Obamas Duell-Flop : "Ich war zu höflich"

Was war los mit Obama beim TV-Duell gegen Romney? Was der Grund für seine miese Performance? Nun erklärte sich der Präsident: Er sei einfach zu nett zu Romney gewesen.
US-Präsident Obama während einer Wahlkampfveranstaltung in San Francisco © Max Morse/GettyImages

US-Präsident Barack Obama hat eine Erklärung für seinen schwachen Auftritt in der TV-Debatte gegen seinen Herausforderer Mitt Romney geliefert. "Ich war einfach zu höflich", sagte er dem Online-Portal Black America Web . Es sei schwierig gewesen, Romney immer wieder vorzuhalten, dass dieser nicht die Wahrheit sage.

Im Übrigen, so Obama, sei er generell nicht gut in Form gewesen. "Ich hatte eine schlechten Tag", sagte der demokratische Amtsinhaber dem Fernsehsender ABC. Romney dagegen habe "einen guten Tag" erwischt. Unabhängig von dieser Tagesform seien die fundamentalen inhaltlichen Fragen des Präsidentschaftswahlkampfes aber die gleichen geblieben, sagte Obama.

Gleichzeitig machte er seinen Anhängern Hoffnung, dass sich ein solcher Auftritt nicht wiederholen wird. Bei den nächsten Debatten wolle er seinem Gegner mehr Paroli bieten, sagte Obama. Am 16. und 22. Oktober wird es weitere TV-Duelle der beiden geben. "Wir werden dann etwas mehr Aktivität sehen."

Während der ersten Debatte vor einer Woche war Obama überraschend matt und lustlos gewesen. Sein Herausforderer Romney dagegen überraschte Wähler und Experten: Statt hölzern wirkte er souverän und humorvoll . Von diesem Auftritt profitiert der Republikaner: Seine Popularitätswerte steigen , in manchen Umfragen sogar über die des Amtsinhabers.

Dessen Hoffnungen liegen nun auch auf seinem Vize Joe Biden . Er trifft an diesem Donnerstag auf den republikanischen Vizekandidaten Paul Ryan. Die zweite hochrangige Debatte des Wahlkampfs wird angesichts des äußerst knappen Rennens mit großer Spannung erwartet. Kommentatoren rechnen mit einer harten Redeschlacht. Bei dem 90-minütigen Duell an einer Hochschule in der Kleinstadt Danville im Bundesstaat Kentucky soll es um innen- und außenpolitische Themen gehen.

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Kommentare

24 Kommentare Seite 1 von 5 Kommentieren

Ellenbogen raus, Mr. Obama

Der republikanische Wahlkampf erinnert an Bush jun. vs. Gore. Wenn die Republikaner am Verlieren sind, fangen sie an alles mögliche zu versprechen um den Wählern zu gefallen, egal wie widersinnig oder oberflächlich die Aussagen dabei sind und wenn das nichts hilft, setzen sie sich einfach auf den Präsidentenstuhl und stehen nicht mehr auf. Hätte Gore nur einen Prozentteil der Chuzpe eines G.W.Bush gehabt, hätte er ihn mit einem kräftigen Tritt nach Texas zurückbefördert. Hoffentlich wird Obama solche falsche Höflichkeit nicht die Präsidentschaft kosten. Der Klügere darf nicht zurückstecken, in diesem Fall muß er kräftig austeilen!

Wie bitte?

"Im Kindergarten gab es auch ...
... Kinder, die ihr Versagen immer hinterher erklärt haben."

Meine Kinder sind beide im Kindergarten und mir hat noch keines von ihnen ein Versagen (was auch immer das für Sie bedeuten mag) hinterher erklärt.
Und was genau wollen Sie uns mit diesem völlig aus der Luft gegriffenen Vergleich denn überhaupt sagen?
Dass man nicht versagen darf bzw. es dann auf keinen Fall versuchen sollte zu erklären? Dass das Versagen an sich in den Kindergarten gehört oder das nachträgliche Erklären desselbigen?

"Obama vertritt eine linke Versagerpolitik, und genau das wurde im TV Duell klar. Der Rest ist Sache der US Wähler."

Was ist eine linke Versagerpolitik und wo wurde das im TV-Duell klar?
Letztlich sind diese Fernsehduelle eh reine Showveranstaltungen in denen es lediglich darum geht, sich selbst und seine Politik zu verkaufen. Neues wird man dort nicht erfahren. Inwiefern Sie dann anhand des TV-Duells die linke Versagerpolitik des Amtsinhabers entlarvt haben wollen, würde mich deshalb sehr interessieren...

Obama hat Romney völlig deplatziert!!!

Romney hat auf mich einen ungebildeten Eindruck gemacht. Die Begründung dazu habe ich in meinen vorangegangenen Kommentaren schon geliefert.
Ich bin doch sehr erstaunt über die nach meiner Meinung falsche Darstellung des Duells Romney vs. Obama. Und für mich ist das ein beweis von Lobbyismus und deren gefährlicher Subjektivität.
Romney vertritt eine supereiche, verwöhnte Söhnchentöchterchen-Generation die vom Leben nichts wissen. Selbst bei völliger Unbegabtheit hat das für diese Leute keinerlei Auswirkung. Das ist für mich ein klarer Beweis von Absolutismus durch Geld welches nur einen virtuellen Wert darstellt dem die Menschen ihm verliehen haben. Das kann auch anders werden!! Von da an müsste auch ein Romney wirklich was leisten davor haben diese Luxusleute Angst. Und ich sage voraus kein Mensch auf der Welt ist ein Vermögen von 200 Millionen Wert. Den Kausalbeweis kann man leicht verdeutlichen.