US-Wahlkampf Warum es keine linken Amerikaner gibt
In Deutschland tut man so, als gäbe es noch rechte und linke Politik, hat unser amerikanischer Kolumnist Eric T. Hansen beobachtet. In den USA ist man da schon weiter.
© Jewel Samad/AFP/GettyImages

Wahlkampfveranstaltung von Mitt Romney
In meiner Nachbarschaft in Berlin gibt es einen ganz besonderen Ort.
Immer, wenn ich daran vorbeigehe, werde ich von dem Gefühl überwältigt, plötzlich in das Berlin der 1920er Jahre geraten zu sein. Jeden Moment könnte Rosa Luxemburg und hinter ihr tausend aufgebrachte Arbeiter um die Ecke biegen, und kurz bin ich voll wohliger Bewunderung.
Dabei ist dieser Ort alles andere als alt.
Es handelt sich um ein renoviertes Erdgeschoss, modern und schick mit viel Glas und Stahl und exotischen Pflanzen vor der Tür, ein Vorzeigegebäude des Kapitalismus und der Gentrifizierung. Es ist kein Web-2.0-Start-Up, sondern das Wahlkampfbüro der Linken, und im Fenster hängen Wahlkampfposter mit Parolen wie: "Wir kämpfen für Sie!" und "Der Kampf geht weiter!"

Nun gut, mit "Kampf" meint man natürlich so etwas wie: "Wir führen Sondierungsgespräche für Sie", und Frau Luxemburgs tausend aufgebrachte Arbeiter sitzen alle zu Hause vor den Flachbildfernsehern und verfolgen den Kampf fieberhaft, denn es ist schon fünf Uhr Nachmittags und damit Feierabend.
Gegenüber gibt es auch ein Büro der SPD. Auch die Sozialdemokraten reden gern vom Kampf für die soziale Gerechtigkeit, aber nicht so zackig. Man sieht es schon an der Immobilie: Ein einsames, dunkles Fenster, die Farbe abgebröckelt, die Poster vergilbt und traurig, die Tür immer zu.
Trotzdem bin ich froh, dass in Deutschland Parteien wie die Linke, die SPD und die Grünen ihre Parteiprogramme ganz auf linke Nostalgie aufbauen können.
Kultur, Espresso und linke Politik
In Amerika gab es zwar in den 1940ern eine starke linke Bewegung, und manchmal denken auch wir mit nostalgischen Gefühlen daran zurück, aber heute erwartet niemand mehr, dass ein "linker" Politiker sich "links" verhält. Bei uns sind die "linken" Demokraten längst nicht mehr die Partei der Armen, und die "rechten" Republikaner sind nicht mehr die der Reichen. Im Gegenteil: Die Demokraten werden von den gebildeten Reichen und den Minderheiten gewählt; die Republikaner vom White Trash und dem unteren Mittelstand.
In Amerika ist Wohlstand eng mit Bildung verknüpft: Wer besser als der Durchschnitt verdienen will, muss statistisch gesehen mehr als sechs Jahre studieren. Dazu kommt, dass die Unis zumeist humanistisch geprägt sind: Wer dort studiert, genießt gehobene Kultur, Europareisen, Espresso und natürlich linke Politik.
Man wählt links, ist aber auch reich. Demokraten sind vor allem gehobener Mittelstand – Ärzte und Anwälte, Google-Genies und Hollywoodstars, Leute, die sich Gedanken über die Umwelt und über Minderheiten machen und sich bemühen, politisch korrekt zu sein. Und daneben aber auch ihr ganzes Geld irgendwo gewinnbringend investieren müssen, zum Beispiel in eine Cafékette, in der man anständigen Espresso bekommt.
Wer die Uni abbricht, oder gar die High School, arbeitet dagegen für Peanuts. Seine Welt dreht sich um Familie, Kirche und Militär (die drei Säulen des heimlichen amerikanischen Sozialstaats). Die Farmer auf dem platten Land und die Familien des gefährdeten unteren Mittelstandes haben kein Geld zum Investieren übrig, sie wollen, dass der Staat in sie investiert, durch Subventionen und Steuererleichterungen zum Beispiel. Für sie sind die Republikaner da.
- Datum 09.10.2012 - 16:15 Uhr
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Ihr Aufsatz für mich eine Meisterleistung :-)
ist schon lange vobrüber, als man dieses "Linksspektrum" bei den Grünen und der SPD wähnte, in Wahrheit sind diese beiden Parteien nur in den ehemals rot-gün-Farben lackiert.
