Wahl in Venezuela Für Chávez wird es eng werden
Nie wurde Venezuelas Präsident ein Herausforderer so gefährlich wie Henrique Capriles. Chávez appelliert an seine Anhänger, vor den Wahllokalen bilden sich Schlangen.
© Rodrigo Arangua/AFP/Getty Images

Venezolaner warten vor einem Wahllokal in Caracas.
Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat sich der wohl schwierigsten Abstimmung seit Beginn seiner Amtszeit gestellt. Umfragen zufolge ist der Oppositionskandidat Henrique Capriles Radonski der stärkste Herausforderer, gegen den Chávez je in Wahlen antreten musste. Bereits am Vormittag (Ortszeit) zeichnete sich eine hohe Wahlbeteiligung ab.
Capriles tritt für ein Bündnis von rund 30 Oppositionsparteien an. Außerdem bewarben sich vier weitere Kandidaten darum, Chávez abzulösen. Der 58-jährige Staatschef, der für Venezuela den "Sozialismus des 21. Jahrhundert" propagiert, lag in letzten Umfragen noch etwa zehn Prozentpunkte vor Capriles. Dieser hatte jedoch den Abstand zum Amtsinhaber in den vergangenen Wochen deutlich verringern können.
Schon vor der Öffnung der Wahllokale bildeten sich an manchen Orten lange Schlangen. "Ich stehe hier seit zwei Uhr nachts, um für die Fortsetzung dessen stimmen zu können, was wir bisher erreicht haben", sagte ein Wähler im Armenviertel Petare. Rund 139.000 Soldaten waren im Einsatz, um die Sicherheit bei der Wahl zu gewährleisten. Der Verkauf von Alkohol war bis Montag verboten.
Ergebnisse noch in der Nacht
Die Anhänger von Chávez zogen bereits am frühen Morgen durch die Straßen der Hauptstadt Caracas und forderten die Menschen mit Signalhörnern zur Stimmabgabe auf. Der Staatschef rief am Sonntagmorgen mit den Worten "Auf geht's, Volk" über Twitter zur Teilnahme auf. Am Vorabend der Wahl mahnte er alle Parteien, das Wahlergebnis zu akzeptieren. "Ich rufe alle politischen Akteure der Linken, der Rechten und der Mitte auf, dass wir uns emotional darauf einstellen, (das Ergebnis) zu akzeptieren", sagte er. "Es wird für niemanden das Ende der Welt bedeuten". Der seit fast 14 Jahren amtierende Chávez sagte auch, nur die Wahlbehörde CNE dürfe das Ergebnis der Abstimmung veröffentlichen.
Zur Wahl aufgerufen waren rund 19 Millionen Venezolaner. Die Wahllokale sollten gegen 18.00 Uhr (00.30 Uhr MESZ) schließen, die Menschen sollten aber noch so lange wählen dürfen, bis alle Wartenden an der Reihe waren. Die Ergebnisse sollten dann noch in der Nacht vorliegen.
Capriles will Umdenken in der Öl-Politik
Sollte Chávez wiedergewählt werden und die Amtszeit bis 2019 gesundheitlich durchstehen, wäre er 20 Jahre im Amt. Der 58-Jährige war 2011 an Krebs erkrankt und musste sich zwei Operationen sowie Chemo- und Strahlentherapien unterziehen. Chávez hatte sich aber vor einigen Monaten als geheilt erklärt.
Capriles wäre im Falle eines Wahlsieges der jüngste Präsident des Landes. Der Jurist kündigte an, dass er als Präsident kein Öl mehr an andere Staaten verschenken werde. Die Regierung Chávez hat bisher linke Regierungen in der Region gestützt, vor allem Kuba. Capriles gilt als wirtschaftsfreundlicher als der Amtsinhaber. Chávez' Sozialpolitik will er aber fortsetzen.
- Datum 07.10.2012 - 17:52 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa
- Kommentare 9
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Unabhängig davon, wie die Wahl ausgeht; kann man sich bereits über den (bisher) offensichtlich reibungslosen Abgang sowie die sehr hohe Wahlbeteiligung freuen.
Anzumerken ist auch, dass Jimmy Carter, dessen Organisation für den Schutz der Bürger- und Menschenrechte den Friedensnobelpreis bekommen hat und die seit 2005 Wahlen auf dem gesamten Globus überwacht;
vor kaum einem Monat in einer Jubiläumsrede anerkannt hat: "As a matter of fact, of the 92 elections that we've monitored, I would say that the election process in Venezuela is the best in the world" (In der Tat, unter den 92 Wahlen die wir überwacht haben, ist meiner Ansicht nach der Wahlprozess in Venezuela der beste auf der Welt.)
http://www.avn.info.ve/co...
Das ist eine erfreuliche Entwicklung und verdient schon Anerkennung.
Das wird wohl bald nicht mehr wahr sein!!!!
http://www.counterpunch.o...
