Gaza-StreifenVerletzte bei Artilleriegefecht zwischen Israelis und Palästinensern

Bei einem Vergeltungsangriff Israels sind mehrere Palästinenser verwundet worden. Zuvor hatten Bewohner des Gaza-Streifens etwa 40 Granaten auf Israel geschossen. von dpa und reuters

Das israelische Militär hat den Gazastreifen unter Artilleriebeschuss genommen und dabei offenbar fünf Personen verletzt. Bei den Opfern aus der Region östlich des Flüchtlingslagers Chan Junis handelt es sich laut palästinensischen Ärzten und Bewohnern des Gazastreifens um einen mutmaßlichen Islamisten und vier Kinder. Durch den Panzerbeschuss sei außerdem ein Minarett und ein Wasserturm beschädigt worden.

Der Angriff habe Stellungen der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas gegolten, teilte Israels Militär mit. Er sei eine Reaktion auf den Beschuss Israels aus dem Gazastreifen gewesen. In der Nacht zu Montag hatten radikale Palästinenser bis zu 40 Granaten auf Israel abgefeuert. Verletzt wurde dabei offenbar niemand. Die Angreifer hatten den Beschuss ihrerseits als Reaktion auf einen israelischen Luftangriff vom Sonntag erklärt. Dabei wurden zehn Menschen verletzt.

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Nach israelischen Angaben haben radikale Palästinenser in diesem Jahr bislang 470 Raketen vom Gazastreifen aus auf Israel abgefeuert, zehn davon bislang im Oktober. Die israelische Luftwaffe hatte am Samstag eine Drohne abgeschossen , die über dem Mittelmeer nahe des von der Hamas beherrschten Gebiets entdeckt worden war. Woher die Drohne kam, ist weiter unklar.

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Leserkommentare
    • La Rage
    • 08. Oktober 2012 14:08 Uhr

    Die neue Führung in Ägypten wird das ganze nur noch mehr verschärfen. Die Muslimbrüder und die Salafistenvereinigung in Ägypten, die zusammen knapp 70% der Stimmen bekommen haben, verfolgen einen Kurs, der scharf gegen Israel bestimmt ist. Die letzten Scharmützel zwischen den Israelis und sogenannten militanten Gruppen in Ägypten sind erst der Anfang... So kann man mutmaßen, woher die Drohne auch stammen könnte. Das Komische daran ist, dass die USA beide Länder unterstützen. Ein Doppelspiel, der gefährliche Ausmaßen haben könnte.

    • iurisMo
    • 08. Oktober 2012 14:16 Uhr

    Der Autor hat wohl "vergessen" zu erwähnen, dass die palästinensischen Granaten auf Felder geworfen wurden und somit niemanden verletzten. Die gewaltige Feuerkraft der Israelis hingegen hat mal wieder nur Verletzte und Tote zur Folge, und das zum riesigen Teil nur Zivilisten.
    Unglaublich, dass man die Menschenrechtsverletzungen des israelischen Staates nicht kritisieren darf.

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    Der Autor hat wohl "vergessen" die Betonung darauf zu legen, dass die israelischen Raketen nur eine Reaktion auf einen vorhergehenden militärischen Angriff von Seiten der palästinensischen Gaza-Regierung (bzw. der von ihr kontrollierten Gruppen) ist, deren Ziel die Auslöschung Israels darstellt. Nur dank der Vorsichtsmaßnahmen der Israels gibt es nicht täglich Verletzte und Tote auf der israelischen Seite, und das zum riesigen Teil nur Zivilisten.
    Unglaublich, dass man die ständigen Provokationen und Menschenrechtsverletzungen des palästinensischen Staates nicht kritisieren darf und die Schuld immer bei Israel gesucht wird.

    Nun ja, dann müsste man aber auch sagen, dass die Granaten von palästinensischer Seite nicht absichtlich auf Felder abgeschossen werden, sondern dass mit ihnen Zivilbevölkerung getroffen werden soll.

    Solange die Hardliner jeder Seite der jeweils anderen Gruppe stets Gründe zur Vergeltung bieten, wird leider kein Friede im Nahen Osten entstehen.

