Syrien-KonfliktTürkei sperrt Luftraum für syrische Maschinen

Der Konflikt zwischen der Türkei und Syrien spitzt sich zu: Erst sperrte Syrien seinen Luftraum für türkische Maschinen, nun zieht die Regierung in Ankara nach. von afp und dapd

Syrische Passagiermaschine, die von der Türkei zur Landung gezwungen wurde

Syrische Passagiermaschine, die von der Türkei zur Landung gezwungen wurde  |  ©Cem Oksuz/Anadolu Agency/dpa

Die Türkei hat ihren Luftraum für syrische Passagiermaschinen gesperrt. Der Luftraum sei bereits am Samstag für zivile Flugzeuge geschlossen worden, sagte der türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu. Zuvor war dies bereits für Militärmaschinen entschieden worden. Grund sei, dass das syrische Verteidigungsministerium Passagiermaschinen zum Transport militärischer Fracht nutze.

Die Türkei reagierte auf einen ähnlichen Beschluss Syriens . Am Vortag hatte die Führung in Damaskus ihrerseits türkischen Fluggesellschaften das Überfliegen des syrischen Staatsgebiets verboten.

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Die gegenseitigen Luftraum-Sperrungen sind Folge eines Vorfalls vom Mittwoch. Die türkische Luftwaffe hatte ein syrisches Passagierflugzeug zur Landung gezwungen und nach Waffen durchsucht. Der Regierung in Ankara zufolge hatte das Flugzeug Rüstungsteile und Munition für das Assad-Regime geladen, was von Syrien und Russland dementiert wurde.

Zwischen der Türkei und Syrien hat sich der Umgangston in den vergangenen Tagen deutlich verschärft. Im türkischen Grenzgebiet schlagen immer wieder Granaten aus Syrien ein. Die Türkei reagierte mit Gegenbeschuss .

Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle war am Samstag zu Gesprächen nach Istanbul gereist, um die Konfliktparteien zu Besonnenheit aufzurufen. Er stellte aber klar, dass Deutschland eindeutig an der Seite der Türkei stehe und auch die erzwungene Landung des syrischen Zivilflugzeuges verstehe.

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Leserkommentare
  1. 1. [...]

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    • Dakra
    • 14. Oktober 2012 18:11 Uhr

    die Kategorien, in denen Sie denken, sind denunzierend,falsch und viel zu einfach. Es gibt hier keine "Westaggressoren", Ihr Denken in "Glaubensbrüdern" verurteile ich aufs Schärfste. Sie schlagen mit wilden Behauptungen um sich. Bitte bemühen Sie sich in Zukunft mehr um Argumente, anstatt um bloße Schuldzuweisungen!

    • Wyrd
    • 14. Oktober 2012 18:26 Uhr

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    Als Mainstreamjournaille agieren sie genau so wie sie es dem Foristen vorwerfen. Auch ich wünschte mir mehr Sachlichkeit und dem Willen der Wahrheit nah zu kommen, entsprechend zu veröffentlichen, auch wenn der eine oder andere Kunde abspringt.

  2. ist doch längst gestorben...... am Tor des Iran wird kräftig gerüttelt.

    • Dakra
    • 14. Oktober 2012 18:11 Uhr

    die Kategorien, in denen Sie denken, sind denunzierend,falsch und viel zu einfach. Es gibt hier keine "Westaggressoren", Ihr Denken in "Glaubensbrüdern" verurteile ich aufs Schärfste. Sie schlagen mit wilden Behauptungen um sich. Bitte bemühen Sie sich in Zukunft mehr um Argumente, anstatt um bloße Schuldzuweisungen!

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    • Wyrd
    • 14. Oktober 2012 18:26 Uhr
    4. [...]

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    Antwort auf "[...]"
    • Soruz
    • 14. Oktober 2012 19:27 Uhr

    "Die Türkei hat ihren Luftraum für syrische Passagiermaschinen gesperrt. Der Luftraum sei bereits am Samstag für zivile Flugzeuge geschlossen worden, sagte der türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu."

    Was für eine Denkweise! Eigentlich sollte umgekehrt sein. Türkei schickt Waffen, aber die zuvilisierte Gesellschaft heißt es gut. Wenn die Waffenfabriken in West und Ost fleissig produzieren und profizieren und ihre Politiker provozieren, sterben dabei Menschen.

    Es wird so suggeriert, als ob die Waffen der NATO-Staaten in Syrien gut und die Waffen Rußlands und Chinas schlecht sind oder umgekehrt?

  3. Ich bin es leid die unglaubwürdigsten Verschwörungstheorien bzgl. des Syrienkonfliktes zu lesen.

    Weder die türkische Regierung noch die Nato oder die Vereinigten Staaten möchten eine militärische Intervention in Syrienkonfliktes. Es ist eben sehr viel einfacher einen Krieg zu beginnen als einen zu beenden.

    Es stellt sich aber natürlich die Frage was die türkische Regierung dann zu solchen, aggressiven Methoden verleitet. Betrachtet man die Eskalation chronologisch sieht man, dass die Türkei alles daran setzt Assad loszuwerden. Mitnichten möchte sie dabei in eine militärische Konfrontation geraten.

    Nach mindestens 9 eingeschlagenen Granaten in der Türkei ( meist in unbewohntem Gebiet) muss eine Regierung sowohl Nach innen als auch nach aussen Stärke beweisen.
    Was im Tierreich abläuft gilt auch für Gruppen aus Menschen. Möchtest du nicht belästigt werden machst du Drohgebärden und plusterst dich auf.
    So lassen sich auch die Äusserungen der türkischen Regierung erklären.

    Es geht vielmehr darum den Konflikt zu internationalisieren um mehr Drucker auf Russland auszuüben um eine Übergangsregierung in Syrienkonfliktes zu installieren.

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    Zitat: "Im türkischen Grenzgebiet schlagen immer wieder Granaten aus Syrien ein."

    Wer kann mir zuverlässig mit Quelle benennen, ob seit Montag letzter Woche noch Granaten auf türkischem Boden eingeschlagen sind?

    Ich habe keine Quelle gefunden.

    Was mir allerdings auffiel, dass die vorangegangenen Schüsse lt. Tagesmeldungen meistens auf unbewohntem Gebiet im Abstand von 50m und 100m hinter dem Grenzzaun auftrafen.

    Ich gehe davon aus, dass die syrische Armee, weiter von der Grenze positioniert, nicht mit dieser Präzision die Türkei angreift.

    Wer liefert mir klare Informationen? Bis dahin habe ich das Gefühl, dass wir von den Medien und den Artilleristen für dumm verkauft werden.

  4. 7. [...]

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    Antwort auf "Verzeihen Sie mal"
  5. 8. [...]

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    Antwort auf "Es reicht!"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dapd
  • Schlagworte Guido Westerwelle | Syrien | Türkei | Verteidigungsministerium | Außenminister | Flugzeug
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