US-Republikaner Richard Mourdock © Michael Conroy/AP/dapd

Der US-Senatskandidat Richard Mourdock ist in die Kritik geraten, nachdem er sich zu dem Thema Schwangerschaft nach einer Vergewaltigung geäußert hat. "Ich denke, selbst wenn das Leben in der furchtbaren Situation einer Vergewaltigung beginnt, ist dies etwas, was Gott wollte", sagte Mourdock. Er lehne Abtreibung grundsätzlich ab. Nur wenn das Leben der Mutter in Gefahr sei, sei eine Ausnahme für ihn denkbar.

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney distanzierte sich rasch von seinem Parteifreund. Die Demokraten verwiesen unterdessen auf einen früheren Wahlkampfspot, in dem Romney seine Unterstützung für die Kandidatur Mourdocks geäußert hatte. Der Vorsitzende der Demokraten im Bundesstaat Indiana , Dan Parker, erklärte, als katholischer Abtreibungsgegner sei er "schockiert und beschämt, dass Richard Mourdock glaubt, dass Gott Vergewaltigung wollte".

Im August hatten bereits Äußerungen des Republikaners Todd Akin für Empörung gesorgt, der behauptet hatte, der weibliche Körper könne im Fall einer Vergewaltigung eine Schwangerschaft verhindern. Auch damals distanzierte sich Romney.

Der Präsidentschaftskandidat selbst lehnt Abtreibung ab, außer bei Vergewaltigung, Inzest oder wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist. Im Fall seiner Wahl will er eine Entscheidung des Obersten Gerichts aus dem Jahr 1973 kippen, wonach die Bundesstaaten über die Zulässigkeit von Abtreibung entscheiden können.