TV-Debatte: Obama spottet über Romneys "Ordner voller Frauen"
Romneys Aussage über weibliche Abgeordnete sorgt nicht nur im Netz für Häme. Auch Obama nutzt die Vorlage: Er müsse keine Ordner sammeln, um kompetente Frauen zu finden.
© Jason Reed/Reuters

US-Präsident Barack Obama bei einem Wahlkampfauftritt
Nach der unbedachten Aussage des US-Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney über die Suche nach qualifizierten Frauen für sein Kabinett hat Präsident Barack Obama die öffentliche Kritik an den Äußerungen aufgegriffen. "Ich muss Ihnen sagen, dass wir keine Ordner sammeln müssen, um kompetente, motivierte und talentierte junge Frauen zu finden, die bereit sind, zu lernen und in diesen Fächern zu unterrichten", sagte Obama bei einem Wahlkampfauftritt an einer Universität in Iowa. Dabei ging es um sein Engagement für Frauenrechte und über Pläne, mehr Professoren für Mathematik und ähnliche Fächer einzustellen.
Auch US-Vizepräsident Joe Biden stieg auf Romneys unglückliche Formulierung ein. "Angesichts der Vorstellung, dass er herumfragen musste, wo eine qualifizierte Frau ist, hätte er einfach zu mir nach Hause kommen sollen. Er hätte keinen Ordner gebraucht", sagte Biden. Obama und Biden kommt Romneys Aussage gelegen. Die beiden versuchen, ihren abnehmenden Vorsprung in Umfragen bei Frauen wieder auszubauen.
Im zweiten TV-Duell mit Obama hatte Romney am Dienstag erzählt, wie er als Gouverneur von Massachusetts nach weiblichen Bewerbern für sein Kabinett suchte. Ihm seien nur Männer als Kandidaten präsentiert worden. "Meinte Güte, können wir nicht auch Frauen finden, die qualifiziert sind?", habe er seine Mitarbeiter gefragt. Schließlich hätte er "Aktenordner voller Frauen" bekommen. Im Internet häuften sich bereits während der Debatte die hämischen Kommentare über die Formulierung. In sozialen Netzwerken kursierten unzählige Fotomontagen, auf denen in Aktenordner gesteckte Frauen zu sehen waren.
Obamas Beliebtheitswerte steigen
Die Mehrheit der US-Wähler sieht Präsident Obama als Sieger der zweiten Fernsehdebatte. Wie eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage von Reuters/Ipsos ergab, sehen 48 Prozent der registrierten Wähler den Amtsinhaber vorn. 33 Prozent finden, Romney habe sich besser geschlagen. Auch Experten zufolge ging Obama als Gewinner hervor.
In der Beliebtheitsskala konnte der Präsident nach der Debatte um fünf Punkte auf 55 Prozent zulegen. Romney verlor zwei Punkte auf 48 Prozent. Das TV-Duell wurde den Einschaltquoten zufolge von 65,6 Millionen Amerikanern im Fernsehen verfolgt. Die dritte und letzte Debatte soll in der kommenden Woche in Florida stattfinden.








Na ja, bleibt nur zu hoffen, dass die CIA anders gestrickt ist als unser Verfassungsschutz. Sonst sind Romney`s Frauen bald geschreddert!
Meine Güte, hätte Obama jemals so viele Patzer gemacht wie Romney, wäre er schon längst von der Oberfläche verschwunden. Was muss dieser Kerl noch alles machen um zu verlieren?
Ansonsten... herrlicher Meme.
Entfernt. Kein konstruktiver Kommentar. Die Redaktion/kvk
Ist Obama eigentlich jemals in so ein Fettnäpfchen à la Romney getreten, so dass sich gleich Millionen im Internet über ihn lustig machten? Ich kann mich daran nicht erinnern.
Vielleicht ist das einer der Gründe, warum bei Umfragen, wen die Deutschen wählen würden Obama immer weit vor Romney liegt, Obama wirkt nicht nur sympathischer, sondern auch einfach professioneller als Romney und da die meisten Deutschen wohl von Amerikanischer Politik genau so wenig wissen wie über ihre eigene ist das letztlich wohl das, was am meisten zählt.
