Bürgerkrieg : Sicherheitsrat verurteilt syrischen Angriff

Das höchste UN-Gremium hat sich zu einer einmütigen Ablehnung des Angriffs auf die Türkei durchgerungen. Der Rat verlangt Zurückhaltung von beiden Ländern.
Türkische Soldaten patrouillieren an der Grenze zu Syrien © Murad Sezer/Reuters

Der UN-Sicherheitsrat hat den syrischen Angriff auf die Türkei auf das Schärfste verurteilt und Regierungstruppen dafür verantwortlich gemacht. Das Gremium forderte die syrische Regierung auf, "die Souveränität und territoriale Integrität ihrer Nachbarn" zu achten. Derartige Verstöße gegen das internationale Recht müssten umgehend aufhören und dürften sich nicht wiederholen, hieß es. Angesichts der Gefahr einer weiteren Eskalation des Konflikts verlangte der Rat zudem Zurückhaltung von beiden Ländern. 

Um die Formulierung hatten die Ratsmitglieder stundenlang gerungen. Während der Westen das Regime von Präsident Baschar al-Assad klar in der Verantwortung sieht, hatten die Russen jede Kritik an der syrischen Regierung verhindern wollen. In einem ersten Entwurf war der Einschlag syrischer Granaten in dem türkischen Grenzort Akçakale , bei dem am Mittwoch fünf Zivilisten getötet worden waren, noch als "ernste Bedrohung des Friedens und der internationalen Sicherheit" bezeichnet worden.

Diplomaten zufolge soll noch ein weiterer Text verabschiedet werden, in dem die Anschläge in Aleppo am Mittwoch verurteilt werden, bei denen 48 Menschen getötet worden waren, die meisten davon Soldaten. Dieser zweite Text ist ein Zugeständnis an Syriens Verbündeten Russland .

Eine in Syrien abgeschossene Granate hatte am Mittwoch in der Ortschaft Akçakale fünf Frauen und Kinder getötet. Mindestens zehn weitere wurden laut türkischen Medienberichten verwundet. Zur Vergeltung beschoss die türkische Armee Ziele in SyrienDas türkische Parlament erteilte der Regierung ein Mandat für eine weitere militärische Intervention. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan versicherte aber, seine Regierung strebe keinen Krieg mit Syrien an. In Istanbul demonstrierten rund tausend Demonstranten gegen einen möglichen Krieg.

Während die Türkei den UN-Sicherheitsrat zum Handeln aufrief, sprach Syrien in einem Brief den Familien der Opfer Beileid aus. Der syrische UN-Botschafter in New York , Baschar al-Dschafari, sagte, dies sei aus Solidarität zu den Familien geschehen. Es sei aber keine Entschuldigung gewesen.

Die US-Regierung unterstützte den Nato-Verbündeten und bezeichnete die Vergeltungsangriffe als angemessen. Sie werden einen "abschreckenden Effekt" haben.

Die Nato hat nach eigenen Angaben bisher keine Bestrebungen, in Syrien militärisch zu intervenieren . "Wir glauben, dass eine politische Lösung der richtige Weg ist", sagte Nato-Chef Anders Fogh Rasmussen . Das Land sei zu groß – und die Lage zu explosiv. Zudem fehlt ohne einen entsprechenden UN-Sicherheitsratsbeschluss die rechtliche Basis für einen Militäreinsatz.

Russland und China sollen Blockade überdenken

Außenminister Guido Westerwelle ( FDP ) äußerte sich besorgt über die Gewalt und mahnte zur Besonnenheit. Zugleich rief er Russland und China zur Zusammenarbeit auf. "Diejenigen, die bisher im Sicherheitsrat blockiert haben, sollten jetzt erkennen, dass die Gefahr eines Flächenbrandes für die gesamte Region wächst, je länger der innersyrische Konflikt ungelöst bleibt", sagte er. "Russland und China sollten die jüngsten Spannungen an der türkisch-syrischen Grenze zum Anlass nehmen, ihre Haltung im Sicherheitsrat noch einmal zu überdenken. Wir brauchen eine politische Lösung und einen Neuanfang für Syrien", sagte der Minister. Die beiden Vetomächte hatten drei Mal im Sicherheitsrat eine Verurteilung der syrischen Regierung wegen ihres gewaltsamen Vorgehens gegen die Oppositionsbewegung verhindert.