    Leider hat der Abzug der israelischen Siedler nicht die gewünscht Befriedung mit sich gebracht. Einen unilateralen Abzug aus dem Westjordanland wird es nach dieser Lektion wohl nicht geben, und immer wieder werden die Verhandlungen eines bilateralen Abzugs durch Zwischenfälle wie diesen Torpediert. Der Nahost-Konflikt wird wohl leider noch lange vor sich hinschwelen.

    Seltsam, dass immer die Opfer zu Täter gemacht werden.Palästinenser beschießen Israel und werden als Opfer dargestellt, weil sich Israel berechtig wehrt.Uhi,die palästinensischen Granten sind auf Feldern gelandet...ja mit Sicherheit nicht bewusst und gewollt oder sind Selbstmordanschläge der Palästinenser dann reine Unglücke??

    Seltsam ist auch, dass sich Linke, Neonazis und Moslems in ihrem Hass gegen Israel doch trotz aller Differenzen einig sind...

    • eras
    • 09. Oktober 2012 0:16 Uhr

    "Der Autor hat wohl "vergessen" zu erwähnen, dass die palästinensischen Granaten auf Felder geworfen wurden und somit niemanden verletzten."

    Mehrere der Mörsergranaten und Raketen sind in einem Kibbuz im Grenzgebiet eingeschlagen. Dabei wurden Häuser durch Schrapnell beschädigt. Hätte sich jemand ausserhalb dieser Häuser befunden, dann gäbe es auch Verletzte oder Tote. Eine Rakete schlug in einem Streichelzoo ein und tötete bzw. verletzte mehrere der Tiere. Normalerweise ist die Streichelwiese voller Kinder, aber zum Glück war sie heute wegen des Feiertages geschlossen. Soviel zu ihren Wald- und Wiesengranaten...

    Wie viele Tote Israelis bedarf es denn, Ihrer Meinung nach, um einen Gegenschlag zu rechtfertigen?
    Und so ganz nebenbei: auch versuchter Mord ist strafbar!

    ... aber das ist hier nicht das Thema! Und ich persoenllich (da ich direkt am Gaza Streifen lebe, bilde ich mir ein davon Ahnung zu haben)finde es ziemlich abartig und eklig zu behauoten das es ueberzogen ist denn es ist ja nichts passiert.
    Man geht von ungefaehr 30!!! getoeteten Menschen aus wenn der Streichelzoo geoeffnet gehabt haette und in dem Kibbuz es nicht gerade eine Pause gegeben haette!

  1. Der Autor hat wohl "vergessen" die Betonung darauf zu legen, dass die israelischen Raketen nur eine Reaktion auf einen vorhergehenden militärischen Angriff von Seiten der palästinensischen Gaza-Regierung (bzw. der von ihr kontrollierten Gruppen) ist, deren Ziel die Auslöschung Israels darstellt. Nur dank der Vorsichtsmaßnahmen der Israels gibt es nicht täglich Verletzte und Tote auf der israelischen Seite, und das zum riesigen Teil nur Zivilisten.
    Unglaublich, dass man die ständigen Provokationen und Menschenrechtsverletzungen des palästinensischen Staates nicht kritisieren darf und die Schuld immer bei Israel gesucht wird.

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    dann könnte man ihn kritisieren. Aber es gibt keinen.

    Deswegen hat Israel die Pflicht in dem von ihnen besetzten Land für Ordnung zu sorgen. Mit der Polizei und nicht mit dem Militär.

    Bisher dachte ich immer Israel wäre im Gegensatz zu anderen Staaten in der Region ein Rechtsstaat. Wenn dem so wäre, kann man keine Todesstrafe (Artilleriebeschuss) ohne Gerichtsverfahren aussprechen.

    Hm, ich weiß nicht inwieweit selbstgebastelte Raketen, die in erster Linie kleinere Sachschäden verursachen, die "Auslöschung" Israels zur Folge haben können.

