Bürgerkrieg Romney setzt auf Eskalation in Syrien
Der US-Präsidentschaftskandidat will Syriens Opposition mit schweren Waffen ausstatten. UN-Generalsekretär Ban warnt hingegen vor einer Militarisierung des Konflikts.
© Jewel Samad/AFP/GettyImages

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney
Mitt Romney fordert eine Eskalation im Syrien-Konflikt. Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat hat laut einem Bericht des Guardian vor, die Opposition mit schweren Waffen auszustatten. Das werde Romney am Abend in einer Grundsatzrede zur Außenpolitik ankündigen.
Der Iran liefere Waffen an das Regime von Baschar al-Assad, weil er wisse, dass dessen Fall auch für das Land eine strategische Niederlage bedeuten würde, will Romney laut dem Bericht in seiner Wahlkampfansprache sagen. "Wir sollten nicht weniger energisch mit unseren internationalen Partnern zusammenarbeiten, um die vielen Syrer zu unterstützen, die diesen Sieg über den Iran liefern können", zitiert das Blatt den Politiker. Die Zeitung beruft sich auf Auszüge der geplanten Rede Romneys zur Außenpolitik, die der Kandidat der Republikaner am Montag Abend in Lexington im US-Staat Virginia halten will.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat sich indes besorgt über fortdauernde Waffenlieferungen an die syrische Regierung und die Kräfte der Opposition geäußert. "Ich fordere erneut die verantwortlichen Länder auf, diese Waffenlieferungen einzustellen", sagte Ban. "Die Militarisierung des Konflikts verschlimmert die Lage nur."
"Ernste Gefahr für die Stabilität"
Ban warnte vor schwerwiegenden Konsequenzen einer Eskalation der Gewalt an der türkisch-syrischen Grenze. Die Lage in Syrien habe ein katastrophales Ausmaß erreicht. Dies sei eine ernste Gefahr für die Stabilität der Nachbarländer Syriens und der gesamten Region.
Zwischen der Türkei und ihrem Nachbarn Syrien herrschen weiterhin große Spannungen. Auch am Wochenende schlugen wieder Granaten aus Syrien auf türkischem Boden ein.
- Datum 08.10.2012 - 12:29 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa
- Kommentare 74
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Das ist ja krank! Das ist absolut geisteskrank!
Wie viele Menschen hat denn die USA schon aufgrund von Lügen, damit sie einen Krieg führen kann, ermordet und verloren? Reicht das nicht? Wie viele Leichen braucht es noch? Wie viele zerstörte Leben? Und wie viel Geld hat die USA denn um nun noch einen Krieg anzufangen? Sind die nicht schon pleite genug? Mit Krieg lässt sich wohl super Wahlk(r)ampf machen.
Schlagt Syrien klein, damit wir endlich an den Iran kommen? Krank. Ein anders Wort fällt mir nicht mehr ein.
ist dieser R. wirklich ein Mormone (oder ähnlich) oder bin ich im falschen film ?
müssen denn schon wieder christen krieg führen, hört das nicht irgendwann nicht auf ?
sie verstehen das nicht: Ein Krieg würde die Wirtschaft wieder ankurbeln: Waffen, Versorgung der Soldaten usw.
Der Rubel, pardon, der Dollar muss wieder rollen!
Ein Nebeneffekt wäre, dass man dann näher am eigentlichen Ziel ist: Der Iran. Dort gibt`s `ne Menge Öl.
Alles andere sind unvermeidliche Kollateralschäden.
"...die diesen Sieg über den Iran liefern können"
Jetzt ist klar, was doch schon allen lange klar ist (außer den wenigen, die noch "Assad - Schlächter" schreien): Es geht nicht um Syrien, es ging nie um Syrien. Es geht um den Erzfeind Iran.
von einem evt. nächsten US-Präsidenten sowenig entgegengesetzt? Sind wir alle schon so degeneriert,daß wir die scheinheilige Politik des Täuschen ,Vertuschens ,Schweigens und Wegschauens als normalen Alltag ansehen? Funktionieren unsere Medien eigentlich noch,oder beteiligen sie sich an das -grosse Schweigen- indem sie vertuschen ?
ist dieser R. wirklich ein Mormone (oder ähnlich) oder bin ich im falschen film ?
müssen denn schon wieder christen krieg führen, hört das nicht irgendwann nicht auf ?
sie verstehen das nicht: Ein Krieg würde die Wirtschaft wieder ankurbeln: Waffen, Versorgung der Soldaten usw.
Der Rubel, pardon, der Dollar muss wieder rollen!
Ein Nebeneffekt wäre, dass man dann näher am eigentlichen Ziel ist: Der Iran. Dort gibt`s `ne Menge Öl.
Alles andere sind unvermeidliche Kollateralschäden.
"...die diesen Sieg über den Iran liefern können"
Jetzt ist klar, was doch schon allen lange klar ist (außer den wenigen, die noch "Assad - Schlächter" schreien): Es geht nicht um Syrien, es ging nie um Syrien. Es geht um den Erzfeind Iran.
von einem evt. nächsten US-Präsidenten sowenig entgegengesetzt? Sind wir alle schon so degeneriert,daß wir die scheinheilige Politik des Täuschen ,Vertuschens ,Schweigens und Wegschauens als normalen Alltag ansehen? Funktionieren unsere Medien eigentlich noch,oder beteiligen sie sich an das -grosse Schweigen- indem sie vertuschen ?