Die CIA scheiterte schon 2002 mit einem Putschversuch.
Ein Volk für Chávez, Chávez für sein Volk.
dass der Autokrat Chavez nun endlich verdientermaßen abgesetzt wird.
Dieser Chavez hält sein Volk in Knechtschaft. Er gehört mit allen Mitteln entmachtet. Diese linke Ideologie ist am Ende.
Für alle die glauben Chavez sei ein schlimmer Diktator etc. empfehle ich den Doku Film des australischen Journalisten John Pilger:
(Lief in GB auf Channel 4)
http://johnpilger.com/vid...
Die Chavez Hetze in vielen westlichen Ländern hat nur ein Ziel: Ein funktionierendes System eines demokratischen Sozialismus' zu diskreditieren, um vor dem derzeitigen Totalversagen der bei uns gültigen Wirtschafttheologie abzulenken.
Ich drücke den kleinen Leuten in Venezuela fest die Daumen, daß Ihr Mann die Wahl gewinnt.
Chavez`s System funktioniert doch auch nur wegen den riesiegen Erdölvorkommen. Das ist aber etwas was man nicht so einfach in anderen Ländern kopieren kann, den bisher ist jedes sozialistisches System ohne riesige Rohstoffreserven im Chaos und unter Verarmung der Bevölkerung geendet.
Seit 14 Jahren regiert Chavez (demokratisch legitimiert) über Venezuela, deswegen sind die heutigen Probleme ganz seine Verantwortung:
- Weltweit höchste Mordrate von 75 Morde auf 100.000 Einwohner (zum Vergleich Mexiko (8) und Kolumbien (32))
- Die Ölfördermengen sinken seit Jahren, weil Chavez für seine Geschenke PDVSA ausbluten lässt und kein Geld für Investionen und Wartungen übrig lässt. (In den vergangen Wochen gab es zwei schwere Zwischenfälle in staatlichen Raffinerien)
Chavez`s System funktioniert doch auch nur wegen den riesiegen Erdölvorkommen. Das ist aber etwas was man nicht so einfach in anderen Ländern kopieren kann, den bisher ist jedes sozialistisches System ohne riesige Rohstoffreserven im Chaos und unter Verarmung der Bevölkerung geendet.
Seit 14 Jahren regiert Chavez (demokratisch legitimiert) über Venezuela, deswegen sind die heutigen Probleme ganz seine Verantwortung:
- Weltweit höchste Mordrate von 75 Morde auf 100.000 Einwohner (zum Vergleich Mexiko (8) und Kolumbien (32))
- Die Ölfördermengen sinken seit Jahren, weil Chavez für seine Geschenke PDVSA ausbluten lässt und kein Geld für Investionen und Wartungen übrig lässt. (In den vergangen Wochen gab es zwei schwere Zwischenfälle in staatlichen Raffinerien)
Chavez`s System funktioniert doch auch nur wegen den riesiegen Erdölvorkommen. Das ist aber etwas was man nicht so einfach in anderen Ländern kopieren kann, den bisher ist jedes sozialistisches System ohne riesige Rohstoffreserven im Chaos und unter Verarmung der Bevölkerung geendet.
Seit 14 Jahren regiert Chavez (demokratisch legitimiert) über Venezuela, deswegen sind die heutigen Probleme ganz seine Verantwortung:
- Weltweit höchste Mordrate von 75 Morde auf 100.000 Einwohner (zum Vergleich Mexiko (8) und Kolumbien (32))
- Die Ölfördermengen sinken seit Jahren, weil Chavez für seine Geschenke PDVSA ausbluten lässt und kein Geld für Investionen und Wartungen übrig lässt. (In den vergangen Wochen gab es zwei schwere Zwischenfälle in staatlichen Raffinerien)
"bisher ist jedes sozialistisches System...unter Verarmung der Bevölkerung geendet."
Erklären Sie mir btte die Verarmung des DDR-Volkes.
Es gab dort weder Suppenküchen noch Kinder die hungerten.
In unserer "schönen, reichen" Bundesrepublik nimmt die Verarmung weiter Teile der Bevölkerung in erscheckendem Maße zu.
"bisher ist jedes sozialistisches System...unter Verarmung der Bevölkerung geendet."
Erklären Sie mir btte die Verarmung des DDR-Volkes.
Es gab dort weder Suppenküchen noch Kinder die hungerten.
In unserer "schönen, reichen" Bundesrepublik nimmt die Verarmung weiter Teile der Bevölkerung in erscheckendem Maße zu.
"bisher ist jedes sozialistisches System...unter Verarmung der Bevölkerung geendet."
Erklären Sie mir btte die Verarmung des DDR-Volkes.
Es gab dort weder Suppenküchen noch Kinder die hungerten.
In unserer "schönen, reichen" Bundesrepublik nimmt die Verarmung weiter Teile der Bevölkerung in erscheckendem Maße zu.
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