Anhänger der Opposition in Kuwait flüchten in Kuwait City vor der Polizei. © Yasser Al-Zayyat/AFP/Getty Images

Zehntausende sind am Wochenende in Kuwait-Stadt gegen eine Wahlrechtsänderung auf die Straßen gegangen. Die Polizei reagierte mit Gewalt. Dem arabischen Nachrichtensender Al Jazeera zufolge hätten die Beamten Gummigeschosse und Tränengas eingesetzt. Das Innenministerium teilte mit, die Protestierenden hätten die Ordnungskräfte mit Steinen beworfen. Zahlreiche Demonstranten und elf Polizisten seien verletzt worden. Die kuwaitische Nachrichtenagentur Kuna berichtete unter Berufung auf das Ministerium, es habe Festnahmen gegeben.

Die islamistische und nationalistische Opposition hatte zu den Protesten aufgerufen. Sie richten sich gegen die Regierung, die in der letzten Woche vorgezogene Wahlen für den 1. Dezember angekündigt hatte. Es wären die zweiten Wahlen in diesem Jahr. Sie würden zu einer Auflösung des Parlaments führen, in dem die Opposition derzeit die Mehrheit hat.

Bei Al Jazeera war die Rede von der größten Kundgebung, die Kuwait jemals erlebt habe. Die Opposition geht von 100.000 Teilnehmern aus, Beobachter schätzten ihre Zahl weit geringer ein.