.. erschüttert. Die Kriegsgeilheit aufbauend auf dem Hintergrund des florierenden Waffenhandels ist einfach widerwärtig. Dass manche Personen dies mit den Argumenten der Politik offen vertreten, ohne eine Spur von Scham oder Mitgefühl zu empfinden und dies alles als Age of Empire - Spielchen zu verstehen, ist pervers. Es ist einfach nur pervers.
Denn woran im Nahen Osten wirklich akuter Mangel besteht, sind Waffen. Davon braucht es wirklich viel mehr. Natürlich US-amerikanische, finanziert durch die Petrodollars Saudi-Arabiens und Katars.
Ach kommen Sie, nur weil wir ein paar Waffen an Saudi-Arabien und Katar liefern. Die Waffenlobby muss auch leben (nehmen)!
... absolutely nothing!
Ach kommen Sie, nur weil wir ein paar Waffen an Saudi-Arabien und Katar liefern. Die Waffenlobby muss auch leben (nehmen)!
... absolutely nothing!
"um die vielen Syrer zu unterstützen, die diesen Sieg über den Iran liefern können","
Ah, die Syrer sollen jetzt bitte die Drecksarbeit für die USA machen, damit der Iran "niedergelegt" ist??
Vielleicht sollte man mal die Syrer fragen, was die davon halten! Ich denke eher, dass die gerade andere Probleme als USAs Wunschdenken im Sinne haben. Nämlich endlich aus dieser Unterdrückung hervorzukommen, endlich frei zu sein - und zu überleben!
Romney ist auch nur besessen von sich selbst. Erbärmlich.
mit Waffen ausgeholfen und in Afghanistan gegen die Russen interveniert. Wem Sie da geholfen haben, durften Sie später selbst zu spüren kommen.
Vielleicht stände den USA etwas Demut nicht schlecht, aber wenn es um Waffen geht sind sie ja ganz groß. Der Einsatz für demokratische Ziele und Menschlichkeit ist ein Deckmantel um eigene Interessen und Ziele zu verfolgen und Macht zu erhalten. Lug und Trug auf der Weltbühne, ein trauriges Schauspiel.
Beste Grüße
FSonntag
Was Romney hier fordert wäre im Resultat einem Stellvertreterkonflikts des Kalten Krieges sehr ähnlich (nun USA vs. Iran). Bekanntlich haben diese in erster Linie katasrtophale Folgen für die lokale Bevölkerung gehabt.
Darüber hinaus ist es reiner Reaktionismus sich in den Konflikt mit Waffen einzukaufen. Natürlich ist Diplomate zunächst der beschwerlichere Weg, der der sich die Zeit nimmt abzuwägen und die unübersichtliche Situation in Syrien genau zu beobachten. Trotzdem ist es sicherlich auch der bessere Weg. Denn so schwarz-weiss wie sich Romney die Welt vorstellt ist sie leider nicht. Dem miesen Diktatoren Assad stehen leider nicht nur ideologie-freie Freiheitskämpfer entgegen. Eine Waffenlieferung hätte unabsehbare Folgen für die Sicherheit der Menschen vor Ort.
Die Frage, wie man in Syrien aktiv werden soll/kann ist nicht einfach, vielleicht gar nicht zu beanworten. Die Reaktion die Romney fordert, das hat der Kalte Krieg gelehrt, wird das Leiden jedoch nicht schnell beenden, sondern auf Jahre hinaus (wenn das internationalle Interesse längst abgeebt ist) noch Leid gebieren.
Hat denn der Iran die USA angegriffen??
Wähnen die USA sich jetzt eigentlich permanent im "Krieg" gegen alle diejenigen, die nicht ihrer Meinung sind.
Das wird dann wohl erneut die "Krücke" sein, auch umgehend einige der wichtigsten Regeln zivilisierten Zusammenlebens (wie z.B. das Menschenrecht namens Habeas Corpus: also nicht ohne Kenntnis der Anklage und ohne Anwalt verhaftet zu werden) außer Kraft zu setzen...
Hat Romney noch nichts gehört davon, dass es "DIE Opposition" in (und vor allem außerhalb von!) Syrien gar nicht gibt?
Wen genau will er mit Waffen, auch gleich mit schweren, beliefern?
Ich kann mich nicht erinnern, dass mich ähnliche Äußerungen von George W. Bush so beunruhigt hätten wie die von Mitt Romney! Vielleicht deshalb, weil Bush damals eine noch nie dagewesene Pulverisierung der amerikanischen Verfassung und westlicher Werte betrieb - und ich mir nicht vorstellen konnte, dass das nach dem Eingeständnis des umfassenden Scheiterns dieser US-Politik nochmals jemand wagen würde, in die ähnliche Richtung zu denken!
Wenn es Dummheit gerade bei US-Präsidenten nicht so enorm gefährlich wäre, käme mir Einstein in den Sinn, der so schön harmlos und treffend formulierte:
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."
man hätte mit Bush schon die Krönung der republikanischen Aussenpolitik erlebt
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