Deutschland soll syrische Flüchtlinge aufnehmen

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Ruprecht Polenz ( CDU ), hat sich derweil für eine Aufnahme syrischer Flüchtlinge in Deutschland ausgesprochen. Bund und Länder sollten prüfen, wie dies möglich gemacht werden könne und welche Unterstützung der Staat dazu leisten müsse, sagte Polenz. Viele der etwa 50.000 Syrer in Deutschland würden gern Verwandte bei sich aufnehmen, die sich in eines der Nachbarländer gerettet hätten, sagte er.

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Kommentare

159 Kommentare Seite 1 von 16 Kommentieren

Syrien

Seit Monaten dient das Türkische Grenzgebiet als Auflaufgebiet, Ausbildungsgebiet und Rückzugsgebiet für bewaffnete Söldner ( oder klingt Freiheitskämpfer besser ? ) welche in Syrien kämpfen. Rein Völkerrechtlich betrachtet ist es das gute Recht von Syrien dieses Gebiet unter Beschuss zu nehmen. Mit der selben Begründung dringt die Türkei seit Monaten in den Nordirak ein, worüber sich kommischerweise kein Mensch aufregt. Keine Frage dieses unsägliche Blutvergiessen muss endlich ein Ende haben aber die Art und Weise wie hier das Völkerrecht vom Westen gebeugt und verdreht wird ist schon erschreckend.

@ scoty - dämlicher Vergleich

Wenn Sie sich überlegen würden, dass Syrien von der Türkei aus, seit Monaten täglich von marodierenden Banden und Terroristen heimgesucht wird und dadurch offensichtlich schon tausende Syrer ihr Leben verloren haben, dann sehen sie vielleicht ein, wie lächerlich daneben 8 "Angriffe" auf die Türkei aussehen, die lediglich im Zuge der Selbstverteidigung gegen die ausländischen Invasoren stattfanden.

Weil Irak

nicht in der Lage ist PKK Rebellen zu bekämpfen.
PKK Rebellen die aus dem Hinterhalt mit großkalbrigen Waffen feuern oder schwere Bomben per Fernzündung zu zünden.
Mit der Hoffnung das dabei sehr viele Menschen umkommen ( Polzisten, Soldaten, Lehrer, Zivile Personen ).
Und was tun die Abgeordneten der kurdische Partei BDP ?
Sie umarmem PKK Rebellen vor laufender Kamera und begrüßen deren Taten.

Und das gibt ihr das Recht ?

Ich habe niemals die Sinnhaftigkeit der Türkischen Operationen im Nordirak in Frage gestellt im gegenteil. Und genau mit der selben Argumentation kann man jedweden Angriff Syriens auf Türkisches Grenzgebiet begründen da ja die Türkei anscheinend nicht fähig, gewillt oder sonstirgendwas ist, marodierende Söldnerbanden abzuhalten mordend und plündernd nach Syrien einzufallen.

Müssen sie doch

verstehen einfach mal die Ausgangslage in der Türkei vor fast genau 100 Jahren betrachten, Ähnlichkeiten sind aber wohl rein zufällig.
Naja.

@Thema
Interessant warum nur über den Waffenbruder Türkei berichtet wird und ein Rechtfertigung gesucht wird und man wie immer über https://www.nytimes.com/2... bzw. http://www.globalpost.com... und die besonne Haltunfg des angeblichen Kriegtreibers im Mittleren Osten schweigt.

@ 29 Memphis 1968

Glauben Sie wrklich, dass die Türkei hier "auf Kambodscha" macht? Natrülich ist sie nicht aus Seiten Assads, aber sie kann die Grenzen auch nicht abriegeln.

Bleiben wir im Bild, ist es an Assad, hier Klärung zu schaffen. Bleibt er stur wie damals USA, ist das nicht die Schuld der Türkei oder?. Genau weiss ich es auch nicht, Assad hat eien Zeitpuinkt verpasst, aber jeder der jetzt noch einsitige Schuldzuweisungen verficht, macht sich mitschuldig an einer Eskalation.

Das ist Quatsch.

"...Seit Monaten dient das Türkische Grenzgebiet als Auflaufgebiet, Ausbildungsgebiet und Rückzugsgebiet für bewaffnete Söldner ( oder klingt Freiheitskämpfer besser ? ) welche in Syrien kämpfen. Rein Völkerrechtlich betrachtet ist es das gute Recht von Syrien dieses Gebiet unter Beschuss zu nehmen...."

