Bürgerkrieg in Syrien Syrien-Gesandter Brahimi versucht neuen Anlauf

Der UN-Sondergesandte will sich in Syrien für einen Dialog zwischen Regierung und Rebellen stark machen. In Aleppo starben bei Bombenanschlägen Dutzende Menschen.

Der Syrien-Sonderbeauftragte Lakhdar Brahimi spricht mit einem syrischen Flüchtling.

Der Syrien-Sonderbeauftragte Lakhdar Brahimi spricht mit einem syrischen Flüchtling.

Der internationale Syrien-Beauftragte Lakhdar Brahimi will noch in dieser Woche in die Krisenregion zurückkehren. Brahimi werde versuchen, politischen Dialog in Syrien zu ermöglichen, sagte der stellvertretende UN-Generalsekretär Jan Eliasson. Den Anfang solle die syrische Führung machen, indem sie die Luftangriffe beende. Dem müsse dann eine "Reduzierung der Gewalt im anderen Lager" folgen. So könnten "im besten Fall" ein Waffenstillstand und eine Rückkehr zum politischen Dialog erreicht werden, sagte Eliasson.

Eliasson wisse aber noch nicht, ob Brahimi nach Syrien einreisen könne. Brahimi wolle zudem von der kommenden Woche an von Kairo aus arbeiten, um näher an den Entwicklungen der Region zu sein.

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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte nach einem Treffen mit dem syrischen Außenminister Walid Muallem am Rande der UN-Vollversammlung in New York gesagt, es sei an der Zeit, dass die Führung in Damaskus ihre Offensive zurückfahre. Er forderte die syrische Regierung auf, Mitgefühl mit dem Volk zu zeigen.

Kämpfe in Damaskus

Die syrische Armee beschoss weiter die Hauptstadt Damaskus und ihre Umgebung. Bei einem Angriff auf einen Vorort Harasta wurden nach Oppositionsangaben am Dienstag mindestens elf Menschen getötet. In Duma, nordöstlich der Hauptstadt, hätten die Truppen mindestens fünf Zivilisten getötet.

Aus Syrien gibt es derzeit keine Informationen unabhängiger Stellen, was die Einschätzung der wahren Lage erschwert.

Die amtliche Tageszeitung Al-Baas berichtete, das Militär sei seinem Ziel nähergekommen, die gesamte Region um Damaskus wieder unter seine Kontrolle zu bringen. Von den Rebellen verbreitete Videoaufnahmen zeigten zahlreiche Menschen, die in der Nacht in Autos aus Duma flohen.

Seit einem Angriff der Rebellen in Damaskus Mitte Juli, bei dem Verteidigungsminister Daud Radschha sowie sein Vize, Assads Schwager Assef Schaukat, getötet wurden, haben die Regierungstruppen die Rebellen in die Außenbezirke und Vororte von Damaskus abgedrängt. Sie verloren jedoch die Kontrolle über mehrere Grenzübergänge und kämpfen um die Kontrolle der Millionenmetropole Aleppo.

Aleppo unter Beschuss

Bei Selbstmordanschlägen mit Autobomben wurden am Mittwoch in Aleppo laut Aktivisten mindestens 40 Menschen getötet und mindestens 90 weitere verletzt. Aus Behördenkreisen verlautete, es seien 27 Tote. Drei Fahrzeuge explodierten auf einem zentralen Platz, wie Augenzeugen schilderten. Der Anschlag habe sich gegen einen Offiziersclub und ein Hotel gerichtet, hieß es. Die Fassade des Hotels sei teilweise zerstört, zwei Etagen eines Cafés seien eingestürzt.

An dem Platz im Zentrum Aleppos befinden sich auch viele Regierungsgebäude, die aber sämtlich geschlossen waren. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte soll es sich bei der Mehrheit der Toten und Verwundeten um Mitglieder der Regierungstruppen handeln. Das syrische Staatsfernsehen berichtete von "drei terroristischen Anschlägen".

Zuvor hatte die Armee nach Angaben von Oppositionellen Aleppo beschossen. Die Rede war hierbei von 22 getöteten Zivilisten. Die Staatszeitung Al-Watan berichtete, die Armee habe Verstärkung nach Aleppo entsandt. Die Kämpfe um Aleppo hatten am Wochenende den berühmten Basar schwer beschädigt, der zum Weltkulturerbe der Unesco zählt.