Zum Thema empfehle ich:
Charles Moore
http://www.telegraph.co.u...
als auch:
Frank Schirrmacher
http://www.faz.net/aktuel...
Erneut eine sehr scharfäugige und interessante Beobachtung von Mr. Hansen die einen zum Nachdenken treibt.
Tatsächlich kann kaum jemand behaupten dass die Politik der großen Parteien in Deutschland noch entlang eines rechts/links Bruches geteilt ist: Mit Atomausstieg, Abschaffung der Wehrpflicht, Erziehungsgeld für Väter und sogar Konzepten für Frauenquoten in Vorständen etc. hat die Union in den letzten Jahren eine eher linke Politik betrieben, während Rot-Grün mit der Agenda 2010 und den Auslandseinsätzen der Bundeswehr einige traditionell eher als "rechts" einzuordnende Beschlüsse durchgebracht hat.
Besonders deutlich wird diese Seitenverwirrung bei den Grünen, auf die genau das zutrifft was Hansen von den Demokraten berichtet: Sie werden eher vom wohlhabenden und gebildeten Mittelstand gewählt als von "Arbeitern" oder anderem klassich-linken Klientel, obwohl sie
sich selbst als linke Partei sehen und inszenieren.
Ein Pendant zu den Republikanern gibt es dagegen in Deutschland nicht (diese Lücke könnte höchstens eine Art populistische "Rechtspartei" füllen die es aber zum Glück nicht gibt...die Linkspartei ist schon schlimm genug).
Wenn sie die Parlemantsdebatten im Bundestag verfolg hätten, wäre es ihnen möglich gewesen, ein erstaunliches Phänomen zu entdecken: Die "Linke" hat in ihren teilwese brillanten Reden auf den Punkt genau die Abläufe der sogenannten "Eurokrise" vorausgenommen. Wie war es der "Linken", dieser ihrer Meinung nach populistischen (Rechts-)Partei, all das voraus zu seheb, waas samtliche andern Parteien und Experten nicht vermochten - ja, darübber sollten sie nachdenken. Das Thema der Linken ist Verteilungsungerechtigkeit und aus diesem Wissenstand heraus kennen sie die Abläufe der Umverteilung, das ist der Grund. Wenn aber nur diese Partei gegen die Umveteilung genannt "Bankrenrettung" und "Eurokrise* anficht, muss der Rest daran beteiligt sein.
In den USA leben bis zu 150 Millionen Menschen (50% d. Bev.) an oder unter der Armutsgrenze. Wenn man linke Politik als Sozialpolitik verstehen möchte, ist es tatsächlich so, dass weder in den USA noch in Deutschland linke Politik betrieben wird. In den USA trifft die "Erste Welt" direkt auf die "Dritte Welt" - Slums in den Megastädten gehören auch dazu. Dies ist das Resultat eines gnadenlosen Klassenkampfes, der durch weltpolitische Umbrüche neuen Auftreib erhalten hat. Wenn Buttet sagt, seine Klasse, die Reichen, führe Klassenkampf und sei daran zu gewinnen, wer könnte dagegen votieren, er muss es wissen.
@Redaktion: Bitte Kommentar #70 löschen. Danke.
Wenn sie die Parlamentsdebatten im Bundestag verfolg hätten, wäre es ihnen möglich gewesen, ein erstaunliches Phänomen zu entdecken: Die "Linke" hat in ihren teilweise brillanten Reden auf den Punkt genau die Abläufe der so genannten "Eurokrise" voraus genommen. Wie war es der "Linken", dieser ihrer Meinung nach populistischen (Rechts-)Partei, all das voraus zu sehen, was sämtliche andern Parteien und Experten nicht vermochten - ja, darüber sollten sie nachdenken. Das Thema der Linken ist Verteilungsungerechtigkeit und aus diesem Wissenstand heraus kennen sie die Abläufe der Umverteilung, das ist der Grund. Wenn aber nur diese Partei gegen die Umverteilung genannt "Bankenrettung" und "Eurokrise* anficht, muss der Rest daran beteiligt sein.