Wer eine nahezu sechsstellige Zahl seiner Bürger über die Grenze treibt, kann nicht vom Aufnahmeland erwarten, dass es sich auch noch zum Handlanger macht, in dem es aus den Heerscharen von Zivilisten vermeintliche Kämpfer aussortiert und am besten noch in Assads Fänge zurückschickt. Mit den türkischen Operationen im Nordirak lässt sich das erst recht nicht vergleichen, zumal die regionalen nordirakisch-kurdischen Autoritäten sich auch nicht sonderlich daran stören, dass die Türken PKK-ler im ansonsten weitenteils unbesiedelten nordirakischen Gebirge jagen.

Habe ich das jetzt richtig mitgekriegt?

Der Sicherheitsrat verurteilt Syrien mit scharfen Worten dafür, dass in der Türkei syrische Granaten eingeschlagen sind, die dort Menschen getötet haben.

Sowas ist zu verurteilen, zweifellos.

Syrien hatte sich, wenn ich mich recht entsinne, umgehen entschuldigt für diesen Vorfall.

Die Türkei hat als Antwort auf diesen Beschuss ihrerseits mit Artillerie auf syrisches Gebiet geschossen - hat der Sicherheitsrat dazu auch was gesagt?

Oder darf die Türkei das?

Ja, vermeintlich...

in Syrien und der tuerkisch - syrischen Grenzregion sind so viele Akteure am Werk das man eben nicht sein bequemes schwarz/weiss Bild pflegen sollte. Die Tuerkei ist selber aktiv am Geschehen beteiligt. Es koennten auch Rebellen gewesen sein. Oder wirklich ein Versehen. Oder, oder oder... Der Abschuss des tuerkischen "Aufklaerungs Jets" wurde auch sofort verurteilt & es hiess er haette niemals den syrischen Luftraum verletzt. Das Dementi kam hinterher & sehr leise. Kaum einer hat es mitgekriegt. Das Syrische Militaer hat schon so alle Haende zu tun, was fuer einen Sinn haette es die Tuerkei anzugreifen, einem NATO Mitglied!

Ach so, global gesehen ist's ein paar Sekunden vor Zwoelf.

Die 3.Weltkriegslüge

scheint sich gut verbreitet zu haben. Ähnlich wie die Massenvernichtungswaffen Saddams und die Viagra-Lastwagen für die Soldaten Ghaddafis. Es gibt genauso wenig einen Weltkrieg wie das syrische Regime stürtzt. man mach den Ländernn in Nahost nur massiv druck, damit sie nicht auf die Idee kommen Ihr Vermögen zu guterletzt auch noch in Wissenschaft un bildung zu stecken anstatt in US-Waffensystem. Wenn die Wirtschaft in Nahost ersmal anspringt wird es nämlich gehörig dünn für US-Europa - und Israel sowieso.

Weltkrieg?

Das habe ich nirgendwo erwaehnt. Sie missinterpretieren meinen Komentar. Es braucht keinen dritten Weltkrieg. Wenn man sich die Entwicklung weltweit vor Augen haelt, dann sieht man nicht wirklich schoene Zeiten auf und zukommen. Und es braucht es keinen Weltkrieg im herkoemmlichen Sinne um der Bevoelkerung das Leben zu vermiessen. Dazu reicht z.B. schon ein totalitaerer Apparat...

Natürlich "versehen", was denn sonst?

"...Oder wirklich ein Versehen. Oder, oder oder... "

Seit langem werden Rebellenstützpunkte in der unmittelbaren Grenzregion aus etlichen km Distanz mit zum Teil schwerer Artillerie von den syrischen Streitkräften beschossen. Selbstredend ist nicht davon auszugehen, dass Assad absichtlich türkisches Gebiet bombardieren lässt. Der Punkt ist: Damaskus nimmt billigend in Kauf, dass genau das passieren kann, was jetzt (wiederholt) passiert ist. Natürlich trägt Damaskus somit die volle Verantwortung für das, was geschehen ist. Und genauso folgerichtig haben die Türken unter Berufung auf Art. 51 der UN-Charta das Recht, jene Stützpunkte und militärischen Einrichtungen der Syrer auszuschalten, von denen diese "Querschläger" in den letzten Wochen wiederholt ausgegangen sind. Und genau das haben sie nach etlichen und wiederholten Ermahnungen offenkundig in den letzten beiden Tagen getan. So what?