Auch in der südlichen Provinz Daraa gab es laut Opposition demnach wieder schwere Kämpfe. Neun Rebellen seien nahe der jordanischen Grenze bei einer Explosion getötet worden. In einem Flüchtlingslager seien ebenfalls neun Menschen durch Waffengewalt gestorben, darunter eine schwangere Frau.

Insgesamt seien am Dienstag mindestens 104 Menschen durch Angriffe der Armee von Staatschef Baschar al-Assad getötet worden – 57 Zivilisten, 26 Soldaten und 21 Rebellen. Seit dem Beginn des Aufstands gegen Assad im März 2011 starben demnach bei den Kämpfen in Syrien mehr als 31.000 Menschen.

 
Leser-Kommentare
  1. ... woher die plötzlich so genauen Zahlen über die Toten allerorten stammen. Trotzdem sind alle Zahlen in in Konjunktiven eingekleidet. Niemand hat uns Westler aufs Verstehen solcher Nachrichtentexte vorbereitet!

    Der neue Brahimi-Plan vergisst leider, dass viele der Gruppen, die mit ihrer Gewalt nachlassen sollen, nachdem die Luftwaffe die Luftangriffe einstellt, keinem einheitlichen Kommando unterstehen.

    Außerdem ist es von Anbeginn an eisernes Ziel der gewaltbereiten Opposition, mit Assad nicht zu verhandeln. Diese Opposition ist es, die von Anfang an von den "Freunden Syrien" unterstützt werden. Die Nichverhandlung ist die dominierende Linie der offiziellen Vertreter der außersyrischen Opposition.

    Wie, um Himmels Willen, wie soll dieser zweite Schritt möglich sein, wenn alle Teile der gewaltbereiten Opposition von Anfang an konträren Willens sind?

    Mir scheint, hier soll nur ein weiteres Mal Assad durch den ihm zugedachten ersten Schritts politisch vorgeführt werden. Falls sich das so bewahrheiten sollte, hat Brahimi jeden Vertrauensvorschuss als Verhandler verspielt.

    Wieso redet Brahimi nicht mit den verschiedenen Köpfen der gewaltbereiten außersyrischen Opposition und ringt ihnen die Zusage für Verhandlungen ab, bevor Assad den ersten Schritt tun soll?

    Eine verhandlungsbereite Opposition muss der erste Schritt sein. Was hat sie denn zu verlieren? Alles andere ist Blendwerk.

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    Verhandlungen mit Bashar Al-Assad sind ausgeschlossen und wertlos solange dieser seinen Stuhl nicht räumen will. Nicht nur, weil man sich sonst zum Komplizen eines brutalen Diktators machen würde, sondern auch weil dieser nach wie vor Verhandlungen selbst, durch unproportionale Gewalt auch gegen unbewaffnete, unmöglich macht. Solange das Regime weiter oppositionelle auf der Straße verhaften und teilweise an Ort und Stelle erschießen lässt sind Verhandlungen nichts weiter als geschenkte Zeit um noch mehr Verwüstungen anzurichten.

    Russland spielt dabei eine beklagenswerte Rolle. Nach Berichten des Nachrichten Seders "Al-Arabiya" werden die Militäraktionen mit Russland beraten und teilweise Veranlasst. Mit einem solch starken Partner, der sich persönlich beteiligt, fehlt der nötige druck um die Regierung zum einlenken zu bringen.

    Verhandlungen mit Bashar Al-Assad sind ausgeschlossen und wertlos solange dieser seinen Stuhl nicht räumen will. Nicht nur, weil man sich sonst zum Komplizen eines brutalen Diktators machen würde, sondern auch weil dieser nach wie vor Verhandlungen selbst, durch unproportionale Gewalt auch gegen unbewaffnete, unmöglich macht. Solange das Regime weiter oppositionelle auf der Straße verhaften und teilweise an Ort und Stelle erschießen lässt sind Verhandlungen nichts weiter als geschenkte Zeit um noch mehr Verwüstungen anzurichten.

    Russland spielt dabei eine beklagenswerte Rolle. Nach Berichten des Nachrichten Seders "Al-Arabiya" werden die Militäraktionen mit Russland beraten und teilweise Veranlasst. Mit einem solch starken Partner, der sich persönlich beteiligt, fehlt der nötige druck um die Regierung zum einlenken zu bringen.

  2. Verhandlungen sind sinnlos!

    Die syrische Armee muß mit Hilfe der Bevölkerung den Krieg endgültig zu ihren Gunsten entscheiden.
    Danach kann man sich zusammensetzen, und über eine gemeinsame Zukunft nachdenken.

