Merkel-Besuch: Eine Atempause für die Griechen!
Merkels Besuch in Athen war nicht umsonst. Ihre Zusage zum Aufbau einer effektiven Verwaltung ist sinnvoll. Aber ein größerer Schritt muss folgen, kommentiert L. Greven
Wie war die Griechenland-Reise von Angela Merkel im Vorfeld überhöht worden! Es entstand der Eindruck, als ob von dieser ersten Stippvisite der Kanzlerin in Athen seit Ausbruch der Euro-Krise Historisches zu erwarten wäre: Die Errettung der Griechen aus ihrem Elend, eine Aussöhnung zwischen beiden Völkern.
Daran gemessen konnten die Ergebnisse des mehrstündigen Treffens nur ernüchternd ausfallen. Weder brachte die Kanzlerin neue Milliarden-Hilfszusagen mit, noch stellte sie auch nur eine zeitliche Streckung der Reformen in Aussicht, die EU, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds zur Bedingung für weitere Tranchen des vereinbarten Hilfsprogramms machen.
Merkel sind die Hände gebunden: Die Troika wird ihren Bericht zum Stand der Reformen in Griechenland erst in einigen Wochen abgeben. Bis dahin kann selbst die deutsche Kanzlerin als Wortführerin der EU der griechischen Regierung nichts versprechen. Ein Aufschub der Reformauflagen würde zudem ihrem Diktum widersprechen, dass es Solidarität der anderen Euro-Länder und insbesondere Deutschlands nur gegen Solidität, gegen Reformen gibt.
Mehr als ein Pflichtbesuch
Dennoch war Merkels Besuch nicht völlig umsonst und kein bloßer Pflichttermin. Eine symbolisch wichtige Geste war die Zusage der Kanzlerin zu finanziellen Hilfen bei dringenden Reformen in der griechischen Verwaltung und im Gesundheitswesen. Auch wenn der Betrag von 30 Millionen Euro wenig erscheint: Der Aufbau einer leistungsfähigen öffentlichen Verwaltung, vor allem einer Steuerverwaltung, die endlich die hinterzogenen Abgaben reicher Griechen in Milliardenhöhe eintreibt, könnte mehr zur Gesundung des Landes beitragen als weitere Hilfskredite. Es würde dem Land helfen, wieder auf eigene Beine zu kommen und nicht für sehr lange Zeit von Almosen der wohlhabenden Euro-Länder abhängig zu bleiben.
Wichtiger noch war, dass Merkel die Bemühungen Griechenlands zur Überwindung der Schuldenkrise würdigte. Zu lange hatte sie den Eindruck erweckt, die gravierenden sozialen Folgen der maßgeblich von ihr verordneten Sparmaßnahmen seien ihr gleichgültig. Das und das Gefühl, aus Berlin und Brüssel gegängelt zu werden, haben den Stolz und die Würde der Griechen verständlicherweise verletzt. Das zeigte sich in den wütenden Protesten vor und während des Besuchs.
Das Wichtigste aber war, dass Merkel in Athen verkündete: "Ich wünsche mir, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt." Auf diesen Satz haben die Griechen lange gewartet. Weil dieses Bekenntnis der Kanzlerin bis vor Kurzem ausblieb, fühlten die griechischen Bürger sich alleingelassen mit ihrer Angst, aus der europäischen Solidaritätsgemeinschaft ausgestoßen und alleingelassen zu werden mit ihren unfähigen Regierungen.
Wenn Merke ihren Satz aber ernst meint, sollte sie alles daran setzen, den Griechen eine Atempause zu verschaffen. Mehr Opfer kann das Land im Moment nicht bringen. Denn es steht nach Jahren schwerer Rezession am Abgrund und das wurde auch ausgelöst durch die von Merkel und ihren Mitstreitern verlangten massiven Haushaltskürzungen und Steuererhöhungen.







und nicht "Merke" oder "Merkel".
"Wenn Merke ihren Satz aber ernst meint, sollte sie alles daran setzen, den Griechen eine Atempause zu verschaffen"
Das Volk sollte allerdings "Merken", dass hier jemand irgendetwas verschaffen will, dass gar nicht in der Intention des Volkes ist.
Darüber muss es aufgrund des Aufruhrs dringend eine Volksbefragung geben. Diese ist dringend geboten - sonst kann die EU als Scheindemokratie und Elitenwunschprojekt auf längere Zeit in der Schublade ihrer Erfinder verschwinden.
...die Griechen haben beides verloren, durch gigantische Konsumkredite, mit denen sie sich´s gutgehen ließen ohne entsprechende eigene Leistungen zu erbringen, durch Streiks und Verweigerung werden sie beides schwerlich wiedererlangen - im Gegenteil. Auch daran ist niemand anderes Schuld als sie selbst.
