Das israelische Militär hat den Gazastreifen unter Artilleriebeschuss genommen und dabei offenbar fünf Personen verletzt. Bei den Opfern aus der Region östlich des Flüchtlingslagers Chan Junis handelt es sich laut palästinensischen Ärzten und Bewohnern des Gazastreifens um einen mutmaßlichen Islamisten und vier Kinder. Durch den Panzerbeschuss sei außerdem ein Minarett und ein Wasserturm beschädigt worden.

Der Angriff habe Stellungen der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas gegolten, teilte Israels Militär mit. Er sei eine Reaktion auf den Beschuss Israels aus dem Gazastreifen gewesen. In der Nacht zu Montag hatten radikale Palästinenser bis zu 40 Granaten auf Israel abgefeuert. Verletzt wurde dabei offenbar niemand. Die Angreifer hatten den Beschuss ihrerseits als Reaktion auf einen israelischen Luftangriff vom Sonntag erklärt. Dabei wurden zehn Menschen verletzt.

Nach israelischen Angaben haben radikale Palästinenser in diesem Jahr bislang 470 Raketen vom Gazastreifen aus auf Israel abgefeuert, zehn davon bislang im Oktober. Die israelische Luftwaffe hatte am Samstag eine Drohne abgeschossen , die über dem Mittelmeer nahe des von der Hamas beherrschten Gebiets entdeckt worden war. Woher die Drohne kam, ist weiter unklar.