    "Friedenspläne" helfen nur den Terrorgruppen im Land, um sich neu zu formieren.

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  3. Verhandlungen mit Bashar Al-Assad sind ausgeschlossen und wertlos solange dieser seinen Stuhl nicht räumen will. Nicht nur, weil man sich sonst zum Komplizen eines brutalen Diktators machen würde, sondern auch weil dieser nach wie vor Verhandlungen selbst, durch unproportionale Gewalt auch gegen unbewaffnete, unmöglich macht. Solange das Regime weiter oppositionelle auf der Straße verhaften und teilweise an Ort und Stelle erschießen lässt sind Verhandlungen nichts weiter als geschenkte Zeit um noch mehr Verwüstungen anzurichten.

    Russland spielt dabei eine beklagenswerte Rolle. Nach Berichten des Nachrichten Seders "Al-Arabiya" werden die Militäraktionen mit Russland beraten und teilweise Veranlasst. Mit einem solch starken Partner, der sich persönlich beteiligt, fehlt der nötige druck um die Regierung zum einlenken zu bringen.

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    Russland spielt eine beklagenswerte Rolle da der nötige Druck auf das Regime fehlt das diese militärisch beratend sind ist ein Skandal.

    Die Opposition jedoch verspielt sich durch solche unmenschlichen Anschläge jegliche Legitimation und werden so zurecht als Terroristen bezeichnet wenn man sich diese Verbrechen nicht verbietet und abschwört.

    Verhandlungen müssen zu dieser stelle doch gelingen da es Verhandlungsbereite Oppositions sowie Regierungsmitglieder gibt und es der einzige Weg aus diesen blutigen Patt ist.
    Wenn Russland es auch als Voraussetzung sähe das Assad zunächsteinmal abtritt oder sich dem ersten Wahlgang enthält könnten aber Verhandlungen weitaus leichter geführt werden was normal ein politisches Argument sein sollte bevor man das blutige treiben egal auf welche Seite weiter unterstützt oder deckt.
    Jene die jetzt schon Verhandlungen abschreiben tun nichts gutes damit da es beide Seiten nur weiter radikalisiert.

    Russland spielt eine beklagenswerte Rolle da der nötige Druck auf das Regime fehlt das diese militärisch beratend sind ist ein Skandal.

    Die Opposition jedoch verspielt sich durch solche unmenschlichen Anschläge jegliche Legitimation und werden so zurecht als Terroristen bezeichnet wenn man sich diese Verbrechen nicht verbietet und abschwört.

    Verhandlungen müssen zu dieser stelle doch gelingen da es Verhandlungsbereite Oppositions sowie Regierungsmitglieder gibt und es der einzige Weg aus diesen blutigen Patt ist.
    Wenn Russland es auch als Voraussetzung sähe das Assad zunächsteinmal abtritt oder sich dem ersten Wahlgang enthält könnten aber Verhandlungen weitaus leichter geführt werden was normal ein politisches Argument sein sollte bevor man das blutige treiben egal auf welche Seite weiter unterstützt oder deckt.
    Jene die jetzt schon Verhandlungen abschreiben tun nichts gutes damit da es beide Seiten nur weiter radikalisiert.

  4. ..."Assad muß weg" ist mehr als nur hinderlich.
    Meiner Meinung nach handelt es sich hier um ein nicht reflektiertes "Mantra".
    Nehmen wir an er tritt zurück - was dann?

    Der Krieg hört auf, die Djihadisten ziehen fröhlich ihrer Wege, die Armee löst sich auf, die herrschenden Klassen im Land gehen ihre Geschäften nach, die religiösen Eiferer ziehen sich in ihre Moscheen zurück, die Minderheiten sind wieder glücklich usw.?!

    Der Krieg wird trotzdem weiter gehen, weil große Teile des Volkes und des Staates ihr Land kaum den "Rebellen" überlassen werden.

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    "Der Krieg wird trotzdem weiter gehen, weil große Teile des Volkes und des Staates ihr Land kaum den "Rebellen" überlassen werden."
    Momentan geht der Krieg weiter da sich die Opposition keine gerechte Behandlung mehr unter Assad vorstellen können. Wenn er jetzt zurücktritt würde er das land nicht den Rebellen überlassen da sich andere seiner Regierungsmitglieder auch zur Wahl stellen würden und so das land nicht den Rebellen allein überlassen würden. Warum dann nicht?
    Wenn Assad ein gerechter Herrscher ist hat seine Partei auch ohne ihn genügend Stimmen hinter sich und kann sich eine Enthaltung Assads daran auch leisten gerade wenn es dazu beiträgt den Krieg zu beenden!
    Er kann zukünftig eine Passive politische Rolle spielen und seine Partei unterstützen halt ohne im Öffentlichen Licht zu stehen und besondere Macht auszuüben falls er sich dazu entscheidet wird es wohl nicht sein vollständiger Abschied von der Politik sein für jene die es an der Person Assad gelegen ist.