>> Stolz, Würde?...die Griechen haben beides verloren, durch gigantische Konsumkredite, mit denen sie sich´s gutgehen ließen ohne entsprechende eigene Leistungen zu erbringen, durch Streiks und Verweigerung werden sie beides schwerlich wiedererlangen - im Gegenteil. Auch daran ist niemand anderes Schuld als sie selbst. >>
"Stolz, Würde" in der Vorstellung eines devoten, deutschen Untertanen ist wahrscheinlich darauf begrenzt, hart und fleißig zu arbeiten, um das Kapital anderer zu mehren und ohne Widerspruch die eigene Existenz zu negieren, wenn die Obrigkeit dies befiehlt.
Siehe auch:
http://www.krisis.org/199...
>> Stolz, Würde?...die Griechen haben beides verloren, durch gigantische Konsumkredite, mit denen sie sich´s gutgehen ließen ohne entsprechende eigene Leistungen zu erbringen, durch Streiks und Verweigerung werden sie beides schwerlich wiedererlangen - im Gegenteil. Auch daran ist niemand anderes Schuld als sie selbst. >>
"Stolz, Würde" in der Vorstellung eines devoten, deutschen Untertanen ist wahrscheinlich darauf begrenzt, hart und fleißig zu arbeiten, um das Kapital anderer zu mehren und ohne Widerspruch die eigene Existenz zu negieren, wenn die Obrigkeit dies befiehlt.
Siehe auch:
http://www.krisis.org/199...
Welch Los: Frau Alternativlos entwickelt alternatives Vokabular lässt von "Alternativlosigkeit" los? Die Griechen wären alternativ dankbar für das Los der Alternativlosigkeit, dass hier alternativlos jeder ertragen muss. Alternativ wurde sie los:
"Ich wünsche mir, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt."
Was ist da bloß los???
>> Stolz, Würde?...die Griechen haben beides verloren, durch gigantische Konsumkredite, mit denen sie sich´s gutgehen ließen ohne entsprechende eigene Leistungen zu erbringen, durch Streiks und Verweigerung werden sie beides schwerlich wiedererlangen - im Gegenteil. Auch daran ist niemand anderes Schuld als sie selbst. >>
"Stolz, Würde" in der Vorstellung eines devoten, deutschen Untertanen ist wahrscheinlich darauf begrenzt, hart und fleißig zu arbeiten, um das Kapital anderer zu mehren und ohne Widerspruch die eigene Existenz zu negieren, wenn die Obrigkeit dies befiehlt.
Siehe auch:
http://www.krisis.org/199...
...in erster Linie dadurch, daß er sich seinen Konsum selbst erarbeitet, statt ihn sich von anderen kreditieren zu lassen - um danach nicht zurückzuzahlen.
...in erster Linie dadurch, daß er sich seinen Konsum selbst erarbeitet, statt ihn sich von anderen kreditieren zu lassen - um danach nicht zurückzuzahlen.
...in erster Linie dadurch, daß er sich seinen Konsum selbst erarbeitet, statt ihn sich von anderen kreditieren zu lassen - um danach nicht zurückzuzahlen.
Sie wissen über "den Griechen" absolut Bescheid. Aber über "ihre" Regierung, die gerade eine gigantische Bankenrettung und Umverteilung mittels einer Behörde (ESM) ,die keiner Gerichtsbarkeit unterliegt, durchführt, wissen sie nichts. Sie sind aber schlau genug, um genau die Parteien zu wählen, die ihnen einen Mindestlohn verweigern und auf Staatskosten private Ausfallrisiken sanieren. Sich dies nicht einzugestehen, hat mit einem fehl geleiteten Stolz zu tun, aber auch einfach mit mangelnder Bereitschaft, weiter zu denken, als es der Populismus zulässt.
Sie wissen über "den Griechen" absolut Bescheid. Aber über "ihre" Regierung, die gerade eine gigantische Bankenrettung und Umverteilung mittels einer Behörde (ESM) ,die keiner Gerichtsbarkeit unterliegt, durchführt, wissen sie nichts. Sie sind aber schlau genug, um genau die Parteien zu wählen, die ihnen einen Mindestlohn verweigern und auf Staatskosten private Ausfallrisiken sanieren. Sich dies nicht einzugestehen, hat mit einem fehl geleiteten Stolz zu tun, aber auch einfach mit mangelnder Bereitschaft, weiter zu denken, als es der Populismus zulässt.
Es war doch klar, dass Merkel auch in Athen nur ihre üblichen Sprechblasen absondern und ansonsten darauf verweisen würde, dass ja erst der Bericht der Troika abgewartet werden müsse.