In den USA leben bis zu 150 Millionen Menschen (50% d. Bev.) an oder unter der Armutsgrenze. Wenn man linke Politik als Sozialpolitik verstehen möchte, ist es tatsächlich so, dass weder in den USA noch in Deutschland linke Politik betrieben wird. In den USA trifft die "Erste Welt" direkt auf die "Dritte Welt" - Slums in den Megastädten gehören auch dazu. Dies ist das Resultat eines gnadenlosen Klassenkampfes, der durch weltpolitische Umbrüche neuen Auftrieb erhalten hat. Wenn Buffett sagt, seine Klasse, die Reichen, führe Klassenkampf und sei daran zu gewinnen, wer könnte dagegen votieren, er muss es wissen.
Wenn sie die Parlemantsdebatten im Bundestag verfolg hätten, wäre es ihnen möglich gewesen, ein erstaunliches Phänomen zu entdecken: Die "Linke" hat in ihren teilwese brillanten Reden auf den Punkt genau die Abläufe der sogenannten "Eurokrise" vorausgenommen. Wie war es der "Linken", dieser ihrer Meinung nach populistischen (Rechts-)Partei, all das voraus zu seheb, waas samtliche andern Parteien und Experten nicht vermochten - ja, darübber sollten sie nachdenken. Das Thema der Linken ist Verteilungsungerechtigkeit und aus diesem Wissenstand heraus kennen sie die Abläufe der Umverteilung, das ist der Grund. Wenn aber nur diese Partei gegen die Umveteilung genannt "Bankrenrettung" und "Eurokrise* anficht, muss der Rest daran beteiligt sein.
In den USA leben bis zu 150 Millionen Menschen (50% d. Bev.) an oder unter der Armutsgrenze. Wenn man linke Politik als Sozialpolitik verstehen möchte, ist es tatsächlich so, dass weder in den USA noch in Deutschland linke Politik betrieben wird. In den USA trifft die "Erste Welt" direkt auf die "Dritte Welt" - Slums in den Megastädten gehören auch dazu. Dies ist das Resultat eines gnadenlosen Klassenkampfes, der durch weltpolitische Umbrüche neuen Auftreib erhalten hat. Wenn Buttet sagt, seine Klasse, die Reichen, führe Klassenkampf und sei daran zu gewinnen, wer könnte dagegen votieren, er muss es wissen.
@Redaktion: Bitte Kommentar #70 löschen. Danke.
Wenn sie die Parlamentsdebatten im Bundestag verfolg hätten, wäre es ihnen möglich gewesen, ein erstaunliches Phänomen zu entdecken: Die "Linke" hat in ihren teilweise brillanten Reden auf den Punkt genau die Abläufe der so genannten "Eurokrise" voraus genommen. Wie war es der "Linken", dieser ihrer Meinung nach populistischen (Rechts-)Partei, all das voraus zu sehen, was sämtliche andern Parteien und Experten nicht vermochten - ja, darüber sollten sie nachdenken. Das Thema der Linken ist Verteilungsungerechtigkeit und aus diesem Wissenstand heraus kennen sie die Abläufe der Umverteilung, das ist der Grund. Wenn aber nur diese Partei gegen die Umverteilung genannt "Bankenrettung" und "Eurokrise* anficht, muss der Rest daran beteiligt sein.
In den USA leben bis zu 150 Millionen Menschen (50% d. Bev.) an oder unter der Armutsgrenze. Wenn man linke Politik als Sozialpolitik verstehen möchte, ist es tatsächlich so, dass weder in den USA noch in Deutschland linke Politik betrieben wird. In den USA trifft die "Erste Welt" direkt auf die "Dritte Welt" - Slums in den Megastädten gehören auch dazu. Dies ist das Resultat eines gnadenlosen Klassenkampfes, der durch weltpolitische Umbrüche neuen Auftrieb erhalten hat. Wenn Buffett sagt, seine Klasse, die Reichen, führe Klassenkampf und sei daran zu gewinnen, wer könnte dagegen votieren, er muss es wissen.
"Vielleicht wäre es auch in Deutschland an der Zeit, zuzugeben, dass die linke Idee tot ist."
An sich ja, aber man hat schon neue Pole entdeckt. Staats-ökologisch und wachstumsarm gegen Neoliberal. Des deutschen Lust an der Einordnung findet immer eine neue Wiese auf der sie sich austoben kann.
