.

    Nebenbei und zur Unterhaltung, gilt vielleicht auch für chinesische Ministerpräsidenten:
    http://www.guardian.co.uk...

    • Slater
    • 26. Oktober 2012 10:47 Uhr

    "Die Mutter aller Zeitungen zeigt mal wieder, wie es geht. Ich kann mir nicht helfen, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es in Deutschland Journalisten gäbe, die eine solche Spur wittern UND ihr auch noch erfolgreich nachgehen."

    ist nicht die Geschichte um Wulff quasi genauso eine Enthüllung?
    dass hier nur geheime Kredite statt Mrd-Vermögen herauskommen
    kann man auch als etwas positiv ansehen, bisschen andere Sitten gelten schon

    im fernen China etwas aufzudecken ist sicherlich schwieriger und der deutschen Lokalpresse etwas zu hoch, aber von 'politischer Einfärbung' hängt das doch nicht ab

    Antwort auf "[...]"
  3. wie sie ja schon selbst schreiben: "Es gibt zwar keine reichen Unternehmer mehr, [...] dafür gibt es reiche Parteibonzen."
    Im Kapitalismus gibt es sogar reiche Parteibonzen UND reiche Unternehmer. Erklären sie deshalb den Kapitalismus auch für gescheitert?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • hairy
    • 26. Oktober 2012 10:57 Uhr

    "Im Kapitalismus gibt es sogar reiche Parteibonzen UND reiche Unternehmer. Erklären sie deshalb den Kapitalismus auch für gescheitert?"

    Nee, gelungen, denn die Idee des Kapitalismus erlaubt sowas.

    Sie wissen selber, dass Sie sich gerade ordentlich aus dem Fass der Polemik bedient haben. Die Idee einer kapitalistischen Gesellschaft ist, dass jeder zunächst seines eigenen Schmiedes Glück ist und dass es jedem frei steht ein Unternehmen zu gründen oder sonst etwas zu tun. Folglich gibt es in einem solchen System auch reiche Unternehmer = Bürger. Das es reiche Politiker gibt ist ebenfalls "normal", da es denen auch freisteht ihre Fähigkeiten, Kenntnisse und Kontakte zum eigenen Vorteil zu nutzen. Ob das moralisch immer vertretbar ist, ist eine andere Frage.

    Eine kommunistische Gesellschaft kennt kein Eigentum und verfolgt das Ziele, dass alle gleich sind, wobei "Gleich" zumeist auf die Eigentumsverhältnisse abzielt. Wie bereits angesprochen ist es jedoch so, dass in kommunistischen Systeme zumeist die politische Elite (welche komischerweise immer diktatorisch z.B. ein Führer, eine Partei usw. herrscht) deutlich besser gestellt ist, mehr Eigentum besitzt und ein deutlich höheren Wohlstand genießt, was wiederum dem Prinzip alle sind "gleich" widerspricht.

  4. "Das Problem ist nicht die Idee, sondern die Praxis."

    Eine Idee die sich nicht in der Praxis umsetzen lässt bzw. stets an der Praxis scheitert ist eine schlechte Idee. Mehrere Grundannahme der Idee verstoßen dann offensichtlich gegen die tatsächliche Wirklichkeit, weswegen man eine solche Idee auch als Utopie bezeichnet. Das weitere Verfolgen einer solchen Idee ist somit obsolet und Zeitverschwendung.

    Sie dürfen sich jetzt selber nach der Antwort suchen, warum die kommunistische Idee von etlichen noch verfolgt wird.

    Antwort auf "Falsch"
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    • hairy
    • 26. Oktober 2012 11:04 Uhr

    "Eine Idee die sich nicht in der Praxis umsetzen lässt bzw. stets an der Praxis scheitert ist eine schlechte Idee. Mehrere Grundannahme der Idee verstoßen dann offensichtlich gegen die tatsächliche Wirklichkeit, weswegen man eine solche Idee auch als Utopie bezeichnet. Das weitere Verfolgen einer solchen Idee ist somit obsolet und Zeitverschwendung."

    Woher wissen Sie, dass eine Idee nicht umsetzbar ist? Sind Sie auch fuer alle Zukunft allwissend? Ich glaube, Sie ueberschaetzen sich. Zur Erinnerung: Demokratie und Menschenrechte waren auch einmal Utopie. Bloss gut, dass es Leute gab, die nicht vor der angeblich so uebermaechtigen Praxis kapitulierten.

    • Slater
    • 26. Oktober 2012 11:10 Uhr

    was ist denn 'die kommunistische Idee' genau?
    dass sich Machthaber ein Land per Revolution an sich reißen bzw. unscheinbar übernehmen, gab und gibt es schon immer, ob nun unter dem Vorwand des Kommunismus oder der Demokratie (Schein-Wahlen) oder auf offensichtlichere Weise

    Kommunismus gibts auch in Deutschland, wenn Straßen und sonstige Infrastruktur dem Staat/ allen gehört, per Planwirtschaft ausgebaut wird,
    Sozialismus gibt es auch mit den Sozialsystemen

    ---

    Kapitalismus und Demokratie sind die Grundform,
    Freiheit, Besitz, Handel und Absprache gab es schon zur Steinzeit

    die Fehler, die man bei allen anderen Systemen machen kann,
    ist zuviel auf einmal, z.B. allen Besitz neuverteilen,
    und besonders gegen den Willen der Bevölkerung zu agieren,
    Grenzen schließen, Zensur der Medien usw. (wo steht das im Kommunismus?)

    geht man von einem gefestigten System aus und überlegt,
    etwa den Reichtum gestzlich einzudämmen, gibts keine Probleme mit welchen Ideen auch immer,

    dass der gesamte Kommunismus, was immer das beinhaltet, unrealistisch ist, sieht sicher jeder ein,
    genau wie der gesamte Kapitalismus ohne jeder Steuerung Millionen Menschen selbst in Europa verhungern ließe,
    die Ideen an sich, die nützlichen Anteile, kategorisch zu verteufeln, bringt nichts

    Wenn das Scheitern ein Kriterium zum Verwerfen einer Idee ist muesste man die Marktwirtschaft auch verwerfen, wieviele marktwirtschaftliche Staaten sind schon gescheitert und fuer Demokratien gilt das gleiche. Also das Argument ueberzeugt nun nicht wirklich, und im kalten Krieg hat man sich eben kommunistisch benannt, um von den Russen Geld zu bekommen, wenn es die Amis nicht zahlen wollten. Bisher hat sich niemand daran gemacht in der Realitaet eine sozialistische Gesellschaft aufzubauen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, tis
  • Schlagworte Bevölkerung | Bank | Behörde | China | Dollar | Euro
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