    "Der Krieg wird trotzdem weiter gehen, weil große Teile des Volkes und des Staates ihr Land kaum den "Rebellen" überlassen werden."
    Momentan geht der Krieg weiter da sich die Opposition keine gerechte Behandlung mehr unter Assad vorstellen können. Wenn er jetzt zurücktritt würde er das land nicht den Rebellen überlassen da sich andere seiner Regierungsmitglieder auch zur Wahl stellen würden und so das land nicht den Rebellen allein überlassen würden. Warum dann nicht?
    Wenn Assad ein gerechter Herrscher ist hat seine Partei auch ohne ihn genügend Stimmen hinter sich und kann sich eine Enthaltung Assads daran auch leisten gerade wenn es dazu beiträgt den Krieg zu beenden!
    Er kann zukünftig eine Passive politische Rolle spielen und seine Partei unterstützen halt ohne im Öffentlichen Licht zu stehen und besondere Macht auszuüben falls er sich dazu entscheidet wird es wohl nicht sein vollständiger Abschied von der Politik sein für jene die es an der Person Assad gelegen ist.

    • WiHi
    • 03.10.2012 um 10:55 Uhr

    4 Selbstmordattentate in Aleppo. Die 5 Bombe konnte ausgeschaltet werden. Erste Bilder

    http://www.youtube.com/wa...

    http://www.youtube.com/wa...

    Eine Bombe zerstörte die Handelskammer und tötete das Entwicklungsteam.

    Westerwelle, noch ein bisschen Knete und Unterstützung für die „Aktivisten“?

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    ...die "gelebte Demokratie" zu sein, die sich der Westen so herbeisehnt.

    Der blanke Terror zeugt aber auch von einer Art Verzweiflung - anscheinend sind große Teile der Bevölkerung nicht gewillt sich "befreien" zu lassen.

    ...die "gelebte Demokratie" zu sein, die sich der Westen so herbeisehnt.

    Der blanke Terror zeugt aber auch von einer Art Verzweiflung - anscheinend sind große Teile der Bevölkerung nicht gewillt sich "befreien" zu lassen.

  5. ...die "gelebte Demokratie" zu sein, die sich der Westen so herbeisehnt.

    Der blanke Terror zeugt aber auch von einer Art Verzweiflung - anscheinend sind große Teile der Bevölkerung nicht gewillt sich "befreien" zu lassen.

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  6. Zeit- Zitat: "Der Syrien-Sondergesandte will in die Krisenregion zurückkehren ....Unklar ist, ob er einreisen kann."

    Was will der Autor damit sagen? Zweifel an der Dialogbereitschaft der syrischen Regierung wecken? Mir ist nicht bekannt, welche Nachrichtenagentur diesen Hinweis eingeschmuggelt hat, aber Eliasson hat es in der Pressekonferenz nicht gesagt.
    http://www.un.org/News/Pr...

    Auch wurden aus "artillery"- Luftangriffe gemacht.

    Soweit einige Details. Aber das Entscheidende fehlt:
    "that then could lead to a serious and rapid process to find a political solution in the spirit of the 30 JUNE CONCLUSIONS of transition, then I think we have a possibility. When I mentioned the two, I just mentioned this is the choice that the LEADERSHIP OF SYRIA has and the OPPOSITION also in response to this, and of course, the MEMBERSTATES who have LINKS AND STRONG INFLUENCE on the Government; respectively, the parties. This is a choice we have".
    Fazit: drei Gruppen müssen agieren:
    1. Die syrische Regierung
    2. dem folgend die Opposition
    3. parallel alle, die Einfluss auf beide obige Gruppen haben, d.h. die in Genf vereinbarte Aktionsgruppe.

    Leider sind alle Versuche von Russland, diese Gruppe zu aktivieren, gescheitert. Einladungen wurden vom Westen boykottiert. Im Gegenteil, die Beschlüsse wurden von den Unterzeichnern durch weitere Unterstützung der "Opposition" konterkariert. Und Deutschland macht brav mit und bedauert die Folgen.