Es wird ja gerne uebersehen dass der konservative und als rechts beschimpfte Kohl eine sehr linke Sozialpolitik gemacht hat (Einfuehrung Pflegeversicherung, nicht Antasten von sozialen Wohltaetigkeiten). Er hat damit auch hohe Arbeitslosigkeit und wirtschaftlichen Stillstand verursacht.
Die rot-gruene Koalition hat dann mit Reformen gegengesteuert. Seitdem sieht es allerdings eher so aus als ob beide Bloecke eine Zeit lang aehliche Politik machen. Getreu nach dem Motto "es gibt keine rechte oder linke Politik, sondern nur richtige oder falsche"
Es ist doch der Logik des Lagerwahlkampfes geschuldet, daß linke Regierungen rechte Politik machen und umgekehrt: Während man seine Stammwählerschaft fest hinter sich glaubt, egal was man macht, kann man so im Wählerreservoir des anderen Lagers mausen.
Die SPD hat's lediglich übertrieben, darüber alle Glaubwürdigkeit eingebüßt, und so Grüne und Linke starkgemacht.
Es ist doch der Logik des Lagerwahlkampfes geschuldet, daß linke Regierungen rechte Politik machen und umgekehrt: Während man seine Stammwählerschaft fest hinter sich glaubt, egal was man macht, kann man so im Wählerreservoir des anderen Lagers mausen.
Die SPD hat's lediglich übertrieben, darüber alle Glaubwürdigkeit eingebüßt, und so Grüne und Linke starkgemacht.
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Transatlantische Gefälligkeit?
Die S(eeheimer)PD hat ihre Prinzipchen und die Wähler verraten.
Eingenistete verkappte Neoliberale Genossen sind schwer zu entfernen.
Hier zu behaupten, die Rechten würden sich für soziale Belange interessieren ist schlicht dumm/uninformiert.
Merkels permanente Verschärfung des SGBII (Weiterzahlung des Rentenbeiträge wurde gestrichen, tec.) wird von diesem oberflächlichem Schreiber verdrängt, oder nicht wahr genommen.
Wer glauben Sie, hatte denn die volkswirtschaftlich an Idiotie kaum zu überbieten Idee, das man zur Rekapitalisierung skrupelloser Bankster nur die europäischen Sozialstaaten schleifen müsse und unendliche "Rettungsschirme" auf Steuerzahlerkosten etablieren müsse???
Wer hat denn die Spekulationsverluste nach unten durchgereicht?
Nur weil Ihnen das Argument von Herrn Hansen nicht gefällt, heißt das noch lange nicht, dass er von der "Zeit"fläche verschwinden muss.
Berechtigte Kritik in Ehren, aber mich langweilt die argumentative Brechstange, mit der Argumente als "dumm" oder "uninformiert" abgetan werden, wenn sie nicht mit eigenen Meinung übereinstimmen. Warum immer gleich persönliche Angriffe?
Ansonsten stimme ich Ihnen ja sogar zu, wenn Sie schreiben, dass Hansens Argument Lücken hat. Beispielsweise ist es lächerlich zu behaupten, Clinton habe als einziger US-Präsident Sozialleistungen gekürzt. Deswegen ist die Kolumne von Herrn Hansen aber nicht weniger interessant und anregend. Ein bisschen mehr Respekt würde der Diskussionskultur hier wirklich gut tun.
Die SPD hat zum Glück noch ein paar liberalere Elemente, die Sie als "neoliberal" gar entfernen wollen. So nur bleibt sie einigermassen Volkspartei. Bliebe, nach Ihrer linkstypischen "Säuberung", alleine der zur extremistischen die Die Linken neigende SPD Flügel erhalten, würde die SPD vollends ins Nirvana der Bedeutungslosigkeit versnken. Sie müsste sich dann die 10% Ultras mit den Extremisten teilen.
Und natürlich hat die CDU den Sozialstaat ausgedehnt, ist zunehmend sozialdemokratisiert. Rechts und Links pflegen identische Staatsausdehnung. Nur noch die liberale FDP bleibt als Stimme der Vernunft und Kontrapunkt.
Dass Verblendung linker Politik die Ursachenbehebung nicht in Verringerung dieser überbordenden Staatsausdehnung Überversorgung und Verschwendung sieht, ist klar.
