Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat seine Äußerungen über die Bürger , die wegen ihrer Abhängigkeit vom Staat ohnehin für Präsident Barack Obama stimmen würden, als "komplett falsch" bezeichnet. "In einem Wahlkampf mit Hunderten, wenn nicht Tausenden Reden und Frage-Antwort-Runden sagt man manchmal etwas, dass nicht richtig rüber kommt", sagte Romney dem Sender Fox News .

In diesem Fall habe er etwas gesagt, "das einfach komplett falsch" sei. Sein Leben habe aber gezeigt habe, dass er sich "um alle hundert Prozent" der US-Bürger kümmere, davon sei er überzeugt.

Das US-Magazin Mother Jones hatte im September auf seiner Internetseite ein Video veröffentlicht, das eine Rede Romneys vor reichen Spendern zeigte. Darin sprach er über jene "47 Prozent der Menschen", die bei der Wahl im November ohnehin für Obama stimmen würden, weil sie von staatlichen Leistungen abhingen und sich selbst als Opfer betrachteten. Sie würden keine Einkommenssteuer zahlen, weshalb seine Pläne zur Steuersenkung bei ihnen nicht wirkten, sagte Romney.

Von "nicht elegant" zu "komplett falsch"

Romney war für seine Äußerungen kritisiert worden. Nach der Veröffentlichung des Videos hatte Obama in den Umfragen zugelegt, auch weil Romney zunächst nur gesagt hatte, er habe sich "nicht elegant" ausgedrückt, ansonsten aber an der Aussage festhielt. Am Mittwoch gelang Romney im ersten TV-Duell gegen Obama ein unerwartet starker Auftritt. Zur Überraschung seiner Anhänger erwähnte Obama Romneys Äußerungen über die "47 Prozent" der Wähler in der Debatte nicht.