Ich weiß nicht, woher Zeit-Autor Greven seine Erkenntnisse nimmt, wenn er schreibt, "Wie war die Griechenland-Reise von Angela Merkel im Vorfeld überhöht worden!"
Mit dem vom Autor verlinkten Text jedenfalls (ebenfalls aus der Zeit), einer fiktiven Ansprache Merkels eines Griechen an das griechische Volk auf Schüleraufsatz-Niveau (http://www.zeit.de/wirtsc...) lässt sich diese "Überhöhung" nicht glaubhaft belegen.
Ansonsten: Ich verstehe sehr gut, warum viele Griechen Merkel hassen, weil diese Frau verlässlich immer nur die Interessen von Großfinanz und Großkonzernen entschlossen vertritt und zur Empathie mit den Normalbürgern - egal welcher Nationalität -, die unter ihrer Politik leiden, weder willens noch in der Lage ist.
Weil aber die maßgeblichen Medien besonders in Deutschland diese gefährliche Frau stützen, wird Merkel ihr neoliberales Unwesen (voraussehbar) so lange fortsetzen, bis der soziale Frieden bricht. Und dann will es wieder keiner gewesen sein.
Mir wird zuviel von der angeblich verlorenen Würde der Griechen geredet. Ein "würdevoller" Umgang in Europa setzt voraus, dass die Griechen einsehen, dass ihr Leid in erster Linie hausgmacht ist. Weiterhin sollten die Griechen sehen, dass der Rest von Europa gewaltige Milliardenhilfsleistungen organisiert. Das ist mit erheblichen Einschränkungen der Europäer verbunden, die damit auf einen Teil ihrer eigenen Lebensqualität verzichten. Das ist ein Zeichen von einmaliger Solidarität! Als Deutscher bin ich stolz darauf, dass wir einen nicht unerheblichen Beitrag zu leisten im Stande sind. Ich wünsche unseren griechischen Freunden mehr Mut zu Reformen und die Kraft mit der angebotenen Hilfe der europäischen Nachbarn einen, wenn auch beschwerlichen Neuanfang zu wagen.
>> Weiterhin sollten die Griechen sehen, dass der Rest von Europa gewaltige Milliardenhilfsleistungen organisiert. Das ist mit erheblichen Einschränkungen der Europäer verbunden, die damit auf einen Teil ihrer eigenen Lebensqualität verzichten. Das ist ein Zeichen von einmaliger Solidarität! Als Deutscher bin ich stolz darauf, dass wir einen nicht unerheblichen Beitrag zu leisten im Stande sind. Ich wünsche unseren griechischen Freunden mehr Mut zu Reformen und die Kraft mit der angebotenen Hilfe der europäischen Nachbarn einen, wenn auch beschwerlichen Neuanfang zu wagen. >>
Warum sind Sie stolz darauf, Banken Geld hinterher zu werfen?
Das hat nichts mit Solidarität mit der griechischen Bevölkerung zu tun, was da passiert, sondern mit räuberischer Umverteilung von unten nach oben. Europaweit.
Was haben all die Milliarden bisher gebracht, außer das die Situation schlimmer wird, verständlich bei der gegenwärtigen Austeritätspolitik, die Bedingung für die "Hilfe" war.
Merkel hat den Finanzmärkten, dem korrupten gr. Politestablishment - das sich mit den europäischen Transferzahlungen an der Macht halten kann - und nicht zuletzt sich selbst geholfen.
Und Sie dürfen das bezahlen unter dem Vorwand, es gehe um die Rettung Griechenlands.
Wenn Sie solidarisch sein wollen, sehen Sie zu, dass die krisenverschärfende Austeritätspolitik aufhört und die Griechen die Möglichkeit haben, ihren politischen Saustall auszumisten. Ohne Samaras & Co, die werden dabei keine Hilfe bieten.
Mit bestem Willen, ich kann - vielleich habe ich bisher lediglich sehr viel Glück gehabt - keine Einschränkung meiner Lebensqualität feststellen, seit dem Griechenland die so genannten "Hilfspakete" bekommt.
Ausgenommen von diesem ständigen und äußerst unguten Gefühl, dass die Menschen in Europa (wieder?) beginnen Hass aufeinander zu schüren. Und das - wie immer - auch noch vollkommen Grundlos.
Wie kann ich da stolz sein?
...und will ich das als Deutscher überhaupt..?
Wie dem auch sei.
Die Probleme in Griechenland sind sicherlich hausgemacht, doch ist Griechenland nur ein Zimmer eines großen Hauses, in dem wir alle leben.
Danke fürs zuhören.
Wie genau hat sich Ihre Lebensqualität denn seit Beginn der Krise im allgemeinen und seit Beginn von Hilfen an Griechenland im besonderen denn verschlechtert?
>> Weiterhin sollten die Griechen sehen, dass der Rest von Europa gewaltige Milliardenhilfsleistungen organisiert. Das ist mit erheblichen Einschränkungen der Europäer verbunden, die damit auf einen Teil ihrer eigenen Lebensqualität verzichten. Das ist ein Zeichen von einmaliger Solidarität! Als Deutscher bin ich stolz darauf, dass wir einen nicht unerheblichen Beitrag zu leisten im Stande sind. Ich wünsche unseren griechischen Freunden mehr Mut zu Reformen und die Kraft mit der angebotenen Hilfe der europäischen Nachbarn einen, wenn auch beschwerlichen Neuanfang zu wagen. >>
Warum sind Sie stolz darauf, Banken Geld hinterher zu werfen?
Das hat nichts mit Solidarität mit der griechischen Bevölkerung zu tun, was da passiert, sondern mit räuberischer Umverteilung von unten nach oben. Europaweit.
Was haben all die Milliarden bisher gebracht, außer das die Situation schlimmer wird, verständlich bei der gegenwärtigen Austeritätspolitik, die Bedingung für die "Hilfe" war.
Merkel hat den Finanzmärkten, dem korrupten gr. Politestablishment - das sich mit den europäischen Transferzahlungen an der Macht halten kann - und nicht zuletzt sich selbst geholfen.
Und Sie dürfen das bezahlen unter dem Vorwand, es gehe um die Rettung Griechenlands.
Wenn Sie solidarisch sein wollen, sehen Sie zu, dass die krisenverschärfende Austeritätspolitik aufhört und die Griechen die Möglichkeit haben, ihren politischen Saustall auszumisten. Ohne Samaras & Co, die werden dabei keine Hilfe bieten.
Mit bestem Willen, ich kann - vielleich habe ich bisher lediglich sehr viel Glück gehabt - keine Einschränkung meiner Lebensqualität feststellen, seit dem Griechenland die so genannten "Hilfspakete" bekommt.
Ausgenommen von diesem ständigen und äußerst unguten Gefühl, dass die Menschen in Europa (wieder?) beginnen Hass aufeinander zu schüren. Und das - wie immer - auch noch vollkommen Grundlos.
Wie kann ich da stolz sein?
...und will ich das als Deutscher überhaupt..?
Wie dem auch sei.
Die Probleme in Griechenland sind sicherlich hausgemacht, doch ist Griechenland nur ein Zimmer eines großen Hauses, in dem wir alle leben.
Danke fürs zuhören.
Wie genau hat sich Ihre Lebensqualität denn seit Beginn der Krise im allgemeinen und seit Beginn von Hilfen an Griechenland im besonderen denn verschlechtert?
Ach Bürger Griechenlands,
statt nun gewaltvoll Frau Merkel als Sündenbock für eine jahrelange, oder jahrzehntelange, verfehlte eigene Innenpolitik zu missbrauchen, ja die Dame, natürlich, mit Hakenkreuzbinde etc. zu zeigen, solltet Ihr lieber mal im eigenen Land umschauen und vor den Villen der zahlreichen Mitbürger (ob nun Unternehmer oder Politiker als Nichtsteuerzahler) protestieren, die Ihr Geld seid längerem in die Schweiz etc. schaffen. Könnte es aber sein, dass dies nicht so einfach fällt wie ein ausländischer Sündenbock in deutscher Uniform, ein Mitglied der "bösen" europäischen Wirtschaftsstaaten? Richtig, denn von der bürgerlichen Unart kaum oder keine Steuern zu zahlen (nicht nur beim Einkommen und Vermögen, sondern auch im Restaurant etc.) hat schließlich auch die Masse profitiert. Das muss man den armen "kleinen Leuten" die jetzt um Rente etc. bangen auch mal sagen dürfen. Jedenfalls wird es auch hier nicht lange dauern, bis vielleicht Deutsche auf die Straßen gehen, wenn Milliarden fließen oder versickern...
Viel wichtiger als Merkels Besuch ist das anstehende Ultimatum von Madame Lagarde... da entscheiden die Zahlen, nicht die Gefühle. Fakten für den Euro!
Griechenland und seine Reichen, da gibt es noch viel aufzuklären..
Aber Anti-Merkel und ein tobendes Volk, das gefällt vielen dt. Journalisten scheinbar, sehe ich in die Zeitungen... eine gute Story, über reiche Griechen & deren neue Immobilien in Deutschland etc. redet man nicht...
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