Wenn der deutsche Kleinanleger dann in seinen Pensionskassen, seiner Lebensversicherung oder seinem Sparfonds den Schuldenschnitt hinnehmen soll, wird er von Ihnen als Bankster beschimpft. Die eigentlichen Profiteure der Krise, den heutigen Demonstranten des öffentlichen Dienstes in GR oder der Hängematte des verkrusten Arbeitsmarktes, denen sämtliche Strukturanpassungen durch Gewerkschaftsobstruktion erspart blieben, sind ihnen nicht einmal kritikwürdig.
Es gab keinerlei Spekulationsverluste, "die nach unten durchgereicht" wurden, denn Spekulation hatte an der Schuldenkrise bei Anleihezinsen wie Österreich, aber einer Wirtschaftsleistung unterhalb Rumäniens nichts zu tun. Anpassung tut not!
Nur weil Ihnen das Argument von Herrn Hansen nicht gefällt, heißt das noch lange nicht, dass er von der "Zeit"fläche verschwinden muss.
Berechtigte Kritik in Ehren, aber mich langweilt die argumentative Brechstange, mit der Argumente als "dumm" oder "uninformiert" abgetan werden, wenn sie nicht mit eigenen Meinung übereinstimmen. Warum immer gleich persönliche Angriffe?
Ansonsten stimme ich Ihnen ja sogar zu, wenn Sie schreiben, dass Hansens Argument Lücken hat. Beispielsweise ist es lächerlich zu behaupten, Clinton habe als einziger US-Präsident Sozialleistungen gekürzt. Deswegen ist die Kolumne von Herrn Hansen aber nicht weniger interessant und anregend. Ein bisschen mehr Respekt würde der Diskussionskultur hier wirklich gut tun.
Die SPD hat zum Glück noch ein paar liberalere Elemente, die Sie als "neoliberal" gar entfernen wollen. So nur bleibt sie einigermassen Volkspartei. Bliebe, nach Ihrer linkstypischen "Säuberung", alleine der zur extremistischen die Die Linken neigende SPD Flügel erhalten, würde die SPD vollends ins Nirvana der Bedeutungslosigkeit versnken. Sie müsste sich dann die 10% Ultras mit den Extremisten teilen.
Und natürlich hat die CDU den Sozialstaat ausgedehnt, ist zunehmend sozialdemokratisiert. Rechts und Links pflegen identische Staatsausdehnung. Nur noch die liberale FDP bleibt als Stimme der Vernunft und Kontrapunkt.
Dass Verblendung linker Politik die Ursachenbehebung nicht in Verringerung dieser überbordenden Staatsausdehnung Überversorgung und Verschwendung sieht, ist klar.
Wenn der deutsche Kleinanleger dann in seinen Pensionskassen, seiner Lebensversicherung oder seinem Sparfonds den Schuldenschnitt hinnehmen soll, wird er von Ihnen als Bankster beschimpft. Die eigentlichen Profiteure der Krise, den heutigen Demonstranten des öffentlichen Dienstes in GR oder der Hängematte des verkrusten Arbeitsmarktes, denen sämtliche Strukturanpassungen durch Gewerkschaftsobstruktion erspart blieben, sind ihnen nicht einmal kritikwürdig.
Es gab keinerlei Spekulationsverluste, "die nach unten durchgereicht" wurden, denn Spekulation hatte an der Schuldenkrise bei Anleihezinsen wie Österreich, aber einer Wirtschaftsleistung unterhalb Rumäniens nichts zu tun. Anpassung tut not!
realisiert die Union die Projekte der SPD und umgekehrt. Einige Beispiele wurden bereits genannt. Nach dieser Logik dürfte es wohl kaum zu Steuererhöhungen nach einem SPD/Grünen-Sieg auf Bundesebene im nächsten Jahr kommen. Das Grauen naht bei einer erneuten großen Koalition, da werden sie sich sicher wieder schnell einig, uns in die Tasche zu greifen...
herr hansen, was war das denn schon wieder?
sie bauen über eine seite lang eine fragwürdige behauptung auf um sie dann genüßlich zu zerlegen!
es würde sinn machen wenn dies eine amerkanische zeitung wäre, deren lesern sie erklären wollen warum ihre vorurteile bzgl. anderer nationen falsch sind.
das lagerdenken ist in der realpolitik seit jahrzehnten schon vorbei, lediglich am stammtisch hat es sich gehalten und von da bekommen sie vielleicht zuspruch. schließlich meint der ein oder andere in ihnen einen sprecher zu "entlarvung" selbstgemachter "linker" denkweisen zu haben....
moderate leistung!
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