    Aber naja, man kann das ja mal wieder in Erinnerung rufen.
    Eine Lüge muss nur lange erzählt werden, dann wird sie irgendwann geglaubt.

    • iurisMo
    • 08. Oktober 2012 18:30 Uhr

    Ihr Beitrag ist schlicht lächerlich. So eine Ignoranz und auch Arroganz macht mich wirklich fassungslos. Mit solch einer "Ironie" machen Sie sich lediglich über die vielen palästinensischen Opfer(so auch Frauen und Kinder) lustig, welche zu tausenden von israelischen Streitkräften und Flugzeugbombardements getötet wurden.

    Wenn ein paar militante Palästinenser Granaten werfen, wird dies von der israelischen Armee mit der Auslöschung eines ganzen Dorfes vergolten...tut mir Leid, aber da kritisiere ich doch lieber dann die Israelis.

    • foobar_
    • 08. Oktober 2012 19:45 Uhr

    Was fuer eine unangebrachte Relativierung. "Nur selbstgemachte Raketen" - kleine, harmlose Boeller? Nicht der Rede wert, dieses Spielzeug? Keine Massen- und keine Vernichtungswaffen? Ist das Ihr Unterton? Selbst wenn Sie sich dem Wissen ueber die Zerstoerungskraft dieser Raketen verschliessen, empfehle ich Ihnen, sich ueber psychische Schaeden zu informieren, die Explosionen in einem Wohngebiet bei den israelischen Zivilisten - vor allem Kindern - hinterlassen. Noch aufschlussreicher waeren ein paar Wochen Urlaub in Suedisrael. Vielleicht vergeht Ihnen dann die Lust auf die Verharmlosung terroristischer Gewalt, die Sie durchscheinen lassen.

    • ALEPOU
    • 08. Oktober 2012 22:07 Uhr

    Entfernt, bitte werden Sie differenzierter. Danke, die Redaktion/se

  2. dann könnte man ihn kritisieren. Aber es gibt keinen.

    Deswegen hat Israel die Pflicht in dem von ihnen besetzten Land für Ordnung zu sorgen. Mit der Polizei und nicht mit dem Militär.

    Bisher dachte ich immer Israel wäre im Gegensatz zu anderen Staaten in der Region ein Rechtsstaat. Wenn dem so wäre, kann man keine Todesstrafe (Artilleriebeschuss) ohne Gerichtsverfahren aussprechen.

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    • DDave
    • 08. Oktober 2012 15:46 Uhr

    Der israelische Staat hat den Gazastreifen verlassen und keiner Gruppierung offiziell durch einen Vertrag die Macht übergeben. Aber durch eien Wahl hat die Hamas den Auftrag vom Volk bekommen für Ruhe und Ordnung zu sorgen.
    Fakt ist, es gibt soviele radikale Splittergruppen im Gazastreifen, dass die Hamas ihrer Aufgabe nicht sehr gut nachkommt.
    Somit ist Israel nicht verpflichtet im Gazastreifen für Ruhe zu sorgen, sondern nur seine Bürger vor Angriffen zu schützen.
    Das die Granaten und Raketen meist nur für Sachschäden sorgen, weil sie extrem ungenau einschlagen ist gut. Aber die Intention von den Palästinensern ist definitiv israelische Bürger zu treffen. Das Israel versucht nur die Angreifer zutreffen und nicht unbeteiligte Zivilisten, ist ehrenwert(im Vergleich zum Drohnenkrieg der USA in Pakistan).
    Im Westjordanland ist Ruhe, weil es besetzt ist(Soldaten) und dazu noch Israel polizeiliche Aufgaben palästinensichen Sicherheitskräften übergibt.
    Dies geht soweit, dass sich israelische Bürger im Westjordanland nicht ohne weiteres dort bewegen dürfen, damit die Palästinenser ihre Ruhe haben.

    Palästina sieht sich nicht als Staat? Warum wollten Sie dann UN-Mitglied werden?

    "Deswegen hat Israel die Pflicht in dem von ihnen besetzten Land für Ordnung zu sorgen. Mit der Polizei und nicht mit dem Militär."
    Nur so zur Info: der Gaza-Streife ist seit 2005, also seit sieben Jahren, nicht mehr von Israel besetz...

    "Wenn dem so wäre, kann man keine Todesstrafe (Artilleriebeschuss) ohne Gerichtsverfahren aussprechen."
    Oh ein ganz gewitzter! Also wenn Deutschland von irgendeinem Land aus beschossen wird und dann zurückshießt ist das Todesstrafe? Ein Scherzkeks sind Sie.

    • Mojo86
    • 08. Oktober 2012 14:48 Uhr

    okay von Feldern ist nicht die Rede, aber geschrieben wurde ganz deutlich:
    "Verletzt wurde dabei offenbar niemand"

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "okay von Feldern ist nicht die Rede, aber geschrieben wurde ganz deutlich:
    "Verletzt wurde dabei offenbar niemand""

    Ja, weil die israelische Regierung Milliarden Shekel ausgegeben hat um die 1,2 Millionen von Hamas-Raketen betroffenen Bürger zu schützen. Praktisch an jeder Ecke steht ein Bunker, ein Frühwarnsystem wurde entwickelt sowie Iron Dome, ein Raketenabwehrsystem mit einer Trefferquote von über 70 %. Diese Maßnahmen sind extrem effektiv, sodass seit Jahren kaum einer an dem permanenten Beschuss stirbt. Die niedrigen Opferzahlen haben ganz bestimmt nichts mit der potentiellen Gefährlichkeit dieser Raketenangriffe zu tun, denn diese von vielen als "selbstgebaute Sylvesterraketen" verharmlosten Geschosse, randvoll mit Sprengstoff Stahlkuglen, haben für gewöhnlich einen Tötungsradius von 30 Metern!

    Und auch wenn diese Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung wirkungsvoll sind, ist dieser Zustand nicht tragbar. Was meinen sie wie das ist, wenn ein Kind jahrelang fast jede Nacht von Sirenen aus dem Schlaf gerissen wird mit der Aufgabe, innerhalb von 5 - 10 Sekunden in den nächsten Bunker oder Keller zu rennen? Und im Süden Israels gibt es viele Kinder. Der Schaden von hunderttausenden Kindern mit posttraumatischen Belastungsstörungen oder anderen psychischen Schäden (auf beiden Seiten) lässt sich durch Opferzahlen oder Angaben von Verletzten nicht bemessen. Und das haben allein die Terrorbanden der Hamas und ihre Ableger zu verantworten!

    • Mojo86
    • 08. Oktober 2012 14:49 Uhr

    Der Kommentar galt dem 2. post

  3. Nun ja, dann müsste man aber auch sagen, dass die Granaten von palästinensischer Seite nicht absichtlich auf Felder abgeschossen werden, sondern dass mit ihnen Zivilbevölkerung getroffen werden soll.

    Solange die Hardliner jeder Seite der jeweils anderen Gruppe stets Gründe zur Vergeltung bieten, wird leider kein Friede im Nahen Osten entstehen.

    Leider hat der Abzug der israelischen Siedler nicht die gewünscht Befriedung mit sich gebracht. Einen unilateralen Abzug aus dem Westjordanland wird es nach dieser Lektion wohl nicht geben, und immer wieder werden die Verhandlungen eines bilateralen Abzugs durch Zwischenfälle wie diesen Torpediert. Der Nahost-Konflikt wird wohl leider noch lange vor sich hinschwelen.

  4. ...ist die Rede von Raketenbeschuss durch die Palästinenser, nicht durch Granatenbeschuss:

    "In a statement released Monday, the IDF spokesperson said that the IDF hit "a number of terror cells and targets of the terrorist organization Hamas in the Gaza Strip, in response to the rockets fired this morning toward territory of the state of Israel."

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    denn tatsächlich handelt es sich meist um Raketen, das aber auszudifferenzieren scheint so manchen schon deutlich zu überfordern.......

    MfG KM

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  • Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, dpa
  • Schlagworte Hamas | Israel | Militär | Arzt | Drohne | Flüchtlingslager
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