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    "Leider sind alle Versuche von Russland, diese Gruppe zu aktivieren, gescheitert. "

    Dabei übersehen sie, dass Russland direkt am Konflikt beteiligt ist und eine gewaltfreie Lösung selbst blockiert.

    siehe:
    http://english.alarabiya....

    "Leider sind alle Versuche von Russland, diese Gruppe zu aktivieren, gescheitert. "

    Dabei übersehen sie, dass Russland direkt am Konflikt beteiligt ist und eine gewaltfreie Lösung selbst blockiert.

    siehe:
    http://english.alarabiya....

  7. "Leider sind alle Versuche von Russland, diese Gruppe zu aktivieren, gescheitert. "

    Dabei übersehen sie, dass Russland direkt am Konflikt beteiligt ist und eine gewaltfreie Lösung selbst blockiert.

    siehe:
    http://english.alarabiya....

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    Meine Überlegungen sind geprägt durch die Bewertung der Chancen einer friedlichen Lösung, mir geht es nicht um Feindbilder, sondern was kann man tun, die Kontrahenten an einen Tisch zubringen.

    Ausgangspunkt sind die UN- Resolutionen und die Genfer Beschlüsse. Soweit mein Standpunkt.

    Zum Beitrag selbst: mich "irritiert" immer wieder, wenn durch Verfälschungen, Auslassungen etc. Meinungsbildung bis hin zum Priming für eine der Parteien betrieben wird. Von den Medien erwarte ich Fakten, es sei denn, der Beitrag ist als Meinung klar gekennzeichnet. Eine Meinung bilde ich mir schon selbst.

    Meine Meinung: es ist meines Erachtens Wunschdenken, wenn man glaubt, wenn Assad abtritt, entsteht automatisch ein demokratisches Syrien.

    Das ständige Argumentieren im Sinne von "haut drauf, Assad muss weg" finde ich, um es höflich zu formulieren, "sehr schlicht" gedacht. Insofern können mich Ihre Argumente nicht unbedingt überzeugen.

    Zu Ihrem Hinweis: natürlich ist Russland involviert, Partei und nicht neutral. Hier geht es aber um einen Dialog zwischen den Parteien, gestützt durch Mediatoren. Zur Zeit steht Brahimi im Vordergrund. Seine Anstrengungen finden allerdings in den westlichen Medien wenig Aufmerksamkeit.

    Was vermittelt wird, sind Berichte über die "Erfolge der Opposition", das Leiden der Bevölkerung unter Assad, kaum der Rebellen, und Berichte der Opposition, mit dem Hinweis "sie können nicht überprüft werden". Also Propaganda für eine Seite. Ist Ihr Bericht überprüfbar?

    Meine Überlegungen sind geprägt durch die Bewertung der Chancen einer friedlichen Lösung, mir geht es nicht um Feindbilder, sondern was kann man tun, die Kontrahenten an einen Tisch zubringen.

    Ausgangspunkt sind die UN- Resolutionen und die Genfer Beschlüsse. Soweit mein Standpunkt.

    Zum Beitrag selbst: mich "irritiert" immer wieder, wenn durch Verfälschungen, Auslassungen etc. Meinungsbildung bis hin zum Priming für eine der Parteien betrieben wird. Von den Medien erwarte ich Fakten, es sei denn, der Beitrag ist als Meinung klar gekennzeichnet. Eine Meinung bilde ich mir schon selbst.

    Meine Meinung: es ist meines Erachtens Wunschdenken, wenn man glaubt, wenn Assad abtritt, entsteht automatisch ein demokratisches Syrien.

    Das ständige Argumentieren im Sinne von "haut drauf, Assad muss weg" finde ich, um es höflich zu formulieren, "sehr schlicht" gedacht. Insofern können mich Ihre Argumente nicht unbedingt überzeugen.

    Zu Ihrem Hinweis: natürlich ist Russland involviert, Partei und nicht neutral. Hier geht es aber um einen Dialog zwischen den Parteien, gestützt durch Mediatoren. Zur Zeit steht Brahimi im Vordergrund. Seine Anstrengungen finden allerdings in den westlichen Medien wenig Aufmerksamkeit.

    Was vermittelt wird, sind Berichte über die "Erfolge der Opposition", das Leiden der Bevölkerung unter Assad, kaum der Rebellen, und Berichte der Opposition, mit dem Hinweis "sie können nicht überprüft werden". Also Propaganda für eine Seite. Ist Ihr Bericht überprüfbar?

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