Wachsweich

Es ist eine Tragödie. Nicht einmal bei einem solchen völlig intolerablen Vorfall können sich China und Russland zu deutlichen Worten gegenüber dem Assad-Regime in Syrien durchringen.

Dabei wäre es höchste Zeit, dass man alte ideologisch bedingte Vorbehalte über Bord wirft und entschlossen gegen alle ausufernde Gewalt in Syrien vorgeht. Das wird aber immer unwahrscheinlicher, je länger sich miteinander konkurrierende Machtblöcke hinter nichtsnutzigen "geostrategischen Interessen" verschanzen und mauern.

Ideologie?

Dabei wäre es höchste Zeit, dass man alte ideologisch bedingte Vorbehalte über Bord wirft und entschlossen gegen alle ausufernde Gewalt in Syrien vorgeht.

Was halten Sie denn von der tatsache, dass die Türkei mittlerweile seit 1,5 Jahren syrische Milizen beherbergt, auf seinem Staatsgebiet trainiert und bewaffnet? Ist Ihnen bewusst, dass das syrisch/türkische Grenzgebiet seit über einem Jahr Kampfzone ist? Bewaffnete Einheiten huschen über die Grenze nach Syrien, verüben Anschläge und huschen anschließend wieder zurück.

Egal wie man es dreht oder wendet. Die Türkei hat Syrien schon lange den Krieg erklärt und das Völkerrecht dutzendfach gebrochen. Da sind diese drei Granaten geradezu lächerlich dagegen.

Wann genau hat die Türkei Syrien den Krieg erklärt ?

Ab dem Zeitpunkt, an dem die Türkei anfing, syrische Flüchtlinge aufzunehmen von denen sich mittlerweile 100.000 in der Türkei befinden ?

Wieso denken Sie nicht mal einen Schritt weiter: Wieso sind diese Menschen in die Türkei geflohen und wieso hat Sie Assad nicht wieder in Syrien aufgenommen ? Schließlich ist das Land groß und es gibt noch weite Gebiete, die von seinen Schergen kontrolliert werden.

Richtig: Diese Menschen wollen gar nicht mehr zurück in den Herrschaftsbereich des Diktators, der bei den letzten Präsidentschaftwahlen 2006 97,62 % der syrischen Stimmen auf sich vereinen konnte.

Die Türkei hat Syrien zwar nicht offiziell

den Krieg erklärt, aber verletzt durch Ihre seit Monaten andauerende Untersützung bewaffneter Rebellen ständig die UN-Charta, was hierzlande zumindest in den Medien niemandem aufzufallen scheint.

Wäre es umgekehrt (offene Unterstützung der PKK durch syrische Waffenlieferungen und logistische Hilfe), wäre die Türkei längst nach Syrien einmarschiert. Hier wird eindeutig mit zweiereli Maß gemessen.

Im übrigen wünschte ich mir von Ihnen und anderen Assad-Gegnern wenigstens eine Spur Mitgefühl z. B. für die Opfer des Bombenterrors der Rebellen/Terroristen.

"alte ideologisch bedingte Vorbehalte"

Natürlich geht es China und Russland nicht in erster Linie um Prinzipien - und denen, die die syrische Opposition ausrüsten, auch nicht. Aber vielleicht hätte es der Türkei, der arabischen Liga und dem Westen gut angestanden, selbst einige Vorbehalte gelten zu lassen, bevor man den Konflikt in Syrien anheizte, im Vertrauen darauf, irgendwann seien Fakten geschaffen, denen Beijing und Moskau nachgeben müssten.

Souveränität ist nicht einfach nur Ideologie - sie ist Teil des Protokolls im Umgang von Staaten untereinander. Das heißt: sie ist Praxis, und wer sie missachtet, tut das auf die Gefahr hin, Menschenrechte nicht zu stärken, sondern sie endgültig unter die Räder zu bringen.

Granaten auf eine Familie werfen!?

Wenn es die Syrische Armee zustande bekommt eine Familie in der Türkei mit Granaten zu bewerfen bracht man sich in Syrien nicht über die Zivilopfer wundern.
Diese Familie konnte mit Sicherheit nichts zu den Streitigkeiten aber trotz dessen verweist man hierrauf das man den Rebellen in der Türkei Unterschlupf gewährt.

Mit Russland und China teile ich ihre Meinung völlig da das Mauern mit geostrategischen Interessen und deren Zurückhaltung was Konsequenzen betrifft nur den Sicherheitsrat blockiert und den Konflikt ungehindert eskalieren lässt, diesen Ideologischen Müll sollten die Staaten mit Blick auf den Konflikt Überbord werfen und endlich mit einen UN-Beschluss gipfelnd Assad zum Rücktritt auffordern. Einen Mörder ungestraft weitermachen zu lassen bringt meines Erachtens nichts als weiteres Leid.

Wieoft muss es noch solche Grenzvorfälle geben bis man den Aggressor und zwar Assad geschlossen beim Nahmen nennt und ihn die Rechnung und Konsequentz durch ein Auslandsexil aufzeigt. Wieviele Familien müssen dafür noch sterben bis es Russland kappiert das einen Mörder wie Assad nicht zu helfen ist und er das Vertrauen nur für weiteres Leid anderer Missbraucht. Das alles nimmt vor allem Russland ungehindert hin was zeigt das es auch so eine Schrechensdiktatur ist die alles tut um ihre Interessen zu wahren.

Souveränität

"Souveränität ist nicht einfach nur Ideologie - sie ist Teil des Protokolls im Umgang von Staaten untereinander. Das heißt: sie ist Praxis, und wer sie missachtet, tut das auf die Gefahr hin, Menschenrechte nicht zu stärken, sondern sie endgültig unter die Räder zu bringen."
Es ist eine Ideologie wenn man es über die Menschenrechte stellt und das eine hat mit den anderen nur wenig zu tun. Man sollte Souveränität vielleicht neu definieren indem man staaten die ein Vorgehen wie Syrien an den Tag legen ihre Souveränität entzieht da sie die Menschenrechte missachten und durch ihre zugestandene Selbstbestimmung Konflikte wie diese Eskalieren lassen.
Es gibt einen Punkt da ist das Volk ohne ihren Herrscher besser dran und der ist in Syrien schon lange überschritten seitdem ist es besser die Bestehende Führung überbord zu werfen und Konsequenzen für ihr Handeln aufzuzeigen.
Selbst die Genfer Konvention wird solche Fälle berücksichtigen und Russland wird hier seine eigene Auslegung bewahren anstatt der Realität ins Gesicht zu sehen und Syrien die Souveränität abzusprechen sollange Assad der Staatschef ist und sich mit Gewalt hält.

"Souveränität über Menschenrechte"

Es ist eine Ideologie wenn man es über die Menschenrechte stellt

Habe ich Souveränität über Menschenrechte gestellt, homeenter? Wo denn?

Drei weitere Fragen: sind Sie überzeugt davon, dass es der außersyrischen Anti-Assad-Koalition im Jahr 2011 um Menschenrechte ging? Und wenn ja: warum waren die Unterstützer dieser Koalition ihrerseits der Überzeugung, sie würden mit ihren Entscheidungen die Menschenrechtslage in Syrien verbessern? Und schließlich: warum glauben sie jetzt, dass sie das können?

Es braucht keiner ideologischen Grabenkämpfe...

... und der historisch häufig genug missbrauchten Menschenrechte. Ganz pragmatisch: Das System Assad hat sich überlebt, es ist nur noch ein Anachronismus. Das Zeitfenster, das Damaskus hatte, um sich sanft zu wandeln, Apparat und Partei "neu zu erfinden", hat Assad ungenutzt verstreichen lassen - er wollte oder (was ich viel eher glaube) konnte einfach nicht. Wir sind schon längst über den Punkt hinaus, an dem es noch einen Weg zurück hätte geben können. Im Nahen Osten ist die Zeit der grünen Renaissance ausgebrochen. Da ist für Relikte aus den Zeiten des Kalten Krieges, wie eben das Assad- oder Baath-System, kein Platz mehr. Und wenn Assad noch über einen Funken Verantwortung und Verstand verfügt, erkennt er endlich die Zeichen der Zeit, tritt ab und geht nach Moskau oder sonstwo hin ins Exil. Sein Ende wird ansonsten demjenigen von Gaddafi entsprechen.

Im Konflikt wird es darüber gestellt

"Habe ich Souveränität über Menschenrechte gestellt, homeenter? Wo denn?"
Nein haben sie nicht doch im Grunde passiert das doch in Syrien.

"Drei weitere Fragen: sind Sie überzeugt davon, dass es der außersyrischen Anti-Assad-Koalition im Jahr 2011 um Menschenrechte ging? Und wenn ja: warum waren die Unterstützer dieser Koalition ihrerseits der Überzeugung, sie würden mit ihren Entscheidungen die Menschenrechtslage in Syrien verbessern? Und schließlich: warum glauben sie jetzt, dass sie das können?"
Ich bin schon der Überzeugung das es der Koalition die sich gegen Assad wendeten um Menschenrechte ging. Wenn man Assad der sich durch die Niederschlagung verhast im Volk machte aus dem Spiel nimmt können durch den Fehlenden Feind der Opposition die Menschenrechte wieder geachtet werden und es würde einen Krieg unsinnig machen. Dadurch könnte die Menschenrechtslage dort drastisch verbessert werden und am ende sich eine Neue Führung etablieren die zu Teilen aus bestehender Regierung und Opposition besteht. Ich glaube nicht das ich etwas an der Menschenrechtslage verändern kann nur eben wenn sich der Sicherheitsrat druchringt mit Russland eine bindente Entscheidung zu fällen könnten die Kriegszustände vielleicht gelöst werden so durch die Blockadehaltung bleibt Assad und der Konflikt auch Politisch bestehen.

Ich stimme ihnen zu

doch denke ich nicht das Assad einem Ende wie Gaddafi entgegen sieht er wird sich wohl trotz alldem halten können. Kein zurück wird es für viele nicht geben und sich der Konflikt der auf seinen Namen ausgetragen wird weiter vorantreiben.
Von sich auch wird er wohl auch nicht zurücktreten da ein Diktator von sich aus diese Verantwortung wohl nicht übernimmt und sich seinem Regime mehr verpflichtet fühlt als dem bösen Westen. Solange Russland nicht umdenkt kann ich mir keine friedliche Änderung vorstellen auf der Bitte Moskaus dagegen würde Assad wahrscheinlich zurücktreten.

Nein,

"... Ich stimme ihnen zu
doch denke ich nicht das Assad einem Ende wie Gaddafi entgegen sieht er wird sich wohl trotz alldem halten können. Kein zurück wird es für viele nicht geben und sich der Konflikt der auf seinen Namen ausgetragen wird weiter vorantreiben...."

Er kann sich nicht halten. Er kann sein Ende allenfalls noch eine ganze Weile hinauszögern, mehr aber auch nicht. Syrien hat keine Verbündeten, denen es eine "Herzensangelegenheit" wäre, das System zu stützen (anders als bspw. beim amerikanisch-israelischen Verhältnis). Assad hat lediglich strategische Verbündete in Russland und Teheran. Damit ist es aber letztlich einzig und allein eine Frage des Preises und der Kosten-Nutzen-Kalkulation, ob und wann sie ihn fallen lassen. Gerade Russland ist in solchen Fragen übrigens sehr geübt. Moskau treibt im Moment nur den Preis in die Höhe.

Immer wenn ich solche mediengläubigen

Beiträge lese, frage ich mich, ob das kritische Denken in Deutschland ausgestorben ist. Nicht einmal der antike Grundsatz: Cui bono? führt dabei zum Nachdenken über Roß und Reiter. Vermutlich kennt ihn auch keiner mehr. Hier geht es glasklar darum, die militärische Niederlage der Rebellen/Terroristen mit Hilfe der Türkei abzuwenden, die ohnehin nur auf einen Casus belli wartet (die Regierung, nicht die Bürger). Daß heute abend eine weitere Granate auf die Türkei abgefeuert wurde, obwohl die Syrer ihre Truppen zurückgezogen haben, spricht eine überdeutliche Sprache.

In welcher Welt(Moral) lebt die Regierung von Syrien?

"In einem Brief an den UN-Sicherheitsrat versicherte Syrien den Familien der Opfer seine "tiefste Anteilnahme"."

Sie töten Kind, Frau, Mann und sagen dann, dass sie "tiefste Anteilnahme" haben? Sodann töten sie weiter ungehindert. Wie schlimm ist das, was sie mit ihren Zungen erlügen und wie sie weiter Unheil auf Erden stiften.

Warum regt man sich mehr auf, wenn wenig von Frau, Kind und Mann hinter der Grenze sterben, aber nicht, wenn unzählige unschuldige Kinder innerhalb des Landes getötet werden.

Das muss ein Ende finden! So lasset Taten statt großer Worte folgen! In erster Linie appelliere ich an mich.