Pakistan : Verdächtige im Fall Malala festgenommen

In Pakistan sind nach dem Attentat auf die Schülerin und Taliban-Gegnerin Malala mehrere Menschen festgenommen worden. Der Hauptverdächtige ist auf der Flucht.
Pakistanische Menschenrechtler gedenken der von Taliban angeschossenen Schülerin Malala. © Arif Ali/AFP/Getty Images

Die Polizei in Pakistan hat neun Menschen festgenommen, die im Zusammenhang mit dem Attentat auf die Schülerin Malala Yousufzai verhört werden sollen. Das berichtet CNN . Nach dem Hauptverdächtigen, Atta Ullah Khan, werde allerdings noch gefahndet.

Unter den Festgenommenen sind den Angaben zufolge die Mutter, der Bruder und die Verlobte des 23-jährigen Chemiestudenten. Sie werden jedoch nicht verdächtigt, in den Mordfall verwickelt zu sein, sagte ein Polizeisprecher dem Nachrichtensender.

Die weiteren sechs Festgenommenen stammen wie Khan und das Opfer Malala aus dem Swattal, einer Hochburg der Taliban im Nordwesten Pakistans. Dort war die Schülerin, die wegen ihres Widerstandes gegen die Taliban zu einem nationalen Symbol der Hoffnung geworden war, vor knapp zwei Wochen in einem Schulbus von Extremisten attackiert worden. Sie schossen auf Nacken und Kopf des Mädchens. Die Schülerin wurde inzwischen in ein Krankenhaus in der englischen Stadt Birmingham verlegt. Ihr Zustand bessere sich weiter, die 15-Jährige sei stabil, teilte die Klinik mit.

Zehntausende sendeten über Facebook und Twitter Genesungswünsche. Pakistans Militärchef Ashfaq Parvez Kayani ehrte Malala als eine "Ikone des Mutes".

Die Taliban haben sich zu dem Anschlag auf Malala am 9. Oktober bekannt. Sie haben geschworen, das Mädchen zu töten, sollte sie den Anschlag überleben.

 

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Kommentare

7 Kommentare Kommentieren

Lieber Forist...

...Sie schreiben:

"Vielleicht hilft dieser Link:
http://www.spiegel.de/pol...
Ihr Weltbild etwas gerade zu rücken, aber ich zweifle eher daran."

Ich erlaubte mir gerade die Verhälltnisse zu betrachten. Karatschi hat, laut Wikipedia, eine Einwohnerzahl von 13.052.000. Dem gegenüber steht eine unbestimmte Anzahl von "mehreren Zehntausend" Protestanten - in einem Land mit einer Gesamteinwohnerzahl von 172,8 Millionen. So löblich ich die Proteste auch finde, an der Gesamtsituation wird sich dadurch möglicherweise (leider) so schnell nichts ändern. Trotzdem finde ich es nach wie vor bezeichnend, dass eine Glaubensrichtung Kinder als so große Bedrohung betrachtet, dass sie getötet werden müssen.

Lieber Forist...

...Sie schreiben:

"Wie Sie sehen können, kann ich Fakten liefern, im gegensatz zu Ihnen."

Ich verstehe Sie immer weniger. Mir geht es darum, dass Pakistani sich gegen die Taliban erheben mögen und Sie verlinken Bilder aus Libyen, Berichte aus Köln und den Niederlanden? Ich stimme Ihnen zu, eine mögliche, aufkeimende Diskussion abzubrechen - Ihre Nachrichtenkenntis in allen Ehren, aber hier geht es doch eher um Pakistan.

Nein, mein Bester, so einfach kommen sie uns nicht davon!

ihnen geht es darum zu versuchen, eine gesamte Glaubensrichtung zu diskreditieren aufgrund der Untaten einer Gruppe fehlgeleiteter Höllenhunde. Kollege Cross hat versucht, Ihnen darzulegen, dass das kein gültiges Vorgehen ist, weil es jede Menge Gegenbeispiele gibt. Nehmen Sie das doch einfach erfreut zur Kenntnis, dass es nicht so schlimm ist, wie es sich Ihnen dargestellt hat, dass nicht alle Muslime die mörderischen Taten dieser durchgeknallten Fanatiker billigen, oder sogar umgekehrt die allermeisten Muslime diese ablehnen und zum Donnerdrummel wünschen.