Obama ist konsistenter. Allerdings finden das viele Amerikaner vermutlich auch langweilig, und Vernunftentscheidungen zu Lasten des Bauches werden dort vermutlich nicht so oft getroffen wie in Deutschland (wobei ich gerne zugebe, dass "Vernunft" ein sehr vielseitiger Begriff ist). Das ist beim Häuslebau so, und eben auch bei politischen Wahlen.
Romney hat sich allerdings derart oft selbst widersprochen (und derart viel verschwiegen), dass er mir vermutlich selbst dann unheimlich wäre, wenn ich mit seinem Wahlprogramm grundsätzlich etwas anfangen könnte.
Natürlich hat Obama Patzer geleistet. Über seine Patzer wird hier in Deutschland nur nicht berichtet. Schon gar nicht in dieser epischen Breite mit Beispielkarikaturen des Gegners.
Obamapatzer Beispiel 1: Im Wahlkampf 2008 kam eine heimliche Aufnahme zum Vorschein in der Obama unterstellte, die US-Truppen in Afgahnistan würden "just air-raiding villages and killing civilians". Dass das aus dem Kontext gegriffen wurde, stimmt nicht. Er hat US-Soldaten, die ihr Leben (& ihre Psyche) für ein besseres Afghanistan geben, pauschal herabgewürdigt.
Obamapatzer Beispiel 2: Im Wahlkampf 2008 hat Obama über weiße Vorstadtbewohner gesagt: "And it's not surprising, then, they get bitter, they cling to guns or religion or antipathy to people who aren't like them or anti-immigrant sentiment or anti-trade sentiment as a way to explain their frustrations.". Auch da kann man sagen, im Kontext war diese Verallgemeinerung weißer Wähler nicht als Beschimpfung gedacht - aber ein heftiger Patzer ist das schon. Das hat bereits Hillary Clinton in ihrer Präsidentschaftskandidatur gegen ihn benutzt.
Im Übrigen ist lustig, wie Romney hierzulande zunächst als aalglatter Erfolgsmann stilisiert wurde, mit dem sich aufgrund seiner perlweißen Vollkommenheit kein Amerikaner identifizieren könne. Und wie er nun als pannensuchender Depp dargestellt wird, dem man trotz seiner Erfoge in Massachusetts und Salt-Lake-City keine Verantwortung übertragen könne. Kein Wunder, dass Deutsche ihn suspekt finden.
Obama und Fettnäpfchen? Ehrlich gesagt ja, und ich muss sogar sagen ein lustigeres als das hier jetzt mit den "Binders full of women".
Bei irgendeiner Veranstaltung im Juli hat Obama glaube ich über den Unternehmergeist der Amerikaner gesprochen, und im Kern des ganzen ging es darum, dass hinter einer großen Firma oder Entwicklung auch immer andere Leute standen, die geholfen haben das zu verwirklichen, indem sie einen entweder inspiriert haben, oder finanziell geholfen oder sonst irgendwie. Ist ja an sich nicht verkehrt, aber hängen geblieben ist eben diese unglückliche Formulierung:
"If you have a small business or something, you didn't build that... others made that happen"
Ergebnis: http://knowyourmeme.com/m...
Sehr zum Schmunzeln war in dem Zusammenhang dieses Internetbild http://capitolcommentary....
Naja, aber Patzer im Juli sind auch etwas anderes als 3 Wochen vor der Wahl...
Obama ist konsistenter. Allerdings finden das viele Amerikaner vermutlich auch langweilig, und Vernunftentscheidungen zu Lasten des Bauches werden dort vermutlich nicht so oft getroffen wie in Deutschland (wobei ich gerne zugebe, dass "Vernunft" ein sehr vielseitiger Begriff ist). Das ist beim Häuslebau so, und eben auch bei politischen Wahlen.
Romney hat sich allerdings derart oft selbst widersprochen (und derart viel verschwiegen), dass er mir vermutlich selbst dann unheimlich wäre, wenn ich mit seinem Wahlprogramm grundsätzlich etwas anfangen könnte.
Natürlich hat Obama Patzer geleistet. Über seine Patzer wird hier in Deutschland nur nicht berichtet. Schon gar nicht in dieser epischen Breite mit Beispielkarikaturen des Gegners.
Obamapatzer Beispiel 1: Im Wahlkampf 2008 kam eine heimliche Aufnahme zum Vorschein in der Obama unterstellte, die US-Truppen in Afgahnistan würden "just air-raiding villages and killing civilians". Dass das aus dem Kontext gegriffen wurde, stimmt nicht. Er hat US-Soldaten, die ihr Leben (& ihre Psyche) für ein besseres Afghanistan geben, pauschal herabgewürdigt.
Obamapatzer Beispiel 2: Im Wahlkampf 2008 hat Obama über weiße Vorstadtbewohner gesagt: "And it's not surprising, then, they get bitter, they cling to guns or religion or antipathy to people who aren't like them or anti-immigrant sentiment or anti-trade sentiment as a way to explain their frustrations.". Auch da kann man sagen, im Kontext war diese Verallgemeinerung weißer Wähler nicht als Beschimpfung gedacht - aber ein heftiger Patzer ist das schon. Das hat bereits Hillary Clinton in ihrer Präsidentschaftskandidatur gegen ihn benutzt.
Im Übrigen ist lustig, wie Romney hierzulande zunächst als aalglatter Erfolgsmann stilisiert wurde, mit dem sich aufgrund seiner perlweißen Vollkommenheit kein Amerikaner identifizieren könne. Und wie er nun als pannensuchender Depp dargestellt wird, dem man trotz seiner Erfoge in Massachusetts und Salt-Lake-City keine Verantwortung übertragen könne. Kein Wunder, dass Deutsche ihn suspekt finden.
Obama und Fettnäpfchen? Ehrlich gesagt ja, und ich muss sogar sagen ein lustigeres als das hier jetzt mit den "Binders full of women".
Bei irgendeiner Veranstaltung im Juli hat Obama glaube ich über den Unternehmergeist der Amerikaner gesprochen, und im Kern des ganzen ging es darum, dass hinter einer großen Firma oder Entwicklung auch immer andere Leute standen, die geholfen haben das zu verwirklichen, indem sie einen entweder inspiriert haben, oder finanziell geholfen oder sonst irgendwie. Ist ja an sich nicht verkehrt, aber hängen geblieben ist eben diese unglückliche Formulierung:
"If you have a small business or something, you didn't build that... others made that happen"
Ergebnis: http://knowyourmeme.com/m...
Sehr zum Schmunzeln war in dem Zusammenhang dieses Internetbild http://capitolcommentary....
Naja, aber Patzer im Juli sind auch etwas anderes als 3 Wochen vor der Wahl...
Was ist lächerlicher? Die Tatsache, dass eine einzelne Formulierung, die an sich keine Erwähnung Wert wäre, so hoch gekocht wird oder diese peinliche Antwort Bidens:
"Angesichts der Vorstellung, dass er herumfragen musste, wo eine qualifizierte Frau ist, hätte er einfach zu mir nach Hause kommen sollen."
Um Sachthemen geht es in dem Wahlkampf wohl überhaupt nicht?
....., guten Morgen, hats endlich klick gemacht.....
....., guten Morgen, hats endlich klick gemacht.....
dass angesichts des Haushaltsdefizits der USA, der Bankenkrise, der auseinanderdriftenden Gesellschaft, der kaputten Medienlandschaft, des blockiereten Senats und einem seit 11 Jahren dauernden Krieges in Afghanistan endlich über die wirklich wichtigen Themen gesprochen wird.
Nichtsdestotrotz: der Ordner mit "All my wives"? Ziemlich gut.
Obama ist konsistenter. Allerdings finden das viele Amerikaner vermutlich auch langweilig, und Vernunftentscheidungen zu Lasten des Bauches werden dort vermutlich nicht so oft getroffen wie in Deutschland (wobei ich gerne zugebe, dass "Vernunft" ein sehr vielseitiger Begriff ist). Das ist beim Häuslebau so, und eben auch bei politischen Wahlen.
Romney hat sich allerdings derart oft selbst widersprochen (und derart viel verschwiegen), dass er mir vermutlich selbst dann unheimlich wäre, wenn ich mit seinem Wahlprogramm grundsätzlich etwas anfangen könnte.
Entfernt. Bitte beachten Sie, dass wir auf diese Seite nicht verlinken möchten. Danke, die